Folgen Sie uns

Devisen

US-Dollar gegen Yen: Stärkste Rally seit August 2019!

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Japanischer Yen Symbolbild

Wie ich in meinem letzten Artikel über den US-Dollar gegen den japanischen Yen vor zwei Tagen beschrieben habe, befand sich das Währungspaar in einem Seitwärtstrend. Alle Indikationen haben darauf hingewiesen, dass der Markt sich auf einen größeren Ausbruch vorbereitete. Zu dem Zeitpunkt war wenig Liquidität vorhanden, aber die Händler standen schon in den Startlöchern. Da jedoch keiner sich zu früh positionieren wollte, kam es noch zu einem echten Geduldsspiel. Der große Ausbruch hat noch auf sich warten lassen, aber dann war er endlich da. Gestern Nacht, in der asiatischen Sitzung, haben die Bullen den Widerstand bei 110,00 angegriffen – und waren erfolgreich.

Nachdem die „big figure“ (110,00) erobert wurde, ging es für den US-Dollar nur noch in Richtung Norden. Die Situation hat sich mit dem Break-Out auf der Oberseite deutlich entspannt. Die Long-Trader fühlten sich bestätigt und wurden immer mutiger. Da über der 110,00 Marke auch viele Stopp-Loss Marken saßen und mit dem Ausbruch gezogen wurden, hat USD/JPY eine zusätzliche Dynamik entwickelt und der neue Long-Trend wurde somit endgültig besiegelt. Zu dem gelungenen Ausbruch haben ebenfalls die zahlreichen Wirtschaftsdaten beigetragen, die vorletzte Nacht aus Japan veröffentlicht wurden. Obwohl sie ziemlich gemischt ausgefallen sind, hat der Major genug frische Impulse erhalten, um die langweilige Seitwärtsphase zu verlassen.

So kann es für den US-Dollar gegen Yen heute weitergehen

Als der Ausbruch vollzogen wurde und der Major die 110,00 Marke durchbrach, wurde den meisten klar: jetzt ist es an der Zeit, den US-Dollar zu kaufen und sich auf die Long-Seite zu stellen. In der europäischen Session haben die Händler ihre Long-Positionen weiter ausgebaut, und der frische Aufwärtstrend hat sich weiter fortgesetzt. Wer also in den letzten 24 Stunden auf einen steigenden US-Dollar spekuliert hat, konnte ohne viel Aufwand schöne Gewinne erzielen. USD/JPY ist seit gestern Nacht über 150 Punkte gestiegen – das war der stärkste Anstieg seit August 2019! Offenkundig schwächt den Yen die Sorge, dass es in Japans Wirtschaft durch das Coronavirus zu wirtschaftlichen Verwerfungen kommen wird aufgrund der Bedeutung und Nähe Chinas.

Aktuell befindet sich US-Dollar vs Yen bei ca. 111,45 (Donnerstagmorgen). In der asiatischen Session hat das Währungspaar im Hoch die Marke von 111,60 getestet. Dieser Bereich scheint jedoch momentan für den Major noch zu stark zu sein. Es wäre ziemlich mutig, jetzt schon die Long-Seite zu wählen, da die Indikatoren im kurzfristigen Zeitfenster schon ausgereizt sind. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass der Kurs in den nächsten Stunden zuerst wieder etwas fallen wird. Nach so einem starken Anstieg, ist es ganz normal, dass man mit einer technischen Gegenreaktion rechnen muss.

Wer jedoch heute die Short-Seite handeln möchte, sollte darauf vorbereitet sein, dass jeder Kursrückgang von den Bullen dazu genutzt wird, neue Long Orders am Markt zu platzieren. Der Aufwärtstrend wird sich wahrscheinlich weiter fortsetzen. Es lohnt sich aber, noch etwas geduldig zu bleiben, die Korrektur auf der Unterseite abzuwarten und dann einen Long-Trade zu eröffnen. Sollte bei US-Dollar vs Yen der Widerstand bei 111,60 brechen, wird der Bereich von 112,00 in den Fokus rücken. Hier sollte man aber die Positionen absichern und die Lage neu analysieren.

US-Dollar vs Yen im Chartverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Aktuell: Pfund sieht kein Brexit-Problem, US-Dollar und Goldpreis in Bewegung

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die aktuelle Lage bei Goldpreis, US-Dollar sowie im britischen Pfund sind Thema in diesem Artikel. Der Devisenmarkt reagiert tief entspannt auf die Ereignisse rund um den Brexit. Die Verhandlungen zwischen EU und UK sollen diese Woche weitergehen, aber die letzte Brexit-Deadline zur Klärung von Problem rückt unaufhaltsam näher. Und dann hört man heute, dass die britische Regierung an 200.000 Unternehmen Briefe verschickt, wonach diese Vorbereitungen für einen harten Brexit treffen sollten. Und zack, das britische Pfund rauscht ab in den Keller?

Nein, das Pfund steigt sogar leicht! Gibt es nicht? Doch, heute geschieht es genau so. Am Freitag hatten wir noch vor der großen Ungewissheit und dem Risiko gewarnt, übers Wochenende im Pfund engagiert zu sein. Die Trader sagen mit dem Kursverlauf heute: Leute, ganz entspannt, es wird noch einen Deal geben. Was für ein Optimismus! Pfund gegen US-Dollar hat seit Freitag Abend gut 80 Pips zugelegt auf aktuell 1,3018. Euro gegen Pfund hat verloren von 0,9066 auf aktuell 0,9048.

US-Dollar und Goldpreis spielen ihr Spiel

Der US-Dollar verliert schon seit heute früh. Die steigende Hoffnung auf eine Einigung für einen neuen Billionen-Stimulus in den USA schürt natürlich Hoffnung für eine bessere globale Konjunktur. Damit ist der „große sichere Hafen“ namens US-Dollar als Fluchtwährung weniger gefragt. So verliert der Dollar-Index (Währungskorb) seit heute früh von 93,75 auf aktuell 93,23 Indexpunkte.

Tja, und der Goldpreis? Die ständigen seit Tagen anhaltenden Versuche, deutlich über 1.900 Dollar zu laufen, scheiterten immer wieder. Erst heute Vormittag berichteten wir. Ein schwacher US-Dollar bedeutet in der Regel einen stärkeren Goldpreis. Und so kletterte er heute auch von 1.900 auf 1.918 Dollar in der Spitze um 14 Uhr. Aber bis jetzt kommt der Goldpreis wieder zurück auf 1.909 Dollar. Mal wieder scheint der Anlauf nach oben zu scheitern. Im Chart sehen wir seit Freitag früh den US-Dollar-Index in blau gegen den Goldpreis in rot-grün.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf gegen US-Dollar

weiterlesen

Devisen

Große Pfund-Wette übers Wochenende, US-Dollar und der Goldpreis

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Symbole für Pfund Euro, Yen und US-Dollar

Über das bevorstehende Wochenende hinweg wird womöglich eine große Pfund-Wette laufen. Die läuft folgendermaßen. Entweder das Pfund wird nächste Woche weiter deutlich fallen, oder es passiert gar nichts. Denn heute Mittag hat der britische Premier Boris Johnson mit einem harten Brexit gedroht. Die EU bewege sich nicht und habe nie ernsthaft verhandelt, so Johnson (hier mehr dazu). Daraufhin war das britische Pfund gegen den US-Dollar und gegen den Euro seit 12:50 Uhr gefallen.

Und die EU-Kommission hat geantwortet. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen twitterte, dass man weiterhin an einem Deal arbeite, aber nicht zu jeden Preis (sie will wohl nicht als erpressbar in der Öffentlichkeit da stehen). Wie bereits geplant, werde das Verhandlerteam der EU nächste Woche nach London aufbrechen, so ihr kurzer Text. Also: Entweder die Drohung von Boris Johnson sollte lediglich seine eigene Verhandlungsposition verbessern (auf dicke Hose machen), oder es kommt nächste Woche zu einer Konfrontation, die sich nicht mehr lösen lässt. Das wäre wahrscheinlich für das britische Pfund ein ziemlich schlechtes Signal. Den ersten Vorgeschmack gab es vorhin. Euro gegen Pfund steigt von 0,9047 auf 0,9090. Pfund gegen US-Dollar fällt von 1,2957 auf 1,2920. Das waren noch keine Riesen-Bewegungen, aber der Devisenmarkt hat negativ auf die Johnson-Aussagen reagiert. Wer jetzt noch vorm Wochenende eine Pfund-Position öffnet, geht ein großes Risiko ein. Denn man weiß nicht, wie sich die politische Lage übers Wochenende entwickelt.

US-Dollar

Der US-Dollar stand vorhin unter der Fuchtel von US-Konjunkturdaten. Um 14:30 Uhr wurden die Einzelhandelsumsätze deutlich besser gemeldet als erwartet. Dann um 15:15 Uhr folgten Daten zur US-Industrieproduktion, die schlechter gemeldet wurden als erwartet. Und vorhin um 16 Uhr dann der dritte Akt heute Nachmittag. Daten der Universität von Michigan zeigen ein etwas besser als erwartetes Vertrauen der US-Verbraucher. Der US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb) hat sich durch diese drei Daten bis jetzt nur minimal geändert mit einem Anstieg von 93,56 auf 93,63 Indexpunkten.

Goldpreis

Der Goldpreis hat seit 14 Uhr von 1.913 auf jetzt 1.905 Dollar verloren. Wir erinnern an unsere Berichterstattungen der letzten Tage. Immer wieder gab es Anläufe im Goldpreis über die Marke von 1.900 Dollar, sogar deutlich stärker als heute – und immer wieder fiel der Goldpreis unter diese runde Marke. Gold ist seit Tagen nicht stabil und zeigt keinen nachhaltigen Aufwärtsmove. Hauptsächlich schuld ist der US-Dollar, der sich seit Montag im Aufwärtstrend befindet, und Gold auf dem Weg nach oben blockiert. Im Chart sehen wir seit Wochenanfang den Goldpreis in rot-grün gegen den Dollar-Index in blau.

Chart zeigt Goldpreis gegen US-Dollar im Kursverlauf

weiterlesen

Allgemein

Brexit: Boris Johnson – steuern auf No Deal zu, harter Abgang wahrscheinlich

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Kommt doch der harte Brexit? Boris Johnson hat genau das soeben angedeutet: solange sich die EU nicht bewege, so der britische Premier, werde es einen No Deal beim Brexit geben. Man würde dann eine Vereinbarung haben wie zwischen der EU und Australien, so Johnson.

Johnson weiter in Schlagzeilen:

– der von der EU vorgeschlagene Deal wie zwischen der EU und Kanada wird nicht funktionieren

– die EU hat nicht wirklich ernsthaft verhandelt, daher sollten wir uns auf einen Brexit ohne Deal vorbereiten

Das britische Pfund zunächst stärker unter Druck, nun aber doch mit einer (volatilen) Erholungsbewegung. Vermutlich gehen die Märkte davon aus, dass doch zu viel auf dem Spiel steht und halten daher die Aussagen von Johnson für eine Drohgebärde ohne wirklich ernsten Hintergrund. Aber aus unserer Sicht meint es Johnson durchaus ernst..

Ein harter Brexit wird wahrscheinlicher, sagt Premier Johnson

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen