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Marktgeflüster

Marktgeflüster: Eingepreiste Risiken

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Heute aufgrund massiver Heiserkeit als Text und nicht als Video!

Es ist derzeit nicht viel los am Markt – es fehlen schlichtweg Konjunkturdaten, die Nachrichtenlage ist mehr als überschaubar. Das wird sich aber vermutlich morgen dann schon ändern mit dem Protokoll der letzten Fed-Sitzung. Auffällig aber ist der Anstieg der Renditen (=Risikoaufschläge) der Euro-Peripherie – hier zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab, Risiken werden wieder eingepreist..

Der Dax handelte heute lustlos in einer schmalen range: nach oben fehlt die Kraft, nach unten (noch?) der Wille:

dax2005

 

Ähnliches gilt für die US-Märkte:

Dow Jones:

dow2005

 

Und der Nasdaq 100:

nas100

Wieder deutliche Schwäche zeigt der amerikanische Nebenwerte-Index Russell 2000, der in den letzten Wochen die Indizes mit großen Werten deutlich underperformed hat:

russell2005

 

Der Euro kam heute morgen unter Druck, nachdem die Erzeugerpreise in Deutschland (wieder einmal) unter den Erwartungen ausgefallen waren: -0,1% zum Vormonat, -0,9% zum Vorjahresmonat. Heute auslaufende Optionen, die im Bereich 1,3700/1,3710 liegen, verhindern bislang einen größeren Rückgang der Gemeinschaftswährung:

eurusd2005

 

Auffällig derzeit ist der Trendwechsel bei Staatsanleihen der Europeripherie: die Renditen steigen wieder, womit offenkundig ein lang anhaltender Trend endet. Damit werden langsam wider auf realistische Weise die Risiken eingepreist: wie heute bekannt wurde, stiegen die „faulen Kredite“ italienischer Banken auf ein neues Allzeithoch. 8,6% aller vergebenen Kredite sind inzwischen notleidend, insgesamt ein Volumen von 164 Milliarden Euro!

Der Anstieg der Renditen (=Risikoprämien) gilt für alle „Problemländer“, hier jedoch der Chart der italienischen 10-jährigen Anleihe:

FBTP

Bei Aktien sticht heute die Commerzbank heraus: die Bank steht offenbar vor dem Verkauf spanischer Immobilienkredite, die sie von ihrer Tochter Eurohypo AG geerbt hatte. Käufer sind J.P.Morgan und der Hedgefonds Lone Star, der Kaufpreis liegt angeblich zwischen 3,7 und 3,9 Milliarden Euro (siehe dazu unseren Artikel „Der Stresstest wird’s schon richten„). Der Aktie tut das gut, würde doch so dringend benötigtes Eigenkapital generiert:

Commerzbank2005

Auffällig in den USA ist die Schwäche von Einzelhandelsunternehmen (mit Ausnahme von Home Depot, die heute gute Zahlen vorgelegt haben). Böse erwischt hat es Staples nach Vorlage schwacher Zahlen:

Staples

Schwach auch die Zahlen von Caterpillar: der Umsatz des global agierenden Unternehmens ging um 13% zurück – das ist nun der 17.Rükgang in Folge. Das sagt viel über die globale Konjunktur:

Caterpillar

Wer Lust hat auf die im „Marktgeflüster“ von mir benutzte Handelsplattform kann diese unverbindlich und kostenlos herunterladen unter:

http://finanzmarktwelt.de/der-actior-saxo-trader/

Ihnen einen schönen Abend!

 

 

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Mark

    20. Mai 2014 18:22 at 18:22

    Heiterkeit?
    Gute Besserung^^

  2. Avatar

    water

    20. Mai 2014 22:11 at 22:11

    sollten sie eine zitrone zur hand haben,… fehlt dann noch ein teeloeffelchen salz. (z. einfach reichlich auftropfen, einnehmen)
    was so beinahe zu den maerkten paszt tut der stimme gut!
    chinesisches hausmittel.

  3. Avatar

    Frank

    21. Mai 2014 08:13 at 08:13

    Gute Besserung und weiterhin viel Kraft fuer die gute Arbeit! Frank

  4. Markus Fugmann

    Markus Fugmann

    21. Mai 2014 12:05 at 12:05

    Ganz herzlicchen Dank für die Rezepte und Genesungswünsche!
    Meine Frau empfand meine Heiserkeit übrigens als wohltuenden Urlaub – endlich ist der „Klugscheisser“ mal still ::))

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