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Nach der Staatsrettung Uniper-Aktie fällt dramatisch in die Tiefe

Die Uniper-Aktie fällt ins Bodenlose. Die Staatsrettung ist Segen und Fluch zugleich. Kurzfristig ist kein Hoffnungsschimmer in Sicht.

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Die Uniper-Aktie fällt ins Bodenlose. Seit Jahresanfang hat die Aktie 82 Prozent an Wert verloren. Alleine in den letzten fünf Börsentagen war es nochmal ein Minus von 48 Prozent. Heute ist es erneut ein saftiger Tagesverlust von 9,2 Prozent auf 5,93 Euro. Am letzten Freitag verkündete Uniper, dass sich der deutsche Staat mit 30 Prozent am Unternehmen beteiligt, und oben drauf noch zusätzlich 7 Milliarden Euro Kredit gibt, nach bereits gewährten 2 Milliarden Euro. Es ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits wäre Uniper wohl bald pleite gewesen ohne die Staatshilfe – andererseits belastet diese Staatsrettung das Unternehmen. Denn durch die Kapitalerhöhung werden die Anteile der Altaktionäre verwässert. Und durch die neuen Kredite wächst die Verschuldung des Unternehmens.

Der starke Kursverfall der Uniper-Aktie mündet darin, dass das Unternehmen aktuell nur noch eine Marktkapitalisierung (Börsenwert) von 2,2 Milliarden Euro aufweist. Man bedenke: Der deutsche Staat erwirbt Uniper-Anteile über die Kapitalerhöhung zu einem Preis pro Aktie von nur 1,70 Euro – und aktuell notiert der Börsenkurs bei 5,93 Euro.

Laut gestrigen Berichten hat JP Morgan sein Kursziel für die Uniper-Aktie von 32 Euro auf nur noch 5,50 Euro abgesenkt. Die Einstufung wurde auf einen Schlag um zwei Stufen gesenkt von Übergewichten auf Untergewichten. Unter Berücksichtigung der Kapitalerhöhung zum Ausgabepreis von 1,70 Euro je Aktie unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre und der milliardenschweren Pflichtwandel-Anleihe sieht JPM den fairen Aktienkurs bei 5,30 Euro. Goldman Sachs senkt aktuell das Kursziel von 10 auf 4,50 Euro.

Aktuell wirkt es nicht so, als könne man irgendwo einen Sonnenschein für die Uniper-Aktie entdecken. Auch wenn das Unternehmen ab Oktober die höheren Einkaufspreise für Gas an seine Kunden weiterreichen kann. Die Belastungen bleiben hoch, und die Milliardenkredite lasten auf dem Unternehmen. Kurzfristig könnte es vielleicht einen kleinen Turnaround in der Aktie geben, weil sie nach so heftigen Verlusten in den letzten Wochen überverkauft ist?

Chart zeigt die prozentuale Entwicklung der Uniper-Aktie seit Jahresanfang TradingView Chart zeigt prozentuale Entwicklung der Uniper-Aktie seit Jahresanfang.



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1 Kommentar

  1. Kann man auch dramatisch in die Höhe fallen?

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