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Staatspleite reloaded rückt näher…

Von Claudio Kummerfeld

Eine erneute Staatspleite von Argentinien rückt näher. Das Treffen argentinischer Delegierter mit einem Mediator in New York platze, da die argentinischen Abgesandten nicht erschienen. Hintergrund des Treffens sollte es sein, eine Vermittlungslösung zu finden für den Teil offener Staatsschulden, bei dem US-Gläubiger sich nicht auf einen Schuldenschnitt eingelassen hatten und seit geraumer Zeit vor US-Gerichten auf volle Rückzahlung pochen. Die Zuständigkeit der US-Justiz basiert in diesem Fall darauf, dass die Papiere nach US-Recht begeben wurden.

Die argentinische Wirtschaft ist von Jahr zu Jahr von deutlich steigender Inflation gebeutelt, wichtige Exporte ins Ausland werten stark eingeschränkt, damit, so die Regierung Kirchner, argentinische Produkte im Land abgesetzt und verbraucht werden können. Harte Devisen aus dem Ausland fehlen somit aber. Folge hiervon unter anderem war, dass ein guter Teil der Rindfleischvermarktung komplett eingestellt und die Tiere geschlachtet werden.

Export, Import- sowie Devisenbeschränkungen treiben das Land planmäßig nach und nach an den Abgrund. Für die Regierung Kirchner mögen es Maßnahmen sein um die heimische Wirtschaft zu schützen, bewirken tun sie aber genau das Gegenteil.

Der Dollar Blue, der Schwarzmarktpeso, werte immer mehr gegenüber dem USD ab, statt 8,20 eher bei 12 derzeit. Dank Devisenkontrollen in Argentinien hat sich dieser freie Tausch unter der Hand auf offener Straße entwickelt, wo die wahre Stärke der lokalen Wirtschat von den Menschen Tag für Tag geschätzt wird. Dies konnten wir selbst vor Ort beobachten. Touristen werden in Fußgängerzonen in Buenos Aires alle paar Meter Angebote zugerufen, in Vororten gibt es „Wechselstuben“ mit guten Kursen. Es ist dort so alltäglich, als wären es reguläre Anbieter.

Wie sich die Situation weiter entwickelt…. die nächsten Tage bleiben spannend. Bewegen sich die Rest-Gläubiger, oder pokert Frau Kirchner weiter ? Mal sehen wer zuerst zuckt.



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