Folgen Sie uns

Europa

„Ohne EZB hätte es die Eurokrise nicht gegeben“

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Heute erscheint die 3.Auflage des Buches „Geldreform“ von Michael von Prollius und Thorsten Polleit. Die beiden Autoren gelten als führende Vertreter der „Österreichischen Schule“, die das Geldmonopol durch Staaten und ihre Notenbanken grundsätzlich in Frage stellt. In diesem Interview erklärt Michael von Prollius, warum das derzeitige Geld-System in Schieflage geraten ist – in Schieflage geraten mußte:


(Klicken Sie auf das Bild, um das Buch zu bestellen)

1. finanzmarktwelt.de: Herr von Prollius, Sie haben zusammen mit Thorsten Polleit bereits in der ersten Auflage Ihres Buches „Geldreform“ im Jahre 2010 auf die innere Logik der von den Zentralbanken betriebenen Geldvermehrung hingewiesen. Die EZB, inzwischen Nachfolgerin der Fed als Spenderin der globalen Liquidität, hat kürzlich die Leitzinsen weiter gesenkt, der Einlagezins ist in negativem Bereich. Warum haben die bisherigen Maßnahmen aber offenkundig keinen Effekt gehabt, sodaß die europäische Notenbank zu diesen radikalen Mitteln greift?

Michael von Prollius: Die innere Logik der Zentralbank als Monopolbehörde und der Marktwirtschaft als dezentrales Wettbewerbs- und Entdeckungsverfahren passen nicht zusammen. „Samtpfotensozialismus“ oder Marktwirtschaft lautet zum 25jährigen Fall der Mauer wieder die Alternative. Und der Dritte Weg führt eben nur etwas später in die Sackgasse.

Statt Strukturreformen in den sklerotischen Wohlfahrtsstaaten Europas und den nicht mehr zeitgemäßen Branchen sollen noch mehr Schulden und Wachstumspakete eine Wende bringen. Zugleich lassen sich die verfehlte Wirtschafts- und Geldpolitik nicht einfach beenden. Viele Staaten sind überschuldet und die großen Banken auch. Den europäischen Banken mangelt es nicht an Liquidität, sondern an Solvenz. Der aufgeblähte europäische Bankensektor hält in seinen Bilanzen zwei Drittel Kredite für Staatsführungen. Insofern verwundert es nicht, dass die Unternehmenskredite von 2004 rund 3 Billionen Euro nach Ihrem Höhepunkt 2009 mit fast 5 Billionen Euro inzwischen auf gut 4 Billionen Euro gesunken sind. Zugleich werden die Null- und Strafzinsen Kapital aus Europa vertreiben. Das Interventionismusgeflecht beginnt an immer mehr Stellen zu reißen. Im Grunde platzen hier die ökonomisch verfehlten Träume einer behördlich optimierbaren europäischen Volkswirtschaft. Das Verständnis für die Kernfrage allen Wirtschaftens – das Koordinationsproblem – ist verloren gegangen und damit auch die Erkenntnis, dass Geld(theorie) und Marktprozess zusammenhängen.

2. finanzmarktwelt.de: Sie und Herr Polleit gelten als Vertreter der Österreichischen Schule, die das Geld-Monopol der Zentralbanken fundamental kritisiert und die Schaffung eines freien Wettbewerbs von Währungen fordert. Sind die Zentralbanken für die aktuellen Fehlentwicklungen – etwa die Umverteilung von Eigentum, sodaß Reiche immer reicher werden – verantwortlich?

Michael von Prollius: Die Zentralbanken sind mitverantwortlich für die Finanzkrise und die „Große Stagnation“ seit 2007/08. Ohne EZB hätte es zudem weder die Euro-Krise noch die Staatsschuldenkrise gegeben. Zugleich sind Zentralbanken für die demokratischen Wohlfahrtsstaaten und die Privilegien der Finanzindustrie unerlässlich. Interessanterweise gibt es eine Art Schulterschluss zwischen Österreichern den heute als Links bezeichneten Gruppen. Der Unterschied besteht darin, dass die Österreicher auf die Ursachen und die sogenannten Linken lediglich auf die Symptome schauen. Das verwundert nicht, sind doch klassische Liberale stets die Anwälte der einfachen Menschen, schauen Sie nur auf die Manchesterkapitalisten der Freihandelsbewegung. Vom staatlichen Geldsystem mit Zentralbanken und den Geschäftsbanken als Transmissionsriemen – einer Art Public-Private-Partnership – profitieren Big Government und Big Business. Die Regierungen erhalten unbegrenzten Kredit, insbesondere die Finanzindustrie erhält das billige Geld zuerst und kann wirtschaften, während der einfache Bürger erst Gehaltssteigerungen erfährt, wenn die Preise bereits gestiegen sind (Cantillon-Effekt). Mit einer marktwirtschaftlichen Geldordnung wären die Exzesse einschließlich strukturierter Finanzprodukte und den durch die aktuelle EZB-Politik in riskante Anlagen gedrängten normalen Investor nicht möglich.

3. finanzmarktwelt.de: Sie sprechen von „gutem Geld“ und „schlechtem Geld“ – wobei Sie das derzeitige Geldsystem als „schlecht“ bezeichnen, weil es zwangsläufig zu Blasen führt, die dann ebenso zwangsläufig platzen müssen. Warum ist das aus Ihrer Sicht so?

Michael von Prollius: Eine Inflationsbehörde, wie es eine Zentralbank mit dem Ziel einer kontinuierlichen Ausweitung der Geldmenge von 2 Prozent pro Jahr ist, sorgt binnen 35 Jahren für eine Halbierung der Kaufkraft des Geldes und kann niemals die der Nachfrage nach Geld entsprechenden Geldmenge bereitstellen. Den Experten mangelt es an Wissen, das nur Märkte haben. Das regelmäßig überschüssige Geld, dem keine realen Güter gegenüberstehen, sucht nach Anlagemöglichkeiten. Überschüssig ist es auch durch die unaufhaltsame Politisierung der Zentralbanken wie sich aktuell anschaulich beobachten lässt. Die Politisierung lässt sich besonders anschaulich bei der verfassungsmäßig mit bemerkenswerter Unabhängigkeit ausgestatteten Reichsbank nach der Hyperinflation betrachten. Hinzu kommt heute der Wachstumsfetischismus – das Propagieren des ewigen Booms. Die Folge ist Inflation, also eine Aufblähung der Geldmenge mit Teuerung in einzelnen Sektoren der Wirtschaft, etwa Aktien, Rohstoffen, Immobilien und risikoreichen Finanzanlagen. Dort fließt Geld hinein und treibt die Preise.

Hinzu kommt die Manipulation des Zinses, die wir in unserem Buch behandeln. Wenn der auf Null heruntermanipuliert wird, statt die Realität abzubilden, fehlt der zentrale Koordinationsanzeiger für die Vermittlung von Kapital und Investitionen.

Was in Vergessenheit gerät: Eine Rezession bereinigt das Missverhältnis von Angebot und Nachfrage. Und wie bei jedweder Symptombekämpfung gilt: Sie können einige Menschen eine ganze Zeit lang in die Irre führen, aber nicht alle Menschen auf Dauer.

4. finanzmarktwelt.de: Offiziell bekämpft die EZB derzeit deflationäre Tendenzen, indem sie die Geldpolitik noch ultralaxer macht. Glauben Sie der Begründung der EZB – oder haben wir eigentlich schon längst eine verdeckte Inflation?

Michael von Prollius: Die Deflationsfurcht ist real. Als ich mit einem Notenbankgouverneur diskutiert habe, war das deutlich zu spüren. Kein Wunder: Inflation macht unseriöse Wirtschafts- und Verschuldungspolitik tragfähig, gibt Spielraum für Sonderkredite und Konjunkturprogramme, verteilt noch mehr Geld von Sparern und seriös wirtschaftenden Haushalten und Familien an Wahlstimmenfänger, Sozialingenieure und Karrieristen. Deflation hingegen entmachtet Politik. Deflation bedroht das herrschende Establishment und das verfehlte Geldsystem. Deflation bedeutet indes für die normalen Menschen, dass sich Produktivitätsfortschritte über sinkende Preise zum Nutzen aller abbilden.
Heute ist die verdeckte Inflation an verschiedenen Märkten sichtbar: Aktien, Rohstoffe, Immobilien, Kunst, denken Sie an Fußballspieler. Die problematische Berechnung der Warenkörbe, die ein Preisniveau als statistisches Konstrukt abbilden, das in der Realität nicht existiert, ist ja hinlänglich bekannt.

5. finanzmarktwelt.de: Japan betreibt derzeit die extremste Form einer ultralaxen Geldpolitik – mit der Folge, dass der Yen immer schwächer wird und die Reallöhne deutlich langsamer steigen als die Verbraucherpreise. Faktisch werden die meisten Menschen in Nippon also ärmer. Werden wir in Europa die Erfahrung Japans wiederholen müssen, weil die EZB den Weg der Bank of Japan einschlägt?

Michael von Prollius: Die keynesianische Anti-Krisenpolitik mit Stimulanz-Paketen und Niedrigstzinsen (Nullzinsen) hat einer der gesündesten Volkswirtschaften der OECD eine Verschuldung von über 250% des BIP beschert (Griechenland rund 180%) und zwei verlorene Dekaden. Die Japaner haben versucht einen Alkoholiker mit Heroin zu heilen, urteilte ein fachkundiger Beobachter. Und nun seien sie abhängig davon. Allein zwischen 1992 und 1995 wurden 6 Wachstumspakete in Höhe von 65,5 Billionen Yen aufgelegt – in den 1990ern insgesamt 10 mit über 100 Billionen Yen. Das Sparvermögen der Japaner steht zur staatlichen Disposition. In Europa werden immer mehr Stimmen laut, die die Sparer enteignen wollen. Eine erste Sparersteuer gibt es bekanntlich in Spanien bereits. Und die kalte Enteignung ist längst angelaufen, nicht nur durch konfiskatorische Erbschaftssteuern und überbordende Abgaben in Deutschland, sondern durch die verfehlte Geld- und Zinspolitik.

2001 schwenkte die Bank of Japan übrigens zu einer Politik des Quantitative Easing um und verfolgte eine Geldmengenwachstumsstrategie anstelle nomineller Zinssätze. Ergebnis: 2009 war das BIP nicht höher als 17 Jahre zuvor (1992) – trotz kontinuierlicher Bailouts und Konjunkturpakete. Es ist immer dasselbe: Dinge zu produzieren, die niemand braucht und Fehlinvestitionen zu fördern, kann einer Volkswirtschaft nicht aus der Misere helfen.
Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich. In Europa fällt die EZB-Bilanz eindeutig aus: steigende Verschuldung (von knapp 70% des BIP auf bis zu 110% oder fast 10 Billionen Euro 2015) und schwächste Wachstumsdekade.
Thorsten Polleit und ich warnen vor den desaströsen Folgen der überdies ungerechten Geld- und Finanzpolitik. Andere namhafte Österreicher tun das natürlich auch. In „Geldreform“ sind die Zusammenhänge und Hintergründe, wie wir finden, anschaulich erläutert.

6. finanzmarktwelt.de: Sehen Sie die Möglichkeit, dass sich das derzeitige Geld-System (mitsamt den von ihm profitierenden Finanzkapitalismus) reformiert? Oder bedarf es für einen Neustart erst eines Zusammenbruchs des Systems aufgrund ausufernder Schulden – nämlich wenn die Gläubiger merken, dass sie ihr Geld nicht mehr wiedersehen und zu einem massiven Schuldenschnitt gezwungen werden?

Michael von Prollius: Letztlich geht es darum, das Monopol dem Wettbewerb zu öffnen.

Ob ein Zusammenbruch einen Neustart für gutes Geld ermöglicht, da bin ich skeptisch. Klassische Liberale plädieren für evolutionäre Veränderungen, Revolutionen zeigen zumeist, dass Entwicklungen außer Rand und Band geraten sind. Regelmäßig setzen sich die Mächtigen, Gewaltbereiten mit etablierten politischen Netzwerken durch. Wir brauchen eine Freigeldbewegung im Sinne einer Freihandelsbewegung. Dazu liefert Geldreform einen Beitrag. Eine stille Revolution ist in den Köpfen schon auf dem Weg. Besseres Geld ist jederzeit möglich, nur leider noch verboten. Aber auch dieser Eiserne Vorhang wird fallen.

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Argonautiker

    10. Oktober 2014 15:12 at 15:12

    Da bin ich anderer Ansicht, die Krise hätte es auch ohne EZB gegeben, allerdings wäre sie unkontrolliert verlaufen, indem einige Banken wirklich Pleite gegangen wären und wahrscheinlich Chaos daraus entstanden wäre.

    Die EZB gepaart mit dem ESM ermöglicht es den Finanzsystem Betreibenden die Schulden aufs Volk zu übertragen, und während sie das tun, sich über die Hintertür aus dem Geld System herauszuziehen, und in Sachwerte zu gehen, um dann, wenn man das System kontrolliert zusammenbrechen lassen wird, mit den Realwerten in einer guten Position zu sein.

    Die EZB mit ihrem Oberinstitut der BIZ dient lediglich als Dirigent der Krise und ist sicherlich nicht Ursache. Sobald die Realkäufe, Fusionen, feindlichen Übernahmen, etc., getätigt sind, wird Draghi den Taktstock heben, die Zinsen werden steigen und das System wird in den schwächsten Staaten anfangen zu kollabieren. Wenn es diesmal nicht sogar von innen heraus kollabiert, denn Deutschland hat sich mittels des ESM eine Last aufgebürdet, die es unmöglich tragen kann.

    Neues Spiel, neues Glück, und die Schloßallee ist durch diese heimliche Vorbereitung, mal wieder schon vergeben. Noch ein kleiner Weltkrieg dazu, daß beschleunigt die Konjunktur des Neubeginns, und verwischt so herrlich alle Spuren.

    EZB/ESM ist also nichts als Zeitgewinn für einen kontrollierten Neuanfang, bei dem alles Unkontrollierbare auf das Volk abgewälzt wird, indem man es in den Krieg schickt. Privatisiere das Glück und sozialisiere das Leid. Das nennt man heute herrschen.

    Natürlich sind Freigeld etc., gute Gedanken, letztendlich aber nur eine schön erzählte Geschichte, um guten Willen vorzugauckeln. Die wirklichen Entscheidungsträger tun keinen einzigen Schritt in diese Richtung. Das wirkt so ähnlich wie in dem Film „Das Leben ist schön“. Vorgaukelei …und wenn wir schön brav sind und mitmachen, und dann vielleicht gewinnen, bekommen wir einen Panzer, und mit dem fahren wir dann wieder Heim, und man wird uns empfangen, wie…

    Gruß aus Bremen

  2. Avatar

    pedrobergerac

    11. Oktober 2014 00:39 at 00:39

    Dem kann ich nur zustimmen.
    Aber ich glaube, die Krise wird viel tiefer durchsacken, als die Bestimmer das haben wollen. Was nicht heißen soll, dass sie sich nicht darauf vorbereitet haben.
    http://www.krisen-info-netzwerk.com/downloads/Was_erwartet_uns-Eine_Reise_durch_die_Zeit.pdf
    Ich denke, wir stehen vor einer wirklichen Zeitenwende. So wie damals, als die Erbauer Göbekli Tepe zugeschüttet und vergraben haben.

    • Avatar

      Argonautiker

      11. Oktober 2014 09:38 at 09:38

      Da mag ich dann wiederum Zustimmen. Habe ihrem Linkverweis zwar noch nicht folgen können, aber daß es diesmal voraussichtlich tiefgreifender wird, als es die Bestimmer annehmen, glaube ich auch. Zumal die Krisen die sie bisher angezettelt hatten, ja so geartet waren, daß es in Teilen der Welt ruhig blieb, und in die sie sich dann zurückziehen konnten. Das wird diesmal glaube ich nicht der Fall sein.

      Zeitenwende ist gut ausgedrückt. Es wird einfach nicht mehr funktionieren was sie sich gedacht haben, weil es die Zeit nicht mehr hergibt. Und das merkt man überall. Selbst sie merken das glaube ich schon, sie haben nur nix anderes gelernt, und deshalb machen sie einfach das weiter was sie können.

      • Avatar

        pedrobergerac

        11. Oktober 2014 13:38 at 13:38

        Was ich an Begrifflichkeiten bei der österreichischen Schule nicht verstanden habe, ist Folgendes:

        Die beiden Autoren gelten als führende Vertreter der “Österreichischen Schule”, die das Geldmonopol durch Staaten und ihre Notenbanken grundsätzlich in Frage stellt.

        Dies entspricht ja nicht wirklich der Realität.

        Die Notenbanken bringen die Banknoten ja nur in Umlauf. wieviele davon ausgegeben werden, also die Geldschöpfung selbst, erfolgt durch die Zentralbanken, die ja Alle im Besitz der FED sind, salopp ausgedrückt.
        Das heißt, dass der Staat ja überhaupt kein echtes monetäres Monopol hat.
        Das ist ja genau der Teil des großen Betruges, den die Menschen nicht durchschauen.

        Hätte nämlich der Staat ein echtes Geldschöpfungsmonopol, bräuchte er sich doch überhaupt kein Geld zu leihen, sonern könnte alles Geld dass er braucht, selber machen. Er müsste keine Kredite aufnehmen, müsste keine Zinsen zahlen und wir keine Steuern. Es gäbe einfach keine Schulden.

        Unsere ganze Welt würde sich verändern, wenn dies so wäre.
        Warum spricht man also immer vom
        „Geldmonopol des Staates“?
        Tatsache ist, der Staat akzeptiert das Geldschöpfungsmonopol des privaten Zentralbankensystems. Der einfache Grund dafür ist. Das Bankenkartell würde die Politiker einfach umbringen lassen, wenn sie dies ändern möchten.

        Darüber müsste man einfach mal reden um den Menschen aufzuzeigen, dass ALLES, aber auch wirklich ALLES, was uns so als „Wirtschaftswissenschaft verkauft wird NICHTS ANDERES ist, als ein gigantisches Betrugssystem.
        Und dass es so Etwas wie Demokratie mit diesem Geldsystem NIE gegeben hat und NIE geben wird.

        • Avatar

          Argonautiker

          11. Oktober 2014 21:07 at 21:07

          Das ist mir wiederum ganz neu. Sie meinen die FED ist nicht nur für die Dollar Generierung zuständig, sondern auch für die Generierung aller Anderen Währungen der Welt? Das bedarf der Erklärung.

  3. Avatar

    pedrobergerac

    11. Oktober 2014 23:35 at 23:35

    Jetzt bin ich aber völlig baff. Haben Sie das echt nicht gewußt?
    Bevor ich hier ein paar links poste, möcht ich noch kurz was erwähnen.
    Vor 1990 waren alle Notenbanken dieser Welt im FED Zentralbankensystem zusammengeschlossen.
    Ausser (und jetzt kommts):
    Kuba, Nordkorea, Irak, Iran, Libyen, Afghanistan und Syrien.
    Erinnert stark an die Achse des Bösen oder?
    wie das ZentralbankenDollarsystem funktioniert, sei hier mal kurz erklärt, anhand der rissischen Zentralbank, welche 1985 von Gorbatschow an die FED „verkauft“ wurde.
    http://widerrede.blog.de/2014/08/08/russische-zentralbank-gehoert-fed-19079447/
    Das erste was Putin auf der Krim gemacht hat, war die Gründung einer Zentralbank, welche nicht der FED unterworfen ist.
    Und was die FED in Wirklichkeit ist, können Sie hier nachlesen.
    http://wirsindeins.org/2013/06/22/das-kartell-der-federal-reserve-die-acht-familien-2/
    Und iwe dieses System funktioniert, erfahren Sie hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=nFsooyoLnvA
    Und:
    nicht verzweifeln, bald ist Alles vorbei. Und Alles wird gut.

    • Avatar

      Argonautiker

      12. Oktober 2014 14:15 at 14:15

      Na dann vielen Dank, man lernt eben nie aus. Diese neue Erkentnis macht es nicht leichter, im Gegenteil.

      Mit Putin ist das so eine Sache, er sieht zwar wie Einer aus, der sich gegen dieses System stellt, aber er ist eigentlich kein wirklicher Erneuerer, sondern nur ein Konkurrent, der sich des gleichen Prinzips bedient. Denn die BRICS, Gazprom, etc., sind das Gleiche in Grün. Es basiert auf Konkurrenz und der Macht des Stärkeren, und nicht auf ein Miteinander, der Nächstenliebe, und der Gerechtigkeit.

      Das es bald vorbei ist, glaube ich auch. Allerdings müssen wir durch die 3. Wehe eben noch durch.

      Schönen Gruß

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Europa

Deutsche Wirtschaft: Schwache Dienstleister, starkes Gewerbe

„Dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für Oktober) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Wirtschaft:

Gesamtindex: 54,5 (Prognose war 53,2; Vormonat war 54,7)

Verarbeitendes Gewerbe: 58,0 (Prognose war 55,1; Vormonat war 56,4)

Dienstleistung: 48,9 (Prognose war 49,2; Vormonat war 50,6)

Damit bestätigt sich der Trend der letzten Zeit: Dienstleistung leidet, Gewerbe bleibt robust (noch?)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 47,3 schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 48,0)

(Hinweis: das ifo Institut hat soeben mitgeteilt, dass die ifo Umfrage erst am Montag veröffentlicht wird, im Videoausblick hatte ich gesagt, dass die Zahlen heute um 10Uhr veröffentlicht werden).

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt: „dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

„Die deutsche Wirtschaft hält sich angesichts der zweiten Corona-Infektionswelle erfreulicherweise ziemlich wacker, wie der Oktober-Flash zeigt.
Obwohl einige Dienstleistungsunternehmen unter den neuen Restriktionen und der zunehmenden Unsicherheit im Zusammenhang mit der ‘zweiten Welle’ leiden, hielten sich die Geschäftseinbußen hier insgesamt noch in Grenzen. Gleichzeitig hat die boomende Industrie der Konjunktur ordentlich Auftrieb verliehen. Folglich sieht es zunehmend nach einer Wirtschaft der zwei Geschwindigkeiten aus. Das verarbeitende Gewerbe ist bisher weniger stark von den neuen Restriktionen betroffen als der Servicesektor und hat zudem enorm vom wieder
florierenden Welthandel profitiert. Da sich immer mehr Industrieunternehmen dem Wachstumsniveau von vor der CoronavirusPandemie nähern oder es sogar schon erreicht haben, wird ein dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger. So sind die Erwartungen der Hersteller im Oktober auch erstmals seit siebenMonaten wieder leicht gesunken. Dennoch, Sorgenkind Nummer eins bleibt der Dienstleistungssektor.”

weiterlesen

Europa

Verbraucherpreise Eurozone: Deflation im Westen – Inflation nur in Osteuropa

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Soeben wurden für die Eurozone für den Monat September die Verbraucherpreise veröffentlicht (2.Veröffentlichung). Sie gehen im Jahresvergleich um -0,3 Prozent zurück, nach -0,2 Prozent im August und +0,4 Prozent im Juli. Auffallend: Inflation gibt es nur im Osten, während der Westen eher unter Deflation leidet.
Zum Vormonat steigen die Verbraucherpeise um +0,2%, ebenso in der Kernrate (ohme Nahrung und Energie) um +0,2%.

Dazu schreibt Eurostat, das die Daten erhebt:

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im September 2020 bei -0,3%, gegenüber -0,2% im August. Ein Jahr zuvor hatte sie 0,8% betragen. Die jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union lag im September 2020 bei 0,3%, gegenüber 0,4% im August. Ein Jahr zuvor hatte sie 1,2% betragen. .
Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Griechenland (-2,3%), Zypern (-1,9%) und Estland (-1,3%) gemessen.
Die höchsten jährlichen Raten wurden in Polen (3,8%), Ungarn (3,4%) und Tschechien (3,3%) gemessen.

Die Verbraucherpreise in den jeweiligen Ländern

 

Gegenüber August ging die jährliche Inflationsrate in dreizehn Mitgliedstaaten zurück, blieb in sieben unverändert und stieg in sieben an.
Im September kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,34 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Dienstleistungen (+0,24 Pp.), Industriegütern ohne Energie (-0,08 Pp.) sowie Energie (-0,81 Pp.).

Die Verbraucherpreise in der EU und der Eurozone

weiterlesen

Europa

Aktuell: ZEW-Index schwach – neuer Realismus?

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Jeden Monat wird der ZEW-Index vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erhoben. Der Index gilt daher als ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die gerade veröffentlichten Daten sind wie folgt ausgefallen:

Der ZEW-Index (Konjunkturerwartungen Oktober) ist mit +56,0 Punkten deutlich schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war +73,0; Vormonat war +71,5).

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei -59,5 (Prognose war -60,0; Vormonat war -66,2) – damit sehen wir erneut eine starke Divergenz zwischen Erwartung und der Einschätzung der aktuellen Lage, wobei die aktuelle Lage nun jedoch skeptischer gesehen wird.

Dazu das ZEW: Erwartungen gehen erheblich zurück, große Unsicherheit wegen steigender Corona-Zahlen, dazu Unsicherheit vor US-Wahl..

Der ZEW-Index ist nach dem ifo Index der wichtigste Indikator für die deutsche Wirtschaft

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen