Devisen

Was von der EZB zu erwarten ist

Der heutige Tag könnte eine Weichenstellung bringen: die EZB muß sich einmal mehr entscheiden, ob sie Maßnahmen ergreift – oder nur rhetorisch versucht, den Euro-Anstieg zu stoppen.

Folgende Faktoren stützen derzeit den Euro:

– die extreme Nachfrage nach Anleihen der Euro-Peripherie von Banken, da die EZB diese Staatsanleihen faktisch garantiert und damit zu einem renditeintensiven, vermeintlich risikofreien Geschäft macht

– Konjunkturoptimismus für die Euro-Zone

– die Tatsache, dass die EZB im Gegensatz zu anderen Notenbanken kein QE betreibt (auch wenn sie immer wieder wiederholt, dass sie das jederzeit tun könne – was übrigens so nicht richtig ist..)

 

Mögliche Maßnahmen der EZB:

1. Senkung des Leitzinses: nur zwei von 58 von Bloomberg befragten Analysten erwarten das (u.a. die österreichische Raiffeisen Zentralbank)

2. Negative Einlagezinsen: auch hier nur zwei von 53 von Bloomberg befragten Analysten rechnet mit der Senkung von derzeit 0% in negatives Territorium

3. Stopp der Sterilisierung von durch die EZB gekauften Anleihen der Europeripherie (dadurch würden ca. 168 Milliarden Euro Liquidität ins System gepumpt)

4. Neuer LTRO (Liquiditätstender für Banken), da am Beginn 2015 die bisherigen LTROs auslaufen und daher an Wirkung verlieren

5. Senkung des Reservesatzes für Banken, der derzeit bei 1% liegt

Wenn die EZB Maßnahmen ergreift, dürfte die Einführung eines negativen Einlagesatzes (Punkt 2) die wahrscheinlichste Variante sein. Schau ma mal, würde der Kaiser Franz Beckenbauer sagen..

 



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2 Kommentare

  1. Ein negativer Einlagezins wäre toll !

    Pulver verschossen, nix mehr geht :-)

  2. Fast vergessen, der DAX, hat meiner Meinung nach, das Hoch von 2014 schon gesehen.

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