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Märkte

Ölpreis im freien Fall: Die USA helfen massiv nach – Markt überverkauft?

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Ja, der Ölpreis ist derzeit im freien Fall. In vier Wochen ist der WTI-Ölpreis (US-Öl) nun fast 16 Dollar gefallen. Wahnsinn! Gestern haben die Öl-Lagerbestände aus den USA nochmal einen drauf gesetzt. Die Gerüchte aus Moskau über Gespräche bezüglich Mengenkürzungen konnten nur ein paar Augenblicke den Kurs vom Fallen abhalten. Dann ging es weiter mit dem Abwärts-Sog.

Die Amerikaner fracken wie wild

Nun hat der WTI-Ölpreis die 61 Dollar-Marke unterschritten. Die Öl-Lager der Amerikaner füllen sich nun die siebte Woche in Folge gestiegen, insgesamt von 394 auf 432 Millionen Barrels Rohöl. Alleine die letzte Woche brachte ein Plus von 5,8 Millionen Barrels. Immer vollere Lager bedeuten immer mehr Angebot, das am Markt nicht abgesetzt werden kann. Angebotsüberhang drückt auf den Ölpreis!

Aber noch schockierender für die Bullen am Terminmarkt ist die aktuelle Erkenntnis, dass die Fracker in den USA fast wie die Geisteskranken (wir bitten um Entschuldigung für die Wortwahl) drauf los pumpen. Allein von im Wochenvergleich von vorletzter auf letzte Woche ist die Fördermenge an Öl in den USA um 400.000 Barrels pro Tag gestiegen auf aktuell 11,6 Millionen Barrels pro Tag. Nochmal, Wahnsinn! Die US-Energiebehörde EIA glaubt, dass die US-Fördermenge 2019 sogar auf 12 Millionen Barrels steigen könnte. Weit davon entfernt ist der Markt ja eh nicht mehr!

Ölpreis fällt immer weiter – Markt überverkauft?

Bei einem so schnell und so stark gefallenen Ölpreis müsste er doch längst überverkauft sein. Das lehrt zumindest die Marttechnik. Und der Chart riecht stark nach „Überverkauft“. Aber das konnte man 2, 3 oder 4 Dollar höher auch schon behaupten. Wo genau der Tiefpunkt ist, das kann man immer fast unmöglich vorhersehen.

Aber für Chartisten gibt es eine interessante Marke bei 59 Dollar. Dies haben wir im Chart eingezeichnet, der bis Oktober 2017 zurückreicht. Dort könnte wie gesagt aus rein charttechnischer Sicht eine Unterstützung auf die Shorties warten. Es könnte aber genau so gut sein, dass der Markt einfach weiter fällt. Aber nochmal: Wir möchten daran erinnen, wie stark der Markt in nur vier Wochen gefallen ist. Eine technische Reaktion nach oben sollte allemal drin sein. Aber wann genau sie kommt, und wie stark sie ausfällt – auch wir haben leider keine Glaskugel! Auch vergesse man bitte nicht, dass Saudis, Russen und Co den Öl-Shorties jederzeit mit Aussagen in die Quere kommen können nach dem Motto „wir könnten unsere Fördermenge ja auch senken, wenn dies angemessen erscheint“.

Ölpreis WTI seit Oktober 2017

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Marko

    14. November 2018 20:10 at 20:10

    Na ja, der Ölpreis ist doch eher konjunkturgetrieben, deshalb : Da ist noch Platz nach „unten“.

    Der Ölpreis ist (derzeit) zu hoch bewertet.

    Ausserdem, erinnert Ihr Euch an 2015/2016 ? 😀

    Wie tief war das nochmal … ?

    https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/oelpreis-talfahrt-brent-und-wti-brechen-weiter-ein/11221418.html?ticket=ST-612527-05lCxSmjn0xEzFEIGZ2s-ap5

    Und der Witz ist, die Aktienmärkte haben sich seit 2015 negativ entwickelt ? – Jedenfalls hier in Europa ?

    https://www.finanzen.net/rohstoffe/oelpreis/chart

    Das Brent ist derzeit am Ar…mel…

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Derzeit stechen die drei großen „V“ ins Auge!

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Rüdiger Born: Indizes und Euro im Fokus

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Erlahmt der Aufwärtsschwung in den Indizes derzeit? Das schaue ich mir im folgenden Video direkt am Chart genauer an. Aufwärts- und Abwärts-Chancen bespreche ich im Detail. Auch die Lage bei EURUSD will ich ansprechen. Der Dax ist heute mein „Trade des Tages“. Wollen Sie diese und alle kommenden Analysen im Detail lesen, dann melden Sie sich gerne hier an. Der Service ist vollkommen kostenfrei!

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Pfund fällt auf tiefsten Stand seit zwei Jahren – Johnson-Horror im Anflug

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Wir „Kleingeistigen“ bei FMW predigen es schon seit Monaten. Nur warum hört der Markt nicht auf uns? (Scherz) Nein, wir geben natürlich keine Handelsempfehlungen, und wollen auch niemanden zu seinem Glück/Pech verleiten. Aber uns fiel doch seit Monaten auf, dass das britische Pfund noch viel zu hoch notierte, wenn man bedenkt, was für ein Chaos rund um den Brexit herrscht. Kurzzeitig half in den letzten Wochen der schwache Dollar (USA senken Zinsen), der noch schwächer war als das britische Pfund. Somit wurde das schwache Pfund davon abgehalten gegen den US-Dollar weiter zu fallen. Bis jetzt.

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Heute fällt das britische Pfund auf den tiefsten Stand seit April 2017, wenn man von einem winzigen Down-Tick im Januar 2019 absieht, wo GBPUSD bis auf 1,2397 fiel. Aber im Chart sieht man gut, dass dieser Januar-Absturz nur ein Ausbrecher nach unten war, und keine echte Abwärtsbewegung. Heute aber ist die Abwärtsbewegung echt, wie der rechte Rand am Chart gut zeigt. Die große Klippe bei 1,2480 hatte das Pfund gegen den USD schon vor Tagen unterschritten, aber der weitere Abwärtsruck fehlte. Nun ist GBPUSD durchgerutscht von 1,2517 auf 1,2408 (aktuell 1,2422).

Irgendwie scheint den Devisenhändlern in London erst jetzt so richtig klar zu werden, dass Boris Johnson doch tatsächlich neuer Premier werden wird? Ohhhh, möchte man fast sagen… was für eine neue Erkenntnis? Unter Johnson wird der Chaos- und Horror-Brexit für die Briten nur noch schlimmer werden – so darf man es vermuten!

Ein kurzer Rückblick auf heute früh. Die britischen Löhne für Mai wurden heute mit +3,4% besser als erwartet vermeldet (+3,1%). Eigentlich wäre das ein kleines Indiz für steigende Zinsen in UK gewesen, und somit auch für ein steigendes Pfund. Gut, diese eine Zahl ist nur ein winziger Teil der Gesamtbetrachtung für die Zinssituation. Aber dennoch ist es erstaunlich, dass diese Zahl heute früh dem Pfund nicht geholfen hat. Nein, die Devisenhändler fokussieren sich jetzt weniger auf Zinsen, sondern mehr auf Boris Johnson. Die parteiinterne Wahl eines neuen Chefs und somit die Wahl des neuen britischen Premiers geht in die Endphase. Johnson und sein Kontrahent Jeremy Hunt sprachen mal wieder über den Brexit und das Nordirland-Problem.

Beide Kandidaten machten klar, dass sie bezüglich des Backstop für Nordirland keine fünfjährige Frist oder einseitige Ausstiegsklausel akzeptieren würden. Wir ersparen uns an dieser Stelle weitere ermüdende Details. Denn es ist immer das selbe Bla Bla. Aber offenbar ist heute so einigen Tradern klar geworden, dass die Zeit bis zum Oktober (dann soll UK wirklich endlich austreten) wie ein Trichter ohne Fluchtmöglichkeit abläuft. Und besser werden kann die Situation für die Briten zumindest nach aktuellem Stand nicht. Der Weg für das britische Pfund scheint nach unten erst einmal offen zu sein! (dies ist KEINE Handelsempfehlung).

Pfund vs USD seit 2016
GBPUSD seit 2016.

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