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Wende am Immobilienmarkt Immobilienpreise fallen – Rückgang in allen Segmenten!

Die Immobilienpreise in Deutschland fallen aktuell, und das in allen Segmenten. Dies zeigen aktuelle Daten der größten Transaktionsplattform.

Haus mit Geld und Taschenrechner

Die Immobilienpreise in Deutschland fallen! Diverse Indikatoren aus den letzten Wochen zeigen es, dass sich die stark steigenden Bauzinsen und die schnell steigenden Baukosten auf den Markt für Immobilien auswirken. Die Nachfrage geht zurück, das Wachstum der Immobilienpreise lässt nach. Heute nun zeigt der frisch veröffentlichte Europace Hauspreisindex für Juli erstmals auch ein rückläufiges Preiswachstum für Neubauten. Der Index zeigt für alle Segmente einen Preisrückgang. Eurpoace ist nach eigener Aussage Deutschlands größte Transaktionsplattform für Immobilienfinanzierungen.

Immobilienpreise fallen in allen Teilbereichen

Dass die Immobilienpreise nun wirklich am Fallen sind, wird durch diese Daten klar belegt. Laut Europace fallen im Juli die Preise für Eigentumswohnungen um -0,86 Prozent auf 228,65 Indexpunkte. Innerhalb der letzten zwölf Monate sind die Preise aber noch um 7,93 Prozent gewachsen. Auch die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser sinken erstmals leicht mit einem Rückgang von -0,26 Prozent. Der Index geht damit auf 226,28 Punkte zurück. Im Vorjahresvergleich lag das Wachstum mit 11,65 Prozent noch über der Zehn-Prozent-Marke. Die Preise für bereits bestehende Immobilien sinken um 0,69 Prozent auf 215,63 Indexpunkte. Innerhalb der letzten zwölf Monate stiegen die Preise für Bestandshäuser aber noch um 8,03 Prozent. Der Gesamtindex für Immobilienpreise in Deutschland nimmt um -0,60 Prozent im Vergleich zum Vormonat ab auf 223,52 Indexpunkte. Im Vorjahreszeitraum stiegen die Preise noch um 9,19 Prozent.

Europace-Kommentar

Käufer von Immobilien werden laut aktueller Aussage von Europace in der aktuellen Lage, aufgrund der hohen Inflation und den steigenden Energiepreisen, etwas zurückhaltender. Man sehe aber auch, dass die Immobilienpreise vorerst einen Höhepunkt erreicht haben und gerade leicht abfallen. Gerade für Eigentumswohnungen sind die Preise um -0,86 Prozent im Vergleich zu den anderen beiden Segmenten der bestehenden und neuen Ein- und Zweifamilienhäuser am meisten zurückgegangen. Verkäufer von Objekten seien derzeit wieder eher bereit über Kaufpreise zu sprechen und zu verhandeln. Das bedeute, dass sich trotz des Zinsanstiegs (der letzten Monate) neue Möglichkeiten für die Verbraucher bieten, so der Kommentar von Europace. Die Grafik zeigt die Entwicklung der Immobilienpreise seit dem Jahr 2017. In allen Teilsegmenten sieht man die Trendwende.

FMW-Kommentar

FMW-Kommentar. Nach einer sehr langen Periode immer weiter steigender Immobilienpreise ist das Wachstum erst eingeschlafen, und jetzt fallen die Preise. Im ersten Halbjahr dramatisch schnell gestiegene Bauzinsen (von 1 auf über 3 Prozent), explodierende Baukosten sowie die allgemein hohe Inflation (derzeit 7,5 Prozent) lassen derzeit wohl die Nachfrage einbrechen. Und Verkäufer sind schnell bereit über niedrigere Preise zu verhandeln, wohl aus Angst für die hohen Preise keine Käufer mehr zu finden. Verstärken tut sich diese Zurückhaltung der Käufer durch die derzeit explodierenden Gaspreise und auch andere Energiepreise. Die gestern verkündete Gasumlage sowie die in den nächsten Wochen anstehenden Heizkostennachzahlungen und ansteigende Abschlagszahlungen dürften weiter dafür sorgen, dass die Menschen derzeit ganz andere Sorgen haben als ein Häuschen zu bauen.

Entwicklung der Immobilienpreise seit dem Jahr 2017



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2 Kommentare

  1. Pingback: Immobilienpreise gefallen – Rückgang in allen Segmenten! - finanzmarktwelt.de - Immo-journal

  2. Der Markt erschafft Chancen und „Gier“ und er wird diese wieder nehmen. Die hohe Nachfrage ist ein Zahl ohne Wert und somit keine solide Argumentation. Was zählt ist Geld und damit die Finanzierbarkeit. Die Party ist vorbei und es ist kein Untergang oder eine Gefahr, sondern ein notwendiger Prozess zur Herstellung einer vernünftigen Balance. Ein echter Kapitalismus eliminiert unnötige Kosten. Makler braucht niemand.

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