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Schufa-Eintrag löschen lassen dank DSGVO? So abweisend reagiert der Datenschutzbeauftragte

Redaktion

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Den eigenen Schufa-Eintrag löschen lassen, und zwar komplett, ist das so einfach? Einer unserer Leser, der uns namentlich bekannt ist, aber anonym bleiben möchte, hatte vor Kurzem aufgrund der neuen EU-Datenschutzrichtlinie „DSGVO“ genau das versucht. Die Schufa sollte seine Einträge löschen. Aber wie es zu erwarten war, weigerte sich die Schufa natürlich (hier der vorige Artikel). Man lehnte ab und verwies auf eine Beschwerdemöglichkeit des Bürgers beim Hessischen Datenschutzbeauftragten, der für die Schufa zuständig ist, weil sie im Bundesland Hessen ihren Firmensitz hat.

Schufa-Eintrag löschen lassen, geht das so einfach?

Genau dies tat unser Leser. Den eigenen Schufa-Eintrag löschen lassen, und zwar vollständig, das war und ist ihm ein sehr wichtiges Anliegen! Er beschwerte sich bei diesem Datenschutzbeauftragten des Landes Hessen, und erhielt nun Antwort. Vielen Dank nochmal an unseren Leser, dass er uns diesen Brieftext gleich weitergeleitet hat. Der Brief liegt uns vor – wir drucken hier aber nur den Text ab. Hier erstmal das Schreiben in kursiver Schrift, danach unser Kommentar:

Sehr geehrter Herr ……. ,

Ich nehme Bezug auf Ihre Eingabe vom 04.06.2018
Sie begehren die Löschung sämtlicher, bei der SCHUFA Holding AG (nachfolgend SCHUFA) zu Ihrer Person gespeicherten Daten.

Nach Art. 6 Abs. 1 f DS-GVO ist eine verantwortliche Stelle dazu berechtigt, Daten zu Personen zur Wahrung eigener Interessen oder Interessen Dritter zu verarbeiten, es sei denn das schutzwürdige Interesse des Betroffenen würde gegenüber dem Interesse der Auskunftei oder eines Dritten überwiegen.

Da bei der SCHUFA Daten zu Vertragsverhältnissen und/oder zu Forderungen gespeichert werden, die auch für das Scoring nach § 31 BDSG verwendet werden dürfen, ist grundsätzlich von einer Zulässigkeit der Speicherung durch die Auskunftei auszugehen.

Die SCHUFA hat Ihnen mitgeteilt, dass Ihnen eine Datenkopie nach Art 15 DS-GVO zur Verfügung gestellt werden wird. Ich empfehle Ihnen, diese zu prüfen und gegenüber der SCHUFA ggf. Ihre Ansprüche auf Korrektur oder Löschung falscher Daten, sofern vorhanden, geltend zu machen.

Sollten Sie diesbezüglich Rückfragen haben, können Sie sich gerne erneut an mich wenden.

Gegen diesen Bescheid kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Klage beim

Verwaltungsgericht Wiesbaden
Mainzer Str. 124, 65189 Wiesbaden

erhoben werden. Die Klage ist schriftlich oder zu Protokoll des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle zu erheben. Sie kann auch mittels eines elektronischen Dokuments nach Maßgabe des § 55a Abs. 2 bis 4 der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) und dem Kapitel 2 der Elektronischer-Rechtsverkehr-Verordnung erhoben werden.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Das bedeutet? Wie geht es weiter?

Unser Leser moniert unter anderem den Ausspruch im Schreiben, was denn eine „verantwortliche Stelle“ sein soll. Schließlich handelt es sich bei der Schufa ja um ein Privatunternehmen, und nicht um eine staatliche oder halbstaatliche Einrichtung. Der Datenschutzbeauftragte zeigt sich recht abweisend, und es wirkt fast so, als habe er sich gar nicht aktiv mit dieser Thematik beschäftigt. Wie gesagt, es wirkt so! Aus dem Schreiben geht jedenfalls nicht hervor, dass er sich mit dieser extrem wichtigen Frage in den letzten drei Wochen aktiv auseinandergesetzt hat.

Für sehr viele Verbraucher ist diese Frage nämlich zentral wichtig. In wie weit darf die Schufa auch nach der neuen seit 25. Mai geltenden Datenschutzrichtlinie DSGVO die Daten speichern, verarbeiten und für Scorings verwenden? Am Merkwürdigsten fällt uns diese Formulierung des Datenschutzbeauftragten auf:

„Da bei der SCHUFA Daten zu Vertragsverhältnissen und/oder zu Forderungen gespeichert werden, die auch für das Scoring nach § 31 BDSG verwendet werden dürfen, ist grundsätzlich von einer Zulässigkeit der Speicherung durch die Auskunftei auszugehen.“

Mit „es ist grundsätzlich davon auszugehen“ scheint es naheliegend zu sein, dass der Datenschutzbeauftragte nach dem 25. Mai gar nichts neu geprüft hat, wie es sich seit der Gültigkeit der DSGVO verhält? DSGVO und Schufa, das ist keine Kleinigkeit. Millionen Bürger dürften brennend interessiert sein an diesem Thema. Unser Leser bleibt am Ball, und wir auch.

Vermutlich wird die ganze Angelegenheit letztlich gerichtlich geklärt werden müssen. Unsere Meinung: Den Schufa-Eintrag löschen lassen und zwar komplett, das wird schwierig werden. Man müsste als Verbraucher wohl an die Partner-Firmen der Schufa herantreten, über die man Konsum-Verträge geschlossen hat (Mobilfunkbetreiber, Versandhäuser, Banken). Dort müsste geklärt werden, ob die Weiterleitung der Daten von diesen Firmen zur Schufa eventuell neu von den Verbrauchern genehmigt werden müsste, weil die DSGVO ja eine neue Richtlinie ist.

Schufa-Eintrag löschen lassen? Schufa-Chef Dr. Michael Freytag
SCHUFA-Chef Dr. Michael Freytag, CDU-Mitglied und früher Hamburger Finanzsenator. Bildquelle: SCHUFA Holding AG

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    Schatzbaer

    19. Juni 2018 16:34 at 16:34

    Naja, das mit der „verantwortlichen Stelle“ geht in Ordnung. So heißt auf deutsch der „Data Controller“, egal ob öffentlich oder privatwirtschaftlich.
    Allerdings heißt der seit der DS-GVO jetzt „Verantwortlicher“, und das müsste auch der Hessische Datenschutzbeauftragte wissen. Zumal es genau so im Artikel 6 Abs. 1 f DS-GVO steht…
    Ich bin als Datenschutzbeauftragter sehr am Ausgang dieser Geschichte interessiert. Wenn man im Leben keinen Kredit mehr braucht, wozu muss die Schufa dann noch meine Daten verarbeiten? Und dann müsste sie sie auch löschen.

    • Avatar

      Peter Passauer

      19. Juni 2018 18:47 at 18:47

      Stellt sich die Frage was man noch darf. Ich meine da kann sich zum Beispiel jeder Inkasso nennen und Daten abfragen. Geprüft wird das eh nicht. Somit können Inkassodienste an die Bankdaten und können drauf los pfänden. Das könnte dann also jeder

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      Heinrich Hintenberger

      20. Juni 2018 19:45 at 19:45

      Völlig d’ac­cord.

      Ergänzung: Die Schufa stützt ja ihre Datenerhebung derzeit auf eine Einwilligung, die man in der Schufa-Klausel (bei der Kontoeröffnung, dem Handyvertragsabschluss etc.) gibt. An diese Einwilligung sind seit der DS-GVO sehr hohe Anforderungen hinsichtlich ihrer Freiwilligkeit gestellt und sie wäre jederzeit – unabhängig von anderen Einwilligungen / Rechtsgeschäften widerrufbar.

      § 31 BDSG als Rechtfertigung der Datenverarbeitung per se heranzuziehen, finde ich kritisch, da es sich nach dem Wortlaut um eine einschränkende Bestimmung handelt („ist nur zulässig“). Daraus abzuleiten, dass dies „automatisch“/“grundsätzlich“ zulässig wäre, solange nur alle diese Bestimmungen eingehalten sind, ist recht normzweckwidrig, denn Art. 6 DS-GVO definiert abschließend, wann Datenverarbeitungen zulässig sind.
      Die Schufa wird sich dabei entweder wie derzeit auf die Einwilligung (Art. 6 I a) oder auf eine Wahrung berechtigter Interessen (Art. 6 I f) berufen.
      Eine Einwilligung erfordert Freiwilligkeit (s.u.), an die sehr hohe Anforderungen zu stellen sind.
      Eine Berufung auf berechtigte Interessen erfordert eine Interessenabwägung gegen schutzwürdige Interessen des Betroffenen, die bei Scoring besonders kritisch zu führen ist – immerhin gilt Scoring als besonders riskante Verarbeitung, so dass sie auch eine Datenschutz-Folgeabschätzung erfordert (siehe Haltung der Art. 29-Gruppe).
      Beides ist aus Sicht der Schufa keine wirklich einfach zu führende Argumentation, letztere i.v.F: vermutlich noch schwerer als erstere. Vermutlich bleibt es also bei der Berufung auf die Einwilligung.

      Verbraucher-Argumentationen contra Schufa könnten vor diesem Hintergrund insbesondere sein:
      1. Ob die einst erteilten Einwilligungen überhaupt noch wirksam sind oder neu eingeholt werden müssten, ist sehr fraglich. Ich persönlich habe keine Anfragen zur erneuten Einwilligung in die Schufa-Klausel erhalten, gehe also davon aus, dass keine entsprechende Neueinholung der Einwilligungen stattfindet/stattfand.
      2. Was passiert, wenn ein Betroffener die Einwilligung später widerruft (was gesondert von den anderen Leistungen möglich sein muss)? Das Geldinstitut darf den Widerruf einer Einwilligung nur in sehr begrenzten Fällen an die Erbringung von Leistungen koppeln – dies widerspräche ja dem Freiwilligkeitsgrundsatz und dem Unabhängigkeitsgrundsatz verschiedener Dienste. Hierbei scheint der Umgang verschiedener Banken unterschiedlich zu sein – siehe Punkt 3.
      3. Es ist nicht ersichtlich, dass beispielsweise bei einem Konto auf Guthabenbasis die Schufa eine zwingende Rolle für das Kreditinstitut spielt. Auf was basiert die Kopplung der Kontoeinrichtung an die Einwilligung in die Schufaklausel in diesem Fall? Es gibt wohl auch deshalb bei diversen Banken die Möglichkeit, ein Konto ohne Überziehungs-/Kreditmöglichkeiten beim Streichen der Schufaklausel zu erhalten – nicht aber bei allen. Dies stützt diese Argumentation („es scheint ja also möglich zu sein, Konten ohne Schufa zu führen“) und könnte die ablehnenden Banken damit unter rechtlichen Druck setzen.

      Bei rein „neutraler“ rechtlicher Betrachtung erscheint es aus meiner Sicht recht fraglich, wie die Schufa in Zukunft ihr Geschäftsmodell weiterentwickelt/weiterentwickeln muss.
      Rein faktisch werden möglicherweise die Gerichte die rechtliche Wertung so hinbiegen, dass das gewünschte Ergebnis rauskommt.
      Die Argumentation dürfte dabei aber spannend werden und ggf. von einer europäischen Gerichtsbarkeit anders (strenger) bewertet werden, als von deutschen Gerichten (was ja bei anderen Datenschutzfragen auch in der Vergangenheit immer wieder der Fall war). Ein höchstinstanzliches Urteil ist also alleine schon aus Gesichtspunkten der Rechtssicherheit mehr als erstrebenswert.

      • Avatar

        Christoph zur Nieden

        23. Januar 2019 09:38 at 09:38

        In der juristischen Literatur wird mittlerweile ebenfalls davon ausgegangen, dass § 31 BDSG „Schutz des Wirtschaftsverkehrs bei Scoring und Bonitätsauskünften“ europarechtswidrig ist.

        „Die bisherigen Regelungen im BDSG zu Scoring und Bonitätsauskünften mögen sich bewährt haben und allgemein akzeptiert sein. Dies ändert allerdings nichts an dem Umstand, dass für eine Fortgeltung dieser Vorschriften unter Geltung der DS-GVO kein Raum mehr ist“

        Siehe Buchner in Buchner/Kirchner Datenschutzgrundverordnung – BDSG, Kommentar, 2. Auflage 2018, § 31 Rn. 4 -6)

  2. Avatar

    Michael

    19. Juni 2018 19:04 at 19:04

    Ich habe inzwischen auch endlich eine Antwort von der SCHUFA erhalten. Als erstes dieses allgemeine Schreiben mit viel Blabla, in dem mir versichert wurde, wie sehr und gerne und voller Freude sich die SCHUFA an den Datenschutz hält.
    Wochen später dann der kostenlose Papierauszug mit den erfassten Daten. Ich war positiv überrascht, dass zumindest nur noch aktuelle bzw. laufende Vorfälle darin vorkommen, und nicht mehr, wie früher üblich, uralte Einträge wie Immobilienkredite, die längst bezahlt sind. Sehr erstaunt war ich, dass sogar der Grundschuldeintrag, den ich natürlich nicht löschen habe lassen, falls irgendwann mal wieder einer benötigt wird, nicht weiter gelistet ist.
    Es finden sich lediglich Kreditkarten und Girokonten (und noch nicht einmal alle, die vorhanden sind bzw. genutzt werden) mit dem Vermkerk „solange die Geschäftsbeziehung läuft“. Über beide könnte ich ja theoretisch jederzeit Kredite nutzen (Dispo bzw. der automatisch eingeräumte Verfügungsrahmen bei den Kreditkarten).
    Somit war ich einigermaßen positiv überrascht, denn man scheint nun zumindest die Daten auf aktuellem Stand zu halten.
    Und mein Score ist dadurch natürlich sensationell gut ;)

  3. Avatar

    bigben

    19. Juni 2018 20:21 at 20:21

    bei so einem grinsen, und den augen? … alles klar …

  4. Avatar

    Erika Mustermann

    22. September 2018 08:00 at 08:00

    Hallo Zusammen,

    DSGVO hin – oder her. Die Schufa ist ein (eitriger) Ausfluss unserer Staatsform des Ultra- Kapitalismus.

    Hier werden Millionen verdient, indem Verbraucher durch die Datenspeicherung unter Druck gesetzt werden, wenn sie nicht so funktionieren wie sie sollen.

    Um die Absurdität der Schufa Daten anhand eines Scorewertes zu verdeutlichen:

    Man wird negativ und mit einem „deutlichen erhöhten bis hohes Risiko“ bewertet, wenn man keinen Kredit von seiner Bank in Anspruch nimmt ( merkmal Kreditnutzung ), auch wenn man 10000 € auf seinem Konto Guthaben stehen hat und nie im Minus ist.

    Wie zu sehen, setzen sich ehmalige CDU Funktionäre in den Chefsessel der Schufa.

    Das ganze ist ein angekartertes Spiel, bei welchen die Verwaltugsrichter in gewohnter Manier staats- und linientreu entscheiden werden – selbstverständlich zu gunsten der Schufa.

    Vor gericht Klagen ? Bei 5000 € Regelstreitwert, ( = Prozesskostenrisiko ca. 5000 € für Anwalts- und Gerichtskosten ) wird dir der Verwaltungsrichter schon austreiben, ihn mit deiem ungehöigen Anliegen zu belästigen !

    Da nützen alle juristischen Überlegungen nichts – am Ende bekommt in unserem Land Recht wer Geld und Macht hat.

  5. Avatar

    md

    23. September 2018 14:43 at 14:43

    schufaeinträge sind löschbar.
    leicht ist es einen ev oder haftbefehl eintrag zu löschen. man bezahlt die forderung – erhält den titel – geht aufs amtsgericht und der eintrag ist gelöscht.
    eine lösung mit blutsaugern ( inkasso unternehmen ) ist schwer. diese unternehmen welch mittlerweile in den letzten 20 jahren in ihrer anzahl explodiert sind, haben ( nicht alle) gesetzeswidrige handhabungen. 1. wenn man die hauptforderung zur forderung inkl aller kosten dagegenstellt sind die 1224 % Zinsen in england noch human.
    2. hatte nen kunden welcher unbedingt ein haus erwerben wollte. passt auf der hat an der anzahl 17 negative schufaeinträge gehabt.
    wir haben allen gläubigern ein vergleichsangebot unterbreitet. in dieser wir ausdrücklich drauf hinwiesen daß die zahlung erfolgt wenn wir eine schtiftliche löschungbewilligung erhalten. diese ist für die reputation in das soziale leben bzw arbeitswelt von wichtigkeit. und somit haben wir es tatsächlich gesxhafft alle negativeinträge zu löschen. was ich aber sagen wollte zu 2) es waren mehrfacheinträge von inkassos drinnen. inkasso verkauft an anderes inkasso die forderung welcher auch einen eintrag in die schufa macht. allen beiden mussten wir vergleiche anbieten. das kommt daher weil die inkasso unternehmen machen dürfen was sie wollen. eine vollstreckungsgegenklage kann man vergessen oder gegen das inkassounternehmen klagen vergisst es. für ne hauotforderung über 100 euro damals, werden heute schon 1700 verlangt. un da hat der schuldner schon ab und zu beim gv schon 200 gezahlt.
    3) in meinen augen dürfen die inkasso machen was sie wollen. niemand stört es.
    der schuldner ist immer der verlierer, 4) ob insolvenz – in deutschland sehr lange dauer. in frankreich dauert sie meines wissens 2 jahre danach kannst du schon wieder einen kredit beantragen. bei uns 6-7 jahre. unverschämtheit. dann schufa einträge gibts dort auch nicht. wir haben sie und nach zahlung hast du einen erledigten schufaeintrag welcher 3 jahre bis zur löschung dauert. da hat rin franzose seine insolvenz schon hinter sich und vieleicht schon einen kredit laufen. also das muss alles mal zur tagesordnung. kann nicht sein das unsere bürger finanztechnich in europa behandelt werden wie menschen 2. klasse

    • Avatar

      Paul

      23. Januar 2019 10:17 at 10:17

      Made in DDR/China,ist in DE schon lange vorhanden!
      Siehe z.B.die Flensburger Punktekartei?(Doppelbestrafung)

      Wie lange wirds noch dauern,bis Schuldner,Schwarzfahrer,Verkehrssuender ect.,in DE oeffentlich an den Pranger gestellt werden?
      Ein Land aus lt.Denunzianten,ist DE schon geworden…
      Jeder Furz wird schon der Umweltbehoerde gemeldet,zwecks CO2 Ausstoss…

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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So sichern Sie Ihr Depot optimal ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

Bei so viel Euphorie beschleicht allerdings den ein oder anderen Börsianer ein ungutes Gefühl. Sie haben also das Bedürfnis Ihr Depot, Ihre Buchgewinne einmal zumindest teilweise abzusichern. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, welche drei goldenen Regeln Sie berücksichtigen müssen, damit die Absicherung auch wirklich greift.

Das Absichern oder Shorten eines Depots ist kein Hexenwerk. Allerdings sind wir als Börsianer natürlich eher geeicht auf steigende Kurse und Chancen. Mit anderen Worten: Shorten zählt bei den meisten von uns nicht zur ersten Begabung.

Das sind die drei goldenen Regeln:

– Fassen Sie immer punktuell und kurzfristig zu!
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Was sagen uns diese Regeln konkret?

Zu 1. Ein Short – ganz gleich ob als Optionsschein, Short-ETF oder Zertifikat – ist kein Pkw-Anschnallgurt, den wir fortwährend zur Anwendung bringen. Erfolgreiches Shorten verlangt eine kurzfristige Marktmeinung. Solche Instrumente kaufen wir immer punktuell und lediglich für wenige Wochen oder Monate. Andernfalls verzichten wir auf Geld und Rendite. Dabei sind weniger die laufenden Kosten eines Short-ETFs oder eines Optionsscheins das Problem. Sondern: Shorts – egal in welcher Form – bringen uns Verluste, wenn der Markt entgegen unserer Prognose doch steigt. Zudem fehlt uns das Kapital für den Short auf der Aktienseite. Zu Deutsch: Ein unsauber gesetzter Short wird schnell zum doppelten Renditekiller.

Zu 2. Das ist offensichtlich: Wenn von 20 Ihrer Depotpositionen 15 aus dem DAX stammen, sichern Sie nicht gegen den S&P 500 oder NASDAQ-Index ab, sondern natürlich gegen den DAX. Als kluger Börsianer kennen Sie den Schwerpunkt Ihres Depots und erwerben dazu passend einen Short. Ganz wichtig: Vergessen Sie…..

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