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Immobilien – nach Boom kommt jetzt Krise

Die Krise erwischt nun auch die lange boomende Baubranche in Deutschland – perspektivisch bedeutet das fallende Immobilienpreise

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Der Boom am deutschen Markt für Immobilien schien endlos zu sein: ständig neue Rekorde, der Bau kaum der Nachfrage nach Betongold kaum hinterher. Aber nun zeigt sich, dass der Boom beim Bau in eine Krise mündet! So hat Markit heute den Einkaufsmanagerindex (Markit Construction PMI) für das deutsche Baugewerbe veröffentlicht – und die Zahlen lassen Böses ahnen!

So sackte der Wert von 49,5 im Juli auf 46,3 ab im August – das ist der größte Rückgang seit August 2014.

Die Aussagen von Markit zur Entwicklung beim deutschen Bau – ergo beim Markt für Immobilien – sind alarmierend:

„German construction activity fell at the fastest rate for more than five years in August, latest PMI® data showed, as the downturn spread to all broad categories of building work. The recent decline in new orders meanwhile gathered pace, with worries about a sustained slowdown dragging firms‘ output expectations down to the lowest since late-2015.“

Dabei führt die nachlassende Nachfrage zu sinkenden Preisen – eine Art deflationäre Spirale:

„Amid a drop in demand for building materials and products, input price inflation slowed to a three-year low (..).“

Betroffen vom Abschwung sind alle drei Sektoren:

„For the first time since the snow-related disruption in March 2018, all three broad construction categorises recorded a decrease in activity. The worst performing remained civil engineering, where work fell for the fifth month in a row and at the quickest rate in almost one-and-a-half years. Data also showed a sharp drop in commercial activity, the most marked since March 2013, while work on housing projects returned to contraction after a brief rise in July, falling only modestly but the most nonetheless since May 2014.“

Die Neuaufträge fallen dabei nun den vierten Monat in Folge und gingen dabei so stark zurück wie seit Juli 2014 nicht mehr – die Branche wird daher immer pessimistischer:

„August saw expectations turn increasingly negative and sink to the lowest overall in almost four years.“

Zwar erlebt die Branche insgesamt noch Stellenzuwächse – aber der Aufbau neuer Jobs steigt so wenig wie seit zehn Monaten nicht mehr.

Insgesamt erwarten die befragten Einkaufsmanager einen starken Abschwung der deutschen Wirtschaft – und beklagen die rückläufige Nachfrage aus dem öffentlichen Sektor:

„(..) new orders and expectations sinking deeper into contraction territory amid reports of growing concerns among clients about an economic slowdown and a lack of tender opportunities from the public sector.“

Summa summarum ist der Abschwung nun als auch am Markt für Immobilien angekommen – aus Boom wird nun Krise. Der Bau war das Zugpferd der deutschen Konjunktur aufgrund der immensen Nachfrage (auch durch die Migration nach Deutschland) nach Immobilien – aber das scheint nun absehbar vorbei zu sein.

Das dürfte sich früher oder später auch in den Preisen für Immobilien niederschlagen, zumal Kernbranchen der deutschen Wirtschaft wie der Maschinenbau heute ebenfalls miserable Zahlen meldete. Wenn immer mehr Menschen ihre Jobs verlieren (derzeit werden besonders befristete Verträge im gesamten Industriesektor nicht mehr verlängert), dann sinkt die Nachfrage nach Immobilien, und sinkende Nachfrage wiederum bedeutet sinkende Preise. Für diejenigen, die sich noch kürzlich eine Immobilie in einer deutschen Großstadt auf Kredit und zu Mondpreisen gekauft haben, könnnte das eine schlechte Nachricht sein..

Die Party bei deutschen Immobilien ist jetzt vorbei

15 Kommentare

15 Comments

  1. Avatar

    tm

    5. September 2019 11:44 at 11:44

    Alles richtig, wobei die noch weiter gesunkenden Zinsen ebenso stützen dürften wie die mit einer internationalen Rezession vermutlich verbundene Kapitalflucht in Richtung Deutschland.

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      Will_DM_wieder

      5. September 2019 14:56 at 14:56

      Sind Immozinsen von 0,5% für 10jährige nicht eher ein Indikator für Luftgeld aus dem Nichts = Kreditgeld = saures Bier? Will also fast keiner mehr. Dann wird es nichts mit der Stütze aus der Ecke.
      Für die später geborenen: In gesunden Zeiten liegten die Immozinsen für 10jähriges bei 4..9%! In den USA übrigens derzeit um 5%. Also saftige 10mal so hoch wie in dem kaputten Euroland!

      • Avatar

        Pierre

        7. September 2019 17:32 at 17:32

        Aber sind das wirklich damals gesunde Zeiten, bzw. gesunde Zustände gewesen?

        Wofür sorgt denn ein hoher Zins primär? Er sorgt dafür, dass der Reiche reicher wird, und der Arme ärmer. Also geht die Schere nur weiter auseinander.

        In meinen Augen wird dieser Entwicklung nur gegengewirkt. Das dabei nebenbei noch Investitionen gesteigert werden, ist ein positiver Nebeneffekt.

        • Avatar

          Claudia

          7. September 2019 18:30 at 18:30

          @Pierre, und ein verkaufsfördernder Link auf Ihrem Namen hilft jetzt den Armen oder Reichen? Oder beiden?

        • Avatar

          Ein Engel für die Völker

          7. September 2019 20:04 at 20:04

          @Pierre, in Zeiten höherer Zinsen war seit jeher eine Gesundung volkswirtschaftlicher Prozesse und Entwicklungen feststellbar. Aus welchen Gründen genau sollten Niedrig- oder Minuszinsen die Schere zwischen Arm und Reich gerade im Immobiliensektor verringern?

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    Betongold -Anleger

    5. September 2019 12:26 at 12:26

    Wobei schlaue Bauherren meistens lange Hypzhekarfristen abgeschlossen haben u.bei grösseren Einbrüchen wiederum die Banken den schwarzen Peter hätten.

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      judith

      5. September 2019 13:25 at 13:25

      Sehr geehrter Betongold-Anlager, m.E: nicht ganz richtig was Sie schreiben, denn seit 01.01.2019 haben wir das -EU- Gesetz ..falss sich die Vermögensverhältnisse ändern… außerdem haben die Banken immer den „Hebel“mit der Einwertung der Immobilie, damit können Sie immer nachträgliche Sicherheiten verlangen..
      Soweit meine Erfahrung

      • Avatar

        Roberto

        5. September 2019 15:33 at 15:33

        @Judith, ja das ist richtig. Aber die Bank wird sich so etwas drei mal überlegen bevor sie das tut. Denn wenn die Tatsache schon so weit gediegen ist, dass die Immopreise in den Keller rauschen, dann weiß die Bank das sie trotz oder gerade deswegen ihr Geld bei einer Zwangsversteigerung niemals OHNE ERHEBLICHE EINBUSEN rausbekommt. Soll heissen, das wenn das Darlehn in einer Krisensituation ordnungsgemäß und ohne Verzögerungen bedient wird, das die Bank auf solche Speilchen aus Eigeninteresse verzichtet.

    • Avatar

      Will_DM_wieder

      5. September 2019 15:02 at 15:02

      „Aufgrund der Marktentwicklung ist der Verkehrswert Ihrer Immobilie erheblich gesunken und reicht nicht mehr zur Besicherung Ihres Kredits aus. Bitte überweisen Sie in den nächsten 14 Tagen 100.000 Euro, andernfalls wir eine Zwangsverwertung des Objekts vornehmen müssen. Wir bitten um Ihr Verständnis. Mit freundlichen Grüßen Ihre Hausbank.“

  3. Avatar

    Marcus

    5. September 2019 13:21 at 13:21

    @Betongold-Anleger: Wenn eine Bank bei den heutigen Konditionen sich auf eine langfristige Zinsbindung einlässt, ist sie ganz schön dumm! Was ist für Sie eigentlich „langfristig ?

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      Chameleon Schwarz

      5. September 2019 21:27 at 21:27

      An der „Doomsday“ Schlagzeile aufgeilen ist nicht so mein Ding. Es wird weniger Rohmaterial für künftige Bauprojekte eingekauft. Mehr sagt der Artikel nicht aus. Der Rest ist Spekulation und stellt lange keinen Immobilienpreisverfall in Aussicht. Wenn überhaupt sprechen die Fakten das Gegenteil: Weniger künftige Bautätigkeit. Also ein noch höheres Wohnraumdefizit? Klingt nach Nachfrageüberhang und weiter steigenden Preisen.

      Hier noch etwas Spekulationsstoff: Vielleicht warten die Bauherren erstmal Brexit, Handelskrieg und Mietpreisbremse ab und starten später durch? Vielleicht bremsen Lagarde Mini-Zinsen gar Vermögemsseitig die Mietpreisbremse aus (was genialer Weise Mieter und Eigentümer gleichermaßen Happy macht)? etc.

  4. Pingback: Aktuelles vom 5. September 2019 | das-bewegt-die-welt.de

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    Betongold-Anleger

    5. September 2019 13:52 at 13:52

    @Marcus, Sind denn alle Banken dumm ? Sie können heute überall so tiefe u.langjährige Hypotheken abschliessen wie noch nie.Es gibt sogar Länder mit NEGATIVHYPOZISEN.
    Sie sind anscheinend neu in dieser Branche, ich schürfe schon Betongold seit fast 40Jahren

  6. Avatar

    Marcus

    5. September 2019 15:06 at 15:06

    @Betongold-Anleger: Antworten Sie doch bitte mal auf meine Frage was für Sie „langjährig“ in Sachen Zinsbindung bedeutet. Das mag sein das ich zu solchen Konditionen abschließen kann, aber es ist betriebswirtschaftlich vollkommener Blödsinn das die Bank dem Kreditnehmer dann noch eine Zinsfestschreibung gewährt.

  7. Avatar

    kitchen design sri lanka

    14. Januar 2020 11:34 at 11:34

    XU

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Rüdiger Born: Die aktuelle Lage bei Dax, Euro und Gold

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Im Dax zeigt die Dynamik zwar noch nach oben, aber der Schub lässt nach. Der Trend könnte langsam zu Ende gehen. Der Euro ist stark auf der Abwärtsseite unterwegs, und auf der Long-Seite sehe ich noch kein überzeugendes Signal. Bei Gold könnte sich der Trend auf der Oberseite fortsetzen. Wollen Sie abgesehen von meinen täglichen Analysen im Trade des Tages noch viel mehr und vor allem aktuellere Trading-News von mir erhalten, auch aufs Handy? Nutzen Sie dazu gerne meinen neuen Service „Trade to Go“  (einfach hier anmelden). Auch dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei!

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Neue Zinsphantasien treiben Aktienmarkt – DAX zieht endlich voll mit – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte strebten auch in der vergangenen Woche spürbar aufwärts. Ich übertreibe etwas: Derzeit verdienen wir unser Geld im Schlaf. Der Technologie-Index NASDAQ 100 rückte in New York um über 1 % voran, während der DAX sogar über 2 % schaffte. Bemerkenswert ist dabei, dass der DAX nach Jahren eher gemäßigter Wertentwicklung inzwischen wieder voll mitzieht und etwa mit dem US-Index S&P 500 problemlos mithält. Offensichtlich sind viele Investoren der Meinung, dass der deutsche Leitindex im internationalen Vergleich Nachholbedarf hat. Ich will dieser Einschätzung nicht widersprechen.

Noch besser ist derzeit nur der chinesische Aktienmarkt. Der marktbreite Shanghai Composite legte in der vergangenen Woche deutlich über 3 % zu. Allein heute Morgen machten die China-Aktien über 2 %. Zuvor hatte die dortige Notenbank frische Mittel im Volumen von 26 Milliarden Euro an die Geschäftsbanken ausgegeben. Dabei ist man großzügig und senkte den Zins für die Anleihen nochmals um 0,1 auf 3,15 %. Bereits zuvor legte die Regierung in Peking ein Förderprogramm für die Provinzen und andere lokale Körperschaften auf. Allein in die vom Corona-Virus heimgesuchte…..

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