Aktien

Russlands Märkte unter Druck

Nach dem Abschuss des malaysischen Passagierflugzeugs sind die Märkte weiter auf Talfahrt. Der russische Leitindex Micex verliert 1,2% – und liegt damit am sechsten Handelstag in Folge im Verlust. Das ist die größte Verluststrecke seit Januar diesen Jahres. Aktien von Russlands größtes Gas-Unternehmen, Gazprom, fallen heute knapp 2% und haben auch die letzten acht Handelstage mit Verlusten beendet – das ist die längste Verluststrecke seit Anfang 2006.

Unter Druck sind auch russische Staatsanleihen, deren Renditen (=Risikoprämien) auf den höchsten Stand seit Anfang Mai steigen. Die Renditen für 10-jährige Staatsanleihen nähern sich der 10%-Marke – mehr als dreimal soviel wie für eine vergleichbare Anleihe Spaniens. Auch die Prämien für Kreditausfallversicherungen russischer Staatsanleihen steigen weiter, alleine heute um acht Basispunkte auf nunmehr 216 Basispunkte (2,16%) – am 09.Juli lag die Prämie noch deutlich niedriger bei 166 Basispunkten.

JP Morgan Chase hatte den russischen Aktienmarkt am Freitag auf „sell“ eingestuft, nachdem sich keine einfache Lösung im Konflikt abzeichne. Mit den sich abzeichnenden Verschärfungen der Sanktionen, die besonders die für Russlands Ökonomie zentralen Unternehmen treffen dürften, wird sich die Lage für Russlands Aktienmärkte noch weiter verschärfen. Dennoch: der russische Aktienmarkt ist mit einem durchschnittlichen KGV von 5,1 extrem günstig bewertet. Neue Sanktionen aber dürften dann Russlands Wirtschaft in die Rezession bringen..



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1 Kommentar

  1. Alle Maerkte sind unter Druck. Global Currency Reset?

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