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Im Fokus: Boeing kostet den Dow Jones 300 Punkte – Deutsche Bank legt zu

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Die Deutsche Bank, wird sie im Sommer eine Fusion mit der Commerzbank bekanntgeben? Am Wochenende hat die Gerüchteküche gegrummelt, und zahlreiche Publikationen berichteten über inoffizielle Gespräche zwischen den beiden Banken. Das Muster wirkt ähnlich wie bei der Fusion Commerzbank und Dresdner. Auch da gab es im Vorfeld ein „wohlwollendes“ Interesse der Politik, bevor die Dresdner als systemrelevantes Institut alleine den Bach runtergeht. Dann doch lieber schnell fusionieren mit einem vermeintlich gesunden Institut. Na gut, DB und CoBa mögen heute vielleicht nicht so kaputt sein wie die Dresdner früher. Aber der unausgesprochene Druck aus Berlin scheint Wirkung zu zeigen! Die aktuelle Aufwärmung dieses Fusionsthemas beschert der DB-Aktie heute ein Plus von 5,2%. Gut möglich, dass die Fusion wirklich kommt. Aber bis dahin… wenn das Thema morgen wieder kurzfristig abkühlt, geht´s für die Aktie dann wieder gen Süden?

Boeing-Aktie macht dem Dow kräftig zu Schaffen

Der Dow Jones-Index ist nun wirklich ein altmodisches Konstrukt. Kostet eine dort enthaltene Aktie viel, also notiert sie mit einem hohen Preis, so ist ihre Gewichtung im Gesamtindex auch höher. Wie albern! Aber so ist es nun mal. Der Flugzeugbauer Boeing ist mit 11,26% Spitzenreiter in der Dow-Gewichtung, Wahnsinn! Und das wirklich nur, weil der Aktienkurs so hoch notiert. Gäbe es einen Split 10:1, würde die Gewichtung ganz in den Keller sacken, und die Aktie wäre für die Berechnung des Index fast bedeutungslos. Und das, obwohl die Aktie insgesamt dann immer noch den selben Wert hätte!

Aber sei es drum. Die Boeing-Aktie fällt heute wegen des jüngsten Flugzeug-Absturzes kräftig in den Keller. Vorhin waren es noch mehr, aber zuletzt auch noch -40 Dollar. Das ist eine schöne runde Zahl. Pro 1 Dollar in der Aktie bewegt sich der Dow-Index 6,7 Punkte. Also hat Boeing den Dow um 268 Punkte runtergebracht. Vorhin waren es auch schon 300 Punkte. Der folgende Chart zeigt seit heute früh den Verlauf von Dow (schwarz) und parallel dazu Nasdaq und S&P 500. Man sieht, wie der Boeing-Absturz heute in der Vorbörse dazu führte, dass der Dow deutlich schlechter lief als die beiden anderen Indizes. Zuletzt schloss der Dow wieder auf, und notiert aktuell nur mit 31 Punkten oder 0,12% im Minus. Also wäre der Dow wohl ohne den Flugzeugabsturz heute locker 250 oder 300 Punkte im Plus.

Dow Boeing

3 Kommentare

3 Comments

  1. Macwoiferl

    11. März 2019 17:05 at 17:05

    Was reden, FMW?
    Sehe nur grüne Anzeigen, so weit das Auge reicht.
    Der Dow IST bald 250 Zähler im Plus, wenn es so weiter geht.
    Alles gut bei euch?

    • Markus Fugmann

      11. März 2019 17:11 at 17:11

      @Macoiferl, zur Eröffnung war der Dow knapp 1% im Minus..

  2. Macwoiferl

    11. März 2019 18:15 at 18:15

    Veröffentlicht 16.13 Uhr.
    Dow auf Tageshoch…
    Clickbait??

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Kriseninstitut Deutsche Bank – kann man den deutschen Branchenriesen pleite gehen lassen?

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Nach der Euphorie im Zusammenhang mit der Fusion Deutsche Bank-Commerzbank mit Kursen von 8,20 €, ist wieder Ernüchterung eingekehrt. Einerseits wegen der Folgen der Fusion für die Arbeitsplätze in Deutschland und dem heftigen Widerstand der Gewerkschaften und den sich verschlechternden Wirtschaftsaussichten, die eine Zinswende in die ferne Zukunft verschieben. Dabei wird das Basisgeschäft der Bank (kurz leihen – lang verleihen, Stichwort Fristentransformation) weiter stärker leiden, übrigens nicht nur in Europa, auch die Regionalbanken den USA haben derzeit einen wahren Kurssturz zu verkraften.

 

Die toxische Bilanz der Bank für das Gemeinwesen

Wenn man glaubt, dass der deutsche Staat so einfach zusehen kann, wie das Privatinstitut ins Bodenlose fällt, bis es entweder ein ausländischer Investor aufkauft oder es sogar in die Insolvenz geht, dürfte die Dimension eines solchen Falles völlig unterschätzen.

Ein Vergleich zeigt, warum man diese letzte Alternative nicht zulassen kann.

Lehman Brothers hatte vor seiner Insolvenz im Jahre 2007 28600 Beschäftigte und eine Bankbilanz von bis zu 650 Mrd. Dollar. Die Deutsche Bank liegt trotz einer geschrumpften Bilanz noch immer über 1,4 Billionen und beschäftigt über 90 000 Angestellte. Dazu kommt noch ein billionenschweres Derivateportfolio, dessen exakte Größe nur zu schätzen ist. Dies ist nur ein einfacher Vergleich, die internationale Verquickung ist wesentlich komplexer, als hier darstellbar.

Da wird doch keiner glauben, dass man einem Absturz der DB von Seiten des Staates zusehen kann. Ich behaupte, für dieses Institut gilt nach wie vor das „Too big to fail“, auch wenn Politiker immer etwas anderes erzählen, oder anders ausgedrückt, es besteht eine implizite Staatsgarantie. Der Lehman-Crash wäre gegen einen DB-Crash eine kleine Nummer.

Auch wenn es derzeit ruhig um die Bank ist, bei jedem weiteren Kursrutsch wird hinter den Kulissen umso heftiger gearbeitet – an der Notlösung.

 

Frankfurter Skyline, die CoBa im Vordergrund. Foto: Mylius GFDL 1.2

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Apple mit Special Event ab 18 Uhr – die wichtigsten Fakten hier LIVE

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Ab 18 Uhr präsentiert Apple heute wichtige neue Produkte. Dies werden aller Voraussicht nach ausschließlich Dienstleistungsangebote sein, und keine Hardware! Wir hatten vorhin schon darüber berichtet. Wir berichten in diesem Artikel fortlaufend über die News aus der Präsentation. Aktualisieren Sie bitte diesen Artikel um neue Einträge zu sehen.

Die Präsentation von Tim Cook hat begonnen.

Wie erwartet bringt Apple einen Online-Zeitungskiosk heraus, der „Apple News+“ heißen wird. 300 namhafte Magazine wie das Walls Street Journal, Vanity Fair etc sollen darüber lesbar sein. Der Service wird 9,99 Dollar pro Monat kosten, und Familienangehörige können kostenlos mitlesen über seperate Zugänge. Das Angebot wird es mit 30 Zeitschriften auch in Kanada geben, und später im Jahr auch in Europa – hier aber erstmal nur in UK.

Apple Pay: 10 Milliarden Transaktionen seien bisher darüber abgewickelt worden, so Tim Cook.

Tim Cook präsentiert gerade die „Apple Card“. Eine Kollegin übernimmt. Diese Kreditkarte soll wohl das Einkaufen mit Kreditkarte so einfach und komfortabel machen wie noch nie zuvor. Die KI der Apple Card soll vieles visualisierbarer darstellen als bei bisherigen Kreditkartenfirmen. Zahlt man mit Apple Card bei Apple-Produkten, erhält man 3% Rabatt. Auch bei anderen Einkäufen soll es Rabatte geben. Jede Zahlung bringt 2% Gutschrift aufs Konto. Gebühren soll es nicht geben. Abwicklungspartner werden Goldman Sachs und Mastercard. Auf der Apple Card gibt es keine Unterschrift, keine Karten-Nummer…! Die Sicherheit werde dadurch drastisch erhöht. Im Sommer kommt das Angebot auf den Markt.

App Store: Tim Cook deutet es schon mal an. Gaming ist ein riesiger Markt. Eine Kollegin übernimmt jetzt. „Apple Arcade“ wird ein Abo Service für Gaming werden. Mit diesem einen Abo wird es mehr als 100 Spiele geben, exklusiv nur über Arcade. Und es werde ständig neue Spiele geben. Wie bei den Zeitungen wird es kostenlos extra Zugänge für Drittnutzer aus der Familie geben. Der Service wird ab Herbst in 150 Ländern erhältlich sein. Der Preis wird jetzt noch nicht bekanntgegeben.

Apple TV ist an der Reihe. Die Benutzeroberfläche wird komplett neu gestaltet für einen Streaming Service (wird das der „Netflix Killer“?). Verfügbar sein werden Sender wie HBO, CBS oder Showtime etc. Die Apple TV App wird auch über Smart TV´s laufen, über Samsung, Sony, LG etc. Bisher nur in 10 Ländern, soll das Angebot ab Mai in über 100 Ländern verfügbar sein. Als Nutzer soll man individuell buchen können, was man will (also keine fixen Gesamt-Abo-Pakete?).

„Apple tv+“ wird gerade von Tim Cook vorgestellt. Nach einem quälend langen inhaltsleeren Einspieler steht jetzt Steven Spielberg bei Apple auf der Bühne. Erzählt er endlich mal, worum es bei „Apple tv+“ geht? Neu produzierte Sendungen sollen die Zuschauer in neue Welten entführen usw… so ganz klar ist irgendwie nicht, worum es denn nun gehen soll… nun tritt Jennifer Aniston auf die Bühne. Hat sie konkrete Aussagen zu bieten? Zusammen mit Reese Witherspoon präsentiert sie die neue Serie „The Morning Show“ für das „tv+“-Angebot. Jetzt treten noch weitere Künstler auf und präsentieren ihre neuen exklusiven Formate für „tv+“. Tja, damit greift Apple so richtig frontal Netflix an. Exklusiver Content für Apple-Kunden! Immer noch (19:30 Uhr) stellen eine Reihe von Schauspielern neue Formate für das Apple-Angebot vor. Die ersten Live-Kommentare der US-Tech-Blogging-Community vereinfacht zusammengefasst: Damit kann Apple durchaus Netflix angreifen! Der Preis fehlt noch.

Und jetzt noch Oprah Winfrey auf der Bühne! Sie hat gut 10 Minuten darüber erzählt, wie toll der neue Service ist… (wie viele Millionen Dollar hat sie für diese 10 Minuten bekommen?)

19:48 Uhr: Das war´s, die Präsentation ist zu Ende. Kurz-Fazit: Apple greift frontal an. Kein Wort über neue Hardware-Produkte. Man geht voll rein in die Plattform-Ökonomie. Die Kunden sollen voll ins Apple-Universum integriert und festgehalten werden. Überall will Apple mitverdienen, und das wird dem Konzern wohl auch gelingen. Am Schwierigsten wird wohl der Kampf gegen Netflix, aber da gibt man ja nun Vollgas! Ob man mit diesen Maßnahmen die Abhängigkeit vom iPhone lösen kann? Wohl nicht von heute auf Morgen, aber ein Übergang hin zu diversifizierten Einnahmequellen ist möglich.

Apple Zentrale
Apple residiert seit Kurzem im neu fertiggestellten „Ufo“, dem Apple-Campus. Foto: Daniel L. Lu (user:dllu) CC BY-SA 4.0

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Im Fokus: Pfund, Tesla, Wirecard, Deutsche Bank

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Das Brexit-Chaos nimmt kein Ende. Laut „ITV News“ soll eventuell morgen im House of Commons der Deal von Theresa May erneut zur Abstimmung eingebracht werden. Nur wenn die Parlamentarier zustimmen, würde May von der EU eine längere Verschiebung des Brexit-Termins erhalten. Aber warum sollten die Parlamentarier diesmal zustimmen? Aus purer Angst vor dem harten Brexit? Wer weiß das schon, wer blickt da noch durch? Das Merkwürdige ist einmal mehr die Gelassenheit der Pfund-Bullen. Der Chart, der bis Anfang Februar zurückreicht, zeigt es. Pfund vs US-Dollar bleibt gelassen und gefestigt bei aktuell 1,32. Schwäche sieht anders aus. Wie kann man bei so einem Chaos und so viel Unsicherheit so ruhig bleiben, und das bei so einem wichtigen Event? Wir wollten es ja bloß noch mal erwähnt haben!

Pfund vs USD

Tesla

Die Aktie von Tesla ist seit Tagen kräftig am Abschmieren. Von Freitag Abend bis jetzt hat sie noch mal 7 Dollar auf aktuell 257 Dollar verloren. Seit Mitte Dezember hat sie nun satte 120 Dollar verloren. Aber noch wichtiger ist für Charttechniker, dass die Tesla-Aktie jetzt fast an der wichtigen Unterstützung bei rund 250 Dollar angekommen ist (Chart seit Ende 2015). Geht es unter dieses Level, kann es wirklich übel werden (kann, nicht muss). In den letzten Tagen gab es sehr viele negative Meinungen zu Tesla. Heute kommt eine weitere hinzu. RBC Capital Markets stuft die Aktie von Tesla ab von 245 auf 210 Dollar. Augen auf beim Niveau von 250 Dollar, möchten wir anmerken!

Tesla-Aktie seit 2015

Wirecard

Auch die Aktien von Wirecard sehen momentan nicht gut aus. Am 4. April verkündet man seine Quartalszahlen, und allgemein wird erwartet, dass Wirecard bis dann auch den sehnsüchtig erwarteten Bericht einer Kanzlei aus Singapur präsentiert, ob es nun Buchhaltungstricks gab oder nicht. Gestern oder vorgestern hatten einige Marktteilnehmer mit dem Bericht gerechnet, aber er kam nicht. Vielleicht im Laufe dieser Woche? Die Nervosität in der Aktie steigt weiter an. Es gibt derzeit Berichte, dass ein sehr großer Privatkredit der Deutschen Bank für den Wirecard-CEO mit seinen eigenen Wirecard-Aktien beliehen wurde. Das mag zwar interessant sein, aber eine Kursrelevanz kann das eigentlich nicht haben. Es ist aktuell wohl die Nervosität. Wer an die Unschuld von Wirecard glaubt, kann aktuell bei glatt 100 Euro einsteigen (am Freitag noch bei 105 Euro). Am 11. März hatte die Aktie schon mal ein Zwischenhoch bei 136 Euro erreicht. Dieser Langfristchart seit 2015 zeigt den Anstieg (von unter 50 auf 199 Euro) und Absturz der Aktie. Also, ist dies jetzt ein günstiger Einstieg für Zocker? Entscheiden Sie selbst. Der Prüfbericht kann jeden Tag veröffentlicht werden.

Deutsche Bank

Tja, die ganze schöne Fusions-Euphorie rund um die Deutsche Bank und Commerzbank ist verpufft. Die Wahrscheinlichkeit für eine Fusion steigt gefühlt seit Tagen immer weiter an. Aber immer mehr wird auch dem gutgläubigsten Börsianer klar, dass „zwei Mal Problem“ nicht „Gut“ ergibt. Am 15. März noch bei 8,22 Euro, notiert die Aktie jetzt bei 7,17 Euro. Und wird die Fusion abgesagt, stehten DB und CoBa genau so in einem phantasielosen Vakuum. Das ist schon echt eine verfahrene Lage für die Aktie. Im folgenden Chart sieht man das Tief Ende Dezember. Im Moment läuft der Kurs mit guten Schritten darauf zu. Weiter schwächelnde Kurse könnten (einfältige) Politiker dazu bringen, noch mehr Druck Richtung Fusion auszuüben. Leute, ihr werdet ja immer schwächer. Fusioniert bitte schnell, dann seid ihr stark. Hat ja auch super funktioniert bei DB/Postbank und CoBA/Dresdner!

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