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Markus Krall: Der Crash kommt doch – im Herbst! Wirklich?

Markus Krall prognostiziert schon für den Herbst den Crash – aber erodiert der Glaube der Märkte an die Allmacht der Notenbanken wirklich so schnell?

Markus Fugmann

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am

Markus Krall prognostiziert bekanntlich schon länger den Crash – und das trotz des massiven Aufschwungs der Aktienmärkte seit dem Tief im März. Das Gelddrucken der Notenbanken habe das bisher verhindert, so Markus Krall, aber das sei letztlich eine Illusion, weil nicht durch Fundamentaldaten hinterlegt.

Laut Markus Krall (der sich dabei auf Zahlen von Creditreform beruft) gebe es in Deutschland 500.000 bis 600.000 Zombiefirmen, bis Jahresende könnten dann noch einmal 200.000 Unternehmen dazu kommen, die sich an den Zombie-Firmen „anstecken“ – 20%-25% der Unternehmen in Deutschland wären dann nicht mehr lebensfähig. Die dann zwangsläufig ausfallenden Kredite wiederum würde die Banken in Schieflage bringen, so Markus Krall, der schon lange einen Kollaps der Banken kommen sieht.

Markus Krall und der Crash – trotz Notenbanken?

Aber wie soll das alles passieren, wenn die Notenbanken weiter Geld drucken und damit schon so erfolgreich waren bei dem Crash der Aktienmärkte im März? Innerhalb nur weniger Monate sprangen die Aktienmärkte (in den USA) nach den konzertierten Aktionen der Notenbanken auf neue Allzeithochs, vor allem US-Tech-Werte wie Apple und Tesla schossen geradezu durch die Decke. Haben die Notenbanken nicht damit bewiesen, dass sie alles einsetzen, um einen Crash zu verhindern – und das aufgrund ihrer unbegrenzten Möglichkeit, Geld zu drucken, auch problemlos (wie im März und den darauf folgenden Monaten gezeigt) schaffen?

Nein, sagt Markus Krall – denn die Gelddruck-Orgie komme immer mehr an ihr limit: den aufgeblähten Bilanzen der Notenbanken stünden keine echten Gegenwerte gegenüber, denn allen sei doch klar, dass die Schulden niemals zurück gezahlt werden könnten. Der ansteigende Goldpreis zeige daher das Mißtrauen der Märkte in die Notenbanken – allerdings versuchten die Zentralbanken, eben diesen Goldpreis durch Eingriffe nicht durch die Decke schießen zu lassen.

Markus Krall meint daher unbeirrt: der Crash komme noch im Herbst, und „wenn es erst einmal ins Rutschen kommt“, sei alles möglich, auch deutlich weiter fallende Kurse als beim Einbruch der Aktienmärkte am Beginn der Coronakrise.

Fragt sich aber nur, ob der Glaube der Märkte an die Allmacht der Notenbanken wirklich so schnell erodiert, wie Markus Krall meint – blickt man etwa auf die Lebensdauer des völlig ineffizienten Systems des Sozialismus, so zeigt sich, dass Zombies doch viel länger leben können, als die Rationalität gemeinhin annimmt. Vielmehr scheint es so, dass die Rettungsmaßnahmen der Notenbanken und Staaten gelenkte und manipulierte Märkte produzieren – und keiner ein Interesse hat, die Dinge gegen die Wand fahren zu lassen. Damit bleibt schlichtweg die Wohlstandsillusion länger erhalten. Das ist ein Zustand, an dem Wähler und Gewählte gleichsam ein Interesse haben. Also wird weiter gerettet und weiter Geld gedruckt, der notwendige Schmerz wie auch die Zahlungsversprechen immer weiter in die Zukunft verschoben!

Langfristig wird Markus Krall aufgrund der immer größer werdenden Ungleichgewichte wahrscheinlich Recht behalten, wie ich in dem Artikel „Coronakrise: Das schleichende Ende des Kapitalismus hat begonnen“ beschrieben habe:

„Wer sich wundert, warum etwa die Aktienmärkte trotz Coronakrise neue Allzeithochs erreichen, muß wohl bedenken, dass die Notenbanken eben den Aktien-Investoren eine Art Garantie gegeben haben, dass sich ein solcher Abverkauf wie im März nicht mehr wiederholt. Wenn aber Investition kein echtes Risiko mehr ist, dann ist der Fehl-Allokation von Kapital keine Grenze mehr gesetzt. Fehlallokiertes Kapital wiederum macht Wachstum schwierig bis unmöglich, was dann wiederum die Notwendigkeit neuer Krisen-Maßnahmen erhöht. Das ist ein Teufelskreis, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt und geben kann.“

Aber dass die Dinge schon im Herbst zusammen brechen, wie Markus Krall vermutet, halten wir für eine doch ziemlich gewagte Prognose..

 

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Markus Krall glaubt an den Crash im Herbst

 

25 Kommentare

25 Comments

  1. Avatar

    Dagobert Duck

    11. September 2020 15:56 at 15:56

    Krall for ever!

  2. Avatar

    thinkSelf

    11. September 2020 17:13 at 17:13

    Herr Fugmann, ich kann Ihrer Analyse da nur voll zustimmen. Dr. Krall unterschätzt die Kraft der Autosuggestion. So lange die wesentlichen Player einfach fest daran glauben das es nicht kracht, wird es nicht krachen. Und um so mehr der Kollaps befürchtet wird, umso mehr werden alle daran glauben das er nicht kommt. Das System stabilisiert sich sozusagen selbst.

    Bei einem Zins von 0 können die Schulden ins Unendliche steigen ohne die Liquidität zu belasten.
    Und wenn sich das Verhältnis zwischen produktiv arbeitendem und nicht arbeitendem Teil der Bevölkerung weiter verschlechtert, dann werden eben noch mehr Schulden gemacht. Erhöht sogar die Vermögen der Geldbesitzer und alle finden das toll. Dabei geht die Zombifizierung und Fehlallokation von Kapital zwar weiter, aber das kann man locker noch das ein oder andere Jahrzehnt weiter treiben.

    Erst wenn wichtige Güter real knapp werden, also Kaufwille UND Liquidität vorhanden sind, aber der Lieferant fehlt, wird das System kippen. Und ich sehe nicht warum die Werkbank der Welt im fernen Osten da irgendwelche Lieferprobleme kriegen sollte.

    Es gäbe zwei Dinge die das auslösen könnten:
    1. Der Westen kappt aus politischen Gründen die Wirtschaftsbeziehungen in den fernen Osten.
    2. Die Chinesen machen dasselbe, indem sie einfach weder Dollar noch Euro als Zahlungsmittel akzeptieren.

    Beides sehe ich nicht, da es die jeweiligen Eliten belastet, die daran überhaupt kein Interesse haben.

    Warum also keinen Schuldenstand von 1000% des globalen BIP?

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    Torsten

    11. September 2020 18:10 at 18:10

    Im Herbst gibt es einen Blätter crash, was im Frühling noch der Sonne entgegengestreckt hat entpuppt sich im Herbst als Laub und crasht zu Boden. Manch ein Blatt wird durch den Wind am schnellen Fall gehindert aber das Ergebnis bleibt gleich. Gut wer in Nadelbäume investiert hat. 😁

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    Altbär

    11. September 2020 21:35 at 21:35

    Das fiese Spiel der Notenbanken war doch folgendes. Sehr oft wurden ausserbörslich sämtliche Baissiers ausgesqueezt.Die eigentlich bärischen Anleger wurden so unfreiwillig zu den Helfern der Notenbankmanipulatoren. ( ich rede aus Erfahrung) Die ganze Rally wurde also durch die Notenbanken und die Bären getragen und nur zum Teil aus echten Käufern.Die Robin Hooders haben dann noch den Schlusspurt entfacht.Dadurch haben die Kurse so unrealistische Sphären erreicht, dass jedem klar sein muss, dass dies nicht auf Dauer geht.Da wie schon oft gesagt Alles nur Buchgewinne sind, wird irgendwann der Kampf um die Realisation der Phantasiegewinne in echt Gewinne losgehen. Man könnte auch sagen, KURSE TREIBEN IST NICHT SCHWER, KURSE HALTEN DAGEGEN SEHR. ( Elon Musk‘ Optionskünstler)

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    Axel

    12. September 2020 09:52 at 09:52

    Herr Krall’s Prognose findet eben wegen seiner Prognose NICHT statt. Durch seine Analysen sind alle in Habachtstellung und sich der Gefahren bewußt.
    Auch sind zu viele Eventualitäten in seinen Theorien, beispielsweise das Verhalten der Bevölkerung. Die Masse ist aber, wie wir Alle wißen, höchst unvorhersehbar und politisch/medial manipulierbar.
    Aber warten wir es ab. Der Herbst kommt ja noch, und sollte Hr. Krall recht behalten, ist er ein Kandidat für den Wirtschaftsnobelpreis.
    Ein genialer Kopf ist er allemal..

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    Prognosti

    12. September 2020 11:58 at 11:58

    @ Axel, Kralls Prognose findet eben statt ,weil er der Einzige ist der sich getraut die Ralität zu verbreiten.
    Die Notenbanken und die vielen Schönredner geben der grossen Masse die Sicherheit, dass man es nicht zulassen kann. Und was die Mehrheit glaubt passiert eben nie.

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    flup

    12. September 2020 12:09 at 12:09

    Markus Krall ein genialer Kopf ? Sein Lieblingsthema „Zombiefirmen“ erklärt mir mein Sparkassenfilialleiter ebenso eloquent. Leistungsträger ? Europäische Ratingagentur ein Totalflop, Atlasinitiative ein Rohrkrepierer und die von ihm (anscheinend alleine) entwickelten Bankenregulierungsmechanismen ein Komplettversagen (wie er selbst sagt). Hinzu kommt eine Twitteraktivität (Arbeitgeber Degussa lässt grüssen), die der von Attila Hildmann fast ebenbürtig ist. Kurz gesagt : ein Wohlstandsegoist und Populist der schlimmsten Sorte.

    • Avatar

      leftutti

      14. September 2020 00:08 at 00:08

      @Flup, WOW!

      Sie schneiden hier Themen an, die dem brillanten Kopf die übliche Stressröte ins Gesicht treiben und juristische Abteilungen auf den Plan rufen dürfte. Seine Fans hingegen werden cool bleiben, weil sie vom jämmerlichen Scheitern einer eigenen Europäischer Ratingagentur und einer demokratiefeindlichen Atlasinitiative nichts wissen und vom Rest schon erst recht nichts hören wollen. Das ist somit linksgrün-versiffter Schleim 🤮, hart an der Grenze zum Antifa-Abschaum 🧟‍♂️

      Ein Gott kann nicht versagen, siehe ganz oben: Krall for ever! (muss man selbst das einfachste englische Wort noch falsch schreiben?)

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    Quintus

    12. September 2020 12:24 at 12:24

    Benötigt es Genialität um eine Entwicklung zu erkennen und um diese lediglich weiterspinnen zu können? Wohl kaum, denn wie die Waldbrände in LiLalifornien gerade verkohltes Land hinterlassen, wird unsere verantworliche Regierung einst blühende Wirtschaftsflächen in Brachland verwandeln. Wir werden vollkommen ausgeMERKELt dastehen und dankbar um die Krümel sein, die uns noch übrig gelassen werden von unseren Genossen, oder sollte ich besser Merkelvasallen sagen?

    Die von Gott, pardon Peter Altmaier, gesandten Soforthilfen für Selbstständige waren trojanische Bomben mit Zeitzünder. Diese explodieren nun sukzessive, doch für Beamte mit Ohrstöpseln aus Wattebausch, kaum hörbar.
    Wer den Automobilbau kennt und sieht was sich im Maschinenbau für ein Drama anbahnt braucht keine Genialität vorzuweisen um zu verstehen was sich hier bald für häßliche Szenen abspielen werden.

    All die Dummschwätzer die immer noch von einer Transmission der Erwerbsbevölkerung in NEUE Geschäftsfelder faselt, sei gesagt: es gibt sie nicht! Da warten nur noch Roboter und KI auf euch.

    Die KI frißt sich schon sehr bald durch die Banken und Versicherungsbranche und wird all diejenigen, welche auf die Arbeiter herabgesehen haben, erkennen daß Diese die Rationalisierung bereits größtenteils hinter sich haben.

    Welch dramatische Auswirkungen dies auf die Innenstädte und den gesamten Immobilienmarkt haben werden, kann nur mit höchstem Einsatz von Gehirnschmalz erfaßt werden……

    • Avatar

      Sarah Connor

      14. September 2020 00:57 at 00:57

      @Quintus, bitte präzisieren Sie trotz all Ihrer nervösen Aufgeregtheit. Sie schreiben, ich zitiere:
      „ All die Dummschwätzer die immer noch von einer Transmission der Erwerbsbevölkerung in NEUE Geschäftsfelder faselt, sei gesagt: es gibt sie nicht! Da warten nur noch Roboter und KI auf euch“.

      Gibt es die faselt Dummschwätzer nicht, oder die Transmission, die Erwerbsbevölkerung oder die neuen Geschäftsfelder? Gibts es die Roboter und KI schon, ist John Connor schon geboren? Warten die Roboter und KI auf euch oder uns? Wer ist euch?

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    Martin1

    12. September 2020 18:37 at 18:37

    Also ich finde die Kritik überzogen!

    Was Herr Dr. Krall schildeet, hat doch Hand und Fuß! Das IST ein mögliches Szenario!

    Aber klar, OB es so kommt, und IM HERBST 2020, das weiß Keiner.
    Niemand hat eine Glaskugel.

  10. Pingback: das-bewegt-die-welt.de

  11. Avatar

    Torsten

    13. September 2020 14:06 at 14:06

    https://youtu.be/8vg7mIXdmto

    gestern durch zufall entdeckt, kann man mal drüber nachdenken

    • Avatar

      Columbo

      14. September 2020 08:35 at 08:35

      @Torsten

      Danke! Intelligente Menschen betrachten immer auch die Rückseite der Medaille.

  12. Avatar

    Stephan

    13. September 2020 21:11 at 21:11

    Dr. Krall ist ein Mann von Welt, gepflegt, kultiviert, höflich, mit klarem und wachem Verstand, selbstbewusst, jedoch nicht arrogant, kommunikativ, ein Füllhorn an Wissen und Erfahrung, mit messerscharfem Intellekt, ein Verstandesmensch durch und durch und äußerst intelligent.

    • Avatar

      stefan giesen

      14. September 2020 08:35 at 08:35

      Nun denn, ob es von Kultiviertheit zeugt, dass jemand in seiner Wahlheimat Spanien Rioja aus dem Barrique zu Tintenfisch trinkt, ist noch reine Geschmackssache…:-)Als Weingutsbesitzer schmunzelt man halt.
      Ein Besuch auf Herrn Dr. Kralls Twitteraccount müsste aber jedem klar denkenden Menschen bewusst machen, dass zumindest hier Kultiviertheit, Höflichkeit und Sachlichkeit keinen Platz haben. Aber es gibt nun einmal solche Persönlichkeitsbilder….

      Den Beginn einer galloppiernden Inflation an einer angeblichen Verdreifachung des Nudelpreises während der ersten Covidwochen festzumachen (ist doch klar dass sich Hamsterkäufer im Supermarkt erst die preiswerten Nudeln suchen und die verbleibenden Luxusprodukte im Regal bleiben) und das Schwadronieren über die Möglichkeiten, die kleine Goldeinheiten (an denen Arbeitgeber Degussa am besten verdient) bei der künftigen Selbstversorgung auf den uns bald blühenden Schwarzmärkten bieten, zeugen m.E. nicht von besonders scharfem Intellekt, auch wenn Herr Krall diesen zweifellos besitzt und ich selbst anfangs auch interessiert zugehört habe.
      Kultiviertheit und Beleidigung Anderer schliessen sich aber nun einmal aus, Unversöhnlichkeit und Arroganz machen es schwierig, über den Kreis der eigenen verblendeten Jünger Anerkennung und Wirkung zu finden. Das ist das Problem. Eigentlich schade um das Potential.

      Es ist so ein wenig wie mit der AfD. Auch als Rechtskonservativer muss man viele Kritikansätze an der Situation Deutschlands für berechtigt halten, auf allen politischen und wirtschaftlichen Ebenen und durch alle Parteien. Vieles in Deutschland liegt im Argen. Aber kann man ernsthaft daran denken, einer Truppe , die von einigen beruflich und persönlich gescheiterten Existenzen dominiert wird, das Feld zu überlassen ? Das wäre gesellschaftlicher Selbstmord. Auch Dr. Kralls Nähe zu diesem Spektrum ist problematisch.

  13. Avatar

    Torsten

    14. September 2020 06:58 at 06:58

    Montag Morgen Dow Future +250 Punkte , Manipulation außerhalb der Börsenzeit geht munter weiter, man will wieder eine Trendline reissen damit man sagen kann: Seht her, Linie gerissen, musst du kaufen

  14. Avatar

    Marcus

    14. September 2020 10:02 at 10:02

    Wie schon mal gesagt, ich halte das was Markus Krall bezüglich des Bankensystems sagt durchaus für stichhaltig, der Rest ist Ansichtssache. Sich mit Zusammenhängen zu beschäftigen ist ja hier nicht gern gesehen, da wird einfach ein bestimmter Name genannt und schon laufen alle Amok weil jemand der Kritik übt, ja niemals recht haben kann und darf. Und um sicherzustellen das dies so ist, ziehen bestimmte User alle Register.

    Nichts gegen Sie persönlich Markus Fugmann, aber mir werden diese Streitereien die offenbar auch gute Klickzahlen bringen zu dumm, und ich halte mich ab jetzt raus. Und jetzt dürfen ein paar Herren verbal nochmal alle Geschütze auffahren.

  15. Avatar

    Crash-Propheten-Kritiker-Kritiker

    14. September 2020 10:13 at 10:13

    @ Torsten, fairerweise hätte der Crash- Propheten -Kritiker auch sagen können mit welchen unsinnigen Mitteln diese Crashes verhindert oder verzögert wurden. Anfangs 2020 hat er ja trotzdem stattgefunden.Die Vorsichtigen Notenbank- Ungläubigen werden am Ende trotzdem besser dastehen.
    Immer wieder das gleiche Spiel, die Warner sind die Dummen und die MMT – Schönredner sind die Guten.
    Ich könnte auf jeden Fall mit 70 bis 80% Aktienanteil nicht gut schlafen.Schöne Immobilien in Stadtnähe werden geradezu überrannt und es gibt keine Optionen auf Immobilien, wo man mit kleinem Vermögen fiktive
    Immobilien mit grosser Hebelwirkung kaufen oder verkaufen kann.

  16. Avatar

    Columbo

    14. September 2020 10:24 at 10:24

    Bei allen Zweifeln und Kritik, halte ich Markus Krall zugute, daß er, obwohl Degussa-Chef, nicht mehr als 20% Goldanteil am Vermögen empfiehlt.

    • Avatar

      flup

      14. September 2020 11:36 at 11:36

      Etwas zum Nachdenken :
      Dr. Krall empfiehlt nicht mehr als 20% des Privatvermögens in Gold….
      Dr.Krall sieht den Goldstandard mit allen Konsequenzen als einzige Lösung kommen…..
      Gesamtvermögen der Deutschen etwa 5-6 Billionen Euro
      Menge des von Privaten gehaltenen Goldes 7-9000 t , Gesamtwert aktuell etwa 350-450 Mrd. €
      Menge der staatlichen Goldbestände etwa 3400 t, Gesamtwert etwa 170 Mrd. €
      Jahresumsatz des grössten europäischen Edelmetallhändlers (Degussa) etwa 2 Mrd. € = 40 t verkauftes Gold im Bestfall
      Lieferschwierigkeiten/Kontingentierung bei vielen Händlern schon jetzt mangels Goldverfügbarkeit

      Gehts noch Leute ? Wir sind schon länger nicht mehr das Volk der Dichter, aber ein paar Denker sollten wohl noch zu finden sein, die den Märchen widerprechen ?

      Nehmt den Kollegen Polleit von Degussa. Schwadroniert pseudowissenschaftlich auf focus (?) herum und schliesst mit dem lapidaren Satz: Kauft Gold ! Alles schlüssig ?

  17. Avatar

    Pfannenhauer

    14. September 2020 10:45 at 10:45

    @ Marcus, ist auch meine Meinung.Wenn FMW dem arroganten Oberlehrer die Plattform bietet um immer die gleiche Person zu diskriminieren , ob berechtigt oder nicht berechtigt sei dahingestellt, dann muss sie sich nicht wundern, wenn sie ihre Neutralität aufs Spiel setzt. Oder könnte als Gegenpart einmal ein AFD ler
    täglich einen Politgegner in die Pfanne hauen? Leider gibt es auf der anderen Seite nur Gutmenschen!

  18. Avatar

    Gargamel Kemper

    14. September 2020 14:54 at 14:54

    Also ich finde Krall auch super. Der Mann hat Weit- und Durchblick. Ich habe Mitleid mit denen, die sein Genie nicht erkennen oder es erkennen, aber missgünstig reagieren, weil sie der falschen Ideologie anhängen.

    • Avatar

      flup

      14. September 2020 16:00 at 16:00

      Das ist genau das Problem wenn das kritische Denken aussetzt…ich könnte auch behaupten, Jupp Tenhagen sei ein Genie am Ball gewesen, aber es gilt immer noch (aus dem Chinesischen):

      Stimmen die Worte und Begriffe nicht, so ist die Sprache konfus. Ist die Sprache konfus, so entstehen Unordnung und Mißerfolg. Gibt es Unordnung und Mißerfolg, so geraten Anstand und gute Sitten in Verfall. Sind Anstand und gute Sitten in Frage gestellt, so gibt es keine gerechten Strafen mehr. Gibt es keine gerechten Strafen mehr, so weiß das Volk nicht, was es tun und was es lassen soll. Darum muß der Edle die Begriffe und Namen korrekt benutzen und auch richtig danach handlen können. Er geht mit seinen Worten niemals leichtfertig um.“
      Deshalb: Intelligenz ja, aber wehe, sie setzt sich durch.

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

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„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

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Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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