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Marc Faber: „Asset bubble“ durch Notenbanken, Crash kommt noch

FMW-Redaktion

Crash-Guru Marc Faber kritisiert in einem aktuellen Interview, dass die Aktienmärkte nicht auf breiter Front ansteigen, sondern nur die Schwergewichte die Aktienindizes jetzt weiter raufziehen. Angesprochen darauf, dass der Nasdaq auf einem 15 Jahres-Hoch notiert, wies Faber im Interview mit CNBC darauf hin, dass dies nur den Nasdaq100 betreffe, und dass wie auch in anderen Hauptindizes nur wenige Aktien, die stark gewichtet sind, die Indizes raufziehen würden.

Von den mehr als 3.000 an der NYSE gehandelten Aktien notierten laut Faber aktuell weniger als 100 auf einem 12 Monats-Hoch. Das selbe passiere im Markt für Kunst und Immobilien. Der Anstieg der „Inflation bei Vermögenswerten“ gehe langsam zurück. Das gute sei, dass der große Crash aber noch bevorstehe, so Faber.

Als 20jähriger brauche man heute 90 Arbeitsstunden um einen S&P-Index zu kaufen, in den 70ern waren es nur 20 Stunden. Es sei viel schwieriger für junge Leute, die jetzt ins Berufsleben starten überhaupt ein Vermögen aufzubauen in diesem Zinsumfeld. In den 80ern seien die Zinsen für US-Staatsanleihen auf bis zu 15% gestiegen. Heute liegen die Zinsen für Staatspapiere in den großen Märkten bei Null, dank der großen Notenbanken, Zitat Marc Faber:

„The Fed has basically created with their colleagues in Japan and at the European Central Bank (ECB) and the Bank of England (BOE), they’ve created a colossal asset bubble. And the returns going forward will be disappointing.“

Seine Schlussfolgerung, die unausgesprochen blieb, die man aber daraus ziehen kann und die auch logisch nachvollziehbar ist: Durch einen Crash am Aktienmarkt sinken die KGV´s der Aktien, und steigt man als junger Mensch nach dem Crash relativ günstig in Aktien ein, hat man als Alternative zum Anleihemarkt attraktive Renditen durch die jährlichen Dividendenausschüttungen, die dann in Relation zu den niedrigeren Aktienkursen eine höhere Rendite auf das eingesetzte Kapital ergeben werden.



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2 Kommentare

  1. Klingt eigentlich ganz simpel. Dann müssen wir jetzt einfach nur auf den großen Crash warten, um uns dann mit fetten Dividenden-Renditen abzusahnen. Hat er noch erwähnt wann der große Crash kommt oder blieb das auch „unausgesprochen“?

    1. Wer seriös bleiben will, hält sich mit exakten Aussagen bei deratigen Vorhersagen lieber etwas bedeckt: es hat einfach keiner die wundersame Glaskugel, auch wenn die Erwartungshaltung des Publikums noch so groß ist. Nichtsdestotrotz ist eine Korrektur auf Normalverhältnisse unabwendbar und muss zwangsläufig in relativ naher Zeit kommen – das „Strecken“ geht nicht ewig weiter. Aber keine Sorge: nachdem sie kam, werden Sie es erfahren.

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