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Rohstoffe: Mais und Sojabohnen

Markus Fugmann

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am

Von MarketScanner

Nach der Analyse für Mais folgt diesmal die Betrachtung für Sojabohnen seit Juli 2007

Zunächst ein Rückblick auf die Entwicklung des Mais seit dem 17.06. (http://finanzmarktwelt.de/mais-weizen-und-sojabohnen-langristperspektive-2864/). Die im Beitrag aufgewiesenen Gründe für die Fortsetzung der Korrektur seit August 2012 gelten weiter und der Abwärtsdruck auf alle Getreide und Ölsaaten wurde durch die Berichte zu Anbauflächen vom 30.06.2014 und die WASDE Publikation vom 11.07.2014 zur weltweiten Angebots- und Nachfragesituation weiter verstärkt. Der Fehlausbruch aus dem Abwärtstrendkanal und der Rückfall in diesen Kanal sind im folgenden Ausschnitt des alten Charts offensichtlich:

Mais1407

Die im vorherigen Beitrag angesprochene Unterstützung bei 340 (das wäre ein Rückgang um 44 % vom Kontrakthoch des aktuellen Dezember Kontraktes von 610 am 09.06.2011) sollte in Anbetracht des extrem überverkauften Zustandes und der Nähe der Mittellinie des Trendkanals sowie auf dem ermäßigten Niveau wieder anziehenden Käufe und einer Abschwächung der Auswirkungen der Importrestriktionen für DDGS nach China halten. Diese Überlegungen lassen einen Anstieg in den Bereich um 400 nicht unwahrscheinlich werden, zumal bei 400 das maximale Open Interest der Puts liegt und ebenso ein relatives Maximum der Calls. Dies führte bereits beim Verfall der Optionen für den Juli Kontrakt zu einem entsprechend starken Anstieg.

Nun zu der Situation bei den Sojabohnen: Wo sind wir jetzt?

Der adjustierte Endloskontraktes auf den November des Sojabohnen-Future (Soybeans) an der CBOT wies über die letzten Jahre hin eine Aufwärtstendenz auf. Dieser wurde im Rahmen von für den Markt unerwartet sehr hohen Anbauflächen und gleichzeitig unterstellten Rekord-Erträgen und ebenso unerwartet hohen Lagerbeständen gebrochen (siehe Publikation vom 30.06.2014)und der 14 Tage nach dem Hoch des Mais Kontraktes begonnene Abwärtstrend wurde die WASDE Publikation vom 11.07.2014 zur weltweiten Angebots- und Nachfragesituation) weiter verstärkt.

Chart2

Was ist denkbar? Zusätzlich zu der in der Publikation des ICG (links unten) für Sojabohnen in der Projektion ausgeglichenen Angebots- und Nachfragesituation bescherten die Lagerbestände dem Markt die Aussicht auf ein Ansteigen des Stock to Use Ratios über den in der ICG Studie genannten Wert von 12,4 % hinaus. Dies schickte die Kontrakte über alle Laufzeiten hinweg in eine sehr steile Talfahrt und lies den aktuellen Kontrakt in die Unterstützungszone von 1050 bis 1100 eintauchen, das Kontrakt-Tief stammt mit 1050,75 vom 18.11.2010. Der aktuelle Rückgang war der längste seit 41 Jahren!

Bei einem Niveau von 1100 $ wird der Anbau sowohl in den USA als auch in Brasilien defizitär. Inwieweit dies kurz- bis mittelfristig zu einem Ende der Abwärtsbewegung führen kann, wird sich in den nächsten Wochen zeigen müssen. Auf Jahressicht dürfte eine Umorientierung bei den Farmern hin zu anderen Pflanzen einen Abbau von Überkapazitäten und ein eine Erholung an der Preisfront nach sich gezogen haben.
Ebenso wie der technische Fortschritt bei Mais in Bezug auf die Ethanol-Produktion (wie im vorherigen Beitrag erläutert), kann auch für die Biodieselproduktion auf Sojabohnenbasis eine Konkurrenz entstehen, wie z.B. durch Pflanzen aus Asien (http://www.biotech-now.org/environmental-industrial/2014/06/biodiesel-production-from-sugarcane# bzw. http://netnebraska.org/article/news/918215/miscanthus-growing-energy-crop). Dann waren die Hochs bei Mais und Sojabohnen in 2012 historische Hochs (inflationsbereinigt natürlich).

Soja1407

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Marcel Fratzscher im Interview: Marktversagen, Börse, Staatshilfen, Globalisierung uvm

Redaktion

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Marcel Fratzscher als Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wurde von der FAZ schon mal als Claqueur der SPD bezeichnet. Wer den Begriff nicht kennt: Ein Claqueur ist jemand, der auf Kommando Beifall klatscht. Und so hat Herr Fratzscher den Ruf, vor allem bei wirtschaftspolitischen Meinungen und Inhalten der SPD jede Menge Lob zu verteilen und die Thesen auch mit seinen fachkundigen Aussagen zu untermauern. Man munkelt in Berlin und Frankfurt schon seit geraumer Zeit, dass der gute Herr Fratzscher eine Karriere als Notenbanker oder in einem Ministerium anstrebt. Aber sind das nur Gerüchte? In den politischen Zeitgeist würde er sicher gut passen.

Marcel Fratzscher wurde schon von vielen anderen Kommentatoren sehr kritisch beäugt, aber auch von unserer Redaktion. Zum Beispiel sagte er im September, dass er keine Zombieunternehmen in Deutschland entdecken könne. Nur um wenige Tage später vom Problem der Zombieunternehmen zu reden. Generell ist er dem Lager der „Experten“ zugehörig, die der Meinung sind, dass man mit genug neuen Schulden so ziemlich alles regeln kann. Gibt es nur genug Nachfrage, lösen sich alle Probleme von selbst? Und die zusätzlichen Staatsschulden, die sind ja sowieso kein Problem bei den Nullzinsen? So einfach kann die Welt sein.

Aktuell hat Marcel Fratzscher dem auf YouTube bestens bekannten Interview-Format „Jung und Naiv“ ein 145 Minuten langes Interview gegeben. Die Leitlinie kommt relativ weit am Anfang des Interviews. Der Markt hat versagt. Also, wohin soll es seiner Meinung nach gehen? Mehr Regulierung, mehr Planwirtschaft? Thilo Jung spricht mit Marcel Fratzscher über Themen wie die Aktienmärkte und ob sie sich von der Realwirtschaft abgekoppelt haben, über die Coronakrise, Staatshilfen, die Klimakatastrophe, Autoindustrie, Konsumverzicht, Globalisierung, die Ungleichheit von Vermögen, Steuern uvm.

Wir können Ihnen an dieser Stelle nicht knallhart empfehlen 145 Minuten Marcel Fratzscher am Stück anzuschauen. Diese Entscheidung müssen Sie schon selbst treffen. Aber auch bei „Experten“, die wir kritischer sehen wie einen Herrn Fratzscher, gilt das selbe wie bei Hans-Werner Sinn, Markus Krall oder Clemens Fuest. Auch wenn man als Zuhörer die Meinung des Interviewten nicht teilt, so erweitert das Zuhören doch den Horizont.

Marcel Fratzscher
DIW-Chef Marcel Fratzscher. Foto: SPÖ Presse und Kommunikation – ExpertInnen Austausch anlässlich der Kurt Rothschild Preisverleihung, 27.09.2017 CC BY-SA 2.0

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Unser Wohlstand kommt übers Meer – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Welt ist so vernetzt wie nie zuvor. Auch wenn es in vielen Ländern protektionistische Tendenzen gibt, hat die weltweite Vernetzung ein Ausmaß erreicht, das in der Menschheitsgeschichte einmalig ist. Die Welt ist zusammengerückt. Viele Produkte, die Sie täglich nutzen, werden komplett oder in Teilen rund um den Globus verschifft, bevor Sie sie in Händen halten.

Die globalen Wertschöpfungsketten wären undenkbar ohne den regen Seehandel, der die Welt verbindet. Tausende Containerschiffe fahren von Kontinent zu Kontinent und bringen uns Waren vom anderen Ende der Welt.

Ich schreibe hier vorrangig über Zukunftstechnologien, die unsere Welt tiefgreifend verändern werden. Doch nichts hat unseren Wohlstand so sehr befeuert, wie der weitgehend freie Welthandel.

Deutschland ist Exportweltmeister

Unser Land ist erfolgreich, weil wir so stark in den Welthandel eingebunden sind. Maschinen und Autos aus Deutschland genießen international einen guten Ruf. Von den Erträgen aus dem Exportgeschäft kaufen wir beispielsweise Elektronik, chemische Erzeugnisse und Bekleidung. Das meiste davon wird übers Meer transportiert.

Die Lebensadern unserer Wirtschaft liegen im Wasser

Wenn Sie schon einmal in Hamburg am Hafen standen, haben Sie einen Eindruck, welche Mengen an Gütern täglich über den Seeweg nach Europa kommen. Rund 90% aller weltweit gehandelten Waren werden übers Meer befördert.

Unternehmen wie Hapag-Lloyd, Costamare oder Euronav betreiben riesige Flotten, um Waren rund um die Welt zu verschiffen. Sind die Aktien deshalb einen Blick wert? Das Geschäft ist lukrativ, aber hart umkämpft. Triton ist da schon eher interessant, denn das Unternehmen vermietet die…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Hotels und Restaurants: Wachstum ja, aber noch keine V-Erholung

Claudio Kummerfeld

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Restaurant-Tische mit Gläsern

Der Umsatz bei Hotels und Restaurants ist im August gegenüber Juli um 5,5 Prozent gestiegen. Aber im Vergleich zu August 2019 liegt er immer noch mit 22,2 Prozent im Minus. Die Grafik, die bis zum Jahr 2013 zurückreicht, zeigt es: Eine V-förmige Erholung ist noch nicht abgeschlossen. Der Indexwert der Umsätze von Hotels und Restaurants lag vor dem Start der Coronakrise im Februar bei 105,5 Indexpunkten, und im August waren es 80,9 Punkte. Da ist noch einiges an Lücke vorhanden. Innerhalb der Gastronomie lag der reale Umsatz der Caterer im August 2020 sogar um 32,9 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Gut, diese heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten sind aus August. Inzwischen haben wir Oktober, und die V-förmige Erholung könnte bis jetzt schon fast geschafft sein. Könnte, nicht muss. Aber selbst wenn…. ein halbes Jahr lang gigantische Verdienstausfälle machen einer Branche zu schaffen, die darauf angewiesen ist konstant Umsatz zu machen. Viele Betreiber und Hotels und Restaurants überleben vielleicht aktuell, aber nur dank staatlicher Kredite. Man hat also nach der Krise deutlich mehr Schulden als vorher, dazu kommen oft noch vermutlich Mietschulden, weil der Vermieter monatelang die Restaurantmiete stundete, die nun nachgezahlt werden muss. Hat man die Krise auf den ersten Blick überlebt, und hat wieder „normale“ Umsätze, so türmen sich die Schulden auf. Zeitlich verzögert könnten also viele Insolvenzen folgen, auch wenn sich die Umsätze der Branche wieder normalisieren.

Chart zeigt Umsätze bei Hotels und Restaurants

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