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Gold/Silber

Rohstoffe – wie geht es weiter? Saxobank-Video (englisch)

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Einschätzungen der Saxobank zur Entwicklung der Preise bei Öl, Gold, Kaffee und Gas..

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Devisen

Aktuell: Warum Schweizer Franken und Gold deutlich fallen könnten

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Wieder mehr Risiko eingehen, wenn Brexit-Deal steht?

Der vorhin verkündete Deal für den Brexit bringt die Börsenkurse derzeit kräftig in Bewegung. Bevor wir uns Schweizer Franken und Gold widmen, erst nochmal ein ganz kurzer Blick auf das eigentliche Thema. Laut EU-Juncker und UK-Johnson steht nun der Brexit-Deal. Aber die britische DUP-Partei sagt, dass sich an ihrer Position nichts geändert habe. Auch muss der Deal noch zügig durch das britische Parlament, was keinesfalls sicher ist. Die Unsicherheit bleibt also, aber die Gesamtstimmung bleibt weiter euphorisch. Nach der Jubelmeldung haussierte vorhin verständlicherweise das Pfund gegen den US-Dollar mit +170 Pips. Allerdings ist die erste Euphorie verflogen, und es hat von der Spitze bis jetzt schon wieder 100 Pips verloren. Der Dax stieg um 137 Punkte, und hat nun schon wieder gut die Hälfte eingebüßt.

Schweizer Franken

Was hat das alles mit dem Schweizer Franken und Gold zu tun? Wir hatten es schon gestern angesprochen, und tun es heute erneut. Sieht der Kapitalmarkt Lösungen für die beiden Hauptprobleme namens Brexit und Handelskrieg, gibt es kaum noch einen Grund in den Sicheren Häfen das den Investmentmanagern anvertraute Geld zu parken. Und der Schweizer Franken wie auch Gold sind nun mal die beiden Sicheren Häfen schlechthin. Auch die Spekulanten pushen dann wieder verstärkt die Risiko-Assets.

So konnte der Schweizer Franken die letzten Tage schon gut abwerten gegen den Euro in Erwartung des Brexit-Deals. Heute stieg Euro vs Franken dann sprunghaft von 1,1016 auf bis zu 1,1059 aufgrund der Brexit-Euphorie. Raus aus dem Franken, rein in den Euro. Wieder mehr Risiko fahren! Aber inzwischen ist diese Franken-Abwertung schon wieder futsch. Der Markt erkennt aktuell die noch offenen Probleme rund um die Brexit-Einigung. Dennoch: Dieser Move vorhin zeigt, wie sprunghaft die Kurse sein können. Steht der Deal Richtung Wochenende fest, dann könnten/sollten die Ausschläge eindeutiger und kräftiger ausfallen? Dann könnte der Franken weitaus stärker verlieren, und EURCHF deutlich steigen, weil der Gesamtmarkt wieder verstärkt in Risiko-Assets wie Aktien, Schwellenländerwährungen, High Yield Bonds etc anlegt. (Chart EURCHF seit heute früh). Übrigens ist der heutige Chartverlauf von Pfund vs Franken praktisch identisch zu Euro vs Franken.

Euro vs Schweizer Franken Verlauf seit heute früh

Gold

Ähnlich sieht die Lage im Gold aus. Der Chart zeigt den Kursverlauf seit heute früh. Gold in verlor schnell 6 Dollar, um kurz darauf diesen Verlust wieder aufzuholen. Aber man bedenke auch im Gold wie beim Schweizer Franken: Werden in den nächsten Tagen die sonstigen Probleme aus dem Weg geräumt, und dieser Deal kommt wirklich durch, könnten die beiden „Sicheren Häfen“ deutlich verlieren, weil Geld wieder in risikoreichere Anlagen fließt.

Gold in US-Dollar

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Gold/Silber

Goldpreis – warum der Ausblick glänzend bleibt

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Goldbarren Beispielfoto

Noch tut sich der Goldpreis schwer, die Phase der Preiskonsolidierung nach den stürmischen Anstiegen im Sommer abzuschließen und weiter durchzustarten. Noch herrscht vor allem in den USA der Glaube vor, dass sobald der Handelskrieg beendet ist, was jederzeit passieren könne, die größten wirtschaftlichen Risiken beseitigt seien.

Goldpreis – gefangen in der Flagge

Fragt man amerikanische Fondsmanager, so wie es die Bank of America Merill Lynch regelmäßig tut, nach dem positivsten Impuls für die Märkte, dann benennen aktuell 75 Prozent ein Ende im Handelskrieg als solchen. Ob ein Handelsfrieden realistisch ist und welche anderweitigen Herausforderungen auf der Weltwirtschaft lasten, steht auf einem anderen Blatt. Fakt ist, dass die jüngste Euphorie über einen ganz bestimmt kurz bevorstehenden Handels-Deal der „Phase 1“ das Bedürfnis nach Absicherung sinken lässt. Deutlich wird dies nicht nur an der rückläufigen Volatilität und wieder steigenden Kapitalmarktrenditen, sondern eben auch an einer Zurückhaltung bei Goldinvestitionen, zumindest vonseiten der Spekulanten am Terminmarkt in den USA. Nach wie vor konsolidiert der Goldpreis in US-Dollar daher innerhalb einer trendbestätigenden Flagge. Ein Ausbruch würde weiteres Potenzial in Richtung 1.800 US-Dollar pro Unze eröffnen.

Goldpreis in US-Dollar Chart Kursverlauf

Auslöser für einen solchen Ausbruch könnte neben dem Start des neuerlichen Anleihekaufprogramms durch die Fed die wieder deutlich gestiegene Wahrscheinlichkeit für eine dritte Zinssenkungen der US-Notenbank sein. Gemäß Fed Fund Futures liegt diese aktuell für den 30. Oktober bei knapp 90 Prozent.

Die Notenbanken sind des Goldes bester Freund

Doch die Zentralbanken sind mittlerweile auch auf sehr direkte Art und Weise ein Garant für einen weiter steigenden Goldpreis. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass die Zentralbanker eines Tages von preisdrückenden Verkäufern zu preistreibenden Käufern auf dem Weltmarkt mutieren. Auch in diesem Jahr landeten bisher 17,4 Prozent der weltweiten Goldnachfrage in den Tresoren der Notenbanker. Im letzten Jahr kauften die Zentralbanken die Rekordmenge von 651,5 Tonnen. Im ersten Halbjahr 2019 lag die Goldnachfrage vonseiten der Währungshüter noch mal 57 Prozent über der Vorjahresperiode.

Die niederländische Zentralbank DNB (De Nederlandsche Bank) begründet das Festhalten an ihrem Goldschatz so: „Aktien, Anleihen und andere Wertpapiere sind nicht ohne Risiko, und die Preise können sinken. Aber ein Goldbarren behält auch in Krisenzeiten seinen Wert. Aus diesem Grund haben die Zentralbanken, einschließlich der DNB, traditionell beträchtliche Mengen an Gold gehalten. Gold ist das perfekte Sparschwein – es ist der Vertrauensanker für das Finanzsystem. Wenn das System zusammenbricht, kann der Goldbestand als Grundlage für den Wiederaufbau dienen. Gold stärkt das Vertrauen in die Stabilität der Zentralbankbilanz und schafft ein Gefühl der Sicherheit.“ Dieses Bedürfnis nach Sicherheit, dass Gold in besonderem Maße erfüllt, ist in den Direktorien der Zentralbanken seit der Finanzkrise besonders ausgeprägt. Scheinbar traut man dem eigenen System nicht mehr vollumfänglich.

Goldnachfrage der Notenbanken

In Anbetracht des weltweit erneut eingeschlagenen Kurses der ultralaxen Geldpolitik stützen die Zentralbanken die ultimative Weltreservewährung nicht nur durch effektive Käufe, sondern auch durch ihre immer aggressivere Zins- und Geldmengenpolitik.

Fazit und Ausblick

Wie so oft im Leben ist auch bei der Entwicklung im Goldpreis Geduld gefragt. Nach der Sommerparty folgt, zumindest kurzfristig, der Herbstblues. Wobei dieser besonders stark bei den Notierungen in US-Dollar ausgeprägt ist. Das bedeutendste Nachfragepotenzial schlummert in den USA. Amerika repräsentiert die größten Vermögen, die größten Finanzmärkte und stellt die Weltleitwährung. Die Amerikaner sind typischerweise sehr optimistische Patrioten – bis sie es nicht mehr sind. Wie schnell Amerikaner zu Pragmatisten mutieren, konnte man in der letzten Finanzkrise sehen. Aktuell kann man bereits miterleben, wie schnell die Amerikaner vom Leugnen eines Problems zu einem Anleihekaufprogramm umschwenken, das dreimal so groß ist, wie das der viel gescholtenen EZB. Auch bei den Zinssenkungen wird nach anfänglichem Zögern geklotzt, statt zu kleckern. Aus den letzten beiden Versicherungszinsschritten wird spätestens Ende Oktober eine nicht mehr zu leugnende Zinssenkungsserie. Daher bleiben die Aussichten für das monetäre Edelmetall Gold glänzend.

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Goldpreis fällt wieder unter die $1.500 Marke

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Der Goldpreis hat in der vergangenen Woche etwas Schwäche gezeigt und konnte sich nicht über der wichtigen $1.500 Marke halten, die einen starken psychologischen Widerstand darstellt. Der Goldpreis nähert sich nun wieder dem Vormonatstief, welches sich bei $1.470,5 befindet.

Der abgebildete Monatschart (mit logarithmischer Skalierung) zeigt die Kursentwicklung des in New York gehandelten Gold-Futures (GC) seit Anfang 2010 bei einem letzten Kurs von $1.493,5. Jeder Kursstab stellt die Kursbewegung für einen Monat dar.

Das aktuelle Monatshoch liegt bei $1.525,7 und damit fast punktgenau am Tief des Jahres 2012, welches ebenfalls ein relevanter Widerstand ist.

Das aktuelle Jahreshoch sehen wir weiterhin bei $1.566,2 und somit nur etwas mehr als $20 unter der 61,8 % Fibonacci Korrektur, die sich bei $1.588,2 befindet. Auch dieses viel beachtete Kursniveau ist ein wichtiger Widerstand, der auf steigende Kurse drücken kann.

 

Goldpreis – wie geht es weiter mit der Kursentwicklung?

Aus Sicht des Monatcharts liegt ausgehend vom Vorjahrestief bei $1.167,1 ein definierter Aufwärtstrend vor. Die Wahrscheinlichkeit für längerfristig weiter steigende Kurse am Goldmarkt beträgt somit etwa 60 %. Allerdings konnte der zurzeit relevante charttechnische Widerstand bei $1.526,7 (Tief des Jahres 2012 und rote gepunktete horizontale Linie im Chart) bislang nicht nachhaltig nicht überschritten werden, was negativ zu werten ist.

Nach dem kräftigen Kursanstieg der vorangegangenen fünf Monate setzten im September Gewinnmitnahmen ein, die den Goldpreis zeitweise deutlich unter $1.500 drückten. Die Monatskerze des Septembers stellt sich als negative Umkehrkerze dar und könnte auch darauf hindeuten, das die Aufwärtsdynamik des Goldpreises unterbrochen ist. Das Chartbild würde sich dann weiter verschlechtern, wenn das Septembertief bei $1.470,5 unterschritten wird. Möglicherweise besteht dann weiteres Korrekturpotential, welches zunächst bis zum Augusttief bei $.1412,1 führen könnte.

Der Aufwärtstrend würde erst dann wieder bestätigt werden, wenn das Jahreshoch bei $1.566,2 überschritten wird. In diesem Fall könnte sich weiteres Aufwärtspotential bis zum 61,8 % Fibonacci-Korrekturniveau ergeben.

 

Mehr von Karsten Kagels unter https://www.kagels-trading.de/chartanalysen/

 

Der Goldpreis handelt in Sichtweite der Marke von 1500 Dollar

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