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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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OPEC hat Kürzungszusage bereits übererfüllt – Venezuela als tragische Figur!

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Die OPEC hat soeben ihren Monatsbericht für März mit den Fördermengen-Daten zu Ende Februar veröffentlicht. Man bedenke. Ende 2018 beschlossen OPEC und Russland (OPEC+) ab Januar die Fördermenge für Rohöl um 1,2 Millionen Barrels pro Tag zu kürzen bis Juni 2019. Schon im Januar hatte die OPEC 797.000 Barrels gekürzt, obwohl ihr Anteil bei der Kürzung bei 800.000 liegt.

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OPEC hat Ziel übererfüllt

Heute nun hat die OPEC vermeldet, dass sie ihre Fördermenge im Februar um 221.000 Barrels pro Tag gekürzt hat. Damit ist nun klar, dass das Kartell schon zu Ende Februar seinen Anteil an der Fördermengenkürzung übererfüllt hat! Das fast schon Tragische oder auch Lustige dabei ist: Venezuela liefert mit -142.000 Barrels pro Tag im Februar den größten Batzen beim Rückgang der Fördermenge. Und das natürlich ungewollt. Denn Venezuela braucht eigentlich jeden Petrodollar. Nur liegt die Ölförderung in Trümmern wie der Rest des Landes. Kein Geld da für Investitionen in Förderanlagen, Reparaturen, Gehälter. Die Öl-Förderung in Venezuela hat sich seit Ende 2017 fast halbiert!

Aber auch die Saudis haben mit -86.000 Barrels weiter gekürzt. Irak kürzt 70.000, Kuwait 14.000 und die VAE 4000. Länder, die ebenfalls wie Venezuela auf keinen Petrodollar verzichten können, halten sich eh nicht an die Vereinbarung (was wohl auch unausgesprochener Konsens ist). So steigert Libyen um 23.000 Barrels, Nigeria um 10.000, Iran um 12.000 und Angola um 22.000.

Verlängerung der Kürzungen?

Für das Gesamtjahr 2019 sieht man heute die Nachfrageseite unverändert zu seiner Einschätzung aus Mitte Februar. Und wichtig ist auch: Man sagt, dass die Produzenten außerhalb der OPEC derzeit ein starkes Wachstum ihrer Fördermenge liefern (damit sind wohl vor allem die USA gemeint). Daher sei es an der OPEC und ihren Verbündeten (Russland) dieses Jahr für Marktstabilität zu sorgen. Im Klartext: Wir müssen womöglich weiter kürzen, weil die Amerikaner ihre Fördermenge weiter anheben.

Am kommenden Wochenende treffen sich wichtige OPEC-Funktionäre in Baku. Wird dort schon über eine Verlängerung oder gar Ausweitung der eigenen Kürzungsmaßnahmen gesprochen? Sicher wird es mehr Infos dazu geben beim offiziellen Meeting in Wien am 17. und 18. April. Offiziell geht die aktuelle Kürzungsrunde bis Juni. Man kann aber durchaus davon ausgehen beziehungsweise es ist durchaus denkbar, dass die Kürzungen verlängert werden.

OPEC Monatsbericht März

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Finanznews

Seltsame Vögel! Marktgeflüster (Video)

Lustige Geschichten von den Märkten!

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Die lustige Geschichte, die heute ein hochrangiger US-Luftfahrtaufseher zum Besten gab (und die die Boeing-Aktie zwischenzeitlich +3% steigen ließ) ist typisch für die Märkte heute: Vögel seien bei dem Absturz der Boeing 737Max in Indonesien involviert gewesen! Das ist ähnlich absurd wie der Glaube, dass die Fristverlängerung der US-Regierung für Huawei ein Entspannungs-Signal im Handelskrieg sei – faktisch sollen damit bestehende Netzwerke von Huawei in den USA noch zeitlich begrenzt am Laufen gehalten werden, bis die US-Kunden zu einem anderen Anbieter wechseln können, wie US-Wirtschaftsminister Ross klar formulierte. Auch China selbst sieht darin keinerlei Entspannungssignal – der Ton in der chinesischen Presse verschärft sich vielmehr weiter!

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By Alastair Rae – [1], CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2229241

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Aktien

Boeing mit staatlicher Schützenhilfe beim 737 Max-Problem?

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Tja, wie kann Boeing sich vor einer Lawine von Schadenersatzansprüchen retten? Wie kann man die Fluggäste massenhaft wieder davon überzeugen, dass sie sicher mit der Boeing 737 Max fliegen können nach zwei Abstürzen in den letzten Monaten? Die Untersuchungen laufen immer noch. Kommt da (sicher rein zufällig?) von staatlicher Seite Schützenhilfe? Laut US-Medienberichten sollen Mitarbeiter der US-Flugaufsichtsbehörde „FAA“ der Meinung sein, dass möglicherweise Vogelschlag den Absturz in Äthiopien verursacht haben soll.

Das würde Boeing natürlich von A-Z entlasten. Und noch genauer: Der Vogelschlag soll die fehlerhaften Sensordaten verursacht haben. Ähhh? Wirklich? Wir bei FMW sind keine Flugzeugexperten. Aber wie können Vögel vor dem Flugzeug, oder Vögel die gerade ins Triebwerk fliegen, die Höhenanzeige des Flugzeugs beeinflussen? Haben die Vögel den Sensor abgerissen? Aber gut. Diese Vermutung der FAA steht im Raum. Verfestigt sich solch eine „Vermutung“, könnte Boeing natürlich irgendwann zur Aussage kommen, dass am Absturz einfach nur die höhere Gewalt (beziehungsweise die bösen Vögel) schulden gewesen seien. Tja, und daher eben kein Schadenersatz? Aber dafür ist es natürlich noch viel zu früh.

Gäbe es bei einem Airbus-Absturz auf US-Boden eine ebenso unterstützende Aussage der FAA? Gut, noch sind es Berichte. Die Boeing-Aktie stieg in der Vorbörse um 3%, und jetzt im laufenden Handel liegt sie mit 1,3% im Plus. Also scheint die Euphorie der Börsianer begrenzt zu sein, ob das nun wirklich schon die Wende für Boeing ist.

Boeing 737 Max
Boeing 737 MAX Roll-out im December 2015 mit der ersten 737 MAX 8. Foto: Aka The Beav CC BY 2.0

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Indizes

Rüdiger Born: Dow im Fokus

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Im heutigen Video möchte ich mich auf den Chartverlauf im Dow Jones konzentrieren. Es gibt eine Chart-Variante, nach der der Kurs weiter steigen kann. Genau so könnte es auch abwärts gehen. Das möchte ich direkt am Chart näher erläutern. Haben Sie den „Trade des Tages“ schon abonniert? Nein? Wenn Sie sich hier anmelden, können Sie meine täglichen Detailanalysen kostenfrei lesen.

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