Finanznews

Senkt die Fed die Zinsen? Die „Wette Nummer 8“ der Märkte! Videoausblick

Nach den gestrigen Aussagen von Fed-Mitglied Waller steigen die Erwartungen an, dass die US-Notenbank schon im ersten Quartal 2024 die Zinsen senken wird. Diese Erwartung hat nun auch der an der Wall Street stark beachtete Bill Ackman geäußert – all das sorgt für einen fallenden US-Dollar und fallende Renditen. Dabei ist das nun die achte Wette in ca. zwei Jahren, dass die Fed zeitnah die Zinsen senken wird – bis jetzt ist diese Wette jedoch nie aufgegangen! Diesmal schon? Ween die Zinsen sinken, dann wohl nur dann, wenn die US-Wirtschaft in eine Rezession fällt. US-Renditen und US-Dollar sind nun überkauft und in einer „bullischen Wedge“. Heute im Fokus die deutschen Verbraucherpreise (14Uhr), aber vor allem das BIP aus den USA (3.Quartal, 14.30Uhr) – am Freitag dann Jerome Powell..

Hinweise aus Video:

1. Gold erreicht 6-Monatshoch: Momentum der Fed-Zinssenkung nimmt zu

2. Immobilienkrise: Zuschlagen wenn die anderen den Bach runtergehen



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

20 Kommentare

  1. Ist doch im Grunde normal, wenn die Medien einen erzählen alles ist so überkauft, RSI usw. , dann steckt dahinter auch der Wunsch, das man ihnen das glaubt und entsprechend handelt.
    Das führt dazu, das der Profit an den Märkten von unten nach oben gespült wird.

    Also immer das Gegenteil machen, was die Medien sagen. Und die Banken zählen da auch dazu mit ihren Weisheiten wie „CTAs haben so viel gekauft wie noch nie, die können nur noch verkaufen“. Wer sowas glaubt und danach handelt, dem ist nicht mehr zu helfen.

    Einfach immer das Gegenteil machen, dann fährt man die besten Resultate ein.

    Also weiterhin Long.

    1. Noch ein Wort zur Inflation.
      Klar kommt die runter. Die Preise werden sicher nicht wieder wie 2020, aber die Inflation wird wieder zwischen 2% und 3% sein.
      Einerseits schwächelt die Wirtschaft und andererseits sind die Daten eher nach unten manipuliert.

      Und das führt natürlich zu Zinssenkungen.
      Was soll denn auch an niedrigen Zinsen schlecht für die Menschen sein? Nach meiner Meinung ist das gut für uns alle.

      1. Ich persönlich glaube inzwischen ja, dass es durch die extremen Zinserhöhungen in so kurzer Zeit bei gleichzeitig größtenteils intaktem Arbeitsmarkt leicht zu einem Überschießen in die andere Richtung kommen kann, so wie es durch die extremen Maßnahmen während Corona zu einer überschießenden Inflation kam. Diese Auswirkungen brauchen halt ihre Zeit bis sie sichtbar werden. Von daher sollten vor allem die Bären mal den Gedanken einer deflationären Phase im Hinterkopf behalten. Wenn das passieren sollte, dann werden die Zinsen so schnell fallen wie sie gestiegen sind, da Deflation viel gefährlicher für die Wirtschaft ist als Inflation. Das würde dem Aktienmarkt einen deutlichen Schub geben und den Bären gewaltig den Hintern rösten. Nur damit ihr es schon mal gehört habt und nachher nicht wieder was von Manipulation durch den Deep-State oder die Illuminaten brabbelt ;-)
        Und für alle, die ihre Erkenntnisse mehr oder weniger ausschließlich aus der Vergangenheit ziehen: solange der Arbeitsmarkt größtenteils intakt ist und mehr oder weniger Vollbeschäftigung herrscht, solange wird es keine Rezession geben. Das Reallohnwachstum ist so groß wie seit zwei Jahren nicht und ständig wird versucht die Rezession herbeizureden, weil das eigene Narrativ bis zum Hals unter Wasser steht….seit einem Jahr oder mehr… die Leute haben genug Geld, um zu konsumieren sie bremsen höchstens ein bisschen den Konsum, weil sie verunsichert sind. Das begünstigt übrigens auch ein deflationäres Szenario. Aber mal abwarten. Ich bleibe positiv und schaue den verwirrt dreinblickende Shorties dabei zu, wie sie langsam gar werden ;-)

  2. Die Aktienmärkte spielen z.Zt. eindeutig das allseits beliebte Spiel der Zinssenkungsphantasie. Dies wird auch noch ne Weile so weitergehen, weil es einfach zu sehr Spaß macht und für steigende Aktienkurse sorgt. Immer wieder wird es kleine Verschnaufpausen geben wie z.B. in den letzten Tagen und Wochen. Dann aber wieder rasante Ausbrüche nach oben bei den Indizes. Irgendwann wird es dann den finalen Blow-Off geben und wenn dann auch jeder drin ist, beginnen die Großen zu verkaufen. Altbekanntes Spiel aus der Historie, aber diesmal sind die Voraussetzungen dafür endlich mal wieder perfekt.

    1. Hallo DS,
      warum sollte das denn so sein?
      Wieso wollen alle ständig, dass der Markt fällt?
      Der Markt steigt langfristig immer an, das ist ein Gesetz der Marktwirtschaft.
      Und es ist egal ob er aufgrund von Gewinnsteigerung oder Inflation steigt.
      Jeder Fall wird durch die Hüter für Märkte in Ursprung bereits bekämpft. Niemand will, dass etwas wo viele daran arbeiten wertloser wird.

      1. Manchen Leuten geht es einfach nur darum schlauer als die Masse sein zu wollen. Wenn es sonst schon nie so ist, muss es doch an der Börse klappen. Und am Ende heult man rum, wer alles daran schuld ist, dass man Haus und Hof verzockt hat. Dann ist meistens die Regierung schuld oder der Deep State oder die Juden oder was einem sonst noch so mit verwirrtem Kopf einfällt. Das Lieblingswort solcher Leute ist übrigens „irgendwann“ ;-)

  3. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Heute steigen die Märkte wieder, weil die Renditen, speziell die der Langläufer, sinken. Denn beide Seiten verhalten sich untereinander wie kommunizierende Röhren.

    Der Auslöser, der „Trigger “ wie das der Herr Fugmann neulich nannte, waren dovishe FED Reden verschiedener Kaliber.

    Gestern Waller, davor Powell und andere.

    Zur Sache im hier und heute: Betrachtet man sich die amerikanische Umlaufrendite genauer , so stellt man schnell fest, das sie jetzt schon auf dem Niveau des späten Frühjahrs 2001 ( Ende April 01 um genau zu sein) liegt.

    Das heißt, mindestens zwei volle Zinssenkungen, zu jeweils 0,50 Prozent, also 50 Basispunkte sind für den Januar schon eingepreist.
    Die richtungsweisende US Zehnjährige, die Ende Oktober noch Richtung der 5,5 Prozentmarke unterwegs war, rentiert inzwischen sogar auf dem Niveau des Juni 2001 ( Dow damals letztmalig über 11 000 ) .
    Die Märkte gehen fest von einer weichen Landung der US Wirtschaft aus.
    Da in den anderen Währungsräumen immer noch negative Realverzinsungen vorliegen, stützt das die Märkte zusätzlich.
    Nun spekulieren die Bullen zusätzlich, auf eine neuerliche Zinswende nach unten. Das ist ihnen auch gar nicht übel zu nehmen, sie sind in den langen Jahren der Niedrigzinspolitik entsprechend konditioniert worden.
    Gab es gestern einen Grund für Waller so dovish zu reden…? Ja, der Grund waren die implizierten, also noch nicht realisierten Verluste der Banken und Versicherungen in den USA.
    Diese haben sich in den Zeiten des ultra billigen Geldes mit Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und mit auf Hypotheken basierenden Wertpapieren vollgesogen.
    Diese müssten jetzt abgeschrieben werden, je länger die amerikanische Umlaufrendite oben bleibt. Also prügelt Waller diese jetzt verbal nach unten…Waller, Powell und viele andere…
    Bei 2,5 Prozent in der amerikanischen Umlaufrendite wäre für die meisten Papiere wieder der Break Eaven, also im Wesentlichen der Kaufkurs erreicht…
    Die FED ist nicht dumm, sie kennt ihre Pappenheimer ganz genau. Sie weiß nur zu gut, je länger die Hochzinsphase dauert, je länger die Phase der Bilanzreduktion dauert, je öfter kommen die Banken und Versicherungen unter Druck.
    Sie möchte keine zweite Finanzkrise riskieren und das stützt die Märkte ungemein. Sie will im Grunde nur kleine Korrekturen an den Märkten, aber keinen richtigen Crash.
    Ende Oktober hielt sie deshalb die Zeit gekommen wieder verbal Gas zu geben….Genau wie im letzten Jahr im Oktober, nur das es da die Monatsmitte war…

    1. Sehr weise Worte, vielen Dank

  4. Sehr richtig! Die Fed ist alles andere, als neutral und handelt stets im Sinne des Staates. Die EZB ist mittlerweile genauso parteiisch, ihre Unabhängigkeit steht nur noch auf dem Papier. Alleine aufgrund der immensen Staatsverschuldungen werden die Zinsen wieder sinken, egal, wie sich die Inflation entwickelt! Wenn ein „richtiger“ Crash je kommen sollte, wird er allerdings die Weltwirtschaftsordnung tangieren.

  5. @Alex, sie finden es super, weil anscheinend wegen schlummernden Leichen im Keller der Banken die Märkte kein normales Zins- Niveau mehr ertragen würden.Aus solch faulem Holz sind Permabullen geschnitzt.Die Realität kann man ignorieren,aber die Folgen der ignorierten Realität werden sich zeigen.

    1. @Schuldenkönig, was ist denn aus ihrer Sicht ein normales Zinsniveau? Aus meiner Sicht ist es da, bei der die Beschäftigung hoch ist und die Inflation niedrig.
      Und das ist dann wohl oder übel egal ob das 0% sind oder 10%.

      Einfach ein willkürliches Ziel festlegen finde ich Quatsch.

      Und besser da schlummern Leichen im Keller der Banken, als das wir eine riesengroße schlimme Wirtschaftskrise haben. Denn diese Folgen sind bei weitem schlimmer, als die „Papiere“ bei den Banken, denn „Papier“ ist geduldig.

  6. Die Frage ist doch, ob die Zinsen schnell genug gesenkt werden, so dass sich die Firmen und Privatleute, die sich noch zu niedrigen Zinsen finanziert haben und diese Konditionen festgeschrieben haben, nach dem Ablauf der Verträge wieder günstig Anschlussfinanzieren können. Wenn das nicht der Fall ist, dann könnte Dein Kippmoment an den Aktienmärkten entstehen.

    Damit es nochmals so richtig nach oben gehen kann, braucht es aus meiner Sicht nochmals einen kurzen und kräftigen Rücksetzer. Die eher seltene Alternative wäre die Bildung eines Plateaus mit moderatem „Rücksetzerlein“, auf dem sich dann alle sicher fühlen, d.h. keiner will raus, weil er Angst er verpasst den Augenblick in dem es nochmal schön nach oben geht. Bleibe im Nasdaq short, solange beides noch nicht eingetroffen bzw. abgeschlossen ist.

  7. Habe vorhin nochmals Nasdaq short nachgelegt. Ist vielleicht die letzte Möglichkeit gewesen für die noch offene Welle nach unten. Mal sehen was heute noch so passiert.

  8. interessant. Nach den letzten Tagen u.heute glaub ich langsam es geht durchgehend so weiter.
    Wobei es ja auch echt extrem ist bisher ganzen November.ausser die Amis an paßt Tagen ganz marginal runter gings ja echt nur bergauf…

    bin ich auch aber so wie vor 1 monat beschrieben.
    Ja Monat November ziemlich mau bei mir aber was solls

  9. @berti. Also ich habe mir den Nasdaq vorhin nochmals bei knapp 16’150 geschnappt und auf short gesetzt. Die Konsolidierung ist aus meiner Sicht immer noch nicht abgeschlossen, auch wenn sie auf super hohem Niveau läuft. Es ist, als ob man einen Ball unter Wasser drückt und er kommt immer wieder hoch. Selten so hartnäckig erlebt.

    1. Gute bildliche Darstellung 😀

  10. NY Cocoa ist nun völlig überkauft. Ich habe damit begonnen ein paar Short-Positionen aufzubauen. Könnte sogar langfristig zu einer grösseren Korrektur kommen und braucht daher etwas Geduld und einen wohldosierten Einsatz.

    1. Hast du dann eigentlich auch Shorts auf Orangensaft?

      Bei diesen Waren, muss man sich schon sehr gut mit den Angeboten/Herstellung, Verkaufswege und Nachfragen auskennen … also denke ich mal.

      Könnte ja alles normal sein, weil vielleicht viel weniger Ertrag jetzt und in Zukunft herrscht, weil die Böden ausgelaugt und die Wässer vertrocknet sind. Keine Ahnung, aber wie gesagt, da muss man echt gut reinschauen können.

      1. @Alex

        Habe mir Orange Juice mal angeschaut. Ja der ist auch schon abgegangen wie eine Rakete. Hier können Sie was zu den Gründen lesen:

        https://www.tagesanzeiger.ch/rekordpreis-an-us-agrarmarkt-wegen-hurrikans-und-krankheit-orangensaft-ist-weltweit-knapp-884637628668

        Charttechnisch auch sehr überkauft, jedoch gab es zwischendrin immer wieder Rücksetzer, welche eine finale große Korrektur immer wieder nach hinten verschieben können. Da wäre ich eher noch vorsichtig mit Short. Für mich nicht so klar wie der Kakao. Ordentliche Korrektur bei Orange Juice auch möglich, aber Wahrscheinlichkeit in meiner Systematik geringer als bei Kakao.

  11. In der Tat kann man Long und Short auf die lustigsten Dinge setzen. Ich gehe hier rein nach der Charttechnik vor und bei Kakao haben wir aus meiner Sicht inzwischen absolute Mondpreise. Grund ist momentan das Wetter und Pilzkrankheiten, teilweise auch die Inflation und Preisdiktate. Ich setze auf solche Wetten wenig, zumindest bis sich eine Trendumkehr manifestiert hat, erst dann erhöhe ich. Habe jetzt mit dem März 24 Future bei 4280 USD mit Short gestartet. Ich gehe davon aus, dass der Markt überreagiert hat, hinzu kommt noch die Weihnachtszeit, setze darauf dass noch vor Jahresende eine Korrektur erfolgt. Wenn ich investiert bin, interessiere ich mich automatisch für das Thema und erweitere so meinen Horizont.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert




Meist gelesen 7 Tage