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Volkswagen-Aktie: Minus seit Dieselgate fast ausgeglichen – ignoriert der Markt das große Risiko?

Die Volkswagen-Aktie ist mit 148 Euro nun relativ nahe dran am Kurs vor der Dieselgate-Veröffentlichung bei 162 Euro. Eine verdammt kräftige Erholung. Schaut man nur auf den Kursverlauf, könnte man meinen die Affäre ist…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Volkswagen-Aktie ist mit 146 Euro nun relativ nahe dran am Kurs vor der Dieselgate-Veröffentlichung bei 162 Euro. Eine verdammt kräftige Erholung. Schaut man nur auf den Kursverlauf, könnte man meinen die Affäre ist ausgestanden, und nach ein paar Schrammen und Kratzern geht es wieder prima bergauf mit Volkswagen. Aber jüngste Nachrichten zeigen, dass die amerikanischen Ermittler nicht locker lassen. Darauf deutet zum Beispiel die aktuelle Verhaftung eines VW-Managers in den USA hin. Obwohl eine offizielle Einigung in den USA mit dem US-Justizministerium über eine geringe Milliardenstrafe kurz bevorstehen soll, glaubt man aber anscheinend, dass es seitens des Unternehmens von ganz oben Anweisungen gab die Affäre zu vertuschen.

Ein Zeuge der US-Behörden soll zum Beispiel gegenüber US-Behörden nun zugegeben haben, dass er den Abgasskandal entgegen der Unternehmensanweisungen zugegeben hatte. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass VW intern das Gegenteil angeordnet haben könnte. Es gibt weitere Aussagen und FBI-Ermittlungen, die darauf deuten, dass der Fall aufgerollt wird! Worauf all diese Verdächtigungen, Ermittlungen und Vermutungen hinauslaufen? Dass die in den USA offiziell zu erzielende Einigung doch nicht zustande kommen und eine mögliche Strafe dann noch deutlich höher für VW ausfallen könnte. Das ist zwar jetzt noch hypothetisch, aber es ist interessant wie viel Glauben die Börsianer aktuell in Volkswagen haben. Denn der Kurs der Aktie ist von der jüngsten Entwicklung überhaupt nicht beeindruckt.

Dabei wäre eine rasche Einigung von VW mit dem Justizministerium gerade jetzt sehr wichtig, da in genau 10 Tagen nach Donald Trump´s Amtsantritt wahrscheinlich leitende Funktionen im US-Justizapparat neu besetzt werden. Höhere Strafen könnten drohen, wenn ein harsch auftretender US-Präsident Trump womöglich „betrügende ausländische Unternehmen“ hart bestrafen will (ein Zeichen der Stärke an seine Wähler).

vw
Die VW-Aktie seit Anfang 2014.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    gerd

    10. Januar 2017 13:19 at 13:19

    Kurs 162 kurz vor der Veröffentlichung der Dieselgate-Affaire.

    Was mich seinerzeit schon schwer „gewundert“ hatte, dass die Aktie von immerhin rund 270 irgendwann so Mai 2015 bis auf rund 160 runterging. Was ganz und gar nicht dem DAX-Verlauf entsprach.

    Ich bin mir sicher, dass wegen des noch nicht aufgedeckten Betrugs die Maßgeblichen sich bereits von ihren Beständen getrennt hatten. In Erwartung dessen, was bald zur Veröffentlichung anstand.

    Aus dieser Annahme heraus unterstelle ich, dass der VW-Kurs (bei einem DAX von jetzt 11500) bei mindestens 250 liegen würde, eher bei 300 – hätte es den Betrug nicht gegeben.

    Jetzt kann sich jeder Interessierte fragen, wieviel Jahre (noch) der Abgasskandal einen Kursabschlag
    von 100-150Euro rechtfertigt. Ich glaube, dass die Aktie in einem sehr überschaubaren Zeitraum noch mindestens 50% Kurschance haben würde – wenn ich nicht leider gleichzeitig einen allgemeinen Kollaps der Systeme befürchten würde.
    Ach nee, was ist das schade!

    • Avatar

      gerd

      10. Januar 2017 21:30 at 21:30

      Angeblich 4,4Mrd. Dollar und der Käs könnte in USA für VW so gut wie gegessen sein. Finde den Betrag sehr in Ordnung
      Ich hätte nachbörslich eigentlich einen Kurssprung erwartet, aber die Börse findet den Betrag anscheinend zu hoch.

      Trotzdem meine unverbindliche Vorhersage, dass die VW sich ab sofort jeweils doppelt so stark nach oben bewegen wird wie der DAX – falls er denn nach oben gehen sollte.

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Markus Koch im Interview mit Dr. Jens Ehrhardt – Markt war überkauft

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Markus Koch spricht im folgenden aktuellen Interview mit Dr. Jens Ehrhardt über die aktuelle Börsenlage. Dr. Ehrhardt ist der Meinung, dass die Börse zuletzt überkauft war, und dass die Kurse deswegen gerade zurückkommen. Das Thema Optionen spielt dabei eine wichtige Rolle. Angesprochen werden im Interview technische wie auch fundamentale Faktoren.

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Wer an der Börse seine Gefühle ausschaltet, gewinnt! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über.

Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen.

Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein entsprechendes Auto fuhren. Studien haben diesen Zusammenhang mehrfach belegt.

Investieren Sie nicht in der Branche, in der Sie arbeiten

Für die Entstehung einer Lieblingsaktie oder einer Lieblingsbranche ist auch oft unser ausgeübter Beruf von Relevanz. So habe ich jahrelang in meinen Depots Bank-Aktien übergewichtet, weil ich ein Kind der Branche bin. Hier fühlte ich mich wohl, hier kaufte ich gerne. Richtig clever war diese Übergewichtung freilich nicht, wie die Performance vieler Bank-Aktien im Rückblick zeigt. Ich habe Zeit gebraucht, um diesen Wirkfaktor zu verstehen und schließlich abzuschalten.

Ein ähnliches Beispiel: Ein Ingenieur im Maschinenbau wird mit großer Wahrscheinlichkeit sein Depot erheblich mit Aktien dieser Branche befüllen. Er liebt die Arbeit, die er tut. Er mag die Produkte, mit denen er arbeitet. Folglich liebt er auch

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Dax und die Risikoaversion – aktuelle Analystenmeinungen

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Risikoaversion und der Dax - wie geht es weiter?

Werden Dax, Dow und Co nach dem jüngsten Kursverlusten weiter fallen? Risikoaversion (auch Risk Off genannt) ist das Wort der Stunde, also die Flucht in den sicheren Hafen namens US-Dollar und hochwertige Anleihen, in Zeiten immer weiter steigender Corona-Ängste, welche die wirtschaftliche Erholung gefährden. Hier zunächst zwei aktuelle Video-Beiträge von Jochen Stanzl von CMC Markets:

Milan Cutkovic

Hier drucken wir die aktuelle Meinung von Milan Cutkovic ab, Marktanalyst bei Axitrader:

Die Börsen wurden zum Start in die neue Handelswoche von der Realität eingeholt. Dank des billigen Geldes der Notenbanken, drastischer Stützungsmaßnahmen der Regierungen weltweit sowie einer starken Nachfrage nach den Technologieaktien als Pandemie-Gewinner kannte der Aktienmarkt in den vergangenen Monaten nur den Weg nach oben. Die jüngsten Corona-Warnungen nach dramatisch steigenden Infektionszahlen sind nun eine kalte Dusche für die Investoren und die Erinnerung daran, dass wir uns weiterhin inmitten einer globalen Pandemie befinden.

Dass die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Herbst wieder steigen würde, wurde generell erwartet. An den Aktienmärkten bestand jedoch die Hoffnung, dass die Regierungen die Situation nun deutlich besser unter Kontrolle haben und weitere Lockdowns nicht nötig sein würden. In Großbritannien aber kalkuliert die Regierung aber bereits wieder mit einem solchen Szenario und bereitet weitere landesweite Restriktionen vor. Es besteht die Sorge, dass weitere Länder in Europa dem Beispiel folgen werden und die Wirtschaft erneut zum Stillstand kommt.

In den USA steht kein Durchbruch im Ringen um ein neues Corona-Hilfspaket in Sicht. Für die Anleger ist dies frustrierend, vor allem nach dem die Federal Reserve nicht weit genug ging. Ohne weitere Stimulus-Maßnahmen der Regierung könnte die Konjunkturerholung auf der anderen Seite des Atlantiks ins Stocken geraten.

Auch am Devisenmarkt ist in naher Zukunft mit erhöhter Volatilität zu rechnen. Neben der Pandemie dürften die US-Präsidentschaftswahl, die Brexit-Verhandlungen und geopolitische Spannungen die Wechselkurse wieder stärker bewegen. Aktuell sind aufgrund der Risikoaversion vor allem der US-Dollar und der japanische Yen gefragt.

Jasper Lawler

Jasper Lawler von LCG sagt aktuell (hier auszugsweise zitiert), dass er heute die Reaktion der Anleger auf den gestrigen großen Risiko-Off-Tag an allen Märkten, den so genannten „Battery Day“ von Tesla und die Aussage des Fed-Vorsitzenden Jay Powell beobachten werde. Der gestrige Tag sei ein klassischer Risiko-Off-Moment gewesen, an dem Aktien und Kryptowährungen einbrachen, während Staatsanleihen, der US-Dollar und der Yen zulegen konnten. Tech-Aktien würden sich seit einigen Wochen zurückziehen, aber gestern sei der Ausverkauf breiter gewesen, da die Industrieunternehmen im Dow schwer getroffen wurden. Der Silberpreis fiel am Montag an einem Punkt um 10%.

Einige Marktteilnehmer hätten auch argumentiert, dass das traurige Ableben der Richterin Ruth Bader Ginsburg und der Streit um ihre Nachfolge im Obersten Gerichtshof ein neues US-Konjunkturpaket noch unwahrscheinlicher gemacht habe. Wenn der Rückgang nur auf die Stimmung zurückzuführen ist, dann erhöhe dies die Chance auf einen Rückschlag am nächsten Tag – auch wenn einige wichtige technische Niveaus, darunter die 50 DMA im S&P 500 nachgegeben haben – dies begünstige weitere Abwärtsbewegungen.

Teslas Battery Day sei zum Teil ein PR-Gag, und zum Teil etwas Wesentliches für die Zukunft der Elektrofahrzeuge. Jede neue Generation von Tesla-Batterien sollte in der Lage sein, mehr Energie zu speichern und eine längere Lebensdauer zu haben – und damit die Reichweite und Kosten von Elektrofahrzeugen auf ein Niveau zu bringen, das von der breiten Masse akzeptiert werde.

Jasper Lawler weist auch darauf hin, dass Jerome Powell heute Nachmittag bei einer von drei Gelegenheiten in dieser Woche vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses über das CARES-Gesetz aussage – d.h. über das erste Konjunkturpaket. Für Großbritannien wird erwartet, dass Premierminister Boris Johnson gegen Mittag in einer Erklärung vor dem Unterhaus weitere Sperrmaßnahmen ankündigen wird.

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