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Märkte

Ölpreis-Absturz gestoppt – warum das nur eine Pause sein könnte

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Beispielbild einer Ölpumpe

Der tagelange brutale Absturz im Ölpreis konnte gestern gestoppt werden. Was waren die Gründe? War der Markt überverkauft? Gibt es aktuell sozusagen eine technische Pause auf dem weiteren Weg nach unten? Auf jeden Fall rückt die OPEC aktuell mal wieder verstärkt in den Fokus der Beobachter am Ölmarkt. Erst gestern hatten wir gemutmaßt. Fällt der Ölpreis noch weiter, oder erholt er sich nach der Krise rund um den Corona-Virus nicht wieder, könnte sich die OPEC veranlasst sehen aktiv zu werden.

OPEC alarmiert durch Corona-Virus und niedrigen Ölpreis

Und siehe da. Aktuelle Berichte zeigen, dass die OPEC offensichtlich konkret darüber nachdenkt, die bis Ende März laufende zusätzliche Fördermengenkürzung bis Ende Juni zeitlich zu verlängern. Oder sie könnte auch die Kürzungen mengenmäßig ausweiten, was wohl einen weitaus größeren Eindruck am Markt hinterlassen würde. Die Idee dahinter ist klar. Der Ölpreis muss steigen. Der Absturz der jüngsten Tage ist für die Mitgliedsstaaten, deren Staatshaushalte an den Öleinnahmen hängen, inakzeptabel. Doch wie stark muss man die Fördermenge senken, um einen möglichen Nachfragerückgang bei Öl durch das Corona-Virus auszugleichen? Das ist unmöglich zu kalkulieren. Auch ist unmöglich abzuschätzen, mit welcher zusätzlichen Mengenkürzung man den Terminmarkt wirklich beeindrucken kann, so dass der Ölpreis wieder anfängt zu steigen.

Es tut sich was in Libyen

Aktuell tut sich „mal wieder“ was in Libyen. Die dortige Ölproduktion ist jüngst stark rückläufig. Es ist ziemlich einfach. Je größer das Chaos im Bürgerkrieg, desto stärker wird auch die Ölproduktion und vor allem der Abtransport per Schiff erschwert. Diese Nachricht aus Libyen mag dem Ölpreis in den letzten Stunden wohl ein ganz klein wenig dabei geholfen haben nicht weiter zu fallen. Aber wir haben gerade zum Thema Libyen schön öfters unsere Meinung geäußert. Genau wie bei Unruhen im Irak bewegen solche Nachrichten den Ölpreis in der Regel nur für ganz kurze Zeit, und das auch nur minimal. Denn schon kurze Zeit später ändert sich die Lage in diesen Ländern in der Regel wieder.

Die aktuelle Lage beim Ölpreis

Der Absturz im WTI-Ölpreis ist aktuell womöglich (!) nur gebremst worden durch Libyen und die Diskussion um die OPEC. Denn das Kartell ist dafür bekannt keine Schnellschüsse zu veranstalten. Tagelang lief der Risk Off Trade. Ölpreis und Aktienmärkte fielen, während Goldpreis und Schweizer Franken zulegen konnten (die Flucht in die Sicherheit). WTI-Öl fiel seit dem 8. Januar von 65 auf jetzt 53 Dollar (Chartverlauf seit dem 20. Januar). Dort um die 53 Dollar herum pendelt der Markt seit gestern Nachmittag. Nun kommt es darauf an, ob sich das Corona-Virus weiter ausbreitet – wonach es derzeit aussieht (heute erster bestätigter Fall in Deutschland). Weitere Meldungen könnten den Ölpreis erneut durchsacken lassen. Aber wie immer der Hinweis: Wir haben keine Glaskugel. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung! Und zum Schluss noch kurz der Hinweis: Heute Abend um 22:30 Uhr deutscher Zeit stehen wieder die privaten API-Daten für die Öl-Lagerbestände in den USA an, und morgen um 16:30 Uhr folgenden die staatlichen Lagerdaten.

WTI Ölpreis im Verlauf der letzten 30 Tage

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Finanznews

Aktienmärkte: Schwarzer Montag für den Dax! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte an der Wall Street heute stärker unter Druck – aber besonders für den Dax war das heute ein schwarzer Montag. Es ist die vor allem Prognose-Senkung des Schwergewichts SAP, die den Dax besonders unter Druck bringt. Werden in der „Monster-Berichtswoche“ nun auch die amerikanischen Tech-Werte enttäuschen? Neben den hohen Corona-Zahlen (und den damit verbundenen schwächeren Konjunkturdaten wie heute beim ifo Index) wirkt der fehlende Stimulus-Optimismus auf die Aktienmärkte belastend – dabei ist Montag doch eigentlich der klassische Tag für Impfstoff-Optimismus. Dazu steigt die Nervosität vor der US-Wahl, bei der sich die höchste Wahlbeteiligung seit dem Jahr 1908 (!) abzeichnet. Wird der „Reflations-Trade“ vielleicht doch nicht funktionieren?

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Indizes

Rüdiger Born: Dax, Dow und S&P 500 im Absturz

Rüdiger Born

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Dax, Dow und S&P 500 fallen derzeit deutlich. Die aktuelle charttechnische Lage und mögliche Tradingchancen schaue ich mir im folgenden Video genauer an.

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Gold/Silber

Gold: Die Korrektur ist noch nicht vorbei, ausser das passiert..

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Die sehr schwache Performance, welche sich in der vergangenen Handelswoche bei Gold eingestellt hat, konnte die jüngste Betrachtung gut nachvollziehen. Mit dieser Performance folgt das Edelmetall meiner letzten Sichtweise, wie diese im Chart dargestellt ist. Das Tragische daran ist, dass sich Gold nach wie vor im Korrekturmodus befindet und aller Voraussicht nach diesen Zustand zeitnah auch nicht verlassen wird. Die im Chart dargestellte größere Trendwende ist mit der aktuellen Korrektur noch nicht gemeint.

Ausblick für Gold:

Das mehrfache Überschreiten des Widerstandes bei 1.910 USD (0.50-Retracement) ist für sich genommen ein positives Vorzeichen auf die zu erwartende Entwicklung. Doch wurden diese Schritte immer wieder abverkauft, sodass sich der positive Effekt in sehr engen Grenzen hält. Im weiteren Verlauf von Welle (x) wird Gold noch bis zur 0.76-Linie (1.943 USD) steigen; für wesentlich mehr wird die Kraft indes nicht reichen. Die auf dem gleichen Niveau liegende Trendkanallinie unterstützt dieses Szenario zusätzlich und zudem noch sehr massiv.

Gold befindet sich nach wie vor in der Korrektur
Mit der sich anschließenden zweiten Welle (a), der komplexen Korrektur (abc-x-abcde), wird der übergeordnete Abwärtstrend bei Gold wieder aufgenommen. Das Potenzial dieser Korrektur wird sich nicht dramatisch darstellen und sollte bereits auf dem Niveau des 0.38-Retracements (1.810 USD) erschöpft sein. Andererseits würde sich erst durch einen signifikanten Sprung über den 0.76-Widerstand bei 1.943 USD ein positives Signal generieren. Diesen Schritt erwarte ich für den hier abgebildeten Zeitraum nicht.

Fazit:

Die derzeit noch laufende Korrektur steht einem Engagement bei Gold, besonders auf längere Sicht, entgegen. Ein kleines Signal würde über der 0.76-Linie (1.943 USD) entstehen.

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