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OnlineCasino.de: Falsches Spiel mit dem Glückspiel – Kundenanspruch auf Gelderstattung

Während die Obrigkeit im Finanzbereich genau hinschaut, drückt man beim Glückspiel beide Augen zu – weil es Geld bringt!

Stefan Kasper-Behrs

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am

Der Deutsche Onlinecasino-Betreiber „onlinecasino AG“ (onlinecasino.de ) mit Sitz in Bautzen hat es nach unserer Meinung faustdick hinter den Ohren! Zur Zeit bewirbt das Unternehmen sein Produkt im deutschen TV und Printmedien, wie BILD, Bild.de, Sport1, Pro7, Sat1 usw….

Durch einen Leser der Finanzmarktwelt.de wurden wir auf die Machenschaften der Firma „onlinecasino AG“ hingewiesen. Der Leser schilderte mir, dass er sein eingezahltes Restgeld erst wieder bekommen soll, wenn er einen bestimmten Wettumsatz leistet. Er habe keinen Bonus dieser Firma in Anspruch genommen, und trotzdem verweigert dieses Glücksspielhaus die Auszahlung. Grund genug für Finanzmarktwelt.de der Sache auf den Grund zu gehen.

Werbespot der Firma onlineCasino AG

Am 17.09.2018 schaute ich mir also die Werbung der Firma onlinecasino.de im TV an. Hier die Werbung als Text:

„Wer willst du heute sein, ein Glücksritter? Finde es heraus bei der spannendsten casinospiele-Auswahl Deutschlands! Mit offizieller Glücksspiel-Lizenz und staatlich gesicherter Gewinnauszahlung. Geh jetzt auf onlinecasino.de, und ich verdreifache deinen Ersteinsatz. Jetzt wird’s spannend, onlinecasino.de.“

In der Werbung ist ein Risikohinweis am unteren Bildrand vorhanden, in sehr kleiner Schrift. Dort ist zu lesen:

Mit offizieller Genehmigung des Ministeriums für Inneres und Bundesangelegenheiten / Glücksspielwesen des Landes schleswig-Holstein. Spielen kann süchtig machen, Teilnahme ab 18, und nur im Geltungsbereiches des Glücksspielgesetzes von Schleswig-Holstein. Infos und Hilfe unter www,gzga.de

Wow! Na dann kann ja nix mehr schief gehen! Endlich ein seriöses Unternehmen, bei dem es mit rechten Dingen zu geht, weil es ja von der deutschen Glücksspielaufsicht kontrolliert wird! Ich gehe also gleich mit einem Bekannnten zusammen an meinen Computer auf die Seite onlinecasino.de, und er eröffnet ein Konto. Alles funktioniert reibungslos. Mit meiner PC-Maus geht er auf den REGISTRIEREN-Button, wo sich ein Fenster herunter scrollt, um noch einmal die Sicherheit vor Augen zu halten, mit folgendem Text:

Staatlich gesicherte Gewinnauszahlungen

Guthabenverwaltung auf Spielerschutzkonto

Onlinecasino mit offizieller deutscher Glücksspiellizenz ( davor nur das Wappen von Schleswig -holstein)

Jetzt klickt er, um auf die nächste Seite zu gelangen. Wow! Sind das die Partner von onlinecasino.de ? Über „Jetzt Konto eröffnen“ stehen einige Firmen-Logos:

BILD, Sat1, Pro7,Kabel1 auf der linkem oberen Seite und auf der rechten Pro7 MAXX,Sport 1 und Bild.de
Verdienen diese evtl. auch an den Umsätzen des Unternehmens ?

OnlineCasino.de

Auf der Registrierungsseite finde man keine Infos zu den Bonusregeln… denn ein Bonus wurde ja in der Werbung versprochen…

Also gibt mein Bekannter seine Daten ein. Hier steht nicht, dass er als Hamburger gar kein Konto eröffnen kann. Ich wusste nicht, dass die Bild , Sat1 und die anderen Sender nur in Schleswig -Holstein gesehen und gelesen werden…. egal, er füllt alles aus und drückt am Ende auf den großen grünen Button „REGISTRIEREN“! Gleich nach der Anmeldung bekommt er diese Mail:

Das ist schon sehr interessant. Da wird ihm ein Partnerunternehmen vorgeschlagen, weil er nicht in S-H seinen Wohnsitz hat – und diese Partnerfirma schreibt ihm auch gleich die Email mit dem Vorschlag, der eigentlich von dem Onlinecasino.de kommen müsste.

Der Grund ist ganz offensichtlich, weil man so alle Interessenten die man durch die überregionale Werbung in den anderen Bundesländern erreicht, über die Firma in Malta eintüten will, denn Onlinecasino.de darf ja nur in und aus Schleswig-Holstein Kunden werben..

Aus meiner Sicht ein Verstoß der DSGVO(Datenschutzverordnung). Hier ein Auszug:
Für die im Gesetz unter Art. 83 Abs. 5 DSGVO aufgelisteten, besonders gravierenden Verstöße beträgt der Bußgeldrahmen bis zu 20 Millionen Euro oder im Fall eines Unternehmens bis zu 4% des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes im vorangegangenen Geschäftsjahr, je nachdem, welcher Wert der höhere ist.
Quelle: https://dsgvo-gesetz.de/themen/bussgelder-strafen/

Er klickt nun den Link an, der ihm vorgeschlagen wird. Und prompt bekommt er vom gleichen Absender die nächste Mail:

Dann kann es ja losgehen. Jetzt geht er wieder auf die deutsche Webseite onlinecasino.de und gibt seinen Benutzernamen und sein Passwort ein. Es funktioniert! Er kann sich problemlos auf der deutschen Webseite mit der Schleswig-Holstein-Lizenz als Hamburger einloggen: “Sie haben sich erfolgreich angemeldet und werden zu Onlinecasino Europa weitergeleitet‘.‘
Und schon kann er sein Geld per Kreditkarte einzahlen. WOW. 50.- € und er bekommt einen Bonus von 100.- €!! Läuft!

JETZT KANN ES LOSGEHEN bei OnineCasino.de

Er spielt Roulette und gewinnt! Er hat, nach zwei Minuten,190 € auf dem Konto! Mein Bekannter kann sein Glück nicht fassen! Ich sage zu ihm, dass er sich besser seinen Einsatz auszahlen lässt, bevor alles verloren geht.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Rbird

    22. Oktober 2018 14:48 at 14:48

    Vielen Dank für die viele Arbeit damit man mal etwas hinter die Kulissen sehen kann, was da wie in etwa gedreht wird am Casino Rad etc…
    Da ich aber schon am richtigen Roulette kein grosses kribbeln verspürte, war die Gier online mein Geld zu verzocken, auch nie riesig….
    Geht etw in die Richtung wie Binäre Optionen :-)

    Hoffe aber das Ihr Beitrag irgendwo von den Medien aufgeschnappt wird und auch mal über deren TV Kanäle Gehör findet wo deren Werbung auch platziert wird.

    Immer lesenswert was wie alles gemacht wird, damit der Spießruten-lauf zwischen den zuständigen Behörden heiss läuft , bis beide dann erschöpft aufgeben und die Kunden auf der Strecke bleiben…ist ja fast wie ein Hacker Angriff soviel traffic bei den zuständigen Ämter machen bis beide erschöpft den Stecker ziehen vor lauter Admin Aufwand …. die selbe Industrie ist ja auch noch immer im Cum-Ex oder Cum-Cum .. Business tätig

    Aber falsch Parken kann bis zum Knast verfolgt werden von den Ämtern …spassige Welt :-)

  2. Avatar

    Rusty

    22. Oktober 2018 15:26 at 15:26

    Ein erstklassiger Artikel! Hervorragende Arbeit!

    Ich selbst spiele nicht, habe ebenso die Werbung mal hier und dort gesehen. Die Werbung hat noch ebenso verwundert und für Gespräche gesorgt.

    Ich finde es vom Staat anmaßend sich so dermaßen über die demokratische Umfrage bezüglich der neusten CFD Regeln hinwegzusetzen und Casinos und Co freien Abzocker Lauf zu gewähren!

    Ebenso fällt mir im Moment die neue Werbung mit Fußballern wie Schweinsteiger bezüglich Sportwetten auf. Dort wird ähnlich beworben mit Fairness und Sicherheit.

    Ja an der Börse muss man sich sein Geld verdienen und der Staat kann dann nicht riegegross absahnen.

    Soviel zu Ehrlichkeit! Sollen doch die Mitglieder der ESMA dorthin gehen. An der Börse haben die ja Ihre Rente schon verzockt. Aber spielen kann man eben nur im Casino!

    Cheers

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Neofiskalismus – die Zeit für größere Regierungsaktivitäten ist gekommen

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Eine neue Ära vermehrter Regierungsaktivitäten hat begonnen und wird sich wahrscheinlich noch über Jahrzehnte fortsetzen, so die Analyse des Global Macro Research Teams von Insight Investment. Das Insight’s Global Macro Research Team hat für dieses Phänomen einen neuen Begriff eingeführt: „Neofiskalismus“. Damit soll eine sich abzeichnende Ära beschrieben werden, in der Regierungen durch ihre Finanzpolitik eine noch direktere und offensivere Rolle in der Wirtschaftspolitik und -steuerung ausüben. Dies steht in starkem Kontrast zu dem gegenwärtigen Modell, unter dem Zentralbanken weitestgehend in der Lage waren, geldpolitische Entscheidungen ohne politische Intervention zu treffen.

Das neoliberale Paradigma reduzierter Regierungsinterventionen in der Wirtschaft ist in Gefahr. Längerfristige Trends gingen bereits in diese Richtung, aber die Notfallpolitik, die zur Bewältigung der COVID-19-Krise angewandt wurde, hat einen möglichen Wendepunkt geschaffen. Das Global Macro Research Team hat fünf Folgen für die Märkte identifiziert:

1)
Die Anleihenmärkte könnten für einen langen Zeitraum ähnlich wie in Japan werden. Eine im historischen Vergleich relativ geringe Volatilität könnte dazu führen, dass die Suche nach Renditen die Spreads verringert und die Zinskurven abflacht.

2)
Ein Anstieg der Inflation könnte Anleiherenditen kurzfristig nach oben treiben, wenn sie eine Abschwächung der quantitativen Lockerung bewirkt. Solche Gelegenheiten dürften attraktive Einstiegspunkte sein, solange längerfristig erwartet wird, dass die Inflation nach den Finanzierungsengpässen in der Wirtschaft wieder auf den Zielwert zurückkehrt.

3)
Für Staaten ohne vollständige Kontrolle über die Währung, in der sie ihre Emissionen tätigen, sollte die Wirksamkeit der Regierung von entscheidender Bedeutung sein. Effektiv handelnde Regierungen, die in der Lage sind, die Produktivität und das Trendwachstum zu steigern, könnten das Verhältnis Schulden/BIP rascher reduzieren.

4)
Das Identifizieren von Regierungen, die in der Lage sind, das Trendwachstum zu maximieren, dürfte für die Aktienmärkte wichtig werden, da dies zu einem wichtigen Ertragsmotor wird.

5)
Unternehmen mit staatlicher Unterstützung dürften in Perioden mit Finanzierungsengpässen einen Vorteil haben.

Experte erklärt neues Phänomen des Neofiskalismus
Gareth Colesmith, Head of Global Rates and Macro Research bei Insight Investment

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Glas halb voll oder halb leer? 21 statt 33 Prozent der Betriebe stark von Corona betroffen

Claudio Kummerfeld

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Zahl von Corona stark beeinträchtigter Betriebe sinkt

Der eine sagt das Glas ist halb voll, der andere sagt es ist halb leer. Ansichtssache! So wohl auch in diesem Fall. Denn ab wann kann man sagen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage so weit gebessert hat, dass die Coronakrise im großen Bild überstanden ist? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute aktuelle Umfrageergebnisse veröffentlicht. Regelmäßig befragt man 1.500 Betriebe.

Demnach berichteten für den Monat Mai 33 Prozent der Betriebe von starken negativen Corona-Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Heute meldet das IAB, dass noch 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen sprechen. Also ein Fünftel der Unternehmen ist immer noch ernsthaft von Corona beeinträchtigt, und das laut Bundesregierung vier Monate nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt der Krise. Der eine erachtet dies als großen Schritt in die richtige Richtung, der andere sieht darin ein Desaster, dass immer noch so viele Betriebe ernsthafte Probleme haben. Dazu hier einige Aussagen des IAB im Wortlaut:

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat“, erklärt IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Von den im Mai stark negativ durch die Corona-Krise betroffenen Betrieben sind 49 Prozent weiterhin stark betroffen. 25 Prozent der im Mai stark negativ betroffenen Betriebe geben aktuell geringe negative Auswirkungen an, 23 Prozent keine oder gleichermaßen positive wie negative Auswirkungen und 3 Prozent überwiegend positive Auswirkungen.

Am heftigsten wurde das Gastgewerbe von der Corona-Krise getroffen: Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind 45 Prozent stark negativ betroffen und 17 Prozent gering negativ betroffen.

Im Bereich Information und Kommunikation waren im Mai dagegen nur 3 Prozent der Betriebe stark negativ betroffen. Gering negativ betroffen waren 25 Prozent. Aktuell sind 5 Prozent stark negativ und 29 Prozent gering negativ betroffen.

Das Verarbeitende Gewerbe liegt dazwischen: Für den Mai berichteten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen. Aktuell sind 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert.

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Geldpolitik: US-Notenbank macht Nullzins langfristig fest – Werbung

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Lieber Börsianer,

gestern haben sich im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens die US-Notenbanker nochmals zur Geldpolitik eingelassen. Dabei verzichtete man erstmals auf jede Geheimniskrämerei und garantierte dem Kapitalmarkt, den gegenwärtigen Leitzins von Null langjährig beizubehalten. Die Fed wird dabei auch zumindest vorübergehend Inflationsraten oberhalb der bisher starren Inflationsgrenze von 2 % akzeptieren.

Das war nicht der ganz große Wurf der Fed. Am Aktienmarkt hatte man doch auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gehofft. So hofften die Börsianer, dass die Notenbanker nächstens ihre Anleihenkäufe nochmals ausweiten und künftig auch im Junk-Bereich (Anleihen mittlerer und schlechter Qualität) einkaufen werden. Diese Phantasie ist nach der gestrigen Notenbank-Sitzung erst einmal vom Tisch.

Trotzdem hatten die Währungshüter rund um Jerome Powell auch positive Nachrichten für uns. Mittlerweile wissen wir, die Pandemie hat sich nicht so zerstörerisch auf die US-Volkswirtschaft ausgewirkt wie zuvor befürchtet. So rechnen die Analysten der Fed nun damit, dass die Arbeitslosenrate in den USA Ende des Jahres zwischen 7 und 8 % liegen wird, aktuell übrigens 8,4 %. Zuvor war man noch von einer Rate in der Spanne zwischen 9 bis 10 % ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund sah der Offenmarktausschuss – das oberste Gremium der Fed – keine Notwendigkeit, kurzfristig weitere Mittel in den Markt zu pumpen. Folglich schwächelten die Aktienmärkte rund um den Globus zum Wochenausklang.

Eine Frage: Warum ist eigentlich die Geldpolitik der Fed, aber auch der EZB so immens wichtig für uns als Anleger? Warum reagieren die Märkte jedes Mal nahezu prompt auf die Einlassungen der Geldpolitiker?

Hierzu einige Hintergrund-Informationen: Die Geldpolitik bestimmt vereinfacht gesprochen, wieviel Geld die Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen, Verbraucher und auch Investoren in der Tasche haben. Und je lockerer oder expansiver eine Geldpolitik, desto mehr Kapital befindet sich im Wirtschaftskreislauf. Und viel Geld bedeutet letztlich immer steigende Aktienkurse.

Damit ist die Geldpolitik neben der fundamentalen Entwicklung in den Unternehmen der große und entscheidende Faktor für die Aktienmärkte. Ich behaupte, dass die Börsenhausse der vergangenen Jahre ganz wesentlich auf der lockeren…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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