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OnlineCasino.de: Falsches Spiel mit dem Glückspiel – Kundenanspruch auf Gelderstattung

Während die Obrigkeit im Finanzbereich genau hinschaut, drückt man beim Glückspiel beide Augen zu – weil es Geld bringt!

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Der Deutsche Onlinecasino-Betreiber “onlinecasino AG” (onlinecasino.de ) mit Sitz in Bautzen hat es nach unserer Meinung faustdick hinter den Ohren! Zur Zeit bewirbt das Unternehmen sein Produkt im deutschen TV und Printmedien, wie BILD, Bild.de, Sport1, Pro7, Sat1 usw….

Durch einen Leser der Finanzmarktwelt.de wurden wir auf die Machenschaften der Firma “onlinecasino AG” hingewiesen. Der Leser schilderte mir, dass er sein eingezahltes Restgeld erst wieder bekommen soll, wenn er einen bestimmten Wettumsatz leistet. Er habe keinen Bonus dieser Firma in Anspruch genommen, und trotzdem verweigert dieses Glücksspielhaus die Auszahlung. Grund genug für Finanzmarktwelt.de der Sache auf den Grund zu gehen.

Werbespot der Firma onlineCasino AG

Am 17.09.2018 schaute ich mir also die Werbung der Firma onlinecasino.de im TV an. Hier die Werbung als Text:

“Wer willst du heute sein, ein Glücksritter? Finde es heraus bei der spannendsten casinospiele-Auswahl Deutschlands! Mit offizieller Glücksspiel-Lizenz und staatlich gesicherter Gewinnauszahlung. Geh jetzt auf onlinecasino.de, und ich verdreifache deinen Ersteinsatz. Jetzt wird’s spannend, onlinecasino.de.”

In der Werbung ist ein Risikohinweis am unteren Bildrand vorhanden, in sehr kleiner Schrift. Dort ist zu lesen:

Mit offizieller Genehmigung des Ministeriums für Inneres und Bundesangelegenheiten / Glücksspielwesen des Landes schleswig-Holstein. Spielen kann süchtig machen, Teilnahme ab 18, und nur im Geltungsbereiches des Glücksspielgesetzes von Schleswig-Holstein. Infos und Hilfe unter www,gzga.de

Wow! Na dann kann ja nix mehr schief gehen! Endlich ein seriöses Unternehmen, bei dem es mit rechten Dingen zu geht, weil es ja von der deutschen Glücksspielaufsicht kontrolliert wird! Ich gehe also gleich mit einem Bekannnten zusammen an meinen Computer auf die Seite onlinecasino.de, und er eröffnet ein Konto. Alles funktioniert reibungslos. Mit meiner PC-Maus geht er auf den REGISTRIEREN-Button, wo sich ein Fenster herunter scrollt, um noch einmal die Sicherheit vor Augen zu halten, mit folgendem Text:

Staatlich gesicherte Gewinnauszahlungen

Guthabenverwaltung auf Spielerschutzkonto

Onlinecasino mit offizieller deutscher Glücksspiellizenz ( davor nur das Wappen von Schleswig -holstein)

Jetzt klickt er, um auf die nächste Seite zu gelangen. Wow! Sind das die Partner von onlinecasino.de ? Über “Jetzt Konto eröffnen” stehen einige Firmen-Logos:

BILD, Sat1, Pro7,Kabel1 auf der linkem oberen Seite und auf der rechten Pro7 MAXX,Sport 1 und Bild.de
Verdienen diese evtl. auch an den Umsätzen des Unternehmens ?

OnlineCasino.de

Auf der Registrierungsseite finde man keine Infos zu den Bonusregeln… denn ein Bonus wurde ja in der Werbung versprochen…

Also gibt mein Bekannter seine Daten ein. Hier steht nicht, dass er als Hamburger gar kein Konto eröffnen kann. Ich wusste nicht, dass die Bild , Sat1 und die anderen Sender nur in Schleswig -Holstein gesehen und gelesen werden…. egal, er füllt alles aus und drückt am Ende auf den großen grünen Button “REGISTRIEREN”! Gleich nach der Anmeldung bekommt er diese Mail:

Das ist schon sehr interessant. Da wird ihm ein Partnerunternehmen vorgeschlagen, weil er nicht in S-H seinen Wohnsitz hat – und diese Partnerfirma schreibt ihm auch gleich die Email mit dem Vorschlag, der eigentlich von dem Onlinecasino.de kommen müsste.

Der Grund ist ganz offensichtlich, weil man so alle Interessenten die man durch die überregionale Werbung in den anderen Bundesländern erreicht, über die Firma in Malta eintüten will, denn Onlinecasino.de darf ja nur in und aus Schleswig-Holstein Kunden werben..

Aus meiner Sicht ein Verstoß der DSGVO(Datenschutzverordnung). Hier ein Auszug:
Für die im Gesetz unter Art. 83 Abs. 5 DSGVO aufgelisteten, besonders gravierenden Verstöße beträgt der Bußgeldrahmen bis zu 20 Millionen Euro oder im Fall eines Unternehmens bis zu 4% des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes im vorangegangenen Geschäftsjahr, je nachdem, welcher Wert der höhere ist.
Quelle: https://dsgvo-gesetz.de/themen/bussgelder-strafen/

Er klickt nun den Link an, der ihm vorgeschlagen wird. Und prompt bekommt er vom gleichen Absender die nächste Mail:

Dann kann es ja losgehen. Jetzt geht er wieder auf die deutsche Webseite onlinecasino.de und gibt seinen Benutzernamen und sein Passwort ein. Es funktioniert! Er kann sich problemlos auf der deutschen Webseite mit der Schleswig-Holstein-Lizenz als Hamburger einloggen: ”Sie haben sich erfolgreich angemeldet und werden zu Onlinecasino Europa weitergeleitet’.’
Und schon kann er sein Geld per Kreditkarte einzahlen. WOW. 50.- € und er bekommt einen Bonus von 100.- €!! Läuft!

JETZT KANN ES LOSGEHEN bei OnineCasino.de

Er spielt Roulette und gewinnt! Er hat, nach zwei Minuten,190 € auf dem Konto! Mein Bekannter kann sein Glück nicht fassen! Ich sage zu ihm, dass er sich besser seinen Einsatz auszahlen lässt, bevor alles verloren geht.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Rbird

    22. Oktober 2018 14:48 at 14:48

    Vielen Dank für die viele Arbeit damit man mal etwas hinter die Kulissen sehen kann, was da wie in etwa gedreht wird am Casino Rad etc…
    Da ich aber schon am richtigen Roulette kein grosses kribbeln verspürte, war die Gier online mein Geld zu verzocken, auch nie riesig….
    Geht etw in die Richtung wie Binäre Optionen :-)

    Hoffe aber das Ihr Beitrag irgendwo von den Medien aufgeschnappt wird und auch mal über deren TV Kanäle Gehör findet wo deren Werbung auch platziert wird.

    Immer lesenswert was wie alles gemacht wird, damit der Spießruten-lauf zwischen den zuständigen Behörden heiss läuft , bis beide dann erschöpft aufgeben und die Kunden auf der Strecke bleiben…ist ja fast wie ein Hacker Angriff soviel traffic bei den zuständigen Ämter machen bis beide erschöpft den Stecker ziehen vor lauter Admin Aufwand …. die selbe Industrie ist ja auch noch immer im Cum-Ex oder Cum-Cum .. Business tätig

    Aber falsch Parken kann bis zum Knast verfolgt werden von den Ämtern …spassige Welt :-)

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    Rusty

    22. Oktober 2018 15:26 at 15:26

    Ein erstklassiger Artikel! Hervorragende Arbeit!

    Ich selbst spiele nicht, habe ebenso die Werbung mal hier und dort gesehen. Die Werbung hat noch ebenso verwundert und für Gespräche gesorgt.

    Ich finde es vom Staat anmaßend sich so dermaßen über die demokratische Umfrage bezüglich der neusten CFD Regeln hinwegzusetzen und Casinos und Co freien Abzocker Lauf zu gewähren!

    Ebenso fällt mir im Moment die neue Werbung mit Fußballern wie Schweinsteiger bezüglich Sportwetten auf. Dort wird ähnlich beworben mit Fairness und Sicherheit.

    Ja an der Börse muss man sich sein Geld verdienen und der Staat kann dann nicht riegegross absahnen.

    Soviel zu Ehrlichkeit! Sollen doch die Mitglieder der ESMA dorthin gehen. An der Börse haben die ja Ihre Rente schon verzockt. Aber spielen kann man eben nur im Casino!

    Cheers

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Trading: Fünf wichtige Lektionen, die die Erfahrung lehrt

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Wenn man zum ersten Mal ins Trading einsteigt, versteht man schnell, dass es eine ganze Welt von Informationen gibt, die man aufnehmen muss. Aber einer der wichtigsten Dinge beim Trading ist, die Vielzahl von Informationen auf das Wesentliche zu reduzieren.

In diesem Video zeigt David Jones, chief market strategist bei capital.com, fünf Lektionen, die er in seiner 20-jährigen Karriere als Trader gelernt hat. Eine der wichtigsten Dinge beim Trading ist sich zunächst klar zu machen,  dass es so etwas wie die beste Handelsstrategie nicht gibt: Kein Ansatz ist besser als die anderen.

Eine weitere wichtige Lektion für das Trading besteht darin zu verstehen, dass der Preis die relevanteste Information ist – dementsprechend es eben meist aussichtsreicher ist, sich beim Trading im Trend  zu engagieren (und nicht gegen den Trend): denn Trends dauern meist länger als man denkt!

Das Wichtigste aber ist das Risikomanagement – und David Jones zeigt anhand von Charts, wie man sinnvolle Chance-Risiko-Verhältnisse ermitteln kann:

Wichtige Lektionen für das Trading

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Schweden: Sonderweg mit Covid-19 – wirtschaftlich ohne Auswirkung

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Die Welt blickt auf das skandinavische Land Schweden, zumindest aus virologischer Sicht: Was brachte die Strategie, weitgehend auf den harten Lockdown zu verzichten und auf die Vernunft der schwedischen Bürger bei der Bekämpfung von Covid-19 zu setzen? Wirtschaftlich nicht viel, wie die volkswirtschaftlichen Daten offenbaren.

Schweden in der Rezession

Der Weg Schulen, Geschäfte und Restaurants geöffnet zu lassen, sollte zu einer raschen Immunisierung bezüglich Covid-19 führen und dabei auch die Wirtschaft am Laufen halten, so der schwedische Sonderweg. Das Statistikamt SCB brachte die Tage aber Ernüchterung: Zwar stieg das schwedische Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal noch um 0,1 Prozent, aber für das zweite rechnet die Behörde mit einem Rückgang von heftigen 9,5 Prozent und auch für das Gesamtjahr einen Einbruch um 5,4 Prozent. Auch ist die Arbeitslosenquote mit 8,4 Prozent nur noch wenig von ihrem Hoch des Jahres 2010 entfernt. Damit ist man nicht weit entfernt von Ländern wie Deutschland, die eine über Wochen andauernde Schließung durchgeführt hatten.

Die Coronazahlen des Nachbarn Dänemark

Gerne werden die nordischen Länder Schweden und Dänemark bei der Entwicklung der Coronazahlen verglichen. Auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Dänemark mit 5,8 Millionen Einwohnern nur etwas mehr als die Hälfte des nördlichen Nachbarn (10,3 Mio) aufweist, ergeben sich doch eklatante Differenzen.

Schweden verzeichnet aktuell 73.061 Infektionen mit Covid-19 (gesamt, inklusive der Genesenen und Verstorbenen), davon 5433 Todesfälle.

Dänemark 12.878 (gesamt) – 607 Todesfälle

Diese Zahlen beschäftigen die Regierung in Schweden – und auch den Chefvirologen, Anders Tegnell, der auch schon von einem großen Fehler sprach, die Risikogruppen nicht hinreichend geschützt zu haben.

Die Vergleiche beim Konsumverhalten

Aufgrund der hohen Vergleichbarkeit beider Staaten in politischer Sicht und was die staatlichen Stützungsmaßnahmen angeht, haben Wissenschaftler der Universität Kopenhagen das Ausgabeverhalten der Bürger beider Länder im Zeitraum März – April verglichen. Erstaunlicherweise ging der Konsum in Dänemark in der Phase des strengen Lockdowns nur um vier Prozent mehr zurück, als in Schweden, wo das Leben vergleichsweise normal weiterlief. Dafür werteten die Forscher die Kontobewegungen der zweitgrößten skandinavischen Bank aus. Dabei kam heraus, dass die Dänen ihre Ausgaben während dieser Zeit um 29 Prozent reduziert hatten, aber auch die Schweden, die auf 25 Prozent minus kamen.

Damit hatte der Lockdown nur einen vergleichsweise geringen Einfluss, der größere entstand aus dem Bewusstsein der Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung.

Natürlich konnten jüngere Menschen in Dänemark weniger in Bars und Diskotheken ausgeben, da diese geschlossen waren. Ältere gaben weniger aus, weil sie durch die Maßnahmen gesundheitlich stärker geschützt waren.

Die Diskussion in beiden Ländern

Durch die Erkenntnisse der Studie hat sich die Diskussion über den Sinn und Zweck des Lockdowns in beiden Ländern belebt. In Dänemark, ob man so hart hätte vorgehen müssen und in Schweden, ob der dänische Weg nicht doch der insgesamt erfolgreichere gewesen ist. Das Thema dürfte weiter virulent bleiben, wenn klar sein wird wie viele Menschen die Virusinfektion bereits bewältigt haben (Herdenimmunität) und wenn eine zweite Welle auftreten sollte.

Fazit

In einer globalisierten Welt gibt es kein Entweichen: Die Wirtschaften der Länder sind vernetzt, wenn es in einem Land einen Lockdown gibt, leidet der Nachbar mit, weil der Güteraustausch schrumpft, von touristischen Aktivitäten gar nicht zu reden. Aber auch die Vernunft der Menschen führt automatisch zu wirtschaftlichen Folgen: man wägt das Gesundheitsrisiko bezüglich Covid-19 ab, dem man sich in der Öffentlichkeit aussetzt. Wirtschaftlich hat der Sonderweg Schweden nicht allzu viel gebracht, aber die Zahlen über die Opfer sprechen eine andere Sprache.

Schweden hat mit seiner Strategie gegen Covid-19 keine relevanten wirtschaftlichen Vorteile gehabt

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Industrie: Probleme bei Exporten? Der Steuerzahler soll noch mehr haften

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Bild vom Hamburger Hafen, wo viele deutsche Exporte durchlaufen

Kennen Sie die deutschen Exportkreditgarantien, oder auch besser bekannt als “Hermes-Bürgschaften”? Es ist ein seit Jahrzehnten bewährtes Instrument für die stark exportlastige deutsche Industrie (hier gut erklärt). Das Problem ist leicht nachvollziehbar. Ein Kunde aus einem Dritteweltland bestellt eine Maschine bei einem deutschen Hersteller. Ob der Kunde wie vereinbart die Maschine wirklich in Raten abbezahlen wird, ist mehr als ungewiss. Der Exporteur muss sich entweder diesen Verkaufserlös irgendwie von irgendwem garantieren lassen – oder im Zweifel das Geschäft abblasen.

Mit den Hermes-Bürgschaften sichert der deutsche Staat seit Jahrzehnten politische und wirtschaftliche Risiken ab, die Kunden in Schwellenländern in Zahlungsschwierigkeiten bringen könnten. Aber nun hat das Bundeswirtschaftsministerium ganz aktuell offenbar erkannt, dass es hier dank der Coronakrise wohl einigen Nachholbedarf gibt. Der deutsche Steuerzahler soll also noch viel mehr Ausfallrisiko für die Exporteure übernehmen als ohnehin schon.

Noch mehr Absicherung für Exporte

Mit einem 5-Punkte Maßnahmenpaket will Bundeswirtschaftsminister Altmaier den Exporteuren nun noch mehr unter die Arme greifen. Letztlich ist es eine noch stärkere Verlagerung des Geschäftsrisikos auf den Steuerzahler. Welcher kleiner Handwerker träumt nicht davon, dass der Staat seine Rechnung bezahlt, wenn der Häuslebauer sich weigert die Rechnung für die verlegten Fliesen zu begleichen? Aber gut, zurück zur Exportwirtschaft. Denn ja, die ist wichtig. Und ja, einen Kunden in Tansania, Bolivien oder Indien kann der deutsche Exporteur nicht so leicht auf Zahlung der Rechnung verklagen wie einen Kunden in Deutschland. Laut dem Ressort von Herrn Altmaier spüre die deutsche Exportwirtschaft aktuell sehr deutlich die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Neben Störungen in den Lieferketten und bei der Abwicklung der Projekte im Ausland hätten sich auch die Finanzierungsbedingungen deutlich verschlechtert. Den bewährten staatlichen Exportkreditgarantien („Hermes-Bürgschaften“) käme in dieser Situation eine besonders hohe Bedeutung zu.

Folgende Verbesserungen wird es jetzt für Exporteure geben. Extrem wichtig: Der Kunde im Ausland soll auch erste am Ende der Kreditlaufzeit zahlen können, und der Steuerzahler übernimmt dafür das Risiko (das ist ein deftiges Risiko!). Zitat: Kurzfristige Finanzkreditdeckungen (FKG) werden angeboten, um die Bilanz der Exporteure und ihrer Kunden zu entlasten. Dabei beträgt die Kreditlaufzeit maximal 720 Tage mit der Möglichkeit der Rückzahlung am Ende in einer Summe (Bulletzahlung). Eine Anzahlung ist in Höhe von nur 5 % vor Risikobeginn erforderlich, weitere Zwischenzahlungen müssen nicht geleistet werden, so das Bundeswirtschaftsministerium.

Und auch beim Exporteur könne aufgrund der Coronakrise die Liquiditätssituation angespannt sein, sodass auf Antrag Erleichterungen bei der Fälligkeit der Gebühr (für die Exportkreditgarantien) eingeräumt werden können. Auch bei den exportfinanzierenden Banken hilft der Bund aus. Durch eine zusätzliche Variante der Verbriefungsgarantie sollen die Refinanzierungsmöglichkeiten für hermesgedeckte Geschäfte verbessert werden. Zukünftig werde damit für Nicht-Pfandbriefbanken unter bestimmten Voraussetzungen wieder eine Refinanzierung bei Pfandbriefbanken mit einer Bundesdeckung ermöglicht und somit die Möglichkeit von Exportfinanzierungen verbessert. Und folgender Punkt aus dem Maßnahmenpaket ist auch noch erwähnenswert. Zitat aus dem Papier des Ministeriums:

Wahlrecht auf Einmalentschädigung für Non-performing Loans (unbefristet)

Aktuelle bankaufsichtsrechtliche Änderungen (CRR) bzgl. notleidender Kredite (NPL) hätten sich ungünstig auf das Bankenangebot bei ECA-Finanzierungen auswirken können. Dies wäre gerade in Zeiten einer Krise kontraproduktiv gewesen. Banken erhalten jetzt ein Wahlrecht auf Einmalentschädigung, das ab Stellung des ersten Entschädigungsantrages bis zum Abschluss des Entschädigungsverfahrens flexibel ausübbar ist. Bei Ausübung des Wahlrechts wird der Entschädigungsbetrag derart begrenzt, dass in Summe keine höhere Entschädigung geleistet wird als nach der bestehenden Systematik.

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