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Zweite Verkaufswelle in einer Woche Ölpreis fällt deutlich – die Angst überwältigt den Markt erneut

Der Ölpreis fällt heute kräftig nach unten. Die Angst vor einer Rezession überschwemmt den Markt aktuell regelrecht.

Öl-Pumpe

Der Ölpreis sackt heute spürbar ab! Das amerikanische WTI-Öl verliert seit heute früh 6 Dollar auf aktuell 96,99 Dollar. Das europäische Brent-Öl verliert ebenfalls gut 6 Dollar seit heute früh. Der Experte Javier Blas spricht aktuell davon, dass der Ölmarkt aktuell zum zweiten Mal in einer Woche von einer Verkaufswelle getroffen wird. Schauen wir auf die aktuelle Lage. Der starke US-Dollar und vor allem Rezessionsängste (dank Corona) stehen als Argumente im Raum.

Ölpreis fällt – Markt wird überwältigt von Rezessionsangst

Seit Wochen sehen wir mal stark steigende, und dann wieder stark fallende Preise. Der Ölpreis ist hin und her gerissen durch Rezessionsängste, die weniger Öl-Nachfrage bedeuten, und Verknappungsängsten beim Angebot (Russland-Sanktionen), die weniger Angebot bedeuten. Aktuell überwiegt ganz klar die Rezessionsangst. Und heute führt eben diese Angst zu diesem Abrutscher im Ölpreis. Er ist damit nur noch gut 5 Dollar entfernt von dem Preisniveau kurz vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs am 24. Februar.

Der seit Tagen und Wochen immer stärker werdende US-Dollar drückt gegen alles, was in US-Dollar gehandelt wird, so auch gegen Öl. Aber die Rezessionsangst überwältigt gerade den Markt. Nicht nur, dass der deutsche ZEW-Index heute schlecht ausfiel und sogar in den USA wahrgenommen wurde. Auch nehmen die Corona-Restriktionen und Infektionen in China zu. Laut aktuellen Berichten werden derzeit 100 Millionen Chinesen von Lockdown-Maßnahmen beeinträchtigt. Auch in den USA nimmt die Angst zu vor steigenden Infektionszahlen. Laut aktuellen Berichten soll sich die Anzahl der Krankenhauseinweisungen in den USA seit Anfang Mai verdoppelt haben. Das drückt auf die Konjunkturaussichten.

Auch besteht die Sorge, dass die morgen anstehende US-Inflation für Juni höher vermeldet wird als erwartet. Weniger Kaufkraft für die Amerikaner und dann noch stärkere Zinsanhebungen der Fed würden die US-Konjunktur wohl deutlich belasten. Morgen wird daher ein sehr wichtiger Tag für den Ölpreis, aber auch für Assetklassen wie Aktien und Gold.

Verlauf im Ölpreis seit Mai Verlauf im WTI-Ölpreis seit Anfang Mai.



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2 Kommentare

  1. mhhh…wasrum steigne dann die Aktien

  2. Für mich eine Momentaufnahme, da die OPEC+ bereits eine Prognose für die Ölnachfrage im Jahr 2023 erheben kann. Und diese sieht für das Jahr 2023 eine steigende Nachfrage nach Erdöl vor.

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