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US-Neubauverkäufe ganz stark, Richmond-Fed Index schwach

FMW-Redaktion

Sehr gute Daten soeben zu den US-Neubauverkäufen, die mit 619.000 und einem Anstieg von 16,6% deutlich besser ausgefallen sind als erwartet (Prognose waren 520.000). Das ist der stärkste Wert seit Januar 2008 und der größte monatliche Zuwachs seit Januar 1992. Besonders stark die Verkäufe im Nordosten des Landes mit einem Anstieg von 52,8% auf das höchste Niveau seit Oktober 2007. Schwach dagegen die Verkäufe im Mittleren Westen, während im Süden des Landes (+15,8% auf den höchsten Wert seit Dezember 2007) und im Westen (+18,8%) die Verkäufe stark ausgefallen sind. Dabei stiegen die Preise auf ein neues Rekordniveau von 321.000 Dollar durchschnittlich – ein Anstieg von 9,7% zum Vorjahresmonat.
Auch die Daten vom Vormonat wurden nach oben revidiert (auf 531.00 von 511.000).

Schwach dagegen der Richmond Fed Index, der mit -1 deutlich schwächer ausgefallen ist als erwartet – im Vormont hatte der Wert noch bei 14 gelegen. Dabei alle Komponenten schwach, Auftragseingang fällt von 18 auf 0, nur die Preise sind leicht gestiegen.

In Reaktion auf die wichtigeren US-Neubauverkäufe steigt der Dolar weiter, auch die US-Aktienmärkte höher..



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7 Kommentare

  1. Eigentlich sollte die Zinsangst durch diese guten Zahlen noch weiter steigen, oder?

    Unter dem Strich ergibt das wohl wieder nochmals eine Steigerung der bisher gesehenen Schaukelbörse von steigenden und gleich darauf wieder fallenden Kursen aufgrund guter Daten, oder sehe ich das falsch?

  2. Guten Tag Jürgen,

    nicht ganz, die guten Daten sind natürlich „gut“ für eine Zinsanhebung, aber : mehr als 3 mal wird die Fed mit Sicherheit nicht die Zinsen anheben, sei es auch „nur“ in den typischen 0,25 % Schritten.
    Spätestens bei der Parität (so ab 1,04 herum) gehen „die“ runter vom „Gaspedal“.

    Juni, September und Dezember wären 0,25 % Schritte drin, aber : welche Zinsangst ? Die Märkte wissen doch genauso, dass es mit Niedrigzinspolitik nicht so weitergehen kann und, dass die Amis als erste damit anfangen isollte doch klar sein.

    Cooler Move heute, :D … Ich hab inkl dem Herrn Fuugmann 4 Analysen heute morgen lesen dürfen, Auflösung nach unten, SKS, Dax 9400 als nächstes Ziel.
    Es kommt immer anders als man denkt, so ist sie eben , die Miss-Börse… Da wurden einige (die Masse) auf dem falschen Fuß erwischt.

    Für Gold und Silber sieht es nicht gut aus…

    Viele Grüße

    Marko

    1. Auch wenn die Fed die Zinsen auf 1% anheben bis zum Jahresende, ist es immernoch ein Niedrigzins! Da sieht man mal wie der „Fed-sprech“ die Wahrnehmung der Leute verzerrt.

  3. Da man ja immer wieder liest, dass „smart money“ in den USA schon aus Aktien raus ist: hat heute „smart money“ Aktien zurück gekauft oder war das „dumb money“? Und da ja über die Hälfte der DAX-Aktien von Investoren außerhalb von Deutschland gehalten werden, müsste es ja überwiegend „non-german money“ gewesen sein! Scheint so, dass die Analysten wenig davon auf ihren Radarschirmen sehen. Ich glaube, die Motivation vieler Fonds, einen Ausbruch nach unten zu vermeiden, reicht schon, um das heutige Bild zu erklären.

  4. Hallo Jörg,

    ist egal, was für ein money, die Italienier waren seit heute früh durchgehend stark und dies bis zum Schluss. Ja, der Witz könnte wirklich sein, dass alle denken sell in May usw… ;)

    Wir in Deutschland haben null Aktienkultur, kein Wunder ,dass die Angelsachsen „uns“ besitzen.
    Ausserdem haben wir gestern am Montag auch einen Move nach oben beim Dax aus dem Nichts gesehen.. Der Move heute war stark.

    Viele Grüße

  5. Hallo Marko,

    schon mal vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar!
    In Bezug auf den DAX bin ich da mit Dir völlig einer Meinung, für die US-Indices sehe ich durch den starken Dollar und aufgrund der sehr ambitionierten Bewertung jedoch absolut kein Aufwärtspotenial, zumindest nicht mittelfristig. Aber wie Du schreibst, da kann man schnell mal auf dem falschen Fuß erwischt werden…

    Grüße,
    Jürgen

  6. Hallo Trigo,

    das haben Sie schön erkannt. Bitte beachten Sie, bei den Zinserhöhungen der FED geht es nicht nur im Inflation, Arbeitsmarkt, Wechselkurs usw. – der Anleihenmarkt ist nicht gerade ein kleiner…

    Wenn „die“ übertreiben würden, bei den Zinserhöhungen hätte dies Auswirkungen…

    Und wenn die FED das intelligent macht (kleine Zinsschritte, verteilt auf alle ca. 3 Monate), wärs gar nicht soo schlimm, so wie Sie das sagten. Bravo.

    Viele Grüße

    Marko

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