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Märkte

Ölpreis im freien Fall: Die USA helfen massiv nach – Markt überverkauft?

Claudio Kummerfeld

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am

Ja, der Ölpreis ist derzeit im freien Fall. In vier Wochen ist der WTI-Ölpreis (US-Öl) nun fast 16 Dollar gefallen. Wahnsinn! Gestern haben die Öl-Lagerbestände aus den USA nochmal einen drauf gesetzt. Die Gerüchte aus Moskau über Gespräche bezüglich Mengenkürzungen konnten nur ein paar Augenblicke den Kurs vom Fallen abhalten. Dann ging es weiter mit dem Abwärts-Sog.

Die Amerikaner fracken wie wild

Nun hat der WTI-Ölpreis die 61 Dollar-Marke unterschritten. Die Öl-Lager der Amerikaner füllen sich nun die siebte Woche in Folge gestiegen, insgesamt von 394 auf 432 Millionen Barrels Rohöl. Alleine die letzte Woche brachte ein Plus von 5,8 Millionen Barrels. Immer vollere Lager bedeuten immer mehr Angebot, das am Markt nicht abgesetzt werden kann. Angebotsüberhang drückt auf den Ölpreis!

Aber noch schockierender für die Bullen am Terminmarkt ist die aktuelle Erkenntnis, dass die Fracker in den USA fast wie die Geisteskranken (wir bitten um Entschuldigung für die Wortwahl) drauf los pumpen. Allein von im Wochenvergleich von vorletzter auf letzte Woche ist die Fördermenge an Öl in den USA um 400.000 Barrels pro Tag gestiegen auf aktuell 11,6 Millionen Barrels pro Tag. Nochmal, Wahnsinn! Die US-Energiebehörde EIA glaubt, dass die US-Fördermenge 2019 sogar auf 12 Millionen Barrels steigen könnte. Weit davon entfernt ist der Markt ja eh nicht mehr!

Ölpreis fällt immer weiter – Markt überverkauft?

Bei einem so schnell und so stark gefallenen Ölpreis müsste er doch längst überverkauft sein. Das lehrt zumindest die Marttechnik. Und der Chart riecht stark nach „Überverkauft“. Aber das konnte man 2, 3 oder 4 Dollar höher auch schon behaupten. Wo genau der Tiefpunkt ist, das kann man immer fast unmöglich vorhersehen.

Aber für Chartisten gibt es eine interessante Marke bei 59 Dollar. Dies haben wir im Chart eingezeichnet, der bis Oktober 2017 zurückreicht. Dort könnte wie gesagt aus rein charttechnischer Sicht eine Unterstützung auf die Shorties warten. Es könnte aber genau so gut sein, dass der Markt einfach weiter fällt. Aber nochmal: Wir möchten daran erinnen, wie stark der Markt in nur vier Wochen gefallen ist. Eine technische Reaktion nach oben sollte allemal drin sein. Aber wann genau sie kommt, und wie stark sie ausfällt – auch wir haben leider keine Glaskugel! Auch vergesse man bitte nicht, dass Saudis, Russen und Co den Öl-Shorties jederzeit mit Aussagen in die Quere kommen können nach dem Motto „wir könnten unsere Fördermenge ja auch senken, wenn dies angemessen erscheint“.

Ölpreis WTI seit Oktober 2017

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Marko

    14. November 2018 20:10 at 20:10

    Na ja, der Ölpreis ist doch eher konjunkturgetrieben, deshalb : Da ist noch Platz nach „unten“.

    Der Ölpreis ist (derzeit) zu hoch bewertet.

    Ausserdem, erinnert Ihr Euch an 2015/2016 ? :D

    Wie tief war das nochmal … ?

    https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/oelpreis-talfahrt-brent-und-wti-brechen-weiter-ein/11221418.html?ticket=ST-612527-05lCxSmjn0xEzFEIGZ2s-ap5

    Und der Witz ist, die Aktienmärkte haben sich seit 2015 negativ entwickelt ? – Jedenfalls hier in Europa ?

    https://www.finanzen.net/rohstoffe/oelpreis/chart

    Das Brent ist derzeit am Ar…mel…

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Finanznews

Aktienmärkte: Ganz normale Exzesse! Marktgeflüster (Video)

Derzeit herrscht das Gefühl vor, dass die Aktienmärkte nur steigen können. auffallend sind derzeit besonders die Exzesse im Options-Bereich!

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte laufen heute weitgehend seitwärts – aber auffallend sind derzeit besonders die Exzesse vor allem im Optionsbereich, wo die Volumina an Calls (Wetten auf steigende Indizes oder Aktien) ein neues Allzeithoch erreichen. Derzeit herrscht das Gefühl vor, dass die Aktienmärkte nur steigen können. Und historisch geshen waren es solche Gefühlslagen, die besoonders gefährlich waren: wenn alle investiert sind, braucht es nur ein unvorhergesehens Ereignis, das dann zu einer heftigen Korrektur führt. Nach wie vor fehlt dafür ein „Trigger“, aber unverhofft kommt oft. Unterdesesen ist der Euro zwischenzeitlich über die Marke von 1,21 gestiegen – und die EZB dämpft die hohen Erwartungen. Das Risiko auf einen harten Brexit steigt – ist das schon eingepreist?

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Gold/Silber

Silberpreis: Ist das eine „Bärenfalle“ oder eine „Verkaufswelle“?

Jörg Bernhard

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am

Aus charttechnischer Sicht steigt beim Silberpreis die Spannung. Bergauf ging es in den vergangenen Handelstagen aber auch mit dessen Volatilität, die in der Finanzwelt vor allem als Risiko-Barometer dient.

Silberpreis: Marke von 22 Dollar im Auge behalten

Noch zum Wochenstart herrschte an den Silbermärkten eine besonders starke Verunsicherung. Die Impfstoff-Euphorie hat unter den Investoren zu einem verstärkten Appetit auf Aktien geführt und somit bei den altbewährten „sicheren Häfen“ Gold und Silber – insbesondere im ETF-Sektor – erhebliche Abflüsse generiert. Zugleich trübte sich die charttechnische Lage beim Silberpreis mit dem Verletzen der im Bereich von 23 Dollar angesiedelten Unterstützung markant ein. Diese erwies sich im Juli, September und Oktober als solider Boden. Weil der Kursrutsch darunter lediglich von temporärer Natur war, kann man das Verkaufssignal mittlerweile als „Bärenfalle“ betrachten. Um keinen chartindizierten Verkaufsdruck auszulösen, sollte sich das Edelmetall in den kommenden Wochen möglichst über 22 Dollar halten.

Trotz der jüngsten Kursschwäche kann man den Silberpreis als relativ widerstandsfähig bezeichnen. Nach Rückschlägen tauchen regelmäßig „Schnäppchenjäger“ auf und verhindern Schlimmeres. Wie bei Gold und beim Bitcoin verspüren in diesem Jahr vor allem institutionelle Investoren einen starken Appetit. Dies bringt der weltgrößte Silber-ETF SPDR iShares Silver Trust besonders gut zum Ausdruck. Seit dem Jahresultimo kletterte nämlich die Anzahl institutioneller Anteilseigner in den ersten neun Monaten von 481 auf 630 und legte damit um über 30 Prozent zu. Besonders interessant: Die Zahl der von dieser Investorengruppe gehaltenen Anteilsscheine hat sich im selben Zeitraum von 76,6 Millionen auf über 156 Millionen Anteile glattweg verdoppelt.

Der Blick auf die größten Anteilseigner spricht ebenfalls für sich, schließlich befanden sich unter den Top-Ten (Stand: Ende September) so klangvolle Namen wie zum Beispiel Morgan Stanley, Bank of America, UBS, Wells Fargo und Royal Bank of Canada. Deren Investitionssummen reichten von 118 Millionen bis 244 Millionen Dollar.

Fazit: In der Finanzszene werden institutionelle Investoren häufig als „smart money“ also „schlaues Geld“ bezeichnet. Schlaue Privatanleger sollten deren Geldflüsse genau beobachten. Ihre verstärkten Käufe von Bitcoins, Gold und Silber sowie diverse andere Faktoren sprechen daher für die Anlageklassen Edelmetalle und Kryptowährungen – zumindest als Depotbeimischung.

Mehr zur aktuellen Lage beim Silberpreis sehen Sie in einem Video von David Jones, chief market startegist bei capital.com, hier..

 

Der Silberpreis ist derzeit volatil - Bärenfalle oder doch Verkaufswelle?

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Indizes

Rüdiger Born: Dynamik im Nasdaq – was tun?

Rüdiger Born

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am

Im Nasdaq ist derzeit Dynamik vorhanden. Im folgenden Video bespreche ich ausschließlich die aktuelle charttechnische Lage im Technologieindex, und was für Trader machbar ist.

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