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S&P 500 erreicht 5000 – Achtung auf Inflation-Revision! Videoausblick

Der US-Leitindex S&P 500 erreichte gestern erstmals die Marke von 5000 Punkten – vor der heute viel beachteten Revision der Zahlen zur Inflation in den USA (die genaue Uhrzeit dafür ist nicht bekannt). Im letzten Jahr hatte diese Revisions-Veröffentlichung Zweifel geweckt, dass der Trend zur Inflation wirklich nach unten zeigt – passiert heute vielleicht sogar das Gegenteil? Die Fed wird die Zinsen im März wohl nicht senken – die Erwartungen für die erste Zinssenkung rutschen immer weiter nach hinten, auch die Zahl der erwarteten Senkungen für das Jahr 2024 wird fast täglich weiter reduziert. Daher steigen die US-Anleiherenditen trotz zuletzt starker Nachfrage bei Emissionen von US-Staatsanleihen weiter – eigentlich ist das nicht so gut für den S&P 500 und die anderen US-Indizes..

Hinweise aus Video:

1. Risiko von Ausfällen bei Banken breitet sich auf Europa aus

2. „Deutschland ist wirklich in Schwierigkeiten“ – Probleme sichtbar am Kreditmarkt



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18 Kommentare

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Schon das Wort Geldwertstabilität,aus dem Munde eines Notenbankers, entspricht nicht ganz der Wahrheit.

    Denn durch den aufgerechneten Zinseseffekt, wäre man dann, im Laufe seines Erwerbslebens, sämtliche Ersparnisse los.

    Früher haben die Notenbanken auch immer versucht, die Leitzinsen über der jeweiligen Inflationsrate zu lassen.

    Und zwar mit großem Abstand, damit sich das Sparen auch lohnt. Bestes Beispiel ist Helmut Schlesinger, der im Jahre 92 ,die Leitzinsen auf heute unvorstellbare 8,75 Prozent abhob, bei einer Inflation von knapp über 5 Prozent.
    Somit war eine positive Realverzinsung gegeben. Aber auch im Jahre 00 und 07 gab es positive Leitzinsen, sowohl bei uns, als auch in den USA und Europa.

  2. „eigentlich ist das nicht so gut für den S&P 500 und die anderen US-Indizes..“

    Doch! Wenn man sich die historischen Daten zur Zinsstruktur ansieht, kann man feststellen, dass alles läuft wie immer. Dieses Mal ist eben nicht alles anders.

    Solange die Zinsstruktur invertiert bleibt (und das wird sie, bis die FED panisch die Zinsen senkt) werden sich die Aktienmärkte weiter positiv entwickeln.

    Es gibt auch keinen Grund für die Aktienmärkte nachhaltig zu fallen.

    Die Zinsen sind zwar hoch, haben sich aber über den geldpolitischen Transmissionsmechanismus noch nicht ins kreditbasierte System entfaltet.

    Es ist noch viel zu viel Liquidität im Umlauf.

    Der US Arbeitsmarkt weiter stark, die Unzernehmensergebnise weiter robust und die Wirtschaft damit noch nicht am kollabieren. Es gibt bisher auch noch keine Anzeichen für wirklichen Stress im Interbankensystem.

    Es muss erst noch etwas im System brechen bevor die Notenbanken die Zknsen panisch senken. Erst dann wird sich die inverse Zknsstruktur schlagartig verteilen und erst dann wird es an den Aktienmärkten nachhaltig ungemütlich.

    Ich sehe es genau anders als Fuggi der immer meint verschobene Zinssenkung und weiter hohe Zinsen würden für die Aktienmärkte Ungemach bedeuten. Solange die Zinsen oben bleiben können und keine „Notfallzinssenkungen“ kommen, wenden die Aktienmärkte nicht fallen. Warum auch. Steigende Zinsen (Zinserhöhugszyklus) und Hknspause waren immer gut für Aktienmärkte. Erst die Panischen Zinssenkungen und damit die schlagartig Verstellung der Zinsstruktur haben den Bärenmärkt säkularen eingeleutet.

    Also Bären.. wünscht euch panische Zinssenkungen…

    depotrockerin

  3. wieso sind trotz 1080 Auflösung die Grafiken so schlecht zu sehen ?

  4. @Sebastian. „Früher haben die Notenbanken auch immer versucht, die Leitzinsen über der jeweiligen Inflationsrate zu lassen.
    Und zwar mit großem Abstand, damit sich das Sparen auch lohnt. Bestes Beispiel ist Helmut Schlesinger, der im Jahre 92 ,die Leitzinsen auf heute unvorstellbare 8,75 Prozent abhob, bei einer Inflation von knapp über 5 Prozent.“
    Was für ein dummer Vergleich. Das war die Zeit der D-Mark, als Helmut Schlesinger in einer Art Panikattacke die Leitzinsen so stark anhob, um die Inflation zu dämpfen und nicht damit sich das Sparen wieder lohnt. Was natürlich zu einer Rezession geführt hat und zu einer totalen Überbewertung der D-Mark. Mit großen internationalen Verwerfungen. British Pound – Soros.
    Müsste einem Mann der Volkswirtschaftslehre eigentlich geläufig sein.😀
    Aber heute haben wir die EU, viele Volkswirtschaften, den Euro.
    Daten kopieren heißt nicht, dass man etwas verstanden hat. Wir lesen täglich den Beweis.

  5. Fugi and Friends sammeln fleissig exakt die richtigen Informationen ein. Sie verwerten diese aber falsch.

    Das habe ich hier vor 1,5 Jahren geschrieben und das ist noch immer richtig.

  6. alte Regel, wenn es ein ATH gibt gehts weitere 20% hoch. S& P 6.000 im Mai !

  7. Hallo Herr Fugmann,

    ich höre ihre Kommentare immer recht gern, muss Sie aber auf etwas hinweisen:

    Zahlen haben immer nur eine wahre, richtige Bedeutung wenn man sie ins Verhältnis setzt, wenn ein Millionär eine Million Schulden hat kann das wenig sein, wenn ich diese Schulden habe dann ist es sicher viel. So ist es eigentlich bei allen Zahlen. Also muss man solches in % angeben. z.B. beziffern Sie die US Schulden nie in % zum BIP oder ähnlichem sondern in absoluten Zahlen, das kann nur falsch und irreführend sein. Also bitte in Zukunft weniger Sensationszahlen und mehr Realismus.

    1. @Ernst, genau das habe ich dochh getan (in Relation zum BIP) – Fakt ist doch, dass die US-Verschuldung ausufert und immer dramtischer wird, wenn die Zinslast inzwischen schon größer ist als der gigantische Verteidigungshaushalt der USA!

      1. Nein, sie behaupten z.B. „Die US Schulden haben sich in Zeitraum XY verdoppelt“ diese Aussage ist irreführend weil sich das BIP in diesem Zeitraum auch fast verdoppelt hat, ich betone fast. Die Wahrheit liegt in % zum BIP, alles andere ist Sensationsgerede …

      2. Die Ausuferung kann noch sehr, sehr lange gehen und endet erst dann, wenn die Gläubiger das Vertrauen in die „US-Freunde“ verlieren. Solange die USA eine Schutzmacht ist und wir von Ihnen abhängig sind, werden wir auch „Vertrauen“ haben müssen. Die Alternativen wären China oder Russland, was der freien Welt nicht vermittelbar ist.

        Weiterhin sind die USA für uns und für viele andere Länder der wichtigste Handelspartner. Auch das schafft eine hohe Abhängigkeit und „Vertrauen“.
        Natürlich kann in Teilbereichen immer mal wieder vorkommen, dass wir betrogen werden, etwa bei der Finanzkrise 2007 – 2008, als fehlbewertete Immobilien in lustige Finanzprodukte versteckt wurden. Das löst natürlich dann eine Vertrauenskrise aus, die aber von vorübergehender Natur ist, da die anderen Abhängigkeiten einfach zu gross sind. Oder aber Trump wird gewählt und bricht radikal mit vielen Traditionen. Aber auch er ist bestimmten Zwängen ausgeliefert.

        Und sollte das ganze total eskalieren, dann wird man sich schon auf einen passenden Schuldenschnitt einigen. Das wäre allerdings ein Szenario bei dem das Vertrauen im hohen Masse und nachhaltig geschädigt wäre. Bis es aber dazu kommt, ist noch jede Menge Luft nach oben würde ich sagen. Die USA sitzen halt immer noch ganz oben in der Nahrungskette. China schickt sich zwar an, wird aber noch eine lange Weile mit eigenen Problemen zu kämpfen haben.

  8. Hallo Markus,

    Daten kommen um 13:30 GMT,
    für uns also um 14:30 Uhr,
    siehe https://www.reuters.com/markets/us/fed-policy-shift-needs-farewell-elevated-inflation-2024-02-08/

    Viele Grüße
    Andreas

    1. danke Andreas!

  9. @Vollprofi schreibt: „Fugi and Friends sammeln fleissig exakt die richtigen Informationen ein. Sie verwerten diese aber falsch.“

    Jeder hier kann erkennen, dass Fugi die Informationen zutreffend erfasst und kommuniziert, die Schlussfolgerunen nämlich fallende Märkte jedoch einfach nicht eintreten. Können Sie in wenigen Worten
    konkretisieren warum „diese falsch verwertet werden“? Wo liegt der „Fehler“? In wenigen Worten. Danke!

    1. In dem Moment wo Schlußfolgerungen nicht eintreten, kann man wohl kaum davon reden, dass die Informationen zutreffend erfasst wurden. Wenn man so anfängt, kann man ja nie falsch liegen, weil man immer sagen kann „ich hab’s richtig analysiert, ist aber dann doch nicht so eingetreten“. Da bewegen wir uns im Bereich alternativer Fakten… der klare Fehler liegt darin: prognostiziert man etwas und es tritt nicht ein, liegt man falsch. Punkt. Aus. Ende. Da hilft es auch nicht, dass man sich mit „irgendwann“ „bald“ und „demnächst“ Floskeln retten möchte.

      1. Absolut richtig!

        don’t fight the FED , darueber kann man verschiedener Meinung sein.

        Aber don’t fight the market ist zu 99% richtig.
        Schlauer sein zu wollen gehoehrt ins Kino oder an den Stammtisch …

  10. Die Vereinigte Staaten bekennen sich zum von der UN-Luftfahrtorganisation ICAO beschlossenen CO2-Kompensationssystem CORSIA, auch in der Ära des 45. US-Präsidenten Donald John Trump. Trump und der 46. US-Präsident Joseph Robinette Biden sollten eine Luftverkehrssteuer auf IATA-Ebene zum Wahlkampfthema im Rahmen der US-Wahl 2024 am 05. November machen.

    1. In Sachen Russland-Ukraine-Konflikt gab es aktuell im Das Weiße Haus in Washington D.C. einen Fototermin von Bundeskanzler Olaf Scholz mit dem 46. US-Präsidenten Joseph Robinette Biden.

  11. @Senile Demenz

    Das Maximalalter für Regierungschefs sollte höchstens 70 Jahre betragen.
    Schließlich dürfen ja auch Linienpiloten mit 70 längst nicht mehr fliegen.

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