Allgemein

16.größte Bank der USA nach Einlagen ist pleite Silicon Valley Bank wird geschlossen – Insolvenzverwalter bestellt

Bank hatte 175 Milliarden Dollar an Kundeneinlagen, wovon jedoch ein Großteil (151,5 Milliarden) unversichert waren

Silicon Valley Bank wird geschlossen und Insolvenzverwalter bestellt

Die Silicon Valley Bank wird geschlossen und ein Insolvenzverwalter bestellt. Die Bank aus dem Silicon Valley, dem Tech-Zentrum der USA, war auf die Finanzierung von Startups spezialisiert. Mit dem Anstieg der Zinsen kam es jedoch nicht – wie noch im Jahr 2021 – zu zahlreichen Börsengängen (IPOs), von denen dann Silicon Valley Bank profitiert hätte. Gestern hatte die Bank eine Not-Kapitalerhöhung angekündigt, die jedoch scheiterte. Nun wird die Bank nach einem köassischen „bank run“ abgewickelt.

Warum die Silicon Valley Bank abgewickelt wird

Die Silicon Valley Bank leidet, wie viele, vor allem regionale US-Banken auch, unter starken Verlusten in ihrem Anleihenportfolio in Gefolge des starken Anstieg der Zinsen und dadurch bedingten Mittelabflüssen, weil Kunden anderenorts (etwa in kurz laufenden US-Staatsanleihen) inzwischen attraktive Renditen geboten werden (siehe hierzu den Artikel „Aktien: Banken und das Risiko mit den Zinsen„). Um diese Mittelabflüssse zu kompensieren, musste die Bank Anleihen unter großen Verlust aus ihrem Portfolio verkaufen. Investoren zogen daraufhin massiv Gelder aus der Silicon Valley Bankab.

Die Silicon Valley Bank hatte 175 Milliarden Dollar an Kundeneinlagen, wovon jedoch ein Großteil (151,5 Milliarden) unversichert waren. Die Schließung erfolgt nun laut FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation) zum Schtuz der versicherten Kundeneinlagen – die nicht versicherten Einlagen dürften damit vernichtet sein!

Dazu schreibt die FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation) in einem Statement:

Silicon Valley Bank, Santa Clara, California, was closed today by the California Department of Financial Protection and Innovation, which appointed the Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) as receiver. To protect insured depositors, the FDIC created the Deposit Insurance National Bank of Santa Clara (DINB). At the time of closing, the FDIC as receiver immediately transferred to the DINB all insured deposits of Silicon Valley Bank.

All insured depositors will have full access to their insured deposits no later than Monday morning, March 13, 2023. The FDIC will pay uninsured depositors an advance dividend within the next week. Uninsured depositors will receive a receivership certificate for the remaining amount of their uninsured funds. As the FDIC sells the assets of Silicon Valley Bank, future dividend payments may be made to uninsured depositors.

Silicon Valley Bank had 17 branches in California and Massachusetts. The main office and all branches of Silicon Valley Bank will reopen on Monday, March 13, 2023. The DINB will maintain Silicon Valley Bank’s normal business hours. Banking activities will resume no later than Monday, March 13, including on-line banking and other services. Silicon Valley Bank’s official checks will continue to clear. Under the Federal Deposit Insurance Act, the FDIC may create a DINB to ensure that customers have continued access to their insured funds.

As of December 31, 2022, Silicon Valley Bank had approximately $209.0 billion in total assets and about $175.4 billion in total deposits. At the time of closing, the amount of deposits in excess of the insurance limits was undetermined. The amount of uninsured deposits will be determined once the FDIC obtains additional information from the bank and customers.

Customers with accounts in excess of $250,000 should contact the FDIC toll-free at 1-866-799-0959.

The FDIC as receiver will retain all the assets from Silicon Valley Bank for later disposition. Loan customers should continue to make their payments as usual.

Silicon Valley Bank is the first FDIC-insured institution to fail this year. The last FDIC-insured institution to close was Almena State Bank, Almena, Kansas, on October 23, 2020.



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

3 Kommentare

  1. Holla die Waldfee! So fängt es an. Der Markt riecht schon das nächste Rettungspaket.

  2. Kann man das Problem mit Geld lösen oder ist es zu groß 🤔

  3. @Smith,die Probleme der letzten Jahre wurden doch mit Druckergeld gelöst, finden sie das Resultat gut?
    Wahnsinn ist, wenn man immer das Gleiche tut ,aber ein anderes Resultat erwartet.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert




Meist gelesen 7 Tage