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Märkte

OPEC hat Kürzungszusage bereits übererfüllt – Venezuela als tragische Figur!

Claudio Kummerfeld

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Die OPEC hat soeben ihren Monatsbericht für März mit den Fördermengen-Daten zu Ende Februar veröffentlicht. Man bedenke. Ende 2018 beschlossen OPEC und Russland (OPEC+) ab Januar die Fördermenge für Rohöl um 1,2 Millionen Barrels pro Tag zu kürzen bis Juni 2019. Schon im Januar hatte die OPEC 797.000 Barrels gekürzt, obwohl ihr Anteil bei der Kürzung bei 800.000 liegt.

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OPEC hat Ziel übererfüllt

Heute nun hat die OPEC vermeldet, dass sie ihre Fördermenge im Februar um 221.000 Barrels pro Tag gekürzt hat. Damit ist nun klar, dass das Kartell schon zu Ende Februar seinen Anteil an der Fördermengenkürzung übererfüllt hat! Das fast schon Tragische oder auch Lustige dabei ist: Venezuela liefert mit -142.000 Barrels pro Tag im Februar den größten Batzen beim Rückgang der Fördermenge. Und das natürlich ungewollt. Denn Venezuela braucht eigentlich jeden Petrodollar. Nur liegt die Ölförderung in Trümmern wie der Rest des Landes. Kein Geld da für Investitionen in Förderanlagen, Reparaturen, Gehälter. Die Öl-Förderung in Venezuela hat sich seit Ende 2017 fast halbiert!

Aber auch die Saudis haben mit -86.000 Barrels weiter gekürzt. Irak kürzt 70.000, Kuwait 14.000 und die VAE 4000. Länder, die ebenfalls wie Venezuela auf keinen Petrodollar verzichten können, halten sich eh nicht an die Vereinbarung (was wohl auch unausgesprochener Konsens ist). So steigert Libyen um 23.000 Barrels, Nigeria um 10.000, Iran um 12.000 und Angola um 22.000.

Verlängerung der Kürzungen?

Für das Gesamtjahr 2019 sieht man heute die Nachfrageseite unverändert zu seiner Einschätzung aus Mitte Februar. Und wichtig ist auch: Man sagt, dass die Produzenten außerhalb der OPEC derzeit ein starkes Wachstum ihrer Fördermenge liefern (damit sind wohl vor allem die USA gemeint). Daher sei es an der OPEC und ihren Verbündeten (Russland) dieses Jahr für Marktstabilität zu sorgen. Im Klartext: Wir müssen womöglich weiter kürzen, weil die Amerikaner ihre Fördermenge weiter anheben.

Am kommenden Wochenende treffen sich wichtige OPEC-Funktionäre in Baku. Wird dort schon über eine Verlängerung oder gar Ausweitung der eigenen Kürzungsmaßnahmen gesprochen? Sicher wird es mehr Infos dazu geben beim offiziellen Meeting in Wien am 17. und 18. April. Offiziell geht die aktuelle Kürzungsrunde bis Juni. Man kann aber durchaus davon ausgehen beziehungsweise es ist durchaus denkbar, dass die Kürzungen verlängert werden.

OPEC Monatsbericht März

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Aktien

Volkswagen-Quartalszahlen: 2,75 Milliarden Euro Gewinn

Claudio Kummerfeld

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am

VW Logo

Volkswagen hat seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen. Der Umsatz liegt bei 59,36 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 61,42). Der Gewinn (Ergebnis nach Steuern) liegt bei 2,75 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 3,99).

Die Aktie notiert heute mit +1,5 Prozent.

Hier auszugsweise Aussagen von Volkswagen:

Das Geschäft des Volkswagen Konzerns war in den ersten neun Monaten 2020 stark von der Covid-19-Pandemie beeinträchtigt, hat sich im dritten Quartal aber spürbar erholt. Die Rückgänge bei Auslieferungen, Umsatz und Ergebnis fielen damit per Ende September deutlich moderater aus als zum Halbjahr. Die weltweit eingeleiteten Gegenmaßnahmen zur Kostensenkung und Liquiditätssicherung sowie zur Entlastung des Working Capital zeigten dabei ebenso Wirkung wie die weiter verbesserte Lage auf wichtigen Absatzmärkten. Die Auslieferungen an Kunden gingen in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18,7 Prozent auf 6,5 (8,0) Millionen Fahrzeuge zurück. Infolgedessen sanken auch die Umsatzerlöse um 16,7 Prozent auf 155,5 (186,6) Milliarden Euro. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen belief sich dank eines wieder deutlich positiven dritten Quartals per Ende September auf 2,4 (14,8) Milliarden Euro.

Ausblick:

Infolge der Covid-19-Pandemie werden die Umsatzerlöse des Volkswagen Konzerns voraussichtlich deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Insgesamt rechnet der Volkswagen Konzern für das Jahr 2020 mit einem im Vorjahresvergleich gravierend rückläufigen, aber insgesamt positiven Operativen Ergebnis (vor und inklusive Sondereinflüssen).

Die Aufwendungen für Forschung & Entwicklung (F&E) sowie die Sachinvestitionen werden in ihrer absoluten Höhe unter denen des Jahres 2019 liegen. Die F&E-Quote wird sich aufgrund nachfragebedingt rückläufiger Umsatzerlöse voraussichtlich über der des Vorjahres bewegen, die Sachinvestitionsquote wird hingegen auf Vorjahresniveau erwartet. Infolge der geminderten Kundennachfrage sowie weiterer Auszahlungen im Rahmen von Diesel und von Liquiditätsabflüssen aus Mergers & Acquisitions-Aktivitäten wird für das Jahr 2020 mit einem positiven, aber deutlich unter dem Vorjahreswert liegenden Netto-Cash-flow gerechnet. Die Netto-Liquidität im Konzernbereich Automobile wird sich voraussichtlich in der Größenordnung des Vorjahres bewegen. Es wird mit einer positiven Kapitalrendite (RoI) gerechnet, die ergebnisbedingt unter dem Vorjahreswert und unter dem definierten Mindestverzinsungsanspruch an das investierte Vermögen in Höhe von neun Prozent liegt.

Grafik zeigt Details zu den Quartalszahlen von Volkswagen

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Finanznews

Dax & Co: Abverkauf – aber Erholung am Super-Donnerstag? Videoausblick

Markus Fugmann

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Der Dax gestern mit dem größten Verlust seit März, die Indizes an der Wall Street mehr als drei Prozent im Minus. Treiber des Abverkaufs vor allem beim Dax war der „differenzierte Lockdown“. Was aber passiert heute, am „Super-Donnerstag“? Denn heute stehen nicht nur wichtige Konjunkturdaten auf der Agenda (US-BIP, US-Ertsanträge), sondern auch die Zahlen der vier Tech-Giganten Apple, Amazon, Alphabet und Facebook mit einer Marktkapitalisierung von mehr als fünf Billionen Dollar. Dazu dann noch die EZB-Sitzung (von der allerdings heute nur Verbal-Rhetorik zu erwarten ist). So oder so: was wir derzeit sehen unmittelbar vor der US-Wahl ist ziemlich unegwöhnlich – hat Trump gestern gewissermaßen die Wahl verloren?

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Indizes

DAX daily: Dax-Absturz – Fortsetzung oder folgt die Gegenbewegung?

Stefan Jäger

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Die nächste Ausverkaufswelle hat den Dax im gestrigen Handel massiv getroffen. Aus der anfänglichen Nervosität hat sich mittlerweile eine erste Panik entwickelt. Infolgedessen fiel der Dax wie ein Stein und musste erneut kräftige Verluste von über 4 % hinnehmen. Im Handelsverlauf rutschte der Index bis auf ein Tagestief bei 11.457 ab, damit notiert er wieder auf dem Niveau von Ende Mai. Das Tageshoch lag zuvor noch bei 11.852 Punkten. Den Handelstag hat der deutsche Leitindex schließlich mit einem Abschlag von 503 Punkten (-4,17 %) bei 11.560 beendet. Seit dem September-Hoch bei 13.460 bis zum gestrigen Tief ging es somit schon 2.000 Punkte (ca. 15%) abwärts.

Im Tageschart hat der Dax gestern das 38,2 % Retracement (11.474) der gesamten Erholung vom März-Tief zum September-Hoch erreicht. Dieser Bereich könnte den Abverkauf abfedern, wodurch die Möglichkeit einer Stabilisierung im Dax besteht. Nachdem der Index in den letzten Tagen wie ein Stein gefallen ist, wäre es nicht untypisch, wenn sich eine Zwischenerholung einstellt. Das ist aber kein Muss, es kann auch noch weiter runter gehen. Eine entscheidende Rolle spielen die Quartalszahlen der FAANG-Aktien, die heute nachbörslich veröffentlicht werden.

News und fundamentale Daten

Es hatte sich in den letzten Tagen bereits abgezeichnet, dass Frau Merkel und die Länder-Chefs weitere Restriktionen einführen könnten. Am Mittwochnachmittag bestätigten sich letztendlich die Befürchtungen der Anleger, denn der Bund beschließt einen Lockdown (light), der ab dem 2. November in Kraft tritt. Dadurch dürften sich die Wirtschaftsdaten und die Geschäftsaussichten in manchen Branchen deutlich eintrüben. Folglich wird das in die Dax-Kurse eingepreist.

Heute gibt es die volle Palette an Konjunkturdaten und Bilanzberichten. Los geht es um 9:55 Uhr mit der Veränderung der Arbeitslosigkeit und der Arbeitslosenquote in Deutschland. Danach folgt um 13:30 Uhr die mit Spannung erwartete Vorabschätzung des US-Bruttoinlandsprodukts für das dritte Quartal. Um 13:45 Uhr veröffentlicht die EZB dann die Zinsentscheidung sowie den geldpolitischen Begleittext. Anschließend findet um 14:30 Uhr die Pressekonferenz der EZB statt. Insbesondere gilt die Pressekonferenz als ein Trading-Event und kann für Bewegung im Dax und an den Märkten sorgen. Zuvor erscheint um 14:00 Uhr auch noch der Verbraucherpreisindex aus Deutschland.

Wenn es einen Peak in der Berichtssaison gibt, dann ist dieser heute erreicht. Bevor die vier Tech-Giganten Amazon, Apple, Facebook und Alphabet nachbörslich ihre Zahlen vorlegen, sehen wir zuvor noch diverse Bilanzen deutscher Unternehmen. Zum einen erscheinen die Zahlen der Dax-Unternehmen Volkswagen, Fresenius, Fresenius Medical Care und MTU Aero Engines. Zudem noch von Unternehmen aus der zweiten Reihe wie Airbus, Symrise, Kion, Nemetschek, Wacker Chemie usw.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Nachdem der Dax diese Woche schon über 1.000 Punkte am Stück gefallen ist, könnte sich heute ein Boden bilden und eine Erholung einsetzen. Ungefähr eine Stunde vor Börseneröffnung notiert der Dax nahe seines gestrigen Schlusskurses bei 11.575. Über der 11.610 steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Erholung. Ein Rücksetzer bis 11.571 mit einem anschließenden Anstieg wäre auch noch eine Möglichkeit. Kann sich der Dax nachhaltig über der 11.610 halten, dann ergeben sich Ziele bei 11.650, 11.770, 11.852.

Unterschreitet der Index jedoch die 11.571 mit Momentum, dann könnte es wieder in Richtung des gestrigen Tagestiefs bei 11.457 gehen. Ein unterschreiten der 11.457 wäre ein Sell-Trigger und würde tiefere Kurse mit sich bringen. Folglich könnte sich noch eine Abwärtswelle anschließen. Daraus ergeben sich Ziele auf der Unterseite bei 11.391, 11.340 und 11.220. Es wäre auch möglich, dass der Kurs zwischen 11.650 und 11.500 erst einmal hin und her pendelt, bevor es zu einer Richtungsentscheidung kommt.

DAX daily: Tagesausblick 29.10. - M15-Chart - Erholung oder weiter abwärts?

Heutige Pivot Punkte (PP):

12.155 – Pivot Punkt R2

11.843 – Pivot Punkt R1

11.649 – Pivot Punkt

11.337 – Pivot Punkt S1

11.143 – Pivot Punkt S2

Dax Unterstützungen (US):

11.474 – 38,2 % Retracement (8.256 – 13.460)

11.457 – Tagestief 28.10.

11.391 – Gap vom 25.05.

11.340 – Ziel der 1.000-Punkte-Range

11.220 – 100 % Ziel SKS (Hoch 13.460; Nackenlinie 12.340)

Dax Widerstände (WS):

11.650 – 23,6 % Retracement (12.279)

11.770 – 38,2 % Retracement (12.279)

11.852 – Tageshoch 28.10.

11.960 – 61,8 % Retracement (12.279)

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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