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Der Österreicher und seine Banken – infelix Autsria!

Der Österreicher (hier: als evolutionärer Gattungsbegriff gemeint) tritt meist in alpinen Regionen in Erscheinung und hat trotz seiner nachgewiesenen Affinität zu Bergen erstaunlicherweise einst ein Großreich begründet (hier: historisch gemeint). Seine Blickrichtung ist meist nach Osten gerichtet, Erbe seiner geschickten dynastischen Heiratspolitik, die zur Bildung der k.u.k.-Monarchie führte und ihm zwischenzeitlich eine bedeutende Rolle in der Weltpolitik ermöglichte. Sein Pech (hier: wieder historisch gemeint) besteht in seiner engen Bindung an die Deutschen, die zum Verlust zweier Weltkriege führte und das einstige Großreich wieder auf sein alpines Kernland begrenzte – eine Tatsache, mit der der Österreicher nach wie vor hadert. Bezeichnenderweise heißt deshalb der bedeutendste Komiker der Österreicher (Josef) „Hader“.

Aber auch an den Finanzmärkten ist der Österreicher berüchtigt. So sorgte die österreichische Creditanstalt schon 1931 für einen Crash mitteleuropäischer Banken – man kann also sagen, dass der Österreicher meist auslösend an Finanzkrisen beteiligt ist. Neuerdings – im Gefolge seiner nach Osten gewendeten Blickrichtung, zeigt sich der Österreicher und seine Banken stark engagiert in (Mittel-)Osteuropa und könnte jetzt wieder eine Finanzkrise auslösen.

So meldete die österreichische Erste Bank (gibt es eine Zweite?) heute Zahlen, die in Österreich für Entsetzen sorgten. Abschreibungen auf eine rumänische Tochter (Söhne sind dort selten), Verluste in Ungarn (der dem Österreicher immer wieder Schwierigkeiten gemacht hat) und der Ausstieg aus der Ukraine (geradezu noch rechtzeitig, wie es aussieht) sowie eine drastische Erhöhung der Rückstellungen für faule Kredite bringen die Erste Bank schwer unter Druck. Nein, Österreich, du solltest besser heiraten – und keine Banken gründen..

Hier das Desaster der Ersten Bank (über -10%) optisch veranschaulicht:

Erste Bank



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