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Verdoppelung der Schulden seit 2014 US-Staatsverschuldung 34 Billionen Dollar – Jahres-Zinslast 1 Billion Dollar

Die US-Staatsverschuldung steigt über 34 Billion Dollar, die annualisierte Zinslast steigt über 1 Billion Dollar. Hier dazu Daten und Charts.

Grafik zeigt die Entwicklung der US-Staatsverschuldung seit den 1980er-Jahren

Die US-Staatsverschuldung kennt schon lange keine Grenzen mehr, es geht nur noch bergauf, und das immer schneller. Immer wieder gibt es kurze Bremsen durch das Erreichen einer sogenannten „Schuldenobergrenze“, die aber stets angehoben oder aufgehoben wird, um die Zahlungsunfähigkeit des US-Staatsapparats zu vermeiden. Und die Zinslast explodiert auch immer weiter. Selbst in Phasen der Niedrigzinsen in den letzten Jahren ging es weiter bergauf, da Altschulden zu höheren Zinsen bedient werden müssen, und neue Schulden hinzu kommen. Und jetzt wo die Zinsen wieder höher sind, explodiert die Zinslast um so schneller.

US-Staatsverschuldung verdoppelt in 9 Jahren – da stockt einem der Atem

Punktgenau zum Jahresende überschritt die US-Staatsverschuldung am 29.12.2023 die 34 Billionen Dollar-Marke mit 34,001 Billionen Dollar, so zeigen es heute die aktuellsten Daten des US-Finanzministeriums. Die obige Grafik zeigt die langfristige Entwicklung seit den 1980er-Jahren, und das derzeitige enorme Tempo der Entwicklung. Alleine in den letzten drei Monaten war es ein Zuwachs der US-Staatsverschuldung um 1 Billion Dollar, 3 Billionen Dollar in den letzten 6 Monaten (seit dem Ende der letzten Krise zur Schuldenobergrenze), und 12 Billionen Dollar in den letzten fünf Jahren – ein Anstieg um unglaubliche 55 %. Seit 2014 ist es eine Verdoppelung. Da stockt einem der Atem! Im Jahr 2007 kurz vor Ausbruch der Finanzkrise waren es gerade mal 9 Billionen Dollar Staatsschulden für die USA – seitdem war es ein Anstieg um 277 %.

Annualisierte Zinslast jetzt über 1 Billion Dollar

Es ist eine große runde Summe, ja fast eine magische Grenze. Annualisiert (auf ein Jahr hochgerechnet) gibt die US-Regierung jetzt über 1 Billion Dollar nur für die Zinsen ihrer Staatsschulden aus. Das kann man nur noch als Debakel bezeichnen! Während offizielle Daten (noch) 981 Milliarden Dollar anzeigen mit Stand Drittes Quartal 2023 (siehe folgende große Grafik), meldet Zerohedge heute, dass die aktuellen annualisierten Zinskosten für die US-Staatsverschuldung bei über 1 Billion Dollar angekommen sind. Eine Bloomberg-Analyse zeigte bereits im November letzten Jahres ein erwartetes Überschreiten der 1 Billion-Marke bei den Zinskosten. Zerohedge schreibt aktuell: „US-Zinsausgaben ~1,1 Billionen Dollar zum heutigen Zeitpunkt. Das sind 250 Milliarden Dollar mehr als der US-Verteidigungshaushalt, 250 Milliarden Dollar mehr als die Ausgaben für Medicare, 200 Milliarden Dollar mehr als die Ausgaben für das Gesundheitswesen, und die Zinskosten werden in diesem Jahr die 1,35 Billionen Dollar für die Sozialversicherung übersteigen und damit die größte Einzelausgabe werden.“

Grafik zeigt Verlauf der annualisierten US-Zinslast seit 2015



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17 Kommentare

  1. Ach, das relativiert sich alles bei anhaltender hoher Inflation. Das darf man nicht so eng sehen.

  2. Unglaublich, welche Dimension das Ganze nimmt. Die Regierungen vieler Länder steuern seit einigen Jahren in eine völlig falsche Richtung. Diese Schuldenlast wird niemand mehr zurückzahlen können, daher ist eigentlich nur die Frage, wie lange diese Party noch weiterlaufen kann?

  3. Too big to bailout. Irgendwie beruhigend. dass das Defizit so groß ist, dass selbst Deutschland die USA nicht retten kann.

  4. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Im Jahre 2000,es war im goldenen Oktober, meldet das US Finanzministerium voller Stolz, das man demnächst wieder schuldenfrei sei, denn die Wirtschaft laufe super gut und überhaupt man baue ab jetzt die Schulden verstärkt und im großen Umfang ab….

    Natürlich eine versteckte Wahlkampfhilfe für den US- Demokraten Al Gore, nur genützt hat es nichts, im Gegenteil…

    Ich habe das Märchen damals nicht geglaubt und heute noch viel weniger…

    Im Jahre 2008,es ist mal wieder Wahlkampf, nach 8 unheilvollen Jahren unter George W.Bush Junior, verspricht der designierte neue US Präsident Barack Obama, man werde demnächst die Schulden wieder halbieren, also im Wesentlichen die angehäuften 11 Billionen US-DOLLAR, unter Bush, wieder auf das Ausgangsniveau vor der 2000er Wahl, von 5,5 Billionen US-DOLLAR zurückführen….
    Ich habe das Märchen damals nicht und heute…aber lassen wir das….
    Viele Jahre später im Wahlkampf 2016 das selbe Phänomen, es ist wieder Wahlkampf und wieder verspricht der designierte neue US Präsident Donald Trump den Wählern das Blaue vom Himmel…Er wolle die Schulden wieder halbieren und auf das Ausgangsniveau von vor der Finanzkrise zurückführen….
    Aber lassen wir das….
    Die Amerikaner sind süchtig nach Schulden…es liegt ihnen im Blut…
    Erinnern wir uns an die Trumpsche Steuerreform von 2017 ,in der die Steuerlast der Unternehmen, um bis zu eine Billion US Dollar jährlich reduziert wurde, obwohl die Staatsverschuldung jedes Jahr neue Rekorde erreichte …
    Die US Demokraten versprachen damals hoch und heilig, sobald sie an der Macht seien, würde das gekippt….
    Liebe Freunde, das ist bis heute nicht erfolgt, im Gegenteil, die USA geben jetzt mehr Geld für Subventionen aus als unter Trump, Obama, Bush und Clinton zusammen…
    Sie subventionieren die Wirtschaft, als gäbe es kein Morgen und das, obwohl die selbige vor lauter Kraft kaum laufen kann, der Dow steht nicht umsonst bei über 37 000 Punkten…
    Wenn nun im Sommer 2024 der neue Wahlkampf beginnt, dann werden sich beide Seiten wieder hinstellen und dann das selbe Märchen wie immer erzählen…: „Die Schulden werden demnächst halbiert! „.

    1. @Schaarschmidt

      „…Die Amerikaner sind süchtig nach Schulden…es liegt ihnen im Blut…“

      Was das wieder soll? Allen anderen liegt das Schuldenmachen etwa nicht „im Blut“, wenn man schon diese unglückliche Redewendung in diesem Zusammenhang gebrauchen will?
      Ich weiß nicht, warum sich mir der Begriff Gehirnwäsche aufdrängt…antiamerikanische Gehirnwäsche a la DDR zum Beispiel.
      Und noch was: Ich gehöre sicher nicht zu Ihren „lieben Freunden“. Und mindestens noch einer hier auch nicht.

    2. @ Columbo, ihre Kritik an Schaarschmidt ist wieder total unberechtigt und man könnte es auch anti Schaarschmidt Gehirnwäsche nennen. Denn jedermann weiss, dass niemand soviel Kreditkarten in der Tasche hat wie die Amis.
      Nachdem sie bei Helmut chancenlos sind, ist ihr Schaarschmidt – Bashing schon auffallend.Fachlich haben sie im Gegenteil zu ihrem Bashing- Opfer noch nie etwas hören lassen.

      1. @Klarsteller, vergönnen Sie den Amis doch ihre Kreditkarten.
        Schließlich sind sie immer noch kreditwürdiger als die meisten anderen auf diesem Planeten.

      2. “Fachlich haben sie im Gegenteil zu ihrem Bashing- Opfer noch nie etwas hören lassen.“
        Sie allerdings auch nicht – außer als ständiger Advocatus Diaboli für „den tüchtigen“ Helmut und andauernder schattenhafter Verfolger von Columbo sind Sie noch nicht wirklich in Erscheinung getreten. Wobei Sie im Falle von Helmut eher wie ein hechelndes, braves und gut dressiertes Hündchen wirken.

        1. 👍🏽👍🏽👍🏽

    3. @Sebastian. Was sollen die Analogien zu deinen traumatischen 2000-er Jahren denn bedeuten? Die Amerikaner sind süchtig nach Schulden…. es liegt ihnen im Blut.
      Doch nichts anderes, als dass man die Zinsen stark senkt und die Schulden weiter hochfährt und dann kann der schuldenfinanzierte Bullenmarkt so richtig durchstarten. Hast du nicht im Sommer 2023 noch behauptet, die Zinsen würden noch viel weiter steigen, weil Powell ein neuer Paul Volcker sei? Die Bullen würden sich noch wundern. Dein neuer Fan @Klarsteller ist anscheinend noch nicht so lange an Bord, um deine Wendemanöver, gepaart mit allerlei halsstarriger Wiederholungsorgien zu durchschauen. Was der Arzt @Columbo schon lange getan hat.

    4. Ja, Herr Dr.
      Aber alle Welt glaubt den USA. Dabei lügen sie standig oder machen der Welt was vor : Showbusiness überall.
      Mit dem Finger zeigt man aber immer auf die anderen. Dabei sind die USA die größten Lügner.

      1. Mein Gott @Otto, wer lügt denn nicht auf dieser Welt? Sie etwa?🤭

  5. Die Amis sind Spieler, solange Börsen und Aktien wie im Casino als Spiel betrachtet werden und immer höher getrieben werden, können auch Schulden vernachlässigt werden, meint man.Man kann den Wunderwuzzi Benko als Mini- Beispiel nehmen.Dabei haben sie noch den Vorteil des Dollars als Weltreservewährung. Darum tobt auch der Wirtschaftskrieg um die Vormacht als Wirtschaftsnation.
    Die Brics, deren Vormarsch mit den Sanktionen gefördert werden,ä werden dem unglaublichen Spiel den Todesstoss versetzen.

  6. Ich verfolge ,wahrscheinlich völlig sinnlos,die exorbitante Steigerung des US National und des US Total Debt.
    Was zuletzt auffiel ist,dass das National Debt kurz hintereinander 2 Abschläge verzeichnete.Anfang Nov.2023 um ca.700 Milliarden und Anfang des neuen Jahres sogar um ca.6,7 Billionen!
    Wer kann Licht ins Dunkel bringen?Im Voraus vielen Dank.

    1. @ Koch
      Das würde bei Ihrer Zählweise gut 20% Tilgung der US-Gesamtverschuldung bedeuten. Woher haben Sie denn die Zahlen?

  7. Gründung der Isis, Tonnen von Waffenlieferungen an Ukraine, PKK, Israel kosten viel Geld

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