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Europa

„Ohne EZB h√§tte es die Eurokrise nicht gegeben“

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Heute erscheint die 3.Auflage des Buches „Geldreform“ von Michael von Prollius und Thorsten Polleit. Die beiden Autoren gelten als f√ľhrende Vertreter der „√Ėsterreichischen Schule“, die das Geldmonopol durch Staaten und ihre Notenbanken grunds√§tzlich in Frage stellt. In diesem Interview erkl√§rt Michael von Prollius, warum das derzeitige Geld-System in Schieflage geraten ist – in Schieflage geraten mu√üte:


(Klicken Sie auf das Bild, um das Buch zu bestellen)

1. finanzmarktwelt.de: Herr von Prollius, Sie haben zusammen mit Thorsten Polleit bereits in der ersten Auflage Ihres Buches „Geldreform“ im Jahre 2010 auf die innere Logik der von den Zentralbanken betriebenen Geldvermehrung hingewiesen. Die EZB, inzwischen Nachfolgerin der Fed als Spenderin der globalen Liquidit√§t, hat k√ľrzlich die Leitzinsen weiter gesenkt, der Einlagezins ist in negativem Bereich. Warum haben die bisherigen Ma√ünahmen aber offenkundig keinen Effekt gehabt, soda√ü die europ√§ische Notenbank zu diesen radikalen Mitteln greift?

Michael von Prollius: Die innere Logik der Zentralbank als Monopolbeh√∂rde und der Marktwirtschaft als dezentrales Wettbewerbs- und Entdeckungsverfahren passen nicht zusammen. ‚ÄěSamtpfotensozialismus‚Äú oder Marktwirtschaft lautet zum 25j√§hrigen Fall der Mauer wieder die Alternative. Und der Dritte Weg f√ľhrt eben nur etwas sp√§ter in die Sackgasse.

Statt Strukturreformen in den sklerotischen Wohlfahrtsstaaten Europas und den nicht mehr zeitgem√§√üen Branchen sollen noch mehr Schulden und Wachstumspakete eine Wende bringen. Zugleich lassen sich die verfehlte Wirtschafts- und Geldpolitik nicht einfach beenden. Viele Staaten sind √ľberschuldet und die gro√üen Banken auch. Den europ√§ischen Banken mangelt es nicht an Liquidit√§t, sondern an Solvenz. Der aufgebl√§hte europ√§ische Bankensektor h√§lt in seinen Bilanzen zwei Drittel Kredite f√ľr Staatsf√ľhrungen. Insofern verwundert es nicht, dass die Unternehmenskredite von 2004 rund 3 Billionen Euro nach Ihrem H√∂hepunkt 2009 mit fast 5 Billionen Euro inzwischen auf gut 4 Billionen Euro gesunken sind. Zugleich werden die Null- und Strafzinsen Kapital aus Europa vertreiben. Das Interventionismusgeflecht beginnt an immer mehr Stellen zu rei√üen. Im Grunde platzen hier die √∂konomisch verfehlten Tr√§ume einer beh√∂rdlich optimierbaren europ√§ischen Volkswirtschaft. Das Verst√§ndnis f√ľr die Kernfrage allen Wirtschaftens ‚Äď das Koordinationsproblem ‚Äď ist verloren gegangen und damit auch die Erkenntnis, dass Geld(theorie) und Marktprozess zusammenh√§ngen.

2. finanzmarktwelt.de: Sie und Herr Polleit gelten als Vertreter der √Ėsterreichischen Schule, die das Geld-Monopol der Zentralbanken fundamental kritisiert und die Schaffung eines freien Wettbewerbs von W√§hrungen fordert. Sind die Zentralbanken f√ľr die aktuellen Fehlentwicklungen – etwa die Umverteilung von Eigentum, soda√ü Reiche immer reicher werden – verantwortlich?

Michael von Prollius: Die Zentralbanken sind mitverantwortlich f√ľr die Finanzkrise und die ‚ÄěGro√üe Stagnation‚Äú seit 2007/08. Ohne EZB h√§tte es zudem weder die Euro-Krise noch die Staatsschuldenkrise gegeben. Zugleich sind Zentralbanken f√ľr die demokratischen Wohlfahrtsstaaten und die Privilegien der Finanzindustrie unerl√§sslich. Interessanterweise gibt es eine Art Schulterschluss zwischen √Ėsterreichern den heute als Links bezeichneten Gruppen. Der Unterschied besteht darin, dass die √Ėsterreicher auf die Ursachen und die sogenannten Linken lediglich auf die Symptome schauen. Das verwundert nicht, sind doch klassische Liberale stets die Anw√§lte der einfachen Menschen, schauen Sie nur auf die Manchesterkapitalisten der Freihandelsbewegung. Vom staatlichen Geldsystem mit Zentralbanken und den Gesch√§ftsbanken als Transmissionsriemen ‚Äď einer Art Public-Private-Partnership ‚Äď profitieren Big Government und Big Business. Die Regierungen erhalten unbegrenzten Kredit, insbesondere die Finanzindustrie erh√§lt das billige Geld zuerst und kann wirtschaften, w√§hrend der einfache B√ľrger erst Gehaltssteigerungen erf√§hrt, wenn die Preise bereits gestiegen sind (Cantillon-Effekt). Mit einer marktwirtschaftlichen Geldordnung w√§ren die Exzesse einschlie√ülich strukturierter Finanzprodukte und den durch die aktuelle EZB-Politik in riskante Anlagen gedr√§ngten normalen Investor nicht m√∂glich.

3. finanzmarktwelt.de: Sie sprechen von „gutem Geld“ und „schlechtem Geld“ – wobei Sie das derzeitige Geldsystem als „schlecht“ bezeichnen, weil es zwangsl√§ufig zu Blasen f√ľhrt, die dann ebenso zwangsl√§ufig platzen m√ľssen. Warum ist das aus Ihrer Sicht so?

Michael von Prollius: Eine Inflationsbeh√∂rde, wie es eine Zentralbank mit dem Ziel einer kontinuierlichen Ausweitung der Geldmenge von 2 Prozent pro Jahr ist, sorgt binnen 35 Jahren f√ľr eine Halbierung der Kaufkraft des Geldes und kann niemals die der Nachfrage nach Geld entsprechenden Geldmenge bereitstellen. Den Experten mangelt es an Wissen, das nur M√§rkte haben. Das regelm√§√üig √ľbersch√ľssige Geld, dem keine realen G√ľter gegen√ľberstehen, sucht nach Anlagem√∂glichkeiten. √úbersch√ľssig ist es auch durch die unaufhaltsame Politisierung der Zentralbanken wie sich aktuell anschaulich beobachten l√§sst. Die Politisierung l√§sst sich besonders anschaulich bei der verfassungsm√§√üig mit bemerkenswerter Unabh√§ngigkeit ausgestatteten Reichsbank nach der Hyperinflation betrachten. Hinzu kommt heute der Wachstumsfetischismus ‚Äď das Propagieren des ewigen Booms. Die Folge ist Inflation, also eine Aufbl√§hung der Geldmenge mit Teuerung in einzelnen Sektoren der Wirtschaft, etwa Aktien, Rohstoffen, Immobilien und risikoreichen Finanzanlagen. Dort flie√üt Geld hinein und treibt die Preise.

Hinzu kommt die Manipulation des Zinses, die wir in unserem Buch behandeln. Wenn der auf Null heruntermanipuliert wird, statt die Realit√§t abzubilden, fehlt der zentrale Koordinationsanzeiger f√ľr die Vermittlung von Kapital und Investitionen.

Was in Vergessenheit ger√§t: Eine Rezession bereinigt das Missverh√§ltnis von Angebot und Nachfrage. Und wie bei jedweder Symptombek√§mpfung gilt: Sie k√∂nnen einige Menschen eine ganze Zeit lang in die Irre f√ľhren, aber nicht alle Menschen auf Dauer.

4. finanzmarktwelt.de: Offiziell bek√§mpft die EZB derzeit deflation√§re Tendenzen, indem sie die Geldpolitik noch ultralaxer macht. Glauben Sie der Begr√ľndung der EZB – oder haben wir eigentlich schon l√§ngst eine verdeckte Inflation?

Michael von Prollius: Die Deflationsfurcht ist real. Als ich mit einem Notenbankgouverneur diskutiert habe, war das deutlich zu sp√ľren. Kein Wunder: Inflation macht unseri√∂se Wirtschafts- und Verschuldungspolitik tragf√§hig, gibt Spielraum f√ľr Sonderkredite und Konjunkturprogramme, verteilt noch mehr Geld von Sparern und seri√∂s wirtschaftenden Haushalten und Familien an Wahlstimmenf√§nger, Sozialingenieure und Karrieristen. Deflation hingegen entmachtet Politik. Deflation bedroht das herrschende Establishment und das verfehlte Geldsystem. Deflation bedeutet indes f√ľr die normalen Menschen, dass sich Produktivit√§tsfortschritte √ľber sinkende Preise zum Nutzen aller abbilden.
Heute ist die verdeckte Inflation an verschiedenen Märkten sichtbar: Aktien, Rohstoffe, Immobilien, Kunst, denken Sie an Fußballspieler. Die problematische Berechnung der Warenkörbe, die ein Preisniveau als statistisches Konstrukt abbilden, das in der Realität nicht existiert, ist ja hinlänglich bekannt.

5. finanzmarktwelt.de: Japan betreibt derzeit die extremste Form einer ultralaxen Geldpolitik – mit der Folge, dass der Yen immer schw√§cher wird und die Reall√∂hne deutlich langsamer steigen als die Verbraucherpreise. Faktisch werden die meisten Menschen in Nippon also √§rmer. Werden wir in Europa die Erfahrung Japans wiederholen m√ľssen, weil die EZB den Weg der Bank of Japan einschl√§gt?

Michael von Prollius: Die keynesianische Anti-Krisenpolitik mit Stimulanz-Paketen und Niedrigstzinsen (Nullzinsen) hat einer der ges√ľndesten Volkswirtschaften der OECD eine Verschuldung von √ľber 250% des BIP beschert (Griechenland rund 180%) und zwei verlorene Dekaden. Die Japaner haben versucht einen Alkoholiker mit Heroin zu heilen, urteilte ein fachkundiger Beobachter. Und nun seien sie abh√§ngig davon. Allein zwischen 1992 und 1995 wurden 6 Wachstumspakete in H√∂he von 65,5 Billionen Yen aufgelegt ‚Äď in den 1990ern insgesamt 10 mit √ľber 100 Billionen Yen. Das Sparverm√∂gen der Japaner steht zur staatlichen Disposition. In Europa werden immer mehr Stimmen laut, die die Sparer enteignen wollen. Eine erste Sparersteuer gibt es bekanntlich in Spanien bereits. Und die kalte Enteignung ist l√§ngst angelaufen, nicht nur durch konfiskatorische Erbschaftssteuern und √ľberbordende Abgaben in Deutschland, sondern durch die verfehlte Geld- und Zinspolitik.

2001 schwenkte die Bank of Japan √ľbrigens zu einer Politik des Quantitative Easing um und verfolgte eine Geldmengenwachstumsstrategie anstelle nomineller Zinss√§tze. Ergebnis: 2009 war das BIP nicht h√∂her als 17 Jahre zuvor (1992) ‚Äď trotz kontinuierlicher Bailouts und Konjunkturpakete. Es ist immer dasselbe: Dinge zu produzieren, die niemand braucht und Fehlinvestitionen zu f√∂rdern, kann einer Volkswirtschaft nicht aus der Misere helfen.
Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich. In Europa fällt die EZB-Bilanz eindeutig aus: steigende Verschuldung (von knapp 70% des BIP auf bis zu 110% oder fast 10 Billionen Euro 2015) und schwächste Wachstumsdekade.
Thorsten Polleit und ich warnen vor den desastr√∂sen Folgen der √ľberdies ungerechten Geld- und Finanzpolitik. Andere namhafte √Ėsterreicher tun das nat√ľrlich auch. In ‚ÄěGeldreform‚Äú sind die Zusammenh√§nge und Hintergr√ľnde, wie wir finden, anschaulich erl√§utert.

6. finanzmarktwelt.de: Sehen Sie die M√∂glichkeit, dass sich das derzeitige Geld-System (mitsamt den von ihm profitierenden Finanzkapitalismus) reformiert? Oder bedarf es f√ľr einen Neustart erst eines Zusammenbruchs des Systems aufgrund ausufernder Schulden – n√§mlich wenn die Gl√§ubiger merken, dass sie ihr Geld nicht mehr wiedersehen und zu einem massiven Schuldenschnitt gezwungen werden?

Michael von Prollius: Letztlich geht es darum, das Monopol dem Wettbewerb zu öffnen.

Ob ein Zusammenbruch einen Neustart f√ľr gutes Geld erm√∂glicht, da bin ich skeptisch. Klassische Liberale pl√§dieren f√ľr evolution√§re Ver√§nderungen, Revolutionen zeigen zumeist, dass Entwicklungen au√üer Rand und Band geraten sind. Regelm√§√üig setzen sich die M√§chtigen, Gewaltbereiten mit etablierten politischen Netzwerken durch. Wir brauchen eine Freigeldbewegung im Sinne einer Freihandelsbewegung. Dazu liefert Geldreform einen Beitrag. Eine stille Revolution ist in den K√∂pfen schon auf dem Weg. Besseres Geld ist jederzeit m√∂glich, nur leider noch verboten. Aber auch dieser Eiserne Vorhang wird fallen.

7 Kommentare

7 Comments

  1. Argonautiker

    10. Oktober 2014 15:12 at 15:12

    Da bin ich anderer Ansicht, die Krise hätte es auch ohne EZB gegeben, allerdings wäre sie unkontrolliert verlaufen, indem einige Banken wirklich Pleite gegangen wären und wahrscheinlich Chaos daraus entstanden wäre.

    Die EZB gepaart mit dem ESM erm√∂glicht es den Finanzsystem Betreibenden die Schulden aufs Volk zu √ľbertragen, und w√§hrend sie das tun, sich √ľber die Hintert√ľr aus dem Geld System herauszuziehen, und in Sachwerte zu gehen, um dann, wenn man das System kontrolliert zusammenbrechen lassen wird, mit den Realwerten in einer guten Position zu sein.

    Die EZB mit ihrem Oberinstitut der BIZ dient lediglich als Dirigent der Krise und ist sicherlich nicht Ursache. Sobald die Realk√§ufe, Fusionen, feindlichen √úbernahmen, etc., get√§tigt sind, wird Draghi den Taktstock heben, die Zinsen werden steigen und das System wird in den schw√§chsten Staaten anfangen zu kollabieren. Wenn es diesmal nicht sogar von innen heraus kollabiert, denn Deutschland hat sich mittels des ESM eine Last aufgeb√ľrdet, die es unm√∂glich tragen kann.

    Neues Spiel, neues Gl√ľck, und die Schlo√üallee ist durch diese heimliche Vorbereitung, mal wieder schon vergeben. Noch ein kleiner Weltkrieg dazu, da√ü beschleunigt die Konjunktur des Neubeginns, und verwischt so herrlich alle Spuren.

    EZB/ESM ist also nichts als Zeitgewinn f√ľr einen kontrollierten Neuanfang, bei dem alles Unkontrollierbare auf das Volk abgew√§lzt wird, indem man es in den Krieg schickt. Privatisiere das Gl√ľck und sozialisiere das Leid. Das nennt man heute herrschen.

    Nat√ľrlich sind Freigeld etc., gute Gedanken, letztendlich aber nur eine sch√∂n erz√§hlte Geschichte, um guten Willen vorzugauckeln. Die wirklichen Entscheidungstr√§ger tun keinen einzigen Schritt in diese Richtung. Das wirkt so √§hnlich wie in dem Film „Das Leben ist sch√∂n“. Vorgaukelei …und wenn wir sch√∂n brav sind und mitmachen, und dann vielleicht gewinnen, bekommen wir einen Panzer, und mit dem fahren wir dann wieder Heim, und man wird uns empfangen, wie…

    Gruß aus Bremen

  2. pedrobergerac

    11. Oktober 2014 00:39 at 00:39

    Dem kann ich nur zustimmen.
    Aber ich glaube, die Krise wird viel tiefer durchsacken, als die Bestimmer das haben wollen. Was nicht heißen soll, dass sie sich nicht darauf vorbereitet haben.
    http://www.krisen-info-netzwerk.com/downloads/Was_erwartet_uns-Eine_Reise_durch_die_Zeit.pdf
    Ich denke, wir stehen vor einer wirklichen Zeitenwende. So wie damals, als die Erbauer G√∂bekli Tepe zugesch√ľttet und vergraben haben.

    • Argonautiker

      11. Oktober 2014 09:38 at 09:38

      Da mag ich dann wiederum Zustimmen. Habe ihrem Linkverweis zwar noch nicht folgen k√∂nnen, aber da√ü es diesmal voraussichtlich tiefgreifender wird, als es die Bestimmer annehmen, glaube ich auch. Zumal die Krisen die sie bisher angezettelt hatten, ja so geartet waren, da√ü es in Teilen der Welt ruhig blieb, und in die sie sich dann zur√ľckziehen konnten. Das wird diesmal glaube ich nicht der Fall sein.

      Zeitenwende ist gut ausgedr√ľckt. Es wird einfach nicht mehr funktionieren was sie sich gedacht haben, weil es die Zeit nicht mehr hergibt. Und das merkt man √ľberall. Selbst sie merken das glaube ich schon, sie haben nur nix anderes gelernt, und deshalb machen sie einfach das weiter was sie k√∂nnen.

      • pedrobergerac

        11. Oktober 2014 13:38 at 13:38

        Was ich an Begrifflichkeiten bei der österreichischen Schule nicht verstanden habe, ist Folgendes:

        Die beiden Autoren gelten als f√ľhrende Vertreter der ‚Äú√Ėsterreichischen Schule‚ÄĚ, die das Geldmonopol durch Staaten und ihre Notenbanken grunds√§tzlich in Frage stellt.

        Dies entspricht ja nicht wirklich der Realität.

        Die Notenbanken bringen die Banknoten ja nur in Umlauf. wieviele davon ausgegeben werden, also die Geldsch√∂pfung selbst, erfolgt durch die Zentralbanken, die ja Alle im Besitz der FED sind, salopp ausgedr√ľckt.
        Das hei√üt, dass der Staat ja √ľberhaupt kein echtes monet√§res Monopol hat.
        Das ist ja genau der Teil des großen Betruges, den die Menschen nicht durchschauen.

        H√§tte n√§mlich der Staat ein echtes Geldsch√∂pfungsmonopol, br√§uchte er sich doch √ľberhaupt kein Geld zu leihen, sonern k√∂nnte alles Geld dass er braucht, selber machen. Er m√ľsste keine Kredite aufnehmen, m√ľsste keine Zinsen zahlen und wir keine Steuern. Es g√§be einfach keine Schulden.

        Unsere ganze Welt w√ľrde sich ver√§ndern, wenn dies so w√§re.
        Warum spricht man also immer vom
        „Geldmonopol des Staates“?
        Tatsache ist, der Staat akzeptiert das Geldsch√∂pfungsmonopol des privaten Zentralbankensystems. Der einfache Grund daf√ľr ist. Das Bankenkartell w√ľrde die Politiker einfach umbringen lassen, wenn sie dies √§ndern m√∂chten.

        Dar√ľber m√ľsste man einfach mal reden um den Menschen aufzuzeigen, dass ALLES, aber auch wirklich ALLES, was uns so als „Wirtschaftswissenschaft verkauft wird NICHTS ANDERES ist, als ein gigantisches Betrugssystem.
        Und dass es so Etwas wie Demokratie mit diesem Geldsystem NIE gegeben hat und NIE geben wird.

        • Argonautiker

          11. Oktober 2014 21:07 at 21:07

          Das ist mir wiederum ganz neu. Sie meinen die FED ist nicht nur f√ľr die Dollar Generierung zust√§ndig, sondern auch f√ľr die Generierung aller Anderen W√§hrungen der Welt? Das bedarf der Erkl√§rung.

  3. pedrobergerac

    11. Oktober 2014 23:35 at 23:35

    Jetzt bin ich aber völlig baff. Haben Sie das echt nicht gewußt?
    Bevor ich hier ein paar links poste, möcht ich noch kurz was erwähnen.
    Vor 1990 waren alle Notenbanken dieser Welt im FED Zentralbankensystem zusammengeschlossen.
    Ausser (und jetzt kommts):
    Kuba, Nordkorea, Irak, Iran, Libyen, Afghanistan und Syrien.
    Erinnert stark an die Achse des Bösen oder?
    wie das ZentralbankenDollarsystem funktioniert, sei hier mal kurz erkl√§rt, anhand der rissischen Zentralbank, welche 1985 von Gorbatschow an die FED „verkauft“ wurde.
    http://widerrede.blog.de/2014/08/08/russische-zentralbank-gehoert-fed-19079447/
    Das erste was Putin auf der Krim gemacht hat, war die Gr√ľndung einer Zentralbank, welche nicht der FED unterworfen ist.
    Und was die FED in Wirklichkeit ist, können Sie hier nachlesen.
    http://wirsindeins.org/2013/06/22/das-kartell-der-federal-reserve-die-acht-familien-2/
    Und iwe dieses System funktioniert, erfahren Sie hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=nFsooyoLnvA
    Und:
    nicht verzweifeln, bald ist Alles vorbei. Und Alles wird gut.

    • Argonautiker

      12. Oktober 2014 14:15 at 14:15

      Na dann vielen Dank, man lernt eben nie aus. Diese neue Erkentnis macht es nicht leichter, im Gegenteil.

      Mit Putin ist das so eine Sache, er sieht zwar wie Einer aus, der sich gegen dieses System stellt, aber er ist eigentlich kein wirklicher Erneuerer, sondern nur ein Konkurrent, der sich des gleichen Prinzips bedient. Denn die BRICS, Gazprom, etc., sind das Gleiche in Gr√ľn. Es basiert auf Konkurrenz und der Macht des St√§rkeren, und nicht auf ein Miteinander, der N√§chstenliebe, und der Gerechtigkeit.

      Das es bald vorbei ist, glaube ich auch. Allerdings m√ľssen wir durch die 3. Wehe eben noch durch.

      Schönen Gruß

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Europa

Eurozonen-Verbraucherpreise: Lebensmittel- und Energiepreise treiben!

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Die Eurozonen-Verbraucherpreise im Juni wurden soeben in ihrer endg√ľltigen Fassung ver√∂ffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr steigen sie wie schon vorab vermeldet um 2,0% nach 1,9% im Mai. Die Kernrate (ohne Nahrungsmittel und Energie) liegt bei 0,9% nach 1,1% im Mai.

Energiepreise steigen nach +6,1% im Mai jetzt um 8% im Jahresvergleich. Die Lebensmittelpreise steigen nach 2,6% auch im Juni um 2,6%. Hier weitere Details von Eurostat:

Die niedrigsten j√§hrlichen Raten wurden in Irland (0,7%), Griechenland (1,0%) und D√§nemark (1,1%) gemessen. Die h√∂chsten j√§hrlichen Raten wurden in Rum√§nien (4,7%), Estland (3,9%) und Ungarn (3,2%) verzeichnet. Gegen√ľber Mai 2018 ging die j√§hrliche Inflationsrate in drei Mitgliedstaaten zur√ľck, blieb in zwei unver√§ndert und stieg in zweiundzwanzig an. Im Juni 2018 kam der h√∂chste Beitrag zur j√§hrlichen Inflation im Euroraum von Energie (+0,76 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Dienstleistungen (+0,57 Pp.), Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,53 Pp.) sowie Industrieg√ľtern ohne Energie (+0,10 Pp.).

Verbraucherpreise Eurozone

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Europa

EU-Handels√ľberschuss mit USA w√§chst deutlich – f√ľr China geht alles wieder drauf

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Die EU hat vor allem wegen seinem gro√üen Mitglied Gro√übritannien einen quasi ausgeglichenen Au√üenhandel. Denn die Briten importieren deutlich mehr als sie exportieren. Wenn die Briten demn√§chst aus der EU ausscheiden, wird der Handels√ľberschuss der Gesamt-EU fast genau so gro√ü sein wie bei der Eurozone, was Donald Trump nur noch mehr erz√ľrnen d√ľrfe.

Aktuelle Daten f√ľr Mai zeigen f√ľr die EU Ausfuhren √ľber 160,9 Milliarden Euro und Einfuhren √ľber 160,7 Milliarden Euro. F√ľr die Eurozone sind es Exporte √ľber 189,6 vs 173,1 bei den Importen. Der √úberschuss liegt bei 16,5 Milliarden Euro, w√§hrend er in der Gesamt-EU nur bei 0,2 Milliarden Euro liegt.

Im Vergleich von Januar-Mai 2018 zu Januar-Mai 2017 ist der Handels√ľberschuss der Gesamt-EU-mit den USA von 48,1 auf 54,8 Milliarden Euro deutlich gestiegen. Das d√ľrfte Donald Trump wenig freuen. Gleichzeitig konnte die EU ihr gigantisches Defizit gegen√ľber China von 70 auf 69 Milliarden Euro minimal verringern. Wie man sieht: Europa erzielt zum allergr√∂√üten Teil seinen √úberschuss mit den USA.

Diesen √úberschuss verwenden wir (Konsumenten, Unternehmen etc) um billige Waren aus China zu kaufen. Auch geht viel Geld drauf f√ľr √Ėl und Gas aus Norwegen und Russland, daher die gro√üen Defizit gegen√ľber diesen L√§ndern. Im folgenden Chart sieht man seit 2008, wie die Exporte der Eurozone (dunkle Linie) seit dem Jahr 2012 strukturell h√∂her liegen als die Importe (hellblaue Linie). Nach dem Brexit wird sich die Gesamt-EU-Kurve diesem Chart fast 1:1 anpassen. Hier weitere Details zum Au√üenhandel der Eurozone von Eurostat:

Im Zeitraum Januar-Mai 2018 beliefen sich die Warenausfuhren des Euroraums in die restliche Welt auf¬†927,6 Mrd. Euro (ein Anstieg von 2,8% gegen√ľber Januar-Mai 2017) und die Einfuhren auf 847,6 Mrd. (ebenfalls ein Anstieg von 2,8% gegen√ľber Januar-Mai 2017). Infolgedessen verzeichnete der Euroraum einen √úberschuss von 80,0 Mrd. Euro, gegen√ľber +78,0 Mrd. im Zeitraum Januar-Mai 2017. Der Intra-Euroraum-Handel belief sich im Zeitraum Januar-Mai 2018 auf 808,0 Mrd. Euro, ein Anstieg von 4,8% gegen√ľber Januar-Mai 2017.

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Gro√ühandelspreise zeigen: In K√ľrze kr√§ftiger Sprung der Inflation?

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Viele andere Indikatoren zeigen es bereits. Heute kommen noch die wichtigen Gro√ühandelspreise hinzu. Sie zeigen, dass in K√ľrze wom√∂glich die Verbraucherpreise (Inflation) einen kr√§ftigen Sprung erleben k√∂nnten nach zuletzt +2,1% im Juni. Die Gro√ühandelspreise wurden heute fr√ľh f√ľr den Monat Juni ver√∂ffentlicht mit +3,4% im Vergleich zum Juni 2017. Das ist eine erneut sp√ľrbare Steigerung nach +2,9% im Mai und +1,4% im April.

Es ist nur folgerichtig. Steigen die Gro√ühandelspreise kr√§ftig an, m√ľssen Metro und Co diese Steigerungen zumindest zu gro√üen Teilen an die Einzelh√§ndler weitergeben, welche sie an ihre Endkunden in den Gesch√§ften weitergeben. Also k√∂nnte die Inflation im Juli noch h√∂her als 2,1% ausfallen. Das d√ľrfte Mario Draghi und seinen Freunden nicht gefallen. Denn schlie√ülich braucht man doch m√∂glichst lange eine schwache Inflation. Denn man m√∂chte doch (b√∂se Verschw√∂rungstheorie) m√∂glichst lange L√§nder wie Italien mit Gratis-Schulden versorgen!?

Bei rasch anziehender Inflation wird der Druck immer größer ab Sommer 2019 die Zinswende in Euroland einzuläuten. Wie auch bei anderen Indikatoren werden die Großhandelspreise vor allem durch die gestiegenen Energiepreise angeheizt Рsie steigen im Juni im Jahresvergleich um 14,5%. Allein von Mai 2018 auf Juni 2018 war es ein Sprung von +2,1%. Hier weitere Details vom Statistischen Bundesamt:

Im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich gestiegen sind die Preise im Gro√ühandel mit Altmaterial und Reststoffen (+ 8,7 %), Erzen, Metallen und Metallhalbzeug (+ 8,2 %) und mit chemischen Erzeugnissen (+ 7,2 %). √úberdurchschnittliche Preissteigerungen gegen√ľber dem Vorjahr gab es auch im Gro√ühandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln sowie mit Obst, Gem√ľse und Kartoffeln (jeweils + 5,4 %). Dagegen waren die Preise f√ľr lebende Tiere (‚Äď 15,7 %) sowie f√ľr Kaffee, Tee, Kakao und Gew√ľrze (‚Äď 8,6 %) auf Gro√ühandelsebene niedriger als im Juni 2017. Auch im Gro√ühandel mit Datenverarbeitungsger√§ten und peripheren Ger√§ten waren die Preise niedriger als ein Jahr zuvor (‚Äď 2,4 %).

Großhandelspreise Inflation

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