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Märkte

Ölpreis-Lachnummer: Runter wegen Angst, Angst weg, Kurs rauf

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Was für eine Lachnummer. Gestern berichteten wir über den am Freitag gestarteten Einbruch im Ölpreis. Negative Industriedaten vor allem aus Deutschland brachten letztlich auch den WTI-Ölpreis zum Fallen, runter von über 60 auf 58,14 Dollar gestern. Die Angst vor einer Rezession ging um, und da braucht man natürlich weniger Öl. Da war es mehr als nachvollziehbar, dass der Ölpreis wie auch die Aktienindizes einbricht. Aber was schrieben wir gestern auch noch zu dem Preisabsturz? Zitat:

„War dies mal wieder nur eine Eintagsfliege, und morgen oder übermorgen setzt der Ölpreis seinen Aufwärtstrend fort?“

Ohne uns selbst zu sehr loben zu wollen. Aber wie man heute schon sieht, ist die Rezessionsangst bei Analysten, Kommentatoren und Tradern ganz schnell wieder verflogen. Jetzt glaubt man auf einmal wieder, dass die OPEC-Kürzungen, die vermutlich weiter sinkenden Lagerbestände, und auch die Probleme in Venezuela insgesamt schwerer wiegen als die Angst vor einer Rezession.

Der schnelle Dreh im Ölpreis

Tja, so schnell geht das. Von gestern 15:30 Uhr deutscher Zeit bei 58,14 Dollar ist der WTI-Ölpreis bis jetzt schön schnell und klar angestiegen, und notiert aktuell bei 60,22 Dollar. Was für ein verrückter Markt! Wie sagen wir immer so schön: Der Ölmarkt ist und bleibt unberechenbar!

Heute Abend 21:30 Uhr deutscher Zeit meldet das private Institut API seine Lagerdaten für das US-Rohöl, Man erwartet ein Minus von 2,4 Millionen Barrels im Wochenvergleich, was die dritte Woche in Folge einen Rückgang darstellen wäre. Morgen dann um 15:30 Uhr folgen die offiziellen staatlichen Daten.

Mit diesem aktuellen Anstieg konnte das Chartbild gerade eben noch im Sinne der Bullen gerettet werden. Der Weg nach oben bleibt weiterhin offen. Aber wir wiederholen uns! Der Ölmarkt bleibt unberechenbar!

Der WTI-Ölpreis seit 14. März
Der WTI-Ölpreis seit 14. März.

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Aktien

Goldminen – so bauen Sie ein Startportfolio auf

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Aktien von Goldminen gehören aktuell mit zu den spannendsten aber auch anspruchsvollsten Investments. Bei der Auswahl der Einzeltitel und der Zusammensetzung eines Aktienportfolios gilt es daher einige wichtige Besonderheiten zu beachten.

Goldminen – kein gewöhnliches Geschäft

Unternehmen, die wie Goldminen, Rohstoffe fördern, gehören zum Primärsektor einer Wirtschaft (Rohstoffgewinnung und Landwirtschaft). Die Bewertung solcher Unternehmen erfolgt an Hand spezifischer Kennziffern. Bei klassischen Aktiengesellschaften werden der Gewinn und der Buchwert ins Verhältnis zum Börsenwert gesetzt (KGV u. KBV). An Hand der Gewinndynamik (PEG) und der Dividendenrendite kann man diese Aktien dann mit anderen Aktien des gleichen Sektors (Peer Group) auf ihre Attraktivität hin vergleichen. Bei Goldminen greifen diese Parameter zu kurz.

Das Geschäftsmodell der Goldminen weist einige wesentliche Unterschiede zu Unternehmen aus dem Industrie- oder Dienstleistungssektor auf. Die Ressourcen einer Mine sind endlich und irgendwann ausgeschöpft. Dies kann fünf Jahre dauern oder 50 Jahre. Für die Existenz des Minenunternehmens ist es daher essenziell, permanent auch zukünftiges Geschäft durch Exploration oder Akquisition neuer Ressourcen zu sichern.

Entscheidend für ein Minenunternehmen sind zudem die Rohstoffpreise (z. B. der Goldpreis). Steigen diese an, können die Ressourcen gewinnbringend gefördert und verkauft werden. In dem Fall wandeln sich die nachgewiesenen Ressourcen in wirtschfatlich förderbare Reserven um. Die Reserven einer Mine sind daher für den Wert einer produzierenden Mine wichtiger als die Ressourcen. Explorern, die für ein Startportfolio nicht geeignet sind, ist es anders herum.

Ein Goldminen-Unternehmen sollte nicht höher als mit 50 Prozent der Reserven bewertet sein, also dem Gegenwert des Goldes im Boden.

Produktionskosten

Besonders wichtig zur Beurteilung der Rentabilität eines Minenunternehmens sind die Kosten, zu denen das Metall gefördert werden kann.

Die Cash Costs (CC) pro Unze Gold geben Aufschluss darüber, zu welchen operativen Kosten ein Minenunternehmen das Metall fördert.

Die umfangreichste Erfassung aller Kosten erfolgt durch die All In Sustaining Costs (AISC). Darin enthalten sind nicht nur die operativen Kosten der Goldförderung, sondern auch die für die Renaturierung und das Auffinden bzw. Ankaufen neuer Ressourcen aufzuwendenden Kosten. Das Unternehmen will ja auch nach dem Ausbeuten einer Mine weiter existieren und benötigt dazu neue Abbaugebiete.

Umso tiefer die AISC pro Unze Gold (31,1 Gramm) unter dem aktuellen Goldpreis liegen, umso sicherer ist das Investment in Bezug auf ein Insolvenzrisiko. Bei solchen Minen kann man davon ausgehen, dass sie über ausreichend freien Cashflow verfügen und einen geringen Kapitalbedarf aufweisen. Außerdem agieren sie betriebswirtschaftlich nachhaltig (Sustaining).

Basis-Investment

Im Einkauf liegt der Gewinn. Diese Kaufmannsweisheit gilt im Bergbausektor ganz besonders für die Minenfinanzierer. Diese Unternehmen sind eine Mischung aus Bank, Risikokapitalgeber und Metallhändler. Die im Fachjargon Streamer bzw. Royalties genannten Unternehmen geben Kapital als Vorfinanzierung z. B. an eine Kupfermine. Im Gegenzug erhält der Streamer den Strom an Bei-Produkten, die bei der Kupferförderung mit anfallen, wie z. B. Gold oder Silber.

Der Betreiber der Kupfermine kann mit dem Geld sein Kerngeschäft, die Kupfermine, in Betrieb nehmen. Finanziert wird der Minenaufbau durch den Vorschuss vom Streamer auf den „Beifang“ (Gold, Silber etc.). Der Streamer kümmert sich anschließend auch um die Vermarktung des Metalls. Der Vorteil für den Minenbetreiber ist, dass er für die Inbetriebnahme der Mine kein Fremdkapital aufnehmen und auch keine neuen Aktien ausgeben muss, was das Aktienkapital verwässern würde. Die Liquidität des Unternehmens wird geschont. Der Streamer kommt im Gegenzug sehr günstig an z. B. Gold und Silber (bis zu 80 Prozent unter dem Marktpreis).

Royalty-Verträge funktionieren ähnlich. Die Minenfinanzierer schließen Kontrakte mit Minenkonzernen ab und übernehmen die Vorfinanzierung der Mine aus eigenen Mitteln, vergleichbar einem Risikokapitalgeber. Im Gegenzug erhält das Royalty-Unternehmen aber keine Unternehmensanteile, sondern partizipiert an den Verkaufserlösen, sobald die Mine in Produktion geht.

Da sich die Minenfinanzierer nicht um die Renaturierung und die Erweiterung der Ressourcen kümmern müssen, sind für die Gewinnspanne dieser Unternehmen nur die Cash Costs pro Unze Gold relevant.

Das Geschäftsmodell ist sowohl für die Minen als auch für die Finanzierer so vorteilhaft, dass es sich in den letzten Jahren deutlich ausgeweitet hat. Durch ihre sehr hohen Gewinnmargen und die damit verbundene sehr investorenfreundliche Dividendenpolitik, sind die Aktien der Minenfinanzierer sehr gut für ein Startportfolio geeignet.

Goldminen mit reduziertem Risiko

Ein wesentlicher Bestandteil eines Minenportfolios für Einsteiger sollten Minenunternehmen sein, die zu sehr moderaten Kosten Gold und Silber fördern. Idealerweise sollten diese Minen in politisch und sozial stabilen Regionen mit hoher Eigentumssicherheit liegen. Die Schuldenquote sollte gering und der freie Cashflow hoch sein. Wichtig ist darüber hinaus die Expertise des Managements, deren Reputation außer Frage stehen sollte (Weiße Weste), sowie die Ownership des Managements (Beteiligung am Unternehmen).

Handelbarkeit und Liquidität

Damit die Aktien zu günstigen Transaktionskosten erworben werden können, empfiehlt es sich, nur in Goldminen-Werte zu investieren, die auch in Deutschland, z. B. in Berlin, Stuttgart oder Frankfurt, gehandelt werden. Ein Primär-Listing der Aktien sollte aber auch an den größten Handelsplätzen der Welt für Minenaktien gegeben sein: an der Toronto Stock Exchange (TSE) bzw. an der New York Stock Exchange (NYSE) oder im US-Computerhandel (NASDAQ). Damit ist die potenzielle Nachfrage der Investoren deutlich höher, als wenn ein Listing z. B. nur in London vorliegt.

Musterportfolio

Mehr als zehn Aktien machen in einem Startportfolio für Privatanleger wenig Sinn. Die Balance zwischen Risikostreuung und Übersichtlichkeit in Sachen Unternehmensnews bleibt so gewahrt.

Weniger als fünf Aktien sollten unter dem Aspekt des Klumpenrisikos jedoch nicht allokiert werden.

Das unten dargestellte exemplarische Musterportfolio zeigt eine Beispielallokation aus Minenfinanzieren, Gold- und Silberminen. Deses beispielhafte Startportfolio ist jedoch nicht als Anlageempfehlung zu verstehen. Die potenziellen Risiken bei Minenunternehmen sind erheblich und reichen von unternehmensspezifischen Risiken (Betrug, Missmanagement, Pech, etc.) über politische Risiken (Enteignung, Teilenteignung, Lizenzentzug, Auflagenerhöhung etc.), soziale Risiken (Streiks, Unruhen, etc.) bis hin zu höherer Gewalt (Grubenunglücke, Kriege, Naturkatastrophen, etc.). Lassen Sie sich daher bitte vor einem Investment von fachkundigen Anlagestrategen individuell beraten.

So könnte ein Portfolio für Aktien von Goldminen aussehen

Fazit:

Wenn Sie sich für Minenaktien interessieren, sollten Sie sich mit der Materie und den Spezifika dieses Sektors beschäftigen. Die Aussichten für Minenunternehmen verbessern sich zunehmend in einem Umfeld steigender Edelmetallpreise, globaler Geldschwemme und historisch niedrigen Zinsen. Doch auch die Risiken sind nicht zu unterschätzen, weshalb eine Streuung über mehrere Unternehmen, Förderregionen und Metalle (Gold, Silber, Palladium, Platin) sinnvoll ist. Viele Minenaktien sind bereits nach konventionellem Bewertungsmaßstab recht hoch bewertet, weshalb dem Investment in diesen Sektor eine positive Erwartungshaltung in Bezug auf weiter steigende Edelmetallpreise zugrunde liegen sollte. Bitte lassen Sie sich professionell beraten, welcher Anteil an Minenaktien gemessen an Ihrem liquiden Vermögen für Sie in Frage kommt.

 

Eine Goldmine in Australien

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Risiken und Nebenwirkungen eines Experiments! Marktgeflüster (Video)

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Trotz des großen Verfallstags geht es heute an den Aktienmärkten bislang recht ruhig zu. Im Fokus der Aufmerksamkeit stehen zum Wochenausklang erneut die US-Geldmärkte – die Fed sieht sich nun gezwungen, die seit vier Tagen anhaltenden Liquiditätshilfen die ganze nächste woche fortzusetzen. Das zeigt, wie immens der Bedarf nach Dollar-Liquidität derzeit ist, aber der Markt scheint regelrecht ausgetrocknet zu sein, sodass die Fed diese Maßnahme ergreifen muß. Vieles spricht dafür, dass die aktuellen Probleme eine Folge der Bilanzreduzierung (Quantitative Tightening) der Fed sind, nachdem die US-Notenbank zuvor durch die Anleihekäufe (QE) die Bilanz stark ausgeweitet hatte. Das zeigt, welche Probleme plötzlich auftauchen bei einem historisch so noch nie dagewesenen Experiment, das man dann zurück zu fahren versucht..

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Aktien

Die aktuelle Börsenlage nach der US-Zinssenkung + Analyse Adidas und Lufthansa

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Wie ist die Börsenlage nach der Zinssenkung der US-Notenbank Federal Reserve? Manuel Koch bespricht die aktuelle Lage mit Sissi Hajtmanek. Auch besprochen werden aktuelle Chancen für die Aktien von Lufthansa und Adidas.

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