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Marktausblick: Fed macht die Kurse

Gestern tendierten die US-Indizes negativ. Dann kam gestern Abend der wichtige Chef der New York Fed John Williams mit einer Rede. Seine Headline-Aussage, die über die Ticker jagte: Die Notenbanker sollten doch bitte so schnell wie möglich agieren und die Zinsen senken, sobald es das erste Anzeichen für konjunkturelle Probleme geben sollte! Zack. Das hat gesessen.

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Die Charts sind eindeutig. Der US-Dollar machte sich auf den Weg nach unten, und die Aktienindizes auf den Weg nach oben. Alles was gegen den US-Dollar gehandelt wird, machte sich fortan auf den Weg nach oben… mal abgesehen vom Öl, denn da gibt es eine besondere Nachrichtenlage (dazu später mehr auf finanzmarktwelt.de). Im Chart (beginnt gestern früh) sieht man den fallenden Dollar-Index gegen den steigenden Dow.

Die Fed bewegt die Kurse

Dax

Der Dollar-Index verlor von 96,80 auf 96,35 Indexpunkte, während der Dow bis heute Nacht um 200 Punkte zulegen konnte. Das hohe Niveau kann er am Terminmarkt bis heute früh halten. Und der Dax? Der ist seit gestern Abend bis jetzt um 76 Punkte gestiegen. Das gestern früh entstandene Gap konnte der Dax somit bis heute früh exakt schließen (Chart). Dementsprechend wird er wohl positiv in den Tag starten. Aktuell tendiert er 50 Punkte höher als gestern Abend, auch wenn die Tendenz in den letzten Augenblicken 15 Punkte nach unten zeigte.

Dax

Und sonst?

Gold konnte (wird ja auch gegen den Dollar gehandelt) von 1.425 auf 1.452 Dollar ansteigen. Bis jetzt ist es aber wieder auf 1.440 Dollar zurückgekommen. Die Wahrscheinlichkeit auf eine 50 Basispunkte-Zinssenkung durch die Fed ist über Nacht durch die Williams-Rede gestiegen. Also: Erst einmal haben wir kurzfristig die Fed-Story im Vordergrund stehen. Wird sie für den ganzen heutigen Handelstag bestimmend sein? Die deutschen Erzeugerpreise wurden vor wenigen Augenblicken schwächer gemeldet als erwartet (hier die Details). Heute um 16 Uhr kommt die Verbraucherstimmung Uni Michigan. Wichtig!

Iran

Und ja, dann wäre da noch die Iran-Krise. Was für ein Chaos. Entspannung oder nicht? Es hat sich gestern Abend bis heute früh einiges getan, in Teheran und den USA. Die ganze Gemengelage besprechen wir in einem folgenden Artikel genauer. Auf jeden Fall (so viel vorab) hat der Ölpreis von gestern Nachmittag bis heute früh eine kleine Höllenfahrt auf und ab hingelegt.

NY Fed Chef John C. Williams
John C. Williams. Foto: Federal Reserve Bank of New York



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1 Kommentar

  1. Sauber- die 3m/10y US Rendite ist nicht mehr invers. Damit ist eine Rezession wieder vom Tisch. Die drei Monate beginnen wieder von vorn. *Ironie aus

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