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Aktien

Warum fällt der Euro?

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Euro fällt heute deutlich und nähert sich der 1,11er-Marke zum US-Dollar:

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Normalerweise müßte der Euro von der Unsicherheit am Markt profitieren als vermeintlich sicherer Hafen – tut er aber nicht. Warum?

Zunächst ein Blick auf den Dollar-Yen, der ebenefalls unter Druck ist:

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Aber völlig desaströs der Euro zum Yen:

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Was bedeutet das? Es bedeutet, dass Japans Investoren ihre Positionen in Europa drastisch reduzieren! Sie hatten, wie viele andere auch, darauf gewettet, dass Europas Aktien sich besser entwickeln werden, weil die EZB versprochen hatte, ihre Geldpolitik weiter aufzuweichen. Daher ist die exposure von internationalen Investoren in europäischen Aktien extrem hoch, sie liegt fast auf Allzeithochs. Und jetzt bekommen die Japaner schon einmal kalte Füsse – sie verkaufen Euro-Aktien, und tauschen damit ihre Euros wieder in Yen zurück. Daher steigt der Yen, obwohl die Bank of Japan auch heute Nacht schon angedeutet hat, den Negativzins noch weiter auszuweiten (Iwata von der Bank of Japan: Geldpolitik muß noch flexibler werden, um 2%-Inflationsziel zu erreichen).

Und vermutlich werden andere dem Beispiel der Japaner folgen..

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Aktien

Tesla mit Aktiensplit – der nächste Griff in die Trickkiste

Claudio Kummerfeld

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am

Tesla-Auto Innenansicht

Die Tesla-Aktie steigt heute um 5,7 Prozent auf 1.454 Dollar. Das liegt an der Ankündigung von Tesla gestern Abend nach Börsenschluss. Man führt einen Aktiensplit durch. Für eine bisherige Tesla-Aktie gibt es fünf neue, und somit wird der Aktienkurs durch 5 geteilt. Für den Aktionär eigentlich ein Nullsummenspiel. Also wo soll da ein Vorteil sein? Nun, bei sagen wir mal 1.500 Dollar Aktienkurs hat man dann bald einen Aktienkurs von „nur noch“ 300 Dollar. Kleinstanleger und auch Mitarbeiter bei Tesla haben dann die Möglichkeit auch mal eine oder ein paar Aktien zu kaufen. Das fällt einem schon viel einfacher als bei einem Aktienkurs von weit über 1.000 Dollar.

Tesla mit alt bewährtem Psycho-Trick des Aktiensplits

Auch ist es für aktivere Investoren psychologisch immer gut, wenn die Aktienkurse günstig sind. Dann kann man leichter runde Blöcke von sagen wir mal 10, 50 oder 100 Aktien hin und her handeln. Und grundsätzlich ist es immer besser, wenn ein Aktienkurs optisch günstig aussieht. Da geht es wohl in die Tiefenpsychologie. Was extrem teuer aussieht, wirkt weniger attraktiv. Da spielt es überhaupt keine Rolle, dass die Marktkapitalisierung in beiden Fällen exakt die selbe ist.

Tesla sagt selbst in seiner aktuellen Mitteilung, dass die eigene Aktie Mitarbeitern und Anlegern leichter zugänglich gemacht werden soll. Wer am Stichtag 21. August Aktionär ist, erhält vier zusätzliche Aktien zum Handelsschluss 28. August. Und ab dem 31. August wird die Tesla-Aktie dann zu einem durch 5 geteilten Kurs gehandelt. Die psychologische Wirkung einer optisch günstigeren Aktie sollte man nicht unterschätzen. Gerade viele Anleger, die völlig unbedarft und hohe Fachwissen in die Börse stolpern, können sich davon beeindrucken lassen.

Anreiz für die „Robinhooder“?

Und mal ehrlich. Seit Ausbruch der Coronakrise stürmen vor allem in den USA Millionen der sogenannten „Robinhooder“ (weil viele Anleger beim Broker „Robinhood“ ein Konto aufmachen und dort kräftig zocken) die Börsen. Damit bezeichnet man Erstanleger, die mit sehr kleinen Geldbeträgen und oft ohne jegliches Börsenwissen wild drauf los handeln. Der Turbo-Booster für diese Personengruppe (Millionen neu eröffneter Börsenkonten in der Coronakrise) liegt darin, dass die großen US-Onlinebroker unlängst Tradinggebühren komplett abgeschafft hatten. Damit ermöglicht man es auch den Kleinstanlegern mit winzigen Aktienpositionen hin und her zu handeln, ohne dass die Gebühren die Kontoguthaben auffressen. Für Tesla könnte der Aktiensplit als weiterer Push für die Aktie funktionieren.

Beim Klick an dieser Stelle finden Sie ein hochinteressantes Video zu möglichen Monopolen, die Tesla gerade aufbauen könnte.

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Aktien

Markus Koch LIVE zum Handelsstart in New York – keine Argumente für Rauf und Runter

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE zum Handelsstart in New York. Für den gestrigen Abverkauf und die heute wieder steigenden Kurse gab es laut seiner Meinung keine Gründe.

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Markt im Höhenrausch: Jetzt noch einsteigen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Bilanz ist ziemlich klar. Corona-Virus hin und her, der DAX ist in den letzten 12 Monaten um über 10 % gestiegen. US-Standardaktien gemessen am S&P 500 verteuerten sich um über 16 %. Zum Vergleich: Im Durchschnitt legen Standardaktien pro Jahr langfristig rund 7 bis 8 % zu. Zu Deutsch: Die letzten 12 Monate waren also ziemlich gut für uns.

Noch besser sieht die Bilanz für Wachstums-Investoren aus. So machte der NASDAQ 100 in diesem Zeitraum satte 44 %. Und meine Indikatoren zeigen an, dass der Aktienmarkt – mit wenigen Ausnahmen wie vielleicht China – mittelprächtig überkauft ist. Kurzum: Die Stimmung auf dem Parkett ist ziemlich gut, während der große Boom der Realwirtschaft bis dato bekanntlich ausbleibt.

Meine Strategie in den beiden Börsendiensten ist deshalb: Wir schonen derzeit unseren Orderfinger und warten darauf, dass sich das Marktumfeld aufklärt. Kaufen wir ganz ausnahmsweise doch zu, haben wir vorher entsprechend verkauft, damit die Aktienquote netto nicht steigt.

Ganz konkret: Im gegenwärtigen Marktumfeld halte ich eine Aktienquote von etwa 75 % für völlig ausreichend.

Für die Neubörsianer unter Ihnen: Was ist eigentlich eine Aktienquote? Ein einfaches Beispiel: Sie halten ein Depot (inklusive Depotkonto) in Höhe von 100.000 Euro. Davon haben Sie 65.000 Euro in Aktien angelegt, dann halten Sie zwei Rentenfonds im Wert von 10.000 Euro und den Rest von 25.000 Euro in bar auf dem Depotkonto.

Daraus errechnen sich dann logisch folgende prozentuale Quoten:

– Aktien: 65 %

– Anleihen: 10 %

– Cash: 25 %

Nun, dieses Depot ist also eher defensiv aufgestellt und sollte selbst einen Crash vergleichsweise gut überstehen. Die Kehrseite der Medaille: Zieht der Markt richtig an, holt sich der…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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