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Israel startet US-Kreisen zufolge Raketenangriff auf den Iran

Laut US-Kreisen hat Israel den Iran angegriffen. Die Lage im Iran ist noch unklar. Hier dazu in Kurzform auch ein Blick auf Öl und Gold.

Iran-Flagge. Foto: Scott Eells/Bloomberg

Wir sehen heute früh den Sprung im WTI-Ölpreis von 82,50 Dollar auf über 86 Dollar (aktuell 84,35 Dollar). Der Goldpreis springt von 2.380 auf 2.417 Dollar (aktuell wieder erholt auf 2.382 Dollar). Der Grund: Israel hat in der Nacht zum Freitag einen Vergeltungsschlag gegen den Iran gestartet, wie aus laut Bloomberg aus US-Regierungskreisen zu hören ist. Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet unter Berufung auf lokale Quellen von einer Explosion in der zentraliranischen Stadt Isfahan. Die Ursache sei noch unbekannt, hieß es. Ein Luftwaffenstützpunkt der iranischen Armee und der Flughafen von Isfahan sollen sich in der Nähe befinden.

Isfahan soll iranischen Medienberichten zufolge einer von mehreren Abschussplätzen für Drohnen und Raketen gewesen sein, von denen aus am 13. April Israel angegriffen worden war. In Isfahan, der iranischen Hauptstadt Teheran und der Millionenstadt Shiras wurde der Flugverkehr eingestellt, wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtet. Gleiches gelte für Flughäfen im Westen des Landes.

Landkarte mit Iran und Israel

Israelische Regierungsvertreter hatten die USA bereits am Donnerstag darüber informiert, dass sie innerhalb der nächsten 24 bis 48 Stunden Vergeltungsschläge planen, hieß es aus US-Regierungskreisen. Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats der USA und des Pentagon lehnten Stellungnahmen ab.

Israel hatte Vergeltungsmaßnahmen gegen den Iran angekündigt, nachdem dieser das Land am letzten Wochenende mit rund 300 Drohnen und Raketen angegriffen hatte. Teheran erklärte, man habe damit auf einen israelischen Luftschlag auf die iranische Botschaft in Syrien reagiert, bei dem am 1. April mehrere iranische Offiziere getötet wurden.

Die Top OPEC-Expertin Amena Bakr schreibt aktuell: „Wir sind wieder am selben Punkt angelangt… Der Iran sagt, es sei nichts Wesentliches passiert, der Angriff sei abgefangen worden, Israel habe versagt (genau das Gleiche, was Israel über den iranischen Angriff sagte), aber reicht das aus, um einen weiteren Angriff zu verhindern?“

FMW: Die Tatsache, dass Israel die USA über den Angriffszeitpunkt vorab informiert hatte, und dass diese Info auch an die Öffentlichkeit durchsickerte, könnte man so deuten, dass es eine begrenzte Reaktion Israels gegen den Iran war. Aber noch ist die Lage unklar. Noch kann man nicht sagen, wie umfangreich die Schäden im Iran sind, und ob weitere Angriffe folgen werden.

FMW/Bloomberg



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2 Kommentare

  1. man darf nicht vergessen, dass sowohl der kriegstreiber in israel als auch die turbanträger interessen haben, die eine weitere eskalation begünstigen.

    netanyahu wäre ohne krieg (und gaza ist absehbar dem erdboden gleichgemqcht) zunächst sehr schnell kein regierungschef mehr und in der folge vor gericht. die mullahs ihrerseits sitzen auch bei weitem nicht mehr so fest im sattel wie sie das gerne wären. auch die können eine kriegssituation genauso gut brauchen um ihre machtbasis wieder zu stärken. man hat an den äusserungen der letzten tage erkennen können, dass jegliche gegenaktion von israel auf iranischen staatsgebiet zu einem deutlich massiveren weiteren gegenschlag aus teheran führt. auch das wieder so angekündigt, dass man das gesicht verlieren würde wenn das nicht passiert.

    auch wenn beiderseits betont wird, dass man keine all-in situation will, ist die gefahr durchaus signifikant das das trotzdem aus „mechanischen“ gründen dorthin steuert. systeme die über einem kipppunkt getrieben werden, können eben nicht mehr unmittelbar eingefangen werden. und der wurde m.a.n. zu dem zeitpunkt überschritten, als aus dem iran die erste rakete auf israel abgefeuert wurde.

    ich persönlich gehe daher von einer sich selbst verstärkenden spirale von jeweiligen gegenangriffen aus. wo/wann das endet? keine ahnung.

  2. Interessantes Statement von der TOP OPEC-Expertin Amena Bakr. Der Ölpreis sagt also zunächst hinsichtlich der möglichen weiteren Entwicklung: Abwarten.

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