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Gold/Silber

Rohstoffanalyse Gold und Silber

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Von MarketScanner

In dieser Ausgabe werden wir die Kursverläufe der nicht adjustierten Endlos-Kontrakte der Edelmetalle Gold und Silber seit Januar 2007 auswerten.
Zunächst zur Situation beim Gold:

Wo sind wir jetzt?

Ausgehend vom Tief Ende Oktober 2008 bei 681 $ bewegte sich der Goldpreis bis Anfang September 2011 in einem stabilen Aufwärtstrend bis zu seinem Hoch von 1923,7 $. Seitdem hat sich ein Abwärtstrendkanal ausgebildet, dessen untere Begrenzung im Rahmen des Sell-Off des Frühjahrs 2013 sowie im Winter 2013 / 2014 unterschritten wurde. Seit April 2014 befindet sich der Kurs in einer Seitwärtsphase zwischen dem 38,2 % (1449 $) und dem 61,8 % Retracement (1155,7 $), aktuell mit 1303,3 $ fast exakt am 50 % Retracement (1302,3 $).

Gold continuous contract

Was ist denkbar?
Da sich aktuell Veränderungen im US-Dollar-Index nicht in früher gewohntem Ausmaß in entsprechenden gegenläufigen Kursbewegungen beim Gold als sicherem Hafen / Dollar-Hedge niederschlagen und auch die Futures-Forward-Kurve erst zu Ende 2015 / Anfang 2016 in ein starkes Contango (eingepreiste Zinserhöhungen der FED) übergeht, ist die Seitwärtsbewegung zwischen den beiden Retracements bis Ende 2015 das bevorzugte Szenario, sofern keine geopolitische Eskalation die Safe Haven Rolle in den Vordergrund spült, gegebenenfalls mit einer Springflut.

Gold Forward 20140727

Nun zur Situation beim Silber:

Wo sind wir jetzt?
Ebenso wie Gold startete Silber Ende Oktober 2008 eine Rallye, die sich ab September 2010 dynamisch verstärkte, allerdings gut vier Monate vor Gold Ihren Höhepunkt Ende April 2011 fand. Mit dem Zwischenhoch Ende August 2011 begann bei Silber die Ausbildung eines Abwärtskanals, der noch intakt ist. Seit dem nachhaltigen Bruch der Unterstützung im Bereich um die 26,15 $ bewegt sich Silber im Bereich zwischen dem 61,8 % Retracement (24,222 $) und dem 26,4 % Retracement (18,175 $).

Silver continuous contract

Was ist denkbar?
Hier gilt das bereits beim Gold gesagte und auch die Contango-Kurve des Silbers deutet erst zu Ende 2015 / Anfang 2016 auf eine stärkere Bewegung hin, im Zweifel bei steigenden US-Zinsen nach unten, bei stärkerer Konjunktur in den Silber-verarbeitenden Industrien auch nach oben. Bis dahin ist die Seitwärtsbewegung im Bereich 16,175 bis 26,222 bis Ende 2015 das bevorzugte Szenario, sofern keine geopolitische Eskalation die Safe Haven Rolle in den Vordergrund spült, gegebenenfalls zusammen mit Gold mit einer sehr raschen Bewegung.

Silver Forward 20140727

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Gold/Silber

Goldpreis: Die aktuelle Lage nach Trump-Biden-Battle, BIP und ADP-Daten

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Gold

Der Goldpreis könne deutlich reagieren nach der Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden, so hatten wir es gestern in Aussicht gestellt. Heute Nacht dann fand die Debatte statt (hier in voller Länge ansehen). Kurz zusammengefasst: Es war Debakel, eine Schlammschlacht. Ein wirklich klarer Sieger ging aus dem Duell nicht hervor, obwohl einige Beobachter doch Joe Biden leicht vorne sehen. Finden Sie beim Klick an dieser Stelle den heutigen Kommentar hierzu von Markus Fugmann.

US-Daten ohne Wirkung

Tja, aus einer möglichen deutlichen Bewegung im Goldpreis nach diesem Rededuell wurde nichts. Notierte Gold heute Nacht um 3 Uhr zum Beginn dieser Schlammschlacht noch bei 1.895 Dollar, so fiel er bis heute Mittag auf 1.884 Dollar zurück. Der US-Dollar als in den letzten Wochen bestimmender Gegenfaktor zum Goldpreis konnte seit heute Nacht nur minimal steigen.

Dann vorhin um 14:15 Uhr wurden die wichtigen ADP-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht als Vorläufer für die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für September. Sie wurden mit 749.000 neuen Stellen in den USA besser vermeldet als erwartet (die Prognose lag bei 650.000 neuen Stellen). Eine Reaktion an den Märkten folgte daraufhin aber auch nicht.

Was den Goldpreis aktuell steigen lässt

Dann um 14:30 Uhr wurden in den USA Daten zum Bruttoinlandsprodukt veröffentlicht, die aber ebenfalls so langweilig waren (3. Veröffentlichung der BIP-Daten), dass sie den Goldpreis nicht bewegen konnten. Laut aktuellen Berichten, die seit 14:35 Uhr kursieren, soll der Chicago-Einkaufsmanagerindex besser ausfallen als gedacht (wir werden um 15:45 Uhr über die offizielle Veröffentlichung berichten). Bessere Konjunktur in den USA gleich höhere Inflationserwartung (durch das Anziehen der Nachfrage), was wiederum für Gold spricht – zumal die Fed die Garantie gegeben hat, bis zum Jahr 2023 die Zinsen nicht anzuheben. Seit 14:38 Uhr steigt der Goldpreis von 1.887 Dollar auf aktuell 1.897 Dollar!

Goldpreis im Verlauf der letzten zehn Tage

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Gold/Silber

Aktienmärkte und Gold: Nach der Erholung geht es wieder bergab!

Redaktion

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Sowohl die Aktienmärkte als auch Gold und Euro-Dollar konnten sich zuletzt nach der Schwäche im September wieder erholen. Aber wie weit geht die Erholung? Derzeit ist ja eines auffallend: entweder die Aktienmärkte, Gold und der Euro steigen – dann fällt der Dollar. Oder der Dollar steigt – dann fallen die Aktien-Indizes, Gold und eben auch der Euro.

Chris Zwermann blickt auf die charttechnische Ausgangslage bei diesen Märkten – und sagt: nach der Erholung geht es für Indizes wie den Nasdaq 100 und den Dax weiter bergab. Dazu blickt Zwermann noch auf die Aktienindizes von Brasilien, Hongkong und den heimlichen Star der Aktienmärkte, den OMX in Kopenhagen- sowie auf interessante Aktien im Bereich Erneuerbare Energien:

Nach der Erholung geht es für die Aktienmärkte und für Gold wieder bergab, so Chris Zwermann

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Gold/Silber

Goldpreis steigt – aber Vorsicht Gold-Bullen, heute Nacht wird es spannend

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis steigt etwas an nach dem kräftigen Absturz in der letzten Woche. Verlor das Edelmetall mehr als 100 Dollar und fiel im Tief bis auf 1.848 Dollar bis gestern früh, so hat sich Gold bis heute wieder etwas erholt auf aktuell 1.884 Dollar. Dies liegt wie so oft in den letzten Wochen am US-Dollar. Die negative Korrelation zwischen US-Dollar und Goldpreis zeigt sich einmal mehr. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) verliert seit Freitag von 94,78 im Hoch auf aktuell 94,15 Indexpunkte. Dies stärkt derzeit den Goldpreis, aber auch nur ein wenig. Um wieder Richtung 2.000 Dollar-Marke schielen zu können, ist noch ein guter Weg zu gehen.

Ereignisse in den USA halten den Goldpreis unter Hochdruck

Der Goldpreis wird gerade am heutigen Dienstag möglicherweise noch einigen Schwankungen ausgesetzt sein. Da wären zunächst die Reden von drei verschiedenen Fed-Bankern, die nach deutscher Zeit Nachmittags und Abends stattfinden. Ihre Aussagen können den US-Dollar und somit auch den Goldpreis beeinflussen.

Aber mit Abstand das wichtigste Ereignis heute ist das erste Rede-Duell zwischen Donald Trump und seinem Kontrahenten um die Wahl zum US-Präsidenten Joe Biden. Nach deutscher Zeit findet die Debatte morgen früh um 3 Uhr statt. Also können wir morgen früh zum Handelsstart erblicken, welche Auswirkungen diese Debatte auf Aktienmärkte, US-Dollar und Goldpreis haben wird. Bei solchen Ereignissen gilt stets: Sie können gravierende Auswirkungen auf die Kurse haben, oder auch gar keine.

Und dann gibt es da noch das nächste Corona-Hilfspaket der Demokraten in Höhe von 2,2 Billionen Dollar, welches gerade vorgelegt wird. Es gehe um neue Mittel, die erforderlich seien um eine Katastrophe in vielen Bereichen von öffentlichem Leben und Privatwirtschaft (unsere Kurzformulierung) abzuwenden. Die Demokraten teilten gestern aber nicht mit, wann über diesen neuen Rettungspaketvorschlag abgestimmt wird. Es ist also völlig unklar, was in dieser Hinsicht passieren wird. Jetzt aktuell scheint der Fokus auf der Trump-Biden-Debatte zu liegen!

Im Chart sehen wir den Verlauf im Goldpreis seit dem 21. August. Noch ist es nur eine kleine Erholung in diesem größeren Bild. Der US-Dollar müsste noch stärker zurückkommen, wenn Gold klettern soll. Also, Obacht was heute Nacht bei der Trump-Biden-Debatte herauskommt!

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis seit dem 21. August

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