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Marktausblick: Fed macht die Kurse

Claudio Kummerfeld

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Gestern tendierten die US-Indizes negativ. Dann kam gestern Abend der wichtige Chef der New York Fed John Williams mit einer Rede. Seine Headline-Aussage, die über die Ticker jagte: Die Notenbanker sollten doch bitte so schnell wie möglich agieren und die Zinsen senken, sobald es das erste Anzeichen für konjunkturelle Probleme geben sollte! Zack. Das hat gesessen.

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Die Charts sind eindeutig. Der US-Dollar machte sich auf den Weg nach unten, und die Aktienindizes auf den Weg nach oben. Alles was gegen den US-Dollar gehandelt wird, machte sich fortan auf den Weg nach oben… mal abgesehen vom Öl, denn da gibt es eine besondere Nachrichtenlage (dazu später mehr auf finanzmarktwelt.de). Im Chart (beginnt gestern früh) sieht man den fallenden Dollar-Index gegen den steigenden Dow.

Die Fed bewegt die Kurse

Dax

Der Dollar-Index verlor von 96,80 auf 96,35 Indexpunkte, während der Dow bis heute Nacht um 200 Punkte zulegen konnte. Das hohe Niveau kann er am Terminmarkt bis heute früh halten. Und der Dax? Der ist seit gestern Abend bis jetzt um 76 Punkte gestiegen. Das gestern früh entstandene Gap konnte der Dax somit bis heute früh exakt schließen (Chart). Dementsprechend wird er wohl positiv in den Tag starten. Aktuell tendiert er 50 Punkte höher als gestern Abend, auch wenn die Tendenz in den letzten Augenblicken 15 Punkte nach unten zeigte.

Dax

Und sonst?

Gold konnte (wird ja auch gegen den Dollar gehandelt) von 1.425 auf 1.452 Dollar ansteigen. Bis jetzt ist es aber wieder auf 1.440 Dollar zurückgekommen. Die Wahrscheinlichkeit auf eine 50 Basispunkte-Zinssenkung durch die Fed ist über Nacht durch die Williams-Rede gestiegen. Also: Erst einmal haben wir kurzfristig die Fed-Story im Vordergrund stehen. Wird sie für den ganzen heutigen Handelstag bestimmend sein? Die deutschen Erzeugerpreise wurden vor wenigen Augenblicken schwächer gemeldet als erwartet (hier die Details). Heute um 16 Uhr kommt die Verbraucherstimmung Uni Michigan. Wichtig!

Iran

Und ja, dann wäre da noch die Iran-Krise. Was für ein Chaos. Entspannung oder nicht? Es hat sich gestern Abend bis heute früh einiges getan, in Teheran und den USA. Die ganze Gemengelage besprechen wir in einem folgenden Artikel genauer. Auf jeden Fall (so viel vorab) hat der Ölpreis von gestern Nachmittag bis heute früh eine kleine Höllenfahrt auf und ab hingelegt.

NY Fed Chef John C. Williams
John C. Williams. Foto: Federal Reserve Bank of New York

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Savestrax

    19. Juli 2019 08:35 at 08:35

    Sauber- die 3m/10y US Rendite ist nicht mehr invers. Damit ist eine Rezession wieder vom Tisch. Die drei Monate beginnen wieder von vorn. *Ironie aus

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Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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