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Ein Blick in die Börsengeschichte S&P 500 nach Einbruch in diesem Jahr vor Warnzeichen

S&P 500 Warnsignal Börsengeschichte

Kurz nach Jahresbeginn 2022 erreichte der US-Leitindex S&P 500 ein neues Allzeithoch – seitdem geht es bergab, der Index ist an der Schwelle zum Bärenmarkt (-20%). Auslöser für den Niedergang ist der monetäre Klimawandel, den die US-Notenbank Fed eingeleitet hat: aus dem Fed Put ist der „Feind der Märkte“ geworden, weil die US-Notenbank im Rahmen der Bekämpfing der Inflation die Zinsen stark angehoben und die Bilanzsumme reduziert hat.

Das bedeutet Entzug von Liquidität – und Aktienmärkte steigen, wenn es viel dieser Liqudität gibt, und sie fallen, wenn es wenig davon gibt. Nun will Fed-Chef Powell offenkundig verhindern, dass der S&P 500 und die anderen US-Aktienmärkte zu stark steigen, um die Nachfrage (als Ursache für Inflation) zu dämpfen. Daher hat die Fed ihre Inflationserwartung für das Jahr 2023 entgegen jeder Evidenz angehoben – seit Juni fällt die Inflation im Vergleich zu den Vorjahresmonaten kontinuierlich.

S&P 500: Wenn es nächstes Jahr auch bergab geht, wird es richtig gefährlich

Nach dem diesjährigen Rückgang des US-Leitindex S&P 500 ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass die US-Aktienmärkte im Jahr 2023 erneut sinken werden, berichtet nun Bloomberg. Sollte dies jedoch der Fall sein, zeigt die Geschichte, dass sich die Anleger auf weitere sehr unangenehme 12 Monate einstellen müssen.

Seit 1928 ist der S&P 500 Index nur viermal in zwei aufeinander folgenden Jahren gefallen: Die Große Depression, der Zweite Weltkrieg, die Ölkrise der 1970er Jahre und das Platzen der Dot-Com-Blase zu Beginn dieses Jahrhunderts.

In der fast 100-jährigen Geschichte der Benchmark sind solche Ereignisse klare Ausreißer. Doch wenn sie auftraten, waren die Einbrüche im zweiten Jahr immer stärker als im ersten Jahr, mit einem durchschnittlichen Rückgang von 24%. Damit würde der diesjährige Rückgang von rund 20% noch übertroffen.

S&P 500 Warnsignal

Double Down: Negative Renditen beim S&P 500 in zwei aufeinanderfolgenden Jahren sind selten, aber wenn dann heftig

Noch seltener sind mehr als zwei aufeinanderfolgende Jahre im Minus. Der S&P 500 fiel von 2000 bis 2002 und von 1939 bis 1941 drei Jahre in Folge, während die längste Verluststrähne nach der „Great Depression“ an der Wall-Street-Crash bleibt, als die Aktien von 1929 bis 1932 vier Jahre in Folge fielen.

Optimismus für 2023

Allerdings sagen sowohl Fondsmanager als auch Wall-Street-Strategen für das nächste Jahr eine gedämpfte Erholung des S&P 500 voraus.

„Eine Rezession muss nicht gleichbedeutend mit dem Untergang von Aktien sein, und die Märkte neigen dazu, ihren Tiefpunkt zu erreichen, bevor eine Rezession beginnt“, so Manish Singh, Chief Investment Officer bei Crossbridge Capital. Seiner Meinung nach hat der S&P 500 seinen Tiefpunkt im Juni erreicht, als die Inflation ihren Höhepunkt erreichte.

FMW/Bloomberg

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3 Kommentare

  1. Die 3. Reihe, z.b., Palantir, haben jetzt ihre x te k. o. Runde hinter sich.
    Überträgt sich das?
    Bedenklich Mc Donald. Eigentlich ein Immobilienunternehmen.
    Eigenkapital – 2 Milliarden Dollares.
    Fremdkapital 50 Milliarden Dollares, die Daten sind nicht aktuell.
    Fremdkapital Aufnahme zum Zweck für Aktienrückkäufe.
    Bedenklich. Aber das Immobilienunternehmen hat seinen statistischen Gegenwert zuhauf, theoretisch, Buchhalterisch.
    Wenn viele Gleichzeitig durch die Tür wollen……………..
    Eigenverbrauch: Ich mampfe täglich 2 BIG MÄC, theoretisch, Buchhalterisch..

  2. Jetzt habe ich Mühe das zu verstehen, jetzt haben doch alle Gurus erklärt , erst Rezession ,dann Zinssenkungen ,dann noch eine gewisse Zeit fallende Aktien bis zum Tiefpunkt und erst dann Erholung.Klar kann 2023 positiv enden aber zuerst müsste es nochmals tiefer gehen. Natürlich kann es diesmal anderst sein ,denn die Manipulatoren sind unberechenbar geworden.

  3. Die Szenarien früherer Rezessionen widersprechen aber total der Bloomberg Theorie.Da von den Propheten fast niemand die überfällige Korrektur anfangs 2022 erwartete, werden sie wohl wissen was in der fast unlösbaren Lage 2023 passieren wird.
    Auch der Formationstrader als ewiger Bulle zeigt mit seinem Video nun eine andere Erwartung.
    GOOGELN: Formatinstrader.de. Aktien : – Jubel , Trubel Ausverkauf –

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