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Konjunkturdaten

Ölpreis-Schub durch Hoffnung auf Oil Freeze – eine Falle für die Bullen?

Es könnte eine derbe Falle für alle sein, die jetzt auf einen höheren Ölpreis hoffen. Innerhalb von zwei Tagen stieg der Ölpreis (WTI) von 42,15 Dollar satte 4 Dollar auf…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es könnte eine derbe Falle für alle sein, die jetzt auf einen höheren Ölpreis hoffen. Innerhalb von zwei Tagen stieg der Ölpreis (WTI) von 42,15 Dollar satte 4 Dollar auf 46,15 heute früh. Von der Nachrichtenseite her gibt es aktuell nichts Neues, sondern bei Tradern nur die Hoffnung, dass es doch noch was werden könnte mit dem Oil Freeze, der groß angelegten Einfrierung der Fördermenge durch die OPEC beim offiziellen Meeting in Wien am 30. November.

Woher diese neue Hoffnung kommt, ist unklar. Aber so ist es eben manchmal. Eine ziemlich wacklige Hoffnung. Auf der technischen Seite kann man aktuell von einer gewissen Eindeckung von Short-Positionen ausgehen. Denn die offiziellen Daten der US-Börsenaufsicht CFTC zeigten gestern Daten von letzter Woche, die einen enormen Anstieg der Anzahl der Short-Kontrakte anzeigten, von 83.000 auf 183.000. Erfahrungsgemäß, wie auch aktuelle Analysen zeigen, antizipieren einige Marktteilnehmer daraus, dass bei einem großen Überhang hin zu einer Seite bald darauf die Glattstellung von Teilen dieser Position einsetzt.

Genau das könnte jetzt wohl der Fall sein. Das ist aber kein nachhaltiger Effekt. Intressanter ist aktuell, dass die Öl-Lagerdaten den Markt komischerweise nicht über Nacht negativ beeinflussten. Gestern Abend um 22:35 Uhr wurden die API-Lagerbestände gemeldet, die mit +3,65 Millionen Barrels deutlich höher ausfielen als erwartet (+1 Mio). Die Destillate legten um 2,98 Millionen Barrels zu, womit sie den ersten Anstieg seit 8 Wochen hinlegen. Bei solchen Daten hätte der Ölpreis eigentlich über Nacht fallen müssen.

Er hielt sich aber über Nacht erstaunlich gut, und das bei dem kräftigen vorigen Anstieg von 4 Dollar. Heute um 16:30 Uhr folgen die offiziellen Lagerbestände. Das wird der richtige Test, ob dieser kräftige Anstieg halten kann. Auch der verdammt starke Dollar müsste den Ölpreis eigentlich (!) schwächen. Es sieht nach einer wackligen Sache aus, denn wie wir schon öfters schrieben: Von der OPEC gibt es wirklich keine hoffnungsfrohen Zeichen für eine Einfrierung!

Was also ist der Grund für den Anstieg? Nun – in der Vorwoche hatte sich die Zahl der Short-Kontrakte auf WTI mehr als verdoppelt, und eine Studie von Morgan Stanley hat gezeigt, dass bei stärkeren Anstiegen der Short-Positionen stets Öl-bullische Meldungen kommen – ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Und noch etwas könnte relevant sein: die Spekulation, dass unter Trump Öl-Importe stark begrenzt oder sogar verboten werden könnten:

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Der WTI-Ölpreis seit dem 10. Oktober.

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone: Fünfter Monat Deflation – Osteuropa koppelt sich ab

Claudio Kummerfeld

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Taschenrechner und Münzen

Die Verbraucherpreise in der Eurozone für Dezember wurden soeben endgültig bestätigt mit -0,3 Prozent. Damit hängt man nun den fünften Monat in Folge in der Deflation. Die Energiepreise fallen weniger stark mit „nur noch“ -6,9 Prozent im Jahresvergleich nach -8,3 Prozent im November. Die Preissteigerung bei Lebensmitteln fiel mit +1,3 Prozent geringer aus als in den Vormonaten mit +1,9 Prozent. Auffällig bleibt wie in den Vormonaten, dass Osteuropa ganz klar nicht in der Deflation hängst, sondern ganz klar positive Preisentwicklungen hinlegt. Dadurch ist der Schnitt für die gesamte EU bei +0,3 Prozent. Gut sichtbar ist der Unterschied zwischen West- und Osteuropa in der ersten Grafik.

Verbraucherpreise je nach Ländern im Detail

Grafik zeigt Dezember-Verbraucherpreise im Detail

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Europa

ZEW Index etwas besser als erwartet – Exporterwartungen verbessert

Redaktion

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Von

Jeden Monat wird der ZEW Index vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erhoben. Der Index gilt daher als ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die gerade veröffentlichten Daten sind wie folgt ausgefallen:

Der ZEW-Index (Konjunkturerwartungen Januar) ist mit +61,8 Punkten etwas besser ausgefallen als erwartet (Prognose war +60,0; Vormonat war +55,0).

Die Einschätzung der aktuellen Lage aber liegt bei -66,4 (Prognose war -68,5; Vormonat war -66,5) – damit sehen wir weiterhin eine starke Divergenz zwischen Erwartung und der Einschätzung der aktuellen Lage.

Laut ZEW sind es vor allem die verbesserten Exporterwartungen, die den Index nach oben gezogen haben!

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Europa

Autozulassungen in EU: Dezember-Zahlen glänzen, vor allem in Deutschland – warum wohl…

Claudio Kummerfeld

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Autos auf Parkplatz

Was für ein Schritt nach vorne. Wie der europäische Automobilverband ACEA heute früh meldet, haben die Autozulassungen im Dezember einen kräftigen Satz nach oben gemacht mit 1.031.070 PkW. Im November waren es noch 897.692 gewesen. Im Jahresvergleich zu Dezember 2019 ist es nur noch ein Minus von 3,3 Prozent! Und dieser Vergleich zum Vorjahr ist wohl der Entscheidende bei den Autozulassungen. Damit scheint die Krise optisch überwunden zu sein, nachdem der Autoabsatz in den letzten Monaten dank Corona brutal zusammengebrochen war.

Gesenkte Mehrwertsteuer half Deutschland im Dezember bei den Autozulassungen

Vor allem die Autozulassungen in Deutschland stechen positiv hervor. Von Dezember 2019 zu Dezember 2020 sehen wir sogar einen Zuwachs von 9,9 Prozent, von 283.380 auf 311.394 PkW. Gerade für Deutschland ist die Lösung dieses Rätsels sehr einfach. Im Dezember galt noch letztmalig die reduzierte Mehrwertsteuer. Gerade Käufer von hochpreisigen Produkten konnten somit nochmal auf den letzten Drücker nette Summen bei der Mehrwertsteuer sparen. Und so haben wohl zahlreiche Kunden ihre für 2021 geplanten Autokäufe noch schnell in den Dezember 2020 vorgezogen, und haben die Absatzzahlen nach oben gedrückt. Vermutlich dürften in Deutschland dann die Zahlen in den ersten Monaten 2021 mau ausfallen, weil diese Käufer dann fehlen?

Italien und Frankreich haben mangels Sondereffekten im Dezember nicht so geglänzt wie Deutschland. Hier waren die Autozulassungen im Jahresvergleich rückläufig mit -14,9 Prozent und -11,8 Prozent. Schauen wir mal auf den Gesamtjahresvergleich von 2019 auf 2020. Da lag die Gesamt-EU mit 23,7 Prozent im Minus. Deutschland lag bei -19,1 Prozent, Italien bei -27,9 Prozent, und Frankreich bei -25,5 Prozent.

Grafik zeigt Autozulassungen in der EU im Dezember 2020 und Gesamtjahr

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