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Krieg voraus – The Pale King

Von Maria-Theresia Kimmel

Leider hat die Diplomatie zur Entschärfung des Ukraine-Konflikts bis heute nichts Entscheidendes bewegt, im Gegenteil: die Situation hat sich stetig verschlimmert. Russland spricht von einer bevorstehenden Katastrophe, die Unruhen haben sich vom Osten der Ukraine nun auch auf den Süden ausgedehnt.
Es scheint sich in der Ukraine ein Stellvertreterkrieg anzubahnen: Die Übergangsregierung in Kiew agiert fremdgesteuert vom Westen, die Separatisten sind hörig einer russischen Autorität. Trotz aller Beteuerungen sind Präsidentschaftswahlen Ende Mai in der Ukraine in weite Ferne gerückt, eigentlich undenkbar geworden.
Damit nähert sich Putin seinem Ziel: Keine Wahlen, die eine legitime Regierung zur Folge hat, die sich dann dem Westen anbiedert. Wenn eine Regierung, dann nur mit russischer Beteiligung, die das verhindert. Und als russische Marionetten in dieser Regierung sind die Separatisten in der Ukraine hervorragend geeignet. Das weiss auch die EU und die USA.

Unter dem europäischen Assoziierungsabkommen liegen die amerikanischen Förderabkommen für die ukrainischen Bodenschätze zur Unterschrift bereit. Eine russisch gefärbte Regierung würde diese Papiere in der Luft zerreißen.
Was machen die Finanzmärkte daraus? Niemand rechnet hier mit einschneidenden Problemen für die Weltwirtschaft, niemand macht sich Sorgen um die Konjunktur. Und das trotz der Tatsache, dass Russland nach USA und China der drittgrößte Handelspartner der EU ist mit einem Handelsvolumen von rund 500 Milliarden USD. Man muss kein Hellseher sein um vorherzusagen, dass diese Haltung keine Zukunft haben wird.
Folgendes Bild, ebenso verwirrend wie eindeutig, zeigt einen bleichen König mit zwei Köpfen (Metapher für den zukünftigen ukrainischen Präsidenten), der eine Vereinbarung unterschreibt. Das Bleiche steht für die erschöpfenden langen Verhandlungen, der große blutig rote Stift für die Opfer des Krieges. Die Vereinbarungen symbolisiert ein dickes Buch. Die Dicke des Buches zeigt den Umfang der vereinbarten Themen, was die zwei Köpfe eher skeptisch dreinblicken lässt.

König



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