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Streben nach Rekorden: The Rolex Way



Photo by Carlos Esteves on Unsplash

Rolex – Trendsetter der Losgröße 1

Der Trend in der Wirtschaft geht zur Losgröße 1 statt Massenfertigung. Längst vorbei ist das noch vom Taylorismus herrührende Zeitalter der Industrie 2.0, als Kunden sich mit standardisierter Massenware zufriedengaben. Nachdem sich bereits an sich verheißungsvolle Produkte wie Autos, Fernsehgeräte, Computer und Wohnungen mit Strom und Wasser in der Breite der Gesellschaft durchgesetzt haben, darf es für die meisten Menschen nun etwas individueller sein. Der Traum ist nicht mehr das Produkt selbst, sondern seine Gestaltung.

Eckdaten zum Gründer

Der visionäre Gründer Hans Wilsdorf war eigentlich Franke, der sich nach einem Studium in London in der Schweiz niederließ und seinen Traum von schönen Uhren lebte. Mit Widerständen musste er früh umzugehen lernen. Zwar in einer vermögenden Familie aufgewachsen, wurde er schon mit zwölf Jahren Vollwaise und bei seiner Auswanderung nach London wurde ihm auf dem Schiff sein Erbteil von 33.000 Deutschen Goldmark gestohlen.

Dass es ihn 1915 in die Schweiz zog, lag an den schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen in seinem Gastland während des Großen Krieges. Mit hohen Steuern finanzierte England seine hohen Kriegskosten im Kampf gegen die Mittelmächte. Außerdem lockte die Schweiz schon damals mit günstigen Steuern. Zum Zeitpunkt seiner Ausreise in den Alpenstaat brachte Wilmsdorf bereits eine zehnjährige Unternehmenserfahrung mit.

Als die Armbanduhren die Taschenuhren verdrängten

Armbanduhren hatten zur Zeit der Londoner Unternehmensgründung im Jahre 1905 nicht den besten Ruf. Sie galten den Taschenuhren gegenüber aufgrund ihres kleinen Gehäuses und möglichen Störungen des Getriebes durch die eigenen Bewegungen als ungenau. Wilsdorf hingegen erkannte, dass den Armbanduhren und nicht den Taschenuhren die Zukunft gehört und er beschloss, das Problem der mangelnden Genauigkeit zu ändern. 1910 erhielt sein Unternehmen eines der ersten Chronometerzertifikate für Armbanduhren. 1926 verdichtete er die Aufzugskrone seiner Uhren, durch die zu leicht Staub einsickern und das empfindliche Getriebe der Uhren stören konnte. Geboren war das legendäre Oyster-Gehäuse und nebenher die erste wasserdichte Uhr der Welt.

Rolex hat also einen gewissen Anteil an der nach dem Ersten Weltkrieg einsetzenden Entwicklung der Verdrängung der Taschenuhren durch die Armbanduhren. Auch half er das Image von der Schweiz, als das Land der sauber tickenden Uhren zu prägen. Stylisches Design und eine kluge Vermarktungsstrategie trugen dazu bei, eine Geisteshaltung zu überwinden, innerhalb derer Armbanduhren den Frauen vorbehalten waren und als unmännlich galten.

The Rolex Way

Rolex geht unbeirrt seinen Weg und bleibt seinen Traditionen treu. Die Exemplare von Rolex haben einen hohen Wiedererkennungswert. Höchste Exzellenz in der Forschung verbindet das Unternehmen mit hochwertigsten Materialien. Konsequent stellt Rolex eigene Legierungen aus Gold, Silber, Edelsteinen, Saphirglas, Kupfer, Palladium, Ruthenium, Platin und anderen Glitzerelementen her. Bei den Stahllegierungen gibt es weltweit mit 904L nur eine Legierung, die von Rolex akzeptiert wird. Eigenkreationen in jedem noch so kleinen Produktionsschritt lassen die Liebe zur Originalität lebendig werden, die derart prunkvoll ist, dass der Preis für besonders hochwertige Exemplare einen sechsstelligen Wert annehmen kann.

Meilensteine

In puncto Wissenschaft und Forschung folgte der ersten wasserdichten Uhr von 1926 mit der Oyster Perpetual die erste Automatikuhr, die sich selbst aufzog. Zugleich war die GMT-Master der erste Chronometer, der für die Flieger zwischen den Welten zwei Zeitzonen zugleich anzeigte. 1953 erblickte mit der Rolex Submariner die erste Taucheruhr das Licht der Welt. 1956 verblüffte die Milgauss die Wissenschaft durch einen Weicheisenkäfig, der Magnetfeldern bis zu einer Stärke von 1.000 Gauß widerstand. 50 Jahre später gab es dank einer Parachrom-Spirale keine Magnetfelder mehr, die der damit ausgestatteten Rolex-Uhr etwas anhaben konnten.

Kluge Vermarktungsstrategie

Gutes gehört als Gutes beworben und Rolex war auch in der Werbung Vorreiter. Einst das erste Unternehmen der Welt, das sein einprägsames Branding auf seinen Zeitmessern verewigte, arbeitet Rolex seit seiner Gründung mit den berühmtesten Persönlichkeiten der Zeitgeschichte zusammen, die zu Botschaftern der Uhrenmanufaktur wurden. Prominente wie Elvis Presley, Martin Luther King, Che Guevara, Winston Churchill, Pablo Picasso, John F. Kennedy, Arnold Schwarzenegger und der Dalai Lama schmückten sich mit einer Rolex-Uhr, die nicht nur Exklusivität ausstrahlte, sondern auch die Botschaft verbreitete, Grenzen zu überwinden.

Während wir inzwischen bei Chrono24 die Rolex Explorer entdecken oder auf die Rolex Sea-Dweller aufmerksam werden, stellten Sportler noch vor wenigen Jahren in spektakulären Aktionen mit einer Rolex-Uhr Weltrekorde auf, andere trugen ihre Rolex-Uhr auf den Mount Everest oder tauchten mit ihr in den Marianengraben.

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