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Markus Krall: Der Crash kommt doch – im Herbst! Wirklich?

Markus Krall prognostiziert schon für den Herbst den Crash – aber erodiert der Glaube der Märkte an die Allmacht der Notenbanken wirklich so schnell?

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Markus Krall prognostiziert bekanntlich schon länger den Crash – und das trotz des massiven Aufschwungs der Aktienmärkte seit dem Tief im März. Das Gelddrucken der Notenbanken habe das bisher verhindert, so Markus Krall, aber das sei letztlich eine Illusion, weil nicht durch Fundamentaldaten hinterlegt.

Laut Markus Krall (der sich dabei auf Zahlen von Creditreform beruft) gebe es in Deutschland 500.000 bis 600.000 Zombiefirmen, bis Jahresende könnten dann noch einmal 200.000 Unternehmen dazu kommen, die sich an den Zombie-Firmen „anstecken“ – 20%-25% der Unternehmen in Deutschland wären dann nicht mehr lebensfähig. Die dann zwangsläufig ausfallenden Kredite wiederum würde die Banken in Schieflage bringen, so Markus Krall, der schon lange einen Kollaps der Banken kommen sieht.

Markus Krall und der Crash – trotz Notenbanken?

Aber wie soll das alles passieren, wenn die Notenbanken weiter Geld drucken und damit schon so erfolgreich waren bei dem Crash der Aktienmärkte im März? Innerhalb nur weniger Monate sprangen die Aktienmärkte (in den USA) nach den konzertierten Aktionen der Notenbanken auf neue Allzeithochs, vor allem US-Tech-Werte wie Apple und Tesla schossen geradezu durch die Decke. Haben die Notenbanken nicht damit bewiesen, dass sie alles einsetzen, um einen Crash zu verhindern – und das aufgrund ihrer unbegrenzten Möglichkeit, Geld zu drucken, auch problemlos (wie im März und den darauf folgenden Monaten gezeigt) schaffen?

Nein, sagt Markus Krall – denn die Gelddruck-Orgie komme immer mehr an ihr limit: den aufgeblähten Bilanzen der Notenbanken stünden keine echten Gegenwerte gegenüber, denn allen sei doch klar, dass die Schulden niemals zurück gezahlt werden könnten. Der ansteigende Goldpreis zeige daher das Mißtrauen der Märkte in die Notenbanken – allerdings versuchten die Zentralbanken, eben diesen Goldpreis durch Eingriffe nicht durch die Decke schießen zu lassen.

Markus Krall meint daher unbeirrt: der Crash komme noch im Herbst, und „wenn es erst einmal ins Rutschen kommt“, sei alles möglich, auch deutlich weiter fallende Kurse als beim Einbruch der Aktienmärkte am Beginn der Coronakrise.

Fragt sich aber nur, ob der Glaube der Märkte an die Allmacht der Notenbanken wirklich so schnell erodiert, wie Markus Krall meint – blickt man etwa auf die Lebensdauer des völlig ineffizienten Systems des Sozialismus, so zeigt sich, dass Zombies doch viel länger leben können, als die Rationalität gemeinhin annimmt. Vielmehr scheint es so, dass die Rettungsmaßnahmen der Notenbanken und Staaten gelenkte und manipulierte Märkte produzieren – und keiner ein Interesse hat, die Dinge gegen die Wand fahren zu lassen. Damit bleibt schlichtweg die Wohlstandsillusion länger erhalten. Das ist ein Zustand, an dem Wähler und Gewählte gleichsam ein Interesse haben. Also wird weiter gerettet und weiter Geld gedruckt, der notwendige Schmerz wie auch die Zahlungsversprechen immer weiter in die Zukunft verschoben!

Langfristig wird Markus Krall aufgrund der immer größer werdenden Ungleichgewichte wahrscheinlich Recht behalten, wie ich in dem Artikel „Coronakrise: Das schleichende Ende des Kapitalismus hat begonnen“ beschrieben habe:

„Wer sich wundert, warum etwa die Aktienmärkte trotz Coronakrise neue Allzeithochs erreichen, muß wohl bedenken, dass die Notenbanken eben den Aktien-Investoren eine Art Garantie gegeben haben, dass sich ein solcher Abverkauf wie im März nicht mehr wiederholt. Wenn aber Investition kein echtes Risiko mehr ist, dann ist der Fehl-Allokation von Kapital keine Grenze mehr gesetzt. Fehlallokiertes Kapital wiederum macht Wachstum schwierig bis unmöglich, was dann wiederum die Notwendigkeit neuer Krisen-Maßnahmen erhöht. Das ist ein Teufelskreis, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt und geben kann.“

Aber dass die Dinge schon im Herbst zusammen brechen, wie Markus Krall vermutet, halten wir für eine doch ziemlich gewagte Prognose..

 

Markus Krall glaubt an den Crash im Herbst

 

25 Kommentare

25 Comments

  1. Avatar

    Dagobert Duck

    11. September 2020 15:56 at 15:56

    Krall for ever!

  2. Avatar

    thinkSelf

    11. September 2020 17:13 at 17:13

    Herr Fugmann, ich kann Ihrer Analyse da nur voll zustimmen. Dr. Krall unterschätzt die Kraft der Autosuggestion. So lange die wesentlichen Player einfach fest daran glauben das es nicht kracht, wird es nicht krachen. Und um so mehr der Kollaps befürchtet wird, umso mehr werden alle daran glauben das er nicht kommt. Das System stabilisiert sich sozusagen selbst.

    Bei einem Zins von 0 können die Schulden ins Unendliche steigen ohne die Liquidität zu belasten.
    Und wenn sich das Verhältnis zwischen produktiv arbeitendem und nicht arbeitendem Teil der Bevölkerung weiter verschlechtert, dann werden eben noch mehr Schulden gemacht. Erhöht sogar die Vermögen der Geldbesitzer und alle finden das toll. Dabei geht die Zombifizierung und Fehlallokation von Kapital zwar weiter, aber das kann man locker noch das ein oder andere Jahrzehnt weiter treiben.

    Erst wenn wichtige Güter real knapp werden, also Kaufwille UND Liquidität vorhanden sind, aber der Lieferant fehlt, wird das System kippen. Und ich sehe nicht warum die Werkbank der Welt im fernen Osten da irgendwelche Lieferprobleme kriegen sollte.

    Es gäbe zwei Dinge die das auslösen könnten:
    1. Der Westen kappt aus politischen Gründen die Wirtschaftsbeziehungen in den fernen Osten.
    2. Die Chinesen machen dasselbe, indem sie einfach weder Dollar noch Euro als Zahlungsmittel akzeptieren.

    Beides sehe ich nicht, da es die jeweiligen Eliten belastet, die daran überhaupt kein Interesse haben.

    Warum also keinen Schuldenstand von 1000% des globalen BIP?

  3. Avatar

    Torsten

    11. September 2020 18:10 at 18:10

    Im Herbst gibt es einen Blätter crash, was im Frühling noch der Sonne entgegengestreckt hat entpuppt sich im Herbst als Laub und crasht zu Boden. Manch ein Blatt wird durch den Wind am schnellen Fall gehindert aber das Ergebnis bleibt gleich. Gut wer in Nadelbäume investiert hat. 😁

  4. Avatar

    Altbär

    11. September 2020 21:35 at 21:35

    Das fiese Spiel der Notenbanken war doch folgendes. Sehr oft wurden ausserbörslich sämtliche Baissiers ausgesqueezt.Die eigentlich bärischen Anleger wurden so unfreiwillig zu den Helfern der Notenbankmanipulatoren. ( ich rede aus Erfahrung) Die ganze Rally wurde also durch die Notenbanken und die Bären getragen und nur zum Teil aus echten Käufern.Die Robin Hooders haben dann noch den Schlusspurt entfacht.Dadurch haben die Kurse so unrealistische Sphären erreicht, dass jedem klar sein muss, dass dies nicht auf Dauer geht.Da wie schon oft gesagt Alles nur Buchgewinne sind, wird irgendwann der Kampf um die Realisation der Phantasiegewinne in echt Gewinne losgehen. Man könnte auch sagen, KURSE TREIBEN IST NICHT SCHWER, KURSE HALTEN DAGEGEN SEHR. ( Elon Musk‘ Optionskünstler)

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    Axel

    12. September 2020 09:52 at 09:52

    Herr Krall’s Prognose findet eben wegen seiner Prognose NICHT statt. Durch seine Analysen sind alle in Habachtstellung und sich der Gefahren bewußt.
    Auch sind zu viele Eventualitäten in seinen Theorien, beispielsweise das Verhalten der Bevölkerung. Die Masse ist aber, wie wir Alle wißen, höchst unvorhersehbar und politisch/medial manipulierbar.
    Aber warten wir es ab. Der Herbst kommt ja noch, und sollte Hr. Krall recht behalten, ist er ein Kandidat für den Wirtschaftsnobelpreis.
    Ein genialer Kopf ist er allemal..

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    Prognosti

    12. September 2020 11:58 at 11:58

    @ Axel, Kralls Prognose findet eben statt ,weil er der Einzige ist der sich getraut die Ralität zu verbreiten.
    Die Notenbanken und die vielen Schönredner geben der grossen Masse die Sicherheit, dass man es nicht zulassen kann. Und was die Mehrheit glaubt passiert eben nie.

  7. Avatar

    flup

    12. September 2020 12:09 at 12:09

    Markus Krall ein genialer Kopf ? Sein Lieblingsthema „Zombiefirmen“ erklärt mir mein Sparkassenfilialleiter ebenso eloquent. Leistungsträger ? Europäische Ratingagentur ein Totalflop, Atlasinitiative ein Rohrkrepierer und die von ihm (anscheinend alleine) entwickelten Bankenregulierungsmechanismen ein Komplettversagen (wie er selbst sagt). Hinzu kommt eine Twitteraktivität (Arbeitgeber Degussa lässt grüssen), die der von Attila Hildmann fast ebenbürtig ist. Kurz gesagt : ein Wohlstandsegoist und Populist der schlimmsten Sorte.

    • Avatar

      leftutti

      14. September 2020 00:08 at 00:08

      @Flup, WOW!

      Sie schneiden hier Themen an, die dem brillanten Kopf die übliche Stressröte ins Gesicht treiben und juristische Abteilungen auf den Plan rufen dürfte. Seine Fans hingegen werden cool bleiben, weil sie vom jämmerlichen Scheitern einer eigenen Europäischer Ratingagentur und einer demokratiefeindlichen Atlasinitiative nichts wissen und vom Rest schon erst recht nichts hören wollen. Das ist somit linksgrün-versiffter Schleim 🤮, hart an der Grenze zum Antifa-Abschaum 🧟‍♂️

      Ein Gott kann nicht versagen, siehe ganz oben: Krall for ever! (muss man selbst das einfachste englische Wort noch falsch schreiben?)

  8. Avatar

    Quintus

    12. September 2020 12:24 at 12:24

    Benötigt es Genialität um eine Entwicklung zu erkennen und um diese lediglich weiterspinnen zu können? Wohl kaum, denn wie die Waldbrände in LiLalifornien gerade verkohltes Land hinterlassen, wird unsere verantworliche Regierung einst blühende Wirtschaftsflächen in Brachland verwandeln. Wir werden vollkommen ausgeMERKELt dastehen und dankbar um die Krümel sein, die uns noch übrig gelassen werden von unseren Genossen, oder sollte ich besser Merkelvasallen sagen?

    Die von Gott, pardon Peter Altmaier, gesandten Soforthilfen für Selbstständige waren trojanische Bomben mit Zeitzünder. Diese explodieren nun sukzessive, doch für Beamte mit Ohrstöpseln aus Wattebausch, kaum hörbar.
    Wer den Automobilbau kennt und sieht was sich im Maschinenbau für ein Drama anbahnt braucht keine Genialität vorzuweisen um zu verstehen was sich hier bald für häßliche Szenen abspielen werden.

    All die Dummschwätzer die immer noch von einer Transmission der Erwerbsbevölkerung in NEUE Geschäftsfelder faselt, sei gesagt: es gibt sie nicht! Da warten nur noch Roboter und KI auf euch.

    Die KI frißt sich schon sehr bald durch die Banken und Versicherungsbranche und wird all diejenigen, welche auf die Arbeiter herabgesehen haben, erkennen daß Diese die Rationalisierung bereits größtenteils hinter sich haben.

    Welch dramatische Auswirkungen dies auf die Innenstädte und den gesamten Immobilienmarkt haben werden, kann nur mit höchstem Einsatz von Gehirnschmalz erfaßt werden……

    • Avatar

      Sarah Connor

      14. September 2020 00:57 at 00:57

      @Quintus, bitte präzisieren Sie trotz all Ihrer nervösen Aufgeregtheit. Sie schreiben, ich zitiere:
      „ All die Dummschwätzer die immer noch von einer Transmission der Erwerbsbevölkerung in NEUE Geschäftsfelder faselt, sei gesagt: es gibt sie nicht! Da warten nur noch Roboter und KI auf euch“.

      Gibt es die faselt Dummschwätzer nicht, oder die Transmission, die Erwerbsbevölkerung oder die neuen Geschäftsfelder? Gibts es die Roboter und KI schon, ist John Connor schon geboren? Warten die Roboter und KI auf euch oder uns? Wer ist euch?

  9. Avatar

    Martin1

    12. September 2020 18:37 at 18:37

    Also ich finde die Kritik überzogen!

    Was Herr Dr. Krall schildeet, hat doch Hand und Fuß! Das IST ein mögliches Szenario!

    Aber klar, OB es so kommt, und IM HERBST 2020, das weiß Keiner.
    Niemand hat eine Glaskugel.

  10. Pingback: das-bewegt-die-welt.de

  11. Avatar

    Torsten

    13. September 2020 14:06 at 14:06

    https://youtu.be/8vg7mIXdmto

    gestern durch zufall entdeckt, kann man mal drüber nachdenken

    • Avatar

      Columbo

      14. September 2020 08:35 at 08:35

      @Torsten

      Danke! Intelligente Menschen betrachten immer auch die Rückseite der Medaille.

  12. Avatar

    Stephan

    13. September 2020 21:11 at 21:11

    Dr. Krall ist ein Mann von Welt, gepflegt, kultiviert, höflich, mit klarem und wachem Verstand, selbstbewusst, jedoch nicht arrogant, kommunikativ, ein Füllhorn an Wissen und Erfahrung, mit messerscharfem Intellekt, ein Verstandesmensch durch und durch und äußerst intelligent.

    • Avatar

      stefan giesen

      14. September 2020 08:35 at 08:35

      Nun denn, ob es von Kultiviertheit zeugt, dass jemand in seiner Wahlheimat Spanien Rioja aus dem Barrique zu Tintenfisch trinkt, ist noch reine Geschmackssache…:-)Als Weingutsbesitzer schmunzelt man halt.
      Ein Besuch auf Herrn Dr. Kralls Twitteraccount müsste aber jedem klar denkenden Menschen bewusst machen, dass zumindest hier Kultiviertheit, Höflichkeit und Sachlichkeit keinen Platz haben. Aber es gibt nun einmal solche Persönlichkeitsbilder….

      Den Beginn einer galloppiernden Inflation an einer angeblichen Verdreifachung des Nudelpreises während der ersten Covidwochen festzumachen (ist doch klar dass sich Hamsterkäufer im Supermarkt erst die preiswerten Nudeln suchen und die verbleibenden Luxusprodukte im Regal bleiben) und das Schwadronieren über die Möglichkeiten, die kleine Goldeinheiten (an denen Arbeitgeber Degussa am besten verdient) bei der künftigen Selbstversorgung auf den uns bald blühenden Schwarzmärkten bieten, zeugen m.E. nicht von besonders scharfem Intellekt, auch wenn Herr Krall diesen zweifellos besitzt und ich selbst anfangs auch interessiert zugehört habe.
      Kultiviertheit und Beleidigung Anderer schliessen sich aber nun einmal aus, Unversöhnlichkeit und Arroganz machen es schwierig, über den Kreis der eigenen verblendeten Jünger Anerkennung und Wirkung zu finden. Das ist das Problem. Eigentlich schade um das Potential.

      Es ist so ein wenig wie mit der AfD. Auch als Rechtskonservativer muss man viele Kritikansätze an der Situation Deutschlands für berechtigt halten, auf allen politischen und wirtschaftlichen Ebenen und durch alle Parteien. Vieles in Deutschland liegt im Argen. Aber kann man ernsthaft daran denken, einer Truppe , die von einigen beruflich und persönlich gescheiterten Existenzen dominiert wird, das Feld zu überlassen ? Das wäre gesellschaftlicher Selbstmord. Auch Dr. Kralls Nähe zu diesem Spektrum ist problematisch.

  13. Avatar

    Torsten

    14. September 2020 06:58 at 06:58

    Montag Morgen Dow Future +250 Punkte , Manipulation außerhalb der Börsenzeit geht munter weiter, man will wieder eine Trendline reissen damit man sagen kann: Seht her, Linie gerissen, musst du kaufen

  14. Avatar

    Marcus

    14. September 2020 10:02 at 10:02

    Wie schon mal gesagt, ich halte das was Markus Krall bezüglich des Bankensystems sagt durchaus für stichhaltig, der Rest ist Ansichtssache. Sich mit Zusammenhängen zu beschäftigen ist ja hier nicht gern gesehen, da wird einfach ein bestimmter Name genannt und schon laufen alle Amok weil jemand der Kritik übt, ja niemals recht haben kann und darf. Und um sicherzustellen das dies so ist, ziehen bestimmte User alle Register.

    Nichts gegen Sie persönlich Markus Fugmann, aber mir werden diese Streitereien die offenbar auch gute Klickzahlen bringen zu dumm, und ich halte mich ab jetzt raus. Und jetzt dürfen ein paar Herren verbal nochmal alle Geschütze auffahren.

  15. Avatar

    Crash-Propheten-Kritiker-Kritiker

    14. September 2020 10:13 at 10:13

    @ Torsten, fairerweise hätte der Crash- Propheten -Kritiker auch sagen können mit welchen unsinnigen Mitteln diese Crashes verhindert oder verzögert wurden. Anfangs 2020 hat er ja trotzdem stattgefunden.Die Vorsichtigen Notenbank- Ungläubigen werden am Ende trotzdem besser dastehen.
    Immer wieder das gleiche Spiel, die Warner sind die Dummen und die MMT – Schönredner sind die Guten.
    Ich könnte auf jeden Fall mit 70 bis 80% Aktienanteil nicht gut schlafen.Schöne Immobilien in Stadtnähe werden geradezu überrannt und es gibt keine Optionen auf Immobilien, wo man mit kleinem Vermögen fiktive
    Immobilien mit grosser Hebelwirkung kaufen oder verkaufen kann.

  16. Avatar

    Columbo

    14. September 2020 10:24 at 10:24

    Bei allen Zweifeln und Kritik, halte ich Markus Krall zugute, daß er, obwohl Degussa-Chef, nicht mehr als 20% Goldanteil am Vermögen empfiehlt.

    • Avatar

      flup

      14. September 2020 11:36 at 11:36

      Etwas zum Nachdenken :
      Dr. Krall empfiehlt nicht mehr als 20% des Privatvermögens in Gold….
      Dr.Krall sieht den Goldstandard mit allen Konsequenzen als einzige Lösung kommen…..
      Gesamtvermögen der Deutschen etwa 5-6 Billionen Euro
      Menge des von Privaten gehaltenen Goldes 7-9000 t , Gesamtwert aktuell etwa 350-450 Mrd. €
      Menge der staatlichen Goldbestände etwa 3400 t, Gesamtwert etwa 170 Mrd. €
      Jahresumsatz des grössten europäischen Edelmetallhändlers (Degussa) etwa 2 Mrd. € = 40 t verkauftes Gold im Bestfall
      Lieferschwierigkeiten/Kontingentierung bei vielen Händlern schon jetzt mangels Goldverfügbarkeit

      Gehts noch Leute ? Wir sind schon länger nicht mehr das Volk der Dichter, aber ein paar Denker sollten wohl noch zu finden sein, die den Märchen widerprechen ?

      Nehmt den Kollegen Polleit von Degussa. Schwadroniert pseudowissenschaftlich auf focus (?) herum und schliesst mit dem lapidaren Satz: Kauft Gold ! Alles schlüssig ?

  17. Avatar

    Pfannenhauer

    14. September 2020 10:45 at 10:45

    @ Marcus, ist auch meine Meinung.Wenn FMW dem arroganten Oberlehrer die Plattform bietet um immer die gleiche Person zu diskriminieren , ob berechtigt oder nicht berechtigt sei dahingestellt, dann muss sie sich nicht wundern, wenn sie ihre Neutralität aufs Spiel setzt. Oder könnte als Gegenpart einmal ein AFD ler
    täglich einen Politgegner in die Pfanne hauen? Leider gibt es auf der anderen Seite nur Gutmenschen!

  18. Avatar

    Gargamel Kemper

    14. September 2020 14:54 at 14:54

    Also ich finde Krall auch super. Der Mann hat Weit- und Durchblick. Ich habe Mitleid mit denen, die sein Genie nicht erkennen oder es erkennen, aber missgünstig reagieren, weil sie der falschen Ideologie anhängen.

    • Avatar

      flup

      14. September 2020 16:00 at 16:00

      Das ist genau das Problem wenn das kritische Denken aussetzt…ich könnte auch behaupten, Jupp Tenhagen sei ein Genie am Ball gewesen, aber es gilt immer noch (aus dem Chinesischen):

      Stimmen die Worte und Begriffe nicht, so ist die Sprache konfus. Ist die Sprache konfus, so entstehen Unordnung und Mißerfolg. Gibt es Unordnung und Mißerfolg, so geraten Anstand und gute Sitten in Verfall. Sind Anstand und gute Sitten in Frage gestellt, so gibt es keine gerechten Strafen mehr. Gibt es keine gerechten Strafen mehr, so weiß das Volk nicht, was es tun und was es lassen soll. Darum muß der Edle die Begriffe und Namen korrekt benutzen und auch richtig danach handlen können. Er geht mit seinen Worten niemals leichtfertig um.“
      Deshalb: Intelligenz ja, aber wehe, sie setzt sich durch.

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Neofiskalismus – die Zeit für größere Regierungsaktivitäten ist gekommen

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Eine neue Ära vermehrter Regierungsaktivitäten hat begonnen und wird sich wahrscheinlich noch über Jahrzehnte fortsetzen, so die Analyse des Global Macro Research Teams von Insight Investment. Das Insight’s Global Macro Research Team hat für dieses Phänomen einen neuen Begriff eingeführt: „Neofiskalismus“. Damit soll eine sich abzeichnende Ära beschrieben werden, in der Regierungen durch ihre Finanzpolitik eine noch direktere und offensivere Rolle in der Wirtschaftspolitik und -steuerung ausüben. Dies steht in starkem Kontrast zu dem gegenwärtigen Modell, unter dem Zentralbanken weitestgehend in der Lage waren, geldpolitische Entscheidungen ohne politische Intervention zu treffen.

Das neoliberale Paradigma reduzierter Regierungsinterventionen in der Wirtschaft ist in Gefahr. Längerfristige Trends gingen bereits in diese Richtung, aber die Notfallpolitik, die zur Bewältigung der COVID-19-Krise angewandt wurde, hat einen möglichen Wendepunkt geschaffen. Das Global Macro Research Team hat fünf Folgen für die Märkte identifiziert:

1)
Die Anleihenmärkte könnten für einen langen Zeitraum ähnlich wie in Japan werden. Eine im historischen Vergleich relativ geringe Volatilität könnte dazu führen, dass die Suche nach Renditen die Spreads verringert und die Zinskurven abflacht.

2)
Ein Anstieg der Inflation könnte Anleiherenditen kurzfristig nach oben treiben, wenn sie eine Abschwächung der quantitativen Lockerung bewirkt. Solche Gelegenheiten dürften attraktive Einstiegspunkte sein, solange längerfristig erwartet wird, dass die Inflation nach den Finanzierungsengpässen in der Wirtschaft wieder auf den Zielwert zurückkehrt.

3)
Für Staaten ohne vollständige Kontrolle über die Währung, in der sie ihre Emissionen tätigen, sollte die Wirksamkeit der Regierung von entscheidender Bedeutung sein. Effektiv handelnde Regierungen, die in der Lage sind, die Produktivität und das Trendwachstum zu steigern, könnten das Verhältnis Schulden/BIP rascher reduzieren.

4)
Das Identifizieren von Regierungen, die in der Lage sind, das Trendwachstum zu maximieren, dürfte für die Aktienmärkte wichtig werden, da dies zu einem wichtigen Ertragsmotor wird.

5)
Unternehmen mit staatlicher Unterstützung dürften in Perioden mit Finanzierungsengpässen einen Vorteil haben.

Experte erklärt neues Phänomen des Neofiskalismus
Gareth Colesmith, Head of Global Rates and Macro Research bei Insight Investment

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Glas halb voll oder halb leer? 21 statt 33 Prozent der Betriebe stark von Corona betroffen

Claudio Kummerfeld

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Zahl von Corona stark beeinträchtigter Betriebe sinkt

Der eine sagt das Glas ist halb voll, der andere sagt es ist halb leer. Ansichtssache! So wohl auch in diesem Fall. Denn ab wann kann man sagen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage so weit gebessert hat, dass die Coronakrise im großen Bild überstanden ist? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute aktuelle Umfrageergebnisse veröffentlicht. Regelmäßig befragt man 1.500 Betriebe.

Demnach berichteten für den Monat Mai 33 Prozent der Betriebe von starken negativen Corona-Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Heute meldet das IAB, dass noch 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen sprechen. Also ein Fünftel der Unternehmen ist immer noch ernsthaft von Corona beeinträchtigt, und das laut Bundesregierung vier Monate nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt der Krise. Der eine erachtet dies als großen Schritt in die richtige Richtung, der andere sieht darin ein Desaster, dass immer noch so viele Betriebe ernsthafte Probleme haben. Dazu hier einige Aussagen des IAB im Wortlaut:

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat“, erklärt IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Von den im Mai stark negativ durch die Corona-Krise betroffenen Betrieben sind 49 Prozent weiterhin stark betroffen. 25 Prozent der im Mai stark negativ betroffenen Betriebe geben aktuell geringe negative Auswirkungen an, 23 Prozent keine oder gleichermaßen positive wie negative Auswirkungen und 3 Prozent überwiegend positive Auswirkungen.

Am heftigsten wurde das Gastgewerbe von der Corona-Krise getroffen: Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind 45 Prozent stark negativ betroffen und 17 Prozent gering negativ betroffen.

Im Bereich Information und Kommunikation waren im Mai dagegen nur 3 Prozent der Betriebe stark negativ betroffen. Gering negativ betroffen waren 25 Prozent. Aktuell sind 5 Prozent stark negativ und 29 Prozent gering negativ betroffen.

Das Verarbeitende Gewerbe liegt dazwischen: Für den Mai berichteten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen. Aktuell sind 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert.

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Geldpolitik: US-Notenbank macht Nullzins langfristig fest – Werbung

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Lieber Börsianer,

gestern haben sich im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens die US-Notenbanker nochmals zur Geldpolitik eingelassen. Dabei verzichtete man erstmals auf jede Geheimniskrämerei und garantierte dem Kapitalmarkt, den gegenwärtigen Leitzins von Null langjährig beizubehalten. Die Fed wird dabei auch zumindest vorübergehend Inflationsraten oberhalb der bisher starren Inflationsgrenze von 2 % akzeptieren.

Das war nicht der ganz große Wurf der Fed. Am Aktienmarkt hatte man doch auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gehofft. So hofften die Börsianer, dass die Notenbanker nächstens ihre Anleihenkäufe nochmals ausweiten und künftig auch im Junk-Bereich (Anleihen mittlerer und schlechter Qualität) einkaufen werden. Diese Phantasie ist nach der gestrigen Notenbank-Sitzung erst einmal vom Tisch.

Trotzdem hatten die Währungshüter rund um Jerome Powell auch positive Nachrichten für uns. Mittlerweile wissen wir, die Pandemie hat sich nicht so zerstörerisch auf die US-Volkswirtschaft ausgewirkt wie zuvor befürchtet. So rechnen die Analysten der Fed nun damit, dass die Arbeitslosenrate in den USA Ende des Jahres zwischen 7 und 8 % liegen wird, aktuell übrigens 8,4 %. Zuvor war man noch von einer Rate in der Spanne zwischen 9 bis 10 % ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund sah der Offenmarktausschuss – das oberste Gremium der Fed – keine Notwendigkeit, kurzfristig weitere Mittel in den Markt zu pumpen. Folglich schwächelten die Aktienmärkte rund um den Globus zum Wochenausklang.

Eine Frage: Warum ist eigentlich die Geldpolitik der Fed, aber auch der EZB so immens wichtig für uns als Anleger? Warum reagieren die Märkte jedes Mal nahezu prompt auf die Einlassungen der Geldpolitiker?

Hierzu einige Hintergrund-Informationen: Die Geldpolitik bestimmt vereinfacht gesprochen, wieviel Geld die Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen, Verbraucher und auch Investoren in der Tasche haben. Und je lockerer oder expansiver eine Geldpolitik, desto mehr Kapital befindet sich im Wirtschaftskreislauf. Und viel Geld bedeutet letztlich immer steigende Aktienkurse.

Damit ist die Geldpolitik neben der fundamentalen Entwicklung in den Unternehmen der große und entscheidende Faktor für die Aktienmärkte. Ich behaupte, dass die Börsenhausse der vergangenen Jahre ganz wesentlich auf der lockeren…..

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