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USDJPY: Dollar kurz vor der Korrektur – Chancen für ein Short

Agata Janik

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am

Symbolbild für den japanischen Yen

Wie es im Chartbild deutlich zu erkennen ist, befindet sich USDJPY aktuell an einem signifikanten Widerstand bei 109,55. Der Dollar hat bis jetzt vergeblich versucht, diese starke Hürde zu durchbrechen. Seit gestern Abend pendelt der Kurs zwischen 109,45 und 109,55. Es hat sich eine enge Range entwickelt und die Volatilität hielt sich in Grenzen. Obwohl die US-Wirtschaftsdaten gestern positiv ausgefallen sind (Auftragseingänge für Dezember +1,8 %), hat der Dollar es nicht geschafft, über 109,60 zu klettern.

Die asiatischen Märkte zeigen sich freundlich

Das Coronavirus hat die asiatischen Märkte heute Nacht nicht mehr so stark beeinflusst. Obwohl die Zahlen der Infizierten und Toten weiterhin steigen, haben die asiatischen Märkte heute Nacht auf breiter Front eine positive Performance verzeichnen können. Nikkei schloss mit +1,52 %, aber auch der Shanghai Composite und der Hang Seng konnten wieder an Stärke gewinnen. Grund dafür waren zum Teil sicherlich die enormen Finanzspritzen der chinesischen Regierung (hier mehr zur Lage heute früh im Video von Markus Fugmann), die damit die Lage an den Finanzmärkten stabilisieren wollte. Auf der anderen Seite war es eine natürliche Gegenbewegung nach den herben Verlusten der letzten Woche. Langsam gewöhnen sich die Börsen an die Pandemie und obwohl die Hiobsbotschaften aus Asien nicht nachlassen, reagieren die Märkte nicht mehr so empfindlich. Das deutet ebenfalls darauf hin, dass der Yen gegenüber dem US-Dollar (USDJPY) bald wieder an Stärke gewinnen wird.

Mögliches Szenario für den heutigen Handel in USDJPY

Die aktuelle Situation bei USDJPY bleibt spannend. Es wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit schon am Vormittag, in der europäischen Session, zeigen, ob der Dollar erneut versuchen wird, das letzte Hoch bei 109,55 anzugreifen. Die Indikatorenlage ist schon ziemlich ausgereizt, also wird die Attacke eher schnell verlaufen. Gelingt es dem Major doch, den Widerstand zu brechen, kann es zu einer erhöhten Dynamik kommen. Die Break-Out Trader werden versuchen, auf den fahrenden Zug zu springen, um für sich schnelle Gewinne zu sichern. Solche Situationen können aber auch gefährlich werden, es kann nämlich passieren, dass nur die Stopps auf der Oberseite gezogen werden und der Kurs anschließend schnell wieder zu der Seitwärtsrange zurückkehrt. Natürlich werden die Bullen trotzdem Ihre Chance für einen schnellen Long-Trade suchen, doch wer heute die Oberseite handeln möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es mit einem Risiko verbunden ist. Betrachtet man dagegen den mittelfristigen 1 Std Chart (siehe unten), wird es schnell deutlich, dass in der heutigen Handelssitzung eher die Short-Seite erfolgsversprechend ist.

Gelingt es nämlich den Yen-Händlern, bei USDJPY die Marke von 109,55 zu verteidigen, werden die Bären nicht mehr lange auf sich warten lassen und ihre Short-Orders platzieren. Die erste wichtige Unterstützung befindet sich bei 109,25 (23,6% Fibonacci Retracement). Hier werden vielleicht die kurzfristig orientierten Day-Trader ihre ersten Positionen schon schließen, doch das sollte noch kein Ende der Bewegung sein. Bricht nämlich die Marke von 109,25 wird somit der Abwärtstrend bestätigt und der Dollar kann weiter an Stärke verlieren. Als nächstes Ziel kann man die „big figure“ bei 109,01 sehen. Die mittelfristigen Trader werden ihren Focus auf den Bereich von 108,81 legen, wo sich der 61,8% Fibo Level befindet. Hier sollte man aber spätestens die Short Positionen schließen oder mit einem Trailing-Stop arbeiten.

Der heutige Handelstag wird spannend verlaufen, und es werden sich gute Chancen zum Geldverdienen anbieten. Wichtig ist nur, wie immer, dass man clever und diszipliniert mit seinem Handelskapital umgeht. Beim Devisenhandel muss man nicht immer investiert sein. Es geht mehr darum, im richtigen Moment auf der richtigen Seite zu sein. Man sollte auch heute den Wirtschaftskalender nicht außer Acht lassen. Es werden in den Nachmittagsstunden wichtige News aus den USA veröffentlicht, die den gesamten Dollar- Block beeinflussen können, und somit auch USDJPY.

USDJPY Chartverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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