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US-Handelsbilanz aktuell mit größten jemals gemessenen Defizit!

Containerschiffe

Das Defizit in der US-Handelsbilanz nimmt immer dramatischere Ausmaße an. Auch unter Donald Trump konnte diese entscheidende Schieflage für die amerikanische Volkswirtschaft nicht beendet oder umgekehrt werden. Denn je größer das Defizit (mehr Importe als Exporte), desto mehr müssen sich Verbraucher, Unternehmen und staatliche Einrichtungen in den USA verschulden, um Waren und Dienstleistungen aus dem Ausland einzukaufen. Der American Way of Live wird schon seit Jahren massiv auf Pump finanziert, und dieser Trend beschleunigt sich nun immer mehr.

US-Handelsbilanz mit größten jemals gemessenen Defizit

Das Defizit in der US-Handelsbilanz (für Waren und Dienstleistungen) ist laut aktuell veröffentlichten Daten des US Bureau of Economic Analysis im März auf 74,4 Milliarden Dollar gestiegen – nochmals ein Zuwachs von 3,9 Milliarden Dollar gegenüber 70,5 Milliarden Dollar im Februar. Das ist das größte Defizit aller Zeiten. Anfang 2020 kurz vor Start der Coronakrise lag das Defizit noch um die 40 Milliarden Dollar.

Ein konkretes Beispiel für diesen Anstieg im US-Defizit: Wir berichteten die letzten Wochen mehrmals darüber, dass in Deutschland die Preise für Bauholz explodieren, sogar um bis zu 300 Prozent binnen zwölf Monaten. Dies liegt hauptsächlich daran, dass man in gigantischem Ausmaß Holz auch in Deutschland einkauft, weil in den USA Millionen neuer Häuser gebaut werden müssen. Denn die Nachfrage nach der Coronakrise ist einfach gigantisch. So werden Waren in die USA verschifft, das Geld fließt ins Ausland.

Details aus der aktuellen Statistik

Zurück zu den konkreten März-Daten in der US-Handelsbilanz. Bei einem Rekorddefizit von 74,4 Milliarden Dollar schauen wir auf die Details. Die Exporte im März betrugen 200 Milliarden Dollar, ein Plus von 12,4 Milliarden Dollar gegenüber Februar. Aber die Importe stiegen noch kräftiger mit +16,4 Milliarden auf 274,5 Milliarden Dollar. Der Anstieg des Defizits bei Waren und Dienstleistungen im März spiegelt einen Anstieg des Defizits bei Waren um 3,6 Milliarden auf 91,6 Milliarden Dollar wider, und einen Rückgang des Überschusses bei Dienstleistungen um 0,3 Milliarden auf 17,1 Milliarden Dollar.

Im Jahresvergleich zu März 2020 stieg das Defizit in der US-Handelsbilanz um satte 83,2 Milliarden Dollar oder 64,2 Prozent. Die Exporte sanken um 21,0 Milliarden Dollar oder 3,5 Prozent. Die Importe stiegen um 62,2 Milliarden Dollar oder 8,5 Prozent. Interessant beim Blick auf einzelne Länder: Das Defizit der USA gegenüber China stieg in einem Monat um 6,7 auf 36,9 Milliarden Dollar. Das Defizit der USA gegenüber der EU sank um 2,1 auf 16,9 Milliarden Dollar.

In diesem Tweet sehen wir das steigende Defizit in der US-Handelsbilanz seit dem Jahr 1993.

Grafik zeigt US-Handelsbilanz seit März 2019
Offizielle Grafik des US BEA zeigt das ansteigende Defizit in der US-Handelsbilanz seit dem Jahr 2019.



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