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Märkte

Ölpreis im Hausse-Modus – nach OPEC pushen Trump und UK den Anstieg

Claudio Kummerfeld

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Beispielbild für eine Ölpumpe

Der WTI-Ölpreis konnte seit Mitte letzter Woche bis gestern von 56,50 auf 59 Dollar ansteigen. Getrieben wurde die Euphorie beziehungsweise die Preisstabilität von den Hoffnungen und dann den Meldungen der OPEC, dass man unterm Strich die Fördermenge an Rohöl um weitere 500.000 Barrels pro Tag kürzen wird. Das entzieht dem Weltmarkt zumindest für das 1. Quartal 2020 zusätzliche Angebotsmenge, was gut ist für einen steigenden Ölpreis!

Lagerbestände ignoriert

Die vorgestern veröffentlichten Lagerbestände für Rohöl in den USA fielen um 0,8 Millionen Barrels höher aus als eine Woche zuvor. Dadurch fiel der Ölpreis am Mittwoch Nachmittag zügig um 1 Dollar. Aber dieser Abrutsch war nicht nachhaltig, und es ging zügig wieder aufwärts am Markt. Bis gestern am frühen Nachmittag.

Trump hilft dem steigenden Ölpreis

Erst kam nämlich gestern Donald Trump mit seinem sehr kurzen, aber sehr klaren Tweet. Der Deal mit China stehe kurz bevor. Zack, sofort Euphorie, der Dow 30 schoss gute 300 Punkte nach oben, so auch der Ölpreis. WTI-Öl konnte seitdem bis jetzt um fast 1 Dollar zulegen. Vorhin erreichte der Ölpreis fast die 60 Dollar-Marke mit 59,97 Dollar im Hoch. Ob die Chinesen noch vor Sonntag (wichtige Frist) den Vertrag mit den USA unterzeichnen um den Handelskrieg zu entschärfen, ist unklar. Sagen sie ab, können Ölpreis und Aktienkurse heute auch noch schnell wieder einbrechen. Aber aktuell hält die Euphorie noch an!

UK-Wahl und schwacher Dollar helfen

Auch hat Boris Johnson ja heute Nacht die UK-Wahl haushoch gewonnen, was momentan von einigen Presseorganen ethisch und moralisch negativ begleitet wird. Der böse Boris, und die dummen Wähler, die sich haben blenden lassen? Tja, nur dumm, wenn die Wähler nicht so abstimmen, wie die Presse sich das vorstellt? Egal. Das britische Pfund haussiert seit heute früh massiv gegen den US-Dollar. Auch der Euro kann gegen den US-Dollar leicht zulegen. Dadurch ist der Dollar-Index gegenüber gestern Abend deutlich gefallen von 97,25 auf jetzt 96,40 Indexpunkte. Dieser schwache US-Dollar hilft dem Ölpreis aktuell auch beim weiteren Anstieg. Frage aktuell: Kann WTI-Öl heute noch die 60 Dollar überschreiten und dort auch bis Montag bleiben? Das wäre ein positives Signal. Noch potenziell mögliche negative Kommentare aus China zum angeblichen Deal mit den USA könnten heute noch für eine Kehrtwende gen Süden sorgen.

Verlauf im WTI-Ölpreis seit dem 2. Dezember
Verlauf im WTI-Ölpreis seit dem 2. Dezember.

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Aktien

Wollen Sie einmal Gewinne mitnehmen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

Sie kennen diese Situation. Da halten wir im Depot eine oder mehrere echte Kursraketen, die uns in den vergangenen Jahren prozentual dreistellige Buchgewinne gebracht haben. 200, 300 oder vielleicht sogar 400 %! Ein ganz schöner Anblick.

Da sind doch einmal Gewinnmitnahmen angeraten, oder? Schließlich wissen wir als Börsianer durchaus, ein Buchgewinn ist nicht in Stein gemeißelt. Trotzdem tun wir uns aus psychologischen Gründen mit dem Verkauf einer solchen Position schwer. Denn irgendwie haben wir diese Aktien, die wir seinerzeit so perfekt ausgewählt haben, liebgewonnen. Außerdem haben wir die Sorge, wenn wir jetzt verkaufen, macht der Titel nochmals 50 %, und wir sind dann nicht mehr dabei. Ein Dilemma!

Hier gibt es ein probates Mittel, um uns aus unserer „Not“ zu helfen, der sog. Teilverkauf. Ganz konkret: Hat sich eine Position einmal verdoppelt oder gar verdreifacht, veräußern Sie einfach einmal ein Drittel oder die Hälfte dieser Aktie.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie wandeln Buchgewinne in echte Gewinne um und nehmen einmal Kapital aus dem Feuer. In der derzeitigen Marktsituation ist das bestimmt kein Fehler. Andererseits profitieren Sie dennoch, wenn der Titel noch weiter zulegen sollte.

Außerdem agieren Sie mit einem solchen Vorgehen antizyklisch. Das heißt, Sie „teilverkaufen“ genau jene Positionen, die wahrscheinlich etwas heiß gelaufen sind. Studien haben gezeigt, dass solche gezielten Teilverkaufe die Stabilität im Depot erhöhen und sich oftmals auch noch gewinnsteigernd auswirken, sofern man die freien Mittel gezielt in…..

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Gold/Silber

Silberpreis: Geht es jetzt bald deutlich nach oben?

Markus Fugmann

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Der Silberpreis hatte einen holprigen Start in die Woche – aber er hat es geschafft, wieder ins Positive zu drehen. Wohin wird sich das Edelmetall in den kommenden Wochen bewegen?

Der Silberpreis war im Januar 2021 ziemlich instabil. Das gilt insbesondere nach dem deutlichen Pullback, den wir seit Wochenbeginn gesehen haben. Fast unmittelbar danach prallte Silber jedoch vom Unterstützungsniveau bei 24 $ wieder nach oben.

Silberpreis: Der Widerstand bei 26 Dollar

Trotz der deutlichen Erholung beim Silberpreis vom Unterstützungsniveau von 24 Dollar: nun liegt ein starker Widerstand um die $26-Marke vor uns. Sollte es dem Silber jedoch gelingen, diese Marke zu überwinden, könnten im Januar sogar Gewinne bis zur 28 $-Marke möglich sein.

Bricht jedoch das Unterstützungsniveau von 24 $,  dann dürfte der Silberpreis bis auf 22,90 $ zurückfallen. Übergeordnet geht David Jones, chief market strategist bei capital.com, davon aus, dass Silber weiter steigen wird. Aber das größte Risiko wäre eine Erholung beim US-Dollar:

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Wohin geht der Silberpreis?

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Gold/Silber

Goldpreis steigt weiter an – keine einfache Spurensuche nach den Gründen

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Barren Gold

Der Goldpreis steigt weiter an. Gestern Vormittag besprachen wir die gute Laune der Gold-Anleger bei einem Preisniveau von 1.855 Dollar. Jetzt 24 Stunden später notiert Gold bei aktuell 1.872 Dollar. Die Spurensuche für die Gründe ist nicht ganz so einfach.

Schwierige Spurensuche für steigenden Goldpreis

Sogar die Experten der Commerzbank, die in Sachen Edelmetallen ziemlich fit sind, tun sich aktuell schwer. So sagen sie in einem ganz frischen Kommentar, dass die Preise für Edelmetalle gestern Nachmittag urplötzlich und ohne einen erkennbaren Grund nach oben sprangen. Der Preisanstieg auch im Goldpreis sei ohne Zutun des US-Dollar erfolgt, der sogar leicht aufwertete. Möglicherweise habe die Erwartung massiver fiskalischer Stimulierungsmaßnahmen am Tag der Amtseinführung von US-Präsident Biden eine Rolle gespielt, wodurch die Inflationsrisiken steigen und die Staatsverschuldung nochmals deutlich anschwillt. Aber auch charttechnische Faktoren könnten laut CoBa eine Rolle gespielt haben, nachdem der Goldpreis die wichtige 200-Tage-Linie überwunden hat. Dadurch könnten spekulative Finanzanleger weitere Käufe getätigt haben.

Man könnte auch abgesehen von diesen Faktoren sagen (so meine Meinung): Vielleicht setzt derzeit ein neuer Aufwärtsschub im Goldpreis ein, weil die Anleger grundsätzlich wieder stärker in Kauflaune für Gold sind? Die gesamte Gemengelage aus Inflationsangst und globalen Unsicherheiten lässt Gold wieder attraktiver erscheinen in 2021, und die Menschen kaufen mehr Gold? Ganz kurzfristig schaut der aktive Trader heute auf die EZB-Entscheidung um 13:45 Uhr und die folgende PK um 14:30 Uhr. Große Entscheidungen werden nicht erwartet, aber man weiß ja nie. Und um 14:30 Uhr werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA veröffentlicht. Auch sie können vor allem den Devisenmarkt bewegen, und somit auch den Goldpreis.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf seit dem 11. Januar
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