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Ölpreis: der Markt bleibt überversorgt, sagt die Internationale Energie Agentur

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FMW-Redaktion

Kaum Hoffnung für Öl-Bullen: laut Angaben der International Energy Agency (IEA) bleibt die Welt auch im kommenden Jahr überversorgt mit Öl. Und das bedeutet im Klartext: die Öl-Preise werden kaum nachhaltig steigen können in einem solchen Umfeld.

Fracking-1
Fracking im „Bakken“-Feld im US-Bundesstaat North Dakota.
Foto: Joshua Doubek / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Dafür nennt die IEA zwei Gründe: erstens die global nicht so stark wie erwartet steigende Nachfrage nach Öl, und zweitens die zu erwartenden Ölexporte des Iran, nachdem die Sanktionen gegen das Land aufgehoben werden. Hinzu kommt der Irak, der die USA als Produzent mit dem am schnellsten steigenden Angebot an Öl, das auf den Markt kommen wird, abgelöst hat. Daher werde der Markt für Öl insgesamt länger „off balance“ bleiben, so die IEA in ihrem Report für Oktober.

Mit ihrem jüngsten Report korrigiert die IEA auch ihre Prognose für die globale Nachfrage aus dem letzten Monat: die globale Nachfrage nach Öl werde 2016 95,7 Millionen Barrel pro Tag betragen – und damit 100.000 Barrel pro Tag weniger als zuvor angenommen. Dabei sind es insbesondere die Öl-produzierenden Länder wie Kanada, Brasilien, Venezuela, Russland und Saudi Arabien selbst, die aufgrund des niedrigen Ölpreises eine schwache Wirtschaftsentwicklung aufweisen – und daher weniger Ök verbrauchen werden, so die IEA.
Daher sei die Nachfrage nach Öl „signifikant niedriger“, vor allem aufgrund des verschlechterten makroönomischen Ausblicks, so die IEA weiter.

Die Agentur schätzt, dass der Iran seine Öl-Produktion von derzeit 2,9 Millionen Barrel pro Tag auf 3,6 Millionen Barrel pro Tag steigern könne. Immer stärker auf den Markt drängt auch der Irak, der derzeit mit 4,3 Millionen Barrel pro Tag einen Rekordausstoß verzeichnet. Demgegenüber haben die 12 OPEC-Mitglieder im September 31,72 Millionen Barrel pro Tag produziert – so viel, wie seit dem Juli nicht mehr. Spitzenreiter ist nach wie vor Saudi-Arabien mit über 10 Millionen Barrel pro Tag.

Es sind aber vor allem die Nicht-OPEC-Länder, deren Produktion sinken wird – und zwar um 500.000 Barrel por Tag, wie die IEA schätzt. Damit wird die Bedeutung von Nicht-OPEC-Ländern für die Öl-Produktion wieder abnehmen – und Hauptopfer ist vor allem die USA:

“Non-OPEC supply growth is disappearing fast. Much of the slowdown is in the U.S.”

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