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US-Banken vor schwacher Berichtssaison

Heute startet sie wieder, die US-Berichtssaison. Wie immer eröffnet Alcoa heute nachbörslich den Reigen von Unternehmensergebnissen – und für die US-Banken und ihre Anleger dürften die Ergebnisse wenig erfreulich ausfallen.

Das hat vorwiegend zwei Gründe: erstens läuft das für Banken sehr wichtige Anleihegeschäft nicht gut – die Ergebnisse hier sind um ca. 15% geringer als noch im Vorjahr. Grund für diese schwache Entwicklung ist der absehbare Ausstieg der Fed aus der ultralaxen Geldpolitik, sichtbar im fortgesetzten Tapering von monatlich 10 Milliarden US-Dollar. Behält die Fed ihr Tempo bei, ist im Herbst 2014 Schluss mit den Anleihekäufen. Damit aber entfällt für Investoren ein wesentlicher Grund, in Anleihen zu gehen, die ihnen von den Banken verkauft werden.

Der zweite Grund ist im Grundsatz zumindest erfreulich: die starke Erholung des US-Immobilienmarktes hat die Preise für Häuser und Wohnungen stark steigen lassen. Mit der Folge jedoch, dass viele Amerikaner sich nun keinen Immobilienkauf mehr leisten können – dadurch geht für die US-Banken das Geschäft mit Immobilienkrediten stark zurück.

Es sind nur wenige Banken, die sich in diesem Umfeld gut behaupten, vorwiegend durch das derzeit florierende IPO-Geschäft. Morgan Stanley scheint sich hier gesund gestoßen zu haben. Wer aber bei IPOs nicht eine führende Rolle spielt, hat derzeit das Nachsehen. So dürften insbesondere Bank of America, JP Morgan und Goldman Sachs bald sehr schwache Zahlen vorlegen.



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