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Märkte

Ölpreis: Impfstoff, OPEC, China-Daten – Hoffnung für die Bullen!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Öl-Pumpe in der Wüste

Wichtig: Im vierten Absatz dieses Artikels finden Sie mehr zur ganz aktuellen Impfstoff-Entwicklung! Der Ölpreis zeigt sich heute zum Wochenstart relativ robust bei 41,02 Dollar im WTI-Öl (dank aktueller Entwicklung jetzt 41,66 Dollar). Aber bevor wir zur aktuellen Lage kommen, kurz eine Rückschau auf letzte Woche Donnerstag. Da wurden die Öl-Lagerbestände für die USA überraschenderweise mit einem Anstieg von 4,3 Millionen Barrels im Wochenvergleich gemeldet (erwartet waren -0,9 Mio). Danach fiel der Ölpreis auch von 42 auf 40,16 Dollar Freitag früh. Klar, eine steigende Lagermenge bedeutet wohl weniger Öl-Nachfrage bei den Endverbrauchern.

China-Daten machen Hoffnung auf steigenden Ölpreis

Heute früh wurden aus China Konjunkturdaten (zum Beispiel Industrieproduktion) vermeldet, die besser waren als erwartet. China hat die Coronakrise längst überwunden, und wirtschaftet auf höheren Niveaus als in den selben Zeiträumen im Vorjahr. Dies schürt heute folglich die Hoffnung, dass die Öl-Nachfrage in China höher ausfallen wird. Dies ist natürlich gut für einen möglicherweise steigenden Ölpreis.

OPEC verschiebt Fördermengenausweitung?

Nicht nur die heutigen Daten aus Asien helfen dem WTI-Ölpreis aktuell auf 41,66 Dollar. Auch mehrt sich die Hoffnung, dass die OPEC weise handeln wird, und die anstehende Ausweitung ihrer Fördermenge hinauszögert. Würde man wie bislang vereinbart ab Januar die Fördermenge wieder um 2 Millionen Barrels pro Tag erhöhen, würde voraussichtlich bei der immer noch eher schwachen Öl-Nachfrage zu viel Angebot auf den Markt kommen. Morgen tagt das JMMC, das Aufsichtsgremium der OPEC zur Kontrolle der Fördermengenkürzungen. Von Analysten wird inzwischen erwartet, dass das JMMC den OPEC-Mitgliedern vorschlagen wird die Mengen-Ausweitung um drei bis sechs Monate zu verschieben, so heute Eugen Weinberg von der Commerzbank. Diese Aussicht gibt den Bullen derzeit weitere Hoffnung für einen steigenden Ölpreis.

Impfstoff-Hoffnung

Und natürlich ist da die Impfstoff-Hoffnung, die nach der Pfizer/Biontech-Meldung in den letzten Tagen alles in einem besseren Licht da stehen ließ, was von einer besser laufenden Konjunktur profitiert – also der Ölpreis und Aktienkurse. Jetzt vor wenigen Minuten hat das Pharmaunternehmen Moderna eine Meldung veröffentlicht über einen Corona-Impfstoff mit 94,5 Prozent Wirksamkeit. Und zack, die Märkte sind sofort bereit mehr Risiko zu fahren. Der Goldpreis fällt, Aktienmärkte und Ölpreis steigen spürbar! Kommt der Impfstoff wirklich schon im Dezember auf den Markt? Werden die ersten Menschen geimpft, gehen die Kurse dann weiter durch die Decke? Eugen Weinberg sprach bereits letzte Woche von einer „Immunität am Ölmarkt“ gegenüber schlechten Nachrichten. Ist der aktuelle Ölpreis bei 41,66 Dollar (WTI) ein weiteres Anzeichen für eine gewisse Art von Robustheit?

Eugen Weinberg sagt in seiner heutigen Öl-Analyse aber auch, dass neben einer schwächeren Nachfrage auch die höhere Ölproduktion außerhalb der OPEC+ ein Risiko darstelle. So seien in den USA die Zahl der aktiven Ölbohrungen in der letzten Woche laut Baker Hughes weiter um 10 gestiegen. Während die Energieagenturen in den nächsten Monaten eher mit einer sinkenden US-Ölproduktion rechnen, könne der Schieferölsektor angesichts der guten Anlegerstimmung und eines leichteren Kapitalzugangs positiv überraschen.

Chart zeigt Kursverlauf im Ölpreis seit dem 14. Oktober
Der Chart zeigt den Kursverlauf im Ölpreis seit dem 19. Oktober.

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Finanznews

Aktienmärkte: Ganz normale Exzesse! Marktgeflüster (Video)

Derzeit herrscht das Gefühl vor, dass die Aktienmärkte nur steigen können. auffallend sind derzeit besonders die Exzesse im Options-Bereich!

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte laufen heute weitgehend seitwärts – aber auffallend sind derzeit besonders die Exzesse vor allem im Optionsbereich, wo die Volumina an Calls (Wetten auf steigende Indizes oder Aktien) ein neues Allzeithoch erreichen. Derzeit herrscht das Gefühl vor, dass die Aktienmärkte nur steigen können. Und historisch geshen waren es solche Gefühlslagen, die besoonders gefährlich waren: wenn alle investiert sind, braucht es nur ein unvorhergesehens Ereignis, das dann zu einer heftigen Korrektur führt. Nach wie vor fehlt dafür ein „Trigger“, aber unverhofft kommt oft. Unterdesesen ist der Euro zwischenzeitlich über die Marke von 1,21 gestiegen – und die EZB dämpft die hohen Erwartungen. Das Risiko auf einen harten Brexit steigt – ist das schon eingepreist?

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Gold/Silber

Silberpreis: Ist das eine „Bärenfalle“ oder eine „Verkaufswelle“?

Jörg Bernhard

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Aus charttechnischer Sicht steigt beim Silberpreis die Spannung. Bergauf ging es in den vergangenen Handelstagen aber auch mit dessen Volatilität, die in der Finanzwelt vor allem als Risiko-Barometer dient.

Silberpreis: Marke von 22 Dollar im Auge behalten

Noch zum Wochenstart herrschte an den Silbermärkten eine besonders starke Verunsicherung. Die Impfstoff-Euphorie hat unter den Investoren zu einem verstärkten Appetit auf Aktien geführt und somit bei den altbewährten „sicheren Häfen“ Gold und Silber – insbesondere im ETF-Sektor – erhebliche Abflüsse generiert. Zugleich trübte sich die charttechnische Lage beim Silberpreis mit dem Verletzen der im Bereich von 23 Dollar angesiedelten Unterstützung markant ein. Diese erwies sich im Juli, September und Oktober als solider Boden. Weil der Kursrutsch darunter lediglich von temporärer Natur war, kann man das Verkaufssignal mittlerweile als „Bärenfalle“ betrachten. Um keinen chartindizierten Verkaufsdruck auszulösen, sollte sich das Edelmetall in den kommenden Wochen möglichst über 22 Dollar halten.

Trotz der jüngsten Kursschwäche kann man den Silberpreis als relativ widerstandsfähig bezeichnen. Nach Rückschlägen tauchen regelmäßig „Schnäppchenjäger“ auf und verhindern Schlimmeres. Wie bei Gold und beim Bitcoin verspüren in diesem Jahr vor allem institutionelle Investoren einen starken Appetit. Dies bringt der weltgrößte Silber-ETF SPDR iShares Silver Trust besonders gut zum Ausdruck. Seit dem Jahresultimo kletterte nämlich die Anzahl institutioneller Anteilseigner in den ersten neun Monaten von 481 auf 630 und legte damit um über 30 Prozent zu. Besonders interessant: Die Zahl der von dieser Investorengruppe gehaltenen Anteilsscheine hat sich im selben Zeitraum von 76,6 Millionen auf über 156 Millionen Anteile glattweg verdoppelt.

Der Blick auf die größten Anteilseigner spricht ebenfalls für sich, schließlich befanden sich unter den Top-Ten (Stand: Ende September) so klangvolle Namen wie zum Beispiel Morgan Stanley, Bank of America, UBS, Wells Fargo und Royal Bank of Canada. Deren Investitionssummen reichten von 118 Millionen bis 244 Millionen Dollar.

Fazit: In der Finanzszene werden institutionelle Investoren häufig als „smart money“ also „schlaues Geld“ bezeichnet. Schlaue Privatanleger sollten deren Geldflüsse genau beobachten. Ihre verstärkten Käufe von Bitcoins, Gold und Silber sowie diverse andere Faktoren sprechen daher für die Anlageklassen Edelmetalle und Kryptowährungen – zumindest als Depotbeimischung.

Mehr zur aktuellen Lage beim Silberpreis sehen Sie in einem Video von David Jones, chief market startegist bei capital.com, hier..

 

Der Silberpreis ist derzeit volatil - Bärenfalle oder doch Verkaufswelle?

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Indizes

Rüdiger Born: Dynamik im Nasdaq – was tun?

Rüdiger Born

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am

Im Nasdaq ist derzeit Dynamik vorhanden. Im folgenden Video bespreche ich ausschließlich die aktuelle charttechnische Lage im Technologieindex, und was für Trader machbar ist.

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