Aktien

Wahnsinn: Johnson & Johnson will für 10 Milliarden eigene Aktien kaufen

FMW-Redaktion

Der Wahnsin geht weiter: Johnson & Johnson will, so hat das Unternehmen heute im Rahmen der Vorlage seiner Quartalszahlen verkündet, eigene Aktien im Wert von 10 Milliarden Dollar zurückkaufen. Das entspricht 3,8% aller im freien Handel befindlichen Aktien. Und: der Aktienrückkauf soll durch neue Schulden finanziert werden. Das zeigt: die US-Unternehmen investieren kaum in Forschung und Entwicklung, sondern geben das Geld aus, um den eigenen Aktienkurs nach oben zu frisieren. Und das auf Pump – eine Entwicklung, die bald zu großen Problemen führen wird!

Dabei haben die Zahlen von Johnson & Johnson eher enttäuscht: das Unternehmen verdiente zwar 1,49 Dollar pro Aktie – aber das nur, weil die Steuerlast von 24,2% auf nun 20% gesunken ist. Die Umsätze waren jedoch schwach mit 17,1 Milliarden Dollar – die Konsensprognose von Analysten hatte bei 17,45 Milliarden gelegen. Enttäuscht haben insbesondere die Verkäufe von Schlüsselmedikamenten wie Remicade – aber die Zahlen reflektieren auch den Einfluß des starken Dollars. Ohne den starken Greenback hätte das Unternehmen den Umsatz um 0,8% steigern können.

Es ist kein gutes Omen, dass die Aktie von Johnson & Johnson trotz des verkündeten Aktienrückkaufprogramms vorbörslich nicht steigt. Wenn die Märkte nicht mehr auf derartige Geschenke reagieren, ist Vorsicht angesagt. Die US-Berichtssaison hat das Potential, die im August begonnene Korrektur an den US-Märkten fortzusetzen..



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage