Europa

Aktuell: Deutsche Erzeugerpreise schwach

Das Statistische Bundesamt hat soeben die deutschen Erzeugerpreise für den Monat Juni veröffentlicht. Sie steigen im Jahresvergleich um nur 1,2% bei 1,4% Erwartung. Im Mai waren es noch +1,9%. Im weniger wichtigen Monatsvergleich von Mai auf Juni gehen die Erzeugerpreise sogar um 0,4% zurück (erwartet -0,1%.). Also: Noch weniger Druck auf die Endverbraucherpreise, noch schwächere Inflation in der wichtigsten europäischen Volkswirtschaft? Frau Lagarde, übernehmen Sie? Noch weiter runter mit den Zinsen, noch mehr Anleihekäufe?

Erzeugerpreise

Das Statistische Bundesamt im Wortlaut:

Die Preisentwicklung bei Energie wirkte sich auch im Juni 2019 am stärksten auf die Entwicklung der Erzeugerpreise insgesamt aus. Energieprodukte waren um 2,2 % teurer als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vormonat Mai 2019 sanken diese Preise um 1,4 %. Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise um 0,9 % höher als im Juni 2018. Gegenüber Mai 2019 blieben sie unverändert.

Verbrauchsgüter waren im Juni 2019 um 2,1 % teurer als im Juni 2018. Gegenüber dem Vormonat Mai 2019 stiegen diese Preise um 0,5 %. Nahrungsmittel waren um 2,6 % teurer als im Vorjahresmonat. Die höchsten Preisveränderungen gegenüber dem Vorjahresmonat wiesen auch im Juni 2019 Schweinefleisch (+21 %) und verarbeitete Kartoffeln (+16 %) auf. Billiger als im Juni 2018 waren insbesondere Butter (-30,7 %) und Zucker (-15,2 %). Kaffee kostete 5,0 % weniger als ein Jahr zuvor.

Die Preise für Investitionsgüter lagen im Juni 2019 um 1,5 % höher als ein Jahr zuvor. Gebrauchsgüter waren im Juni 2019 um 1,4 % teurer als im Juni 2018.

Vorleistungsgüter waren im Juni 2019 um 0,2 % günstiger als im Juni 2018. Eine negative Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat hatte es letztmalig im Oktober 2016 gegeben (-0,5 %). Gegenüber dem Vormonat Mai 2019 sanken diese Preise ebenfalls um 0,2 %. Billiger als ein Jahr zuvor waren vor allem metallische Sekundärrohstoffe (-11,8 %), Metalle kosteten 3,5 % weniger. Einen überdurchschnittlich hohen Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat wiesen unter anderem Getreidemehl sowie Düngemittel und Stickstoffverbindungen mit einem Plus von jeweils 7,7 % auf.



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