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Inside Riße (VIDEO): Dax erstmal 10.550, zum Jahresende vielleicht Richtung 12.000

Redaktion

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am

Von Stefan Riße

Der Dax sollte erstmal ein Gap-Closing bei 10.550 vornehmen und danach Richtung 11.000 steigen. Kommt es aber jetzt nicht zum Gap-Closing, dann erwartet uns in den nächsten Wochen eine Rally und es geht rasant nach oben. Zum Jahresende sind sogar 12.000 Punkte im Dax möglich. Mehr im Video…

https://youtube.com/watch?v=_YyE813dmvo%3Frel%3D0

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    leser

    10. November 2015 11:58 at 11:58

    Der Aufwärtstrend seit Mitte Oktober wurde gestern gebrochen. Und heute wird das auch nichts. Das könnte auch gut der Beginn einer ziemlich steilen Abwärtswelle werden.

    • Avatar

      Lossless

      10. November 2015 13:37 at 13:37

      Kleine Wette? Die Fed wird die Zinsen anheben im Dezember. Wenn nicht jetzt wann dann? Sollte es so kommen wird es auch im DAX eine spürbare Ernüchterung einleiten.
      Ich persönlich denke, dass die Vorsicht weiter Gebot der Stunde für Anleger sein sollte. „An der Börse ist alles möglich – auch das Gegenteil.“ André Kostolany 1906 – 1999

  2. Avatar

    bademeister

    10. November 2015 12:13 at 12:13

    Eigentlich, Herr Riße, waren Sie in der letzten Zeit beim DAX immer wieder ein guter Kontraindikator.

    Dieses Mal muss ich Ihnen m.d. 10500 im DAX kurzfristig mal Recht geben ….. ob das schon wieder gut ist…..weil ja eben Kontra….?

    Sollten wir die 10500 sehen, sehen wir die 10000 auch noch eher kurzfristig….

    …und die 12000 sind das nachvollziehbar irrationale Wunschdenken jedes emsigen Fondsmanagers in diesen Tagen.

    Es kann nur ein Ereignis, wenn überhaupt, im Dezember geben.
    Entweder werden die Zinsen in Amerika angehoben, oder es gibt ein weiteres QE im Euroraum….beides wird es im Paket nicht geben….und die 12000 im DAX, heuer noch, werden durch die wechselseitige Wirkung beim Eintritt nur eines Ereignisses eher schwierig.

    11000 oder 10000 wär da schon eine realistischere, wenn auch nicht so lesens- und wünschenswert, Ansage….

  3. Avatar

    V

    10. November 2015 12:23 at 12:23

    Stefan, kann es sein, dass Sie viel zu optimistisch sind? Und wieso sollte die FED die Zinsen im Dezember nicht erhöhen, wenn die meisten Mitglieder sich inzwischen dahingehend äußern? Da geht es dann mehr um Glaubwürdigkeit als Vernunft…

  4. Avatar

    Thomas

    10. November 2015 15:33 at 15:33

    Ehrlich gesagt geb ich auf seine Meinung in letzter Zeit nicht mehr viel. Er war in letzter Zeit eher Kontraindikator.

    Aber wer weiß, vielleicht hat er diesmal ja wieder einmal Recht.
    Sollte es aber nicht so sein und wir weiter runter als bis auf 10.550 gehen, bin ich schon jetzt auf seine Erklärung gespannt.

  5. Avatar

    X

    10. November 2015 16:07 at 16:07

    So ist das halt mit einem Perma-Bullen, der seit Jahren die Inflation herbeisehnt, sie aber nicht kommt – und im Gegenteil die Deflation wütet.

    Aber Börse ist so toll, dass auch SEINE Zeit wieder kommen wird und er plötzlich Recht haben wird. Dann wird er als der tolle Hecht dastehen und der neue Guru der nächsten Börsenhochphase sein.

    DAX 15.000 wir kommen! Und Risse mittendrin!

  6. Avatar

    Stefan Richter

    12. November 2015 07:59 at 07:59

    Hallo, natürlich wird die Inflation kommen. Es gibt einen Effekt der von der Börse völlig ausgeblendet wird. Tja und welcher? Die Refinanzierungen der Firmen werden halt immer billiger. Das bedeutet das die Zinskosten in einer Ware oder Dienstleistungen immer mehr fallen. Das sind keine kleinen Werte. Bei Immobilien (Miete) ist die Zinsquote weit über 50%. Also sollte man sich Firmen auschauen die allein durch den Zinseffekt steigende Gewinne haben. Und erst wenn das abgefrühstückt ist. Dann werden wir Inflation spüren. Die Deflation ist halt induziert von den Notenbanken.

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Goldpreis: Gestern Bitcoin-Absturz, heute Gold! Marktgeflüster (Video)

Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar. Was ist da los?

Markus Fugmann

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Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar (und das im buchstäblich selben Moment, als auch der VIX deutlich fiel). Was ist da los? Wiederholt sich das Geschehen aus dem März, als ein heftiger Abverkauf von Bitcoin das Vorspiel für den Absturz der Aktienmärkte im März-Crash war? Auffallend ist die Schwäche im Goldpreis und gestern die Schwäche bei Bitcoin) vor allem deshalb, weil der Dollar alles andere als Stärke zeigt – normalerweise unterstützt ein schwacher Dollar das gelbe Edelmetall. Die heute in den USA verkürzt handelnden US-Aktienmärkte nun immer mehr im „Gier-Modus“ – wie lange geht das noch?

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Rüdiger Born: Die aktuelle Lage am verkürzten US-Handelstag

Rüdiger Born

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Nikkei 225: Das Comeback des japanischen Leitindex

Hatte es der Großinvestor Warren Buffett geahnt, oder war er sogar ein kleiner Auslöser dafür: Nämlich die Stärke des japanischen Nikkei 225 – trotz explodierender Schulden

Wolfgang Müller

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Hatte es der Großinvestor Warren Buffett geahnt, oder war er sogar ein kleiner Auslöser dafür: Nämlich die Stärke des japanischen Sammelindex Nikkei 225, inmitten der Corona-Krise und bei explodierenden Staatsschulden. Dieser bemüht sich nach Kräften, endlich das Trauma des Immobilien-Crashs von 1989 zu neutralisieren, der Index kletterte jüngst auf ein fast 30-Jahreshoch.

Der japanische Index – auf dem Weg zu alten Höhen?

Immer wieder wird von Aktienpessimisten Japan als Negativbeispiel angeführt. Der unheimliche Aktien-Boom in den 1980-er-Jahren, verbunden mit der Immobilienblase (Hans-Werner Sinn: Für Tokyo hätte man ganz Kanada kaufen können!) führte zu abstrusen Börsenbewertungen:

 

Die Mutter aller Index-Fahnenstangencharts (bis zur Corona-Krise):

Die Aktienmärkte - hier der Nikkei

Der Höchststand des Nikkei 225 vom 29. Dezember 1989 lag auf Schlusskursbasis bei 38.913 Punkten, dann erfolgte ein Absturz ohnegleichen mit vielen erratischen Schwankungen und einem Tief am Ende der Finanzkrise von 7054 Punkten.

Aber wer hat im Jahr 1989 all sein Geld in den Nikkei 225 investiert und nicht vorher und danach? Im Übrigen hätte ein monatlicher Sparplan auf den Index über viele Jahre eine gewaltige Rendite gebracht, durch den Cost-Average-Effekt, nur muss der Index irgendwann einmal kräftig anziehen, dann schießt der Wert mit all den billig erworbenen Anteilen kräftig in die Höhe. So wie es beim Nikkei 225 schon seit geraumer Zeit aufwärts geht.

Ein Vergleich der Marktperformance:

Seit dem Corona-Tief:

S&P 500: plus 60 Prozent
Dax: plus 52 Prozent
Nikkei: plus 50 Prozent

Seit dem Tief in der Finanzkrise 2009:

S&P 500: plus 436 Prozent
Dax: plus 362 Prozent
Nikkei: plus 364 Prozent
Jetzt ist der Index noch weiter gestiegen und erreichte gestern 26.537 Punkte.

Wobei hier wieder einmal festzustellen ist, dass bei unserem Dax als Performanceindex die ausgeschütteten Dividenden mit eingerechnet wurden, anders als bei den international üblichen Kursindizes. Was im Jahresvergleich nicht viel ausmacht, verzerrt das Bild bei einem 11-Jahreszeitraum durch den Zinseszinseffekt doch sehr deutlich.

Was also fast nach einem Gleichlauf aussieht, wird im 3-Monatsvergleich nach dem Einstieg von Warren Buffett deutlicher, Japan fiel im Oktober nicht mehr so stark und erholte sich stärker.

S&P 500: plus 4 Prozent
Dax: plus 1 Prozent
Nikkei: plus 13 Prozent

Die Entwicklung der Wirtschaft

Dass die Börse in Japan so stark gestiegen ist, liegt zum einen natürlich an der Bank of Japan, die bereits 53 Prozent der japanischen Staatsanleihen in ihren Büchern hält und immer wieder ETFs auf den Aktienmarkt erwirbt.

Der Nikkei 225 mit seinen über 12 Billionen Euro Marktkapitalisierung hat natürlich noch andere Investoren.

Aber vonseiten der Wirtschaft gibt es auch einige Signale der Hoffnung.

Doch zunächst zum Einstieg von Warren Buffett. Seine Gesellschaft Berkshire Hathaway kaufte im Herbst etwas mehr als fünf Prozent der Aktien der fünf großen japanischen Handelshäuser, die jahrzehntelang Japans Außenhandel bestimmt haben. Für uns relativ unbekannte Namen wie Itochu, Marubeni, Mitsubishi, Mitsui und Sumitomo. Und seine Gesellschaft sei bereit, den Einsatz auf bis zu 9,9 Prozent zu erhöhen.

Japan ist verglichen mit den USA erheblich preiswerter. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) des Dow Jones liegt bei 2,9, jenes des Nikkei 225 hingegen nur mit bei 1,1.

Japans Wirtschaft erholt sich derzeit von einer Rezession, die schon im vierten Quartal 2019 begonnen hatte. Japans Konsumenten erhöhten ihre Ausgaben im Sommer um 4,7 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal auf Jahresbasis um 21,4 Prozent, 2,5 Prozent stärker als von Analysten erwartet wurde.

Hinzu kommt, dass die XXVII. Olympischen Sommerspiele in Tokyo doch vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden sollen, wie IOC-Präsident Dr. Thomas Bach bei seinem letzen Besuch in Japan angekündigt hat.

Ein Schub durch das Freihandelsabkommen RCEP

Das vor knapp zwei Wochen abgeschlossene Freihandelsabkommen RCEP, abgekürzt für Regional Comprehensive Economic Partnership, zwischen 15 Ländern Ostasiens und Ozeaniens, gab der Börse einen weiteren Kick. Japan erhält dadurch erstmals bevorzugten Zugang zu China und Südkorea. Die Annäherung der drei Länder gilt als historischer Vorgang. Das Abkommen wird als Wegbereiter für ein künftiges asiatisches Wirtschaftswachstum gesehen, auch zu einer Zeit, in der sich die Region ohnehin aufgrund der Eindämmung der Pandemie konjunkturell besser als der Rest der Welt entwickelt.

Fazit

Was kann man aus der diesjährigen Entwicklung des Nikkei für Lehren ziehen? Staatsschulden, selbst in astronomischer Höhe (über 250 % zum Bruttoinlandsprodukt), führen nicht zwangsläufig zum Einbruch. Nämlich dann, wenn die Bürger an die Stabilität der eigenen Währung glauben und genügend Sparvermögen bilden und natürlich von der Funktionsfähigkeit der eigenen Notenbank überzeugt sind, die viele der Staatssschulden in ihren Büchern hält. Das Vertrauen in das Geld ist Grundvoraussetzung für die Schuldentragfähigkeit.

Dann sollte die eigene Währung eine gewisse Stabilität aufweisen, damit die Exportwirtschaft nicht unter die Räder gerät, aber auch ausländische Produkte für die Bürger erschwinglich bleiben. Ganz besonders wichtig ist natürlich die Stabilität des Geldes im Hinblick auf die Inflation. In Japan lag die Teuerungsrate über 20 Jahre gerade mal bei 0,5 Prozent per annum. Aber aus dieser Argumentation könnte man auch schlussfolgern, dass es dann krachen wird, wenn auch nur einer der drei Faktor nicht mehr gegeben ist, insbesondere wenn die Inflation zu galoppieren beginnt. Inflation, das Thema der nächsten Jahre nach der epochalen Geldschwemme des Corona-Jahres 2020?

 

Der Nikkei in Japan mit zuletzt starker Entwicklung

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