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Neues Image hat FXCM-Aktie nicht geholfen – Deutsche Börse expandiert in die USA

Oh Wunder oh Wunder! Eigentlich hatte Deutsche Börse-Chef Kengeter in den letzten Monaten gebetsmühlenartig gepredigt die Deutsche Börse wurde ohne Fusion mit London den weltweiten…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Oh Wunder oh Wunder! Eigentlich hatte Deutsche Börse-Chef Kengeter in den letzten Monaten gebetsmühlenartig gepredigt die Deutsche Börse wurde ohne Fusion mit London den weltweiten Anschluss verlieren, nicht mehr oben dazugehören usw. Aber anscheinend kann die Deutsche Börse auch ganz alleine in neue internationale Geschäftsfelder vorstoßen. Das erkennt man zum Beispiel an der jüngsten Verlautbarung, dass die Deutsche Börse-Tochter „European Energy Exchange“ (EEX) in Leipzig jetzt in den USA die dort vollregulierte Börse „Nordal Exchange“ zu 100% gekauft hat. Die in der breiten Öffentlichkeit eher unbekannte Börse bietet Kontrakte auf Strom und Erdgas an. Die Deutsche Börse bestätigt, dass man für den Kauf eine Summe im niedrigen dreistelligen US-Dollar-Millionenbereich zahlt. Laut Deutsche Börse-Chef Kengeter ist das alles ganz toll und hilft dabei weltweit zu expandieren. Im Original-Wortlaut klingt das so:

„Unsere klare Vision ist, die Gruppe Deutsche Börse langfristig zum weltweit präferierten Marktinfrastrukturanbieter mit Spitzenposition in allen Tätigkeitsfeldern auszubauen”, sagte CEO Carsten Kengeter. „Mit Nodal Exchange in der Gruppe sind wir in der Lage, ein noch breiteres Handels- und Clearingportfolio anzubieten und die Handelsbedürfnisse unserer Kunden über viele Märkte und geografische Zonen zu erfüllen.” Mit aktuell mehr als 1.000 Kontrakten für hunderte Standorte bietet Nodal Exchange das derzeit effektivste Risikomanagement für Marktteilnehmer. Zusätzlich stellt das Unternehmen einen Erdgas-Kontrakt für den “Henry Hub” bereit, und bietet so Cross-Margining-Möglichkeiten. Die Tochtergesellschaft Nodal Clear, ein Clearinghaus unter der Aufsicht der US Commodities Futures Trading Commission (CFTC), bietet unter dem Commodity Exchange Act Clearingservices für lokale Marktteilnehmer an.

Wie wir anfangs schrieben: Das hört sich nicht so an, als wenn die Deutsche Börse ohne Fusion weltweit abgehängt wird. Ganz im Gegenteil. Alleine ist man bisher hervorragend gefahren, ist technologisch führend, und braucht keine Fusion. Man ist alleine groß genug. Da sind sich im Großen und Ganzen fast alle Experten einig – vielleicht bis auf Herrn Kengeter selbst, der vielleicht lieber ganzjährig in London leben und das dortige Flair genießen würde? Das formulieren wir absichtlich mal als Frage…

FXCM

Der bis vor Kurzem noch größte amerikanische Forex-Broker FXCM musste bekanntermaßen sein komplettes US-Geschäft (gut 20% der Gesamtumsätze) an den Hauptkonkurrenten GAIN Capital verkaufen, weil man durch die US-Börsenaufsicht dazu gezwungen wurde. Grund hierfür war der Skandal, dass man gegenüber Kunden so tat, als würden die Kundenorders unmittelbar in den Forex-Interbankenmarkt geleitet, ohne Extra-Verdienst für FXCM. Gut, das ist nun Geschichte. Das Geschäft außerhalb der USA läuft weiter, und FXCM USA ist weiterhin bedeutender Aktionär der Auslandstöchter, die auch vorher schon einen Großteil der Umsätze machten.

Vor zwei Wochen hatte FXCM in den USA sich dazu entschlossen sich umzubenennen in „Global Brokerage“, womit man sich für seine Börsennotiz auch ein neues Tickersymbol verpasste (GLBR statt bisher FXCM). Diese Image-Maßnahme hat leider bisher nicht den erhofften Erfolg gebracht. Der Markt hat nicht binnen zwei Wochen vergessen, was da passiert ist. Seit der Änderung von Namen und Tickersymbol an der Börse ist die Aktie um weitere 16% gefallen. Das Image-Problem bleibt, auch bei einem neuen Namen. Und die Angst bleibt bestehen, ob nicht doch noch Aufsichtsbehörden im Ausland auf die selbe Idee kommen wie die US-Behörden, und die dortigen FXCM-Dependancen durchprüfen. Die große Kurslücke zeigt den Absturz nach dem Entzug der US-Lizenz. Ganz am Endes Charts sieht man den weiteren Rückgang der Aktie, trotz neuem Namen + Tickerkürzel.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    ubsb55

    7. März 2017 13:20 at 13:20

    Gruppe Deutsche Börse geht also an den Markt in den USA. Klingt ein Bischen wie, “ wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis“.

    Da kann man jetzt schon mal Wetten abschließen, wann die ersten Gerichtsverfahren kommen.

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Ballard Power vor gewaltigem Kursrutsch? – Werbung

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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