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Siemens mit starken Zahlen, aber CEO Kaeser wegen Trump „besorgt“..

Die Aussagen von Kaeser sind die bislang ersten besorgten Töne eines CEOs eines führenden Dax-Konzerns..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Überraschenderweise hat Siemens schon heute seine Quartalszahlen gemeldet – und die waren stark: so stieg der Überschuss des Unternehmens unter dem Strich um ein Viertel auf 1,9 Milliarden Euro, der Umsatz um ein Prozent auf 19,1 Milliarden Euro. Kleiner Wermutstropfen allerdings der Auftragseingang mit einem Rückgang von 14 Prozent auf 19,6 Milliarden Euro – im Vorjahrzeitraum hatten noch Kraftwerksaufträge aus Ägypten für einen starken Anstieg der Aufträge gesorgt.

Dazu erhöht Siemens seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2017 und erwartet nun einen Gewinn pro Aktie von 7,20 Euro bis 7,70 an, zuvor hatten die Münchener mit 6,80 bis 7,20 Euro Gewinn pro Aktie gerechnet. Die starken Zahlen sorgten für einen Freudensprung der Aktie, die heute klar an der Dax-Spitze liegt:

Aber CEO Kaeser, der in den USA gelebt hat (zwischen 1994 bis 1999 war Kaeser als Executive Vice President und CFO der US-Tochterunternehmen Siemens Components und später als CEO der Siemens Microelectronics tätig), macht sich Sorgen um den neuen Kurs der Trump-Regierung:

„Es besorgt uns schon, es besorgt mich persönlich, dass wir Töne hören, die bisher zu unserer Wahrnehmung dieses Landes nicht passten“, so Kaeser. Das Land habe eine Tradition der Offenheit, der Freiheit und der Integration, und es wäre eine „Schande“ all das aufzugeben, nur weil man glaube, dadurch mehr innere Sicherheit zu erreichen. Die USA seien doch ein „großartiges Land“.


Siemens-CEO Kaeser
Foto: Von Kremlin.ru, CC-BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31820873

Der neue Präsident habe einen ganz anderen Stil, an den man sich erst noch gewöhnen müsse. Derzeit arbeite Siemens an einer Strategie, wie man mit der Trump-Administration umgehen solle, man sei darüber mit einigen Gouverneuren von US-Bundesstaaten im Gespräch. Hoffnung gebe ihm, dass Trump einen „sehr guten Beraterstab“ habe, und „man sollte nicht Besonnenheit mit Unterwürfigkeitsgesten verwechseln“.

Siemens beschäftigt in den USA 50.000 Mitarbeiter, 21% der Umsätze erzielt der Konzern in den USA, das für den Konzern der größte Absatzmarkt ist. Die Aussagen von Kaeser sind die bislang ersten besorgten Töne eines CEOs eines führenden Dax-Konzerns. Offenkundig scheinen die meisten deutschen Export-Unternehmen diese Sorgen nicht wirklich zu teilen, wie kürzlich das ifo Institut hervorhob – die deutsche Exportindustrie ist ausgesprochen optimistisch für das Jahr 2017, auch die heute veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone sind so euphorisch wie selten zuvor.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

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SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren:

1)
Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar.

2)
Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig.

3)
Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun…..

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Achtung Trader: Deutsche Börse führt „Xetra Trade-at-Close“ ein

Claudio Kummerfeld

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Achtung Trader! Ab 24. November bietet die Deutsche Börse für Trades über Xetra eine neue Handelsmöglichkeit an, die „Xetra Trade-at-Close“ Order. Sie bietet laut aktueller Aussage der Deutschen Börse eine zusätzliche Möglichkeit für Handelsteilnehmer zum offiziellen Schlusskurs zu handeln. Der Service steht dann für alle Wertpapiere im Xetra-Handel zur Verfügung. Hier die Details zu dem neuen Angebot im Wortlaut von der Deutschen Börse:

„Schlussauktionen gelten als Säule der Marktstabilität und des Anlegerschutzes. Sie bündeln die Liquidität pro Wertpapier zu einem Zeitpunkt und gewährleisten eine effiziente Preisbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen. Xetra Trade-at-Close adressiert die wachsende Nachfrage nach Orderausführungen am Ende des Handelstages“, sagt Michael Krogmann, Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der neue Service bietet verschiedene Vorteile: Mit Xetra Trade-at-Close können Marktteilnehmer Aufträge auch nach Ende der Schlussauktion auf Xetra eingeben. Sie profitieren davon, zu einem festen Preis zu handeln, ohne an der Preisbildung in der Schlussauktion teilzunehmen. Außerdem erhalten sie eine zusätzliche Möglichkeit, Positionen vor Ende des Handelstages zu schließen und dabei mit zusätzlicher Liquidität im börslichen Handel zu interagieren.

Wird die Option Trade-at-Close für eine Order ausgewählt, werden Aufträge, die in der Schlussauktion nicht ausgeführt wurden, automatisch in die Trade-at-Close-Phase übertragen. Während der Trade-at-Close-Phase können auch neue Orders eingegeben werden. Der Schlusskurs wird vor allem von Buy-side-Kunden wie Pensionskassen oder Investmentfonds zur Berechnung von Portfoliorenditen, zur Bewertung von Investmentfonds und als Grundlage für viele Derivategeschäfte verwendet.

Xetra-Bildschirme der Deutschen Börse
Xetra-Bildschirme. Foto: Deutsche Börse AG

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