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Märke steigen gegen die Notenbanken, mißachten monetären Faktor Warum Jens Erhardt mit fallenden Aktien-Kursen rechnet

Es droht ein neues "Volmageddon"

Aktien Jens Erhardt

Der Börsenexperte Dr. Jens Ehrhardt geht davon aus, dass Aktien bislang zu positiv ins Jahr gestartet sind. Er erklärt, warum er mit sinkenden Aktien-Kursen rechnet: denn laut Jens Erhardt ist der monetäre Faktor der Wichtigste für Aktien – und dieser Faktor sei derzeit aufgrund der Straffung der Fed und der EZB klar negativ mit Zinsanhebungen und Reduzierung der Bilanzsummen durch Fed und EZB.

Jens Erhardt über die Aktien-Rally und ihre Qualität

Hinzu komme, dass bei der derzeitigen Rally vor allem jene Aktien stiegen, die keine gute Bilanz hätten – all das wirkt wie eine Wiederholung des Jahres 2021. Aber 2021 waren die Zinsen bei Null, die Geldpolitik von Fed und Co ultralax. Das ist jetzt nicht nur anders, es ist sogar eher das Gegenteil der Fall: Erstmals fällt die Geldmenge in den USA, bei der Geldmenge M1 ein Rückgang von -3%. Das war laut Jens Erhardt zuletzt in den USA im Zeitraum 1929-1932 der Fall – also in der „Great Depression“.

Optionen und „Volmageddon“

„Wenn kein Geld da ist, dann ist auch kein Geld da für den Aktien-Kauf“, sagt daher Jens Erhardt. Dieser Faktor werde sich durchsetzen. Derzeit steigen vor allem noch jene Aktien, diie stark geshortet (leerverkauft) waren. Einen wichtigen Einfluß habe auch der Options.Markt, hier vor allem jene Optionen, die noch am selben Tag verfallen (0DTE – zero days till expiry).

Das geht solange gut, bis es nicht mehr gut geht. Ein gutes Beispiel für derartige Exzesse ist das sogenannte „Volmageddon“ im Februar 2018: im Vorfelld dieses Ereignisses hatten Privat-Trader monatelang erfolgreich auf einen weiter fallenden VIX spekuliert (also auf weiter fallende Volatilität gewettet.  Am 0t5.Februar 2018 endete die Party in einem „Blutbad“: der VIX stieg an diesem Tag um sagen und schreibe 116% und sorgte damit für massive Verluste der Privat-Zocker.

Ähnliches ist früher oder später auch bei diesen 0DTE-Optionen zu erwarten – wie jetzt auch Marko Kolanovic von JP Morgan warnt.

Aber sehen Sie selbst, wie Jens Erhardt die Lage für Aktien derzeit einschätzt:



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6 Kommentare

  1. Ich sehe nauch fallende Kurse. Die Frage ist nur, wann und ab welchem Niveau aus. Ich denke, der große Verfall im März wird der Umhehrpunkt sein. Bis dahin, aber Allzeithochs.

  2. Wenn die Anleger im Euroraum seit einem halben Jahr sehen, dass die Indices täglich ohne
    Unterbrechung steigen, gehen sie natürlich in Aktien. Sie fragen dabei nicht nach der ökonomischen
    Realität wenn sie ihr Festgeldkonto in sichere Werte umleiten wollen. Bei steigenden Aktienkursen
    kommen sie auch nicht auf so „dumme“ Gedanken wie in Gold zu gehen. Denn einen steigenden Goldpreis
    fürchten die Notenbanken wie der Teufel das Weihwasser.

  3. Johannes Schönberg

    Etwas würde mich interessieren.
    Alle und Jens Erhardt reden von dem Liquiditätsentzug durch die Fed.
    Wie kommt aber Steno Research dazu, das seit November die G6 Notenbanken wieder Liquidität ins System pumpen.
    Siehe Steno Signals #35 Grafik 3 im Link
    https://tradersummit.net/steno-signals-35-everyone-is-going-to-be-surprised-by-rising-global-liquidity/

    1. Die wichtigste Aussage von Jens Erhardt: Diesmal erhöht man die Zinsen in den Abschwung hinein.( Diesmal ist alles anders könnte für einmal stimmen.
      Der Grund: Die jahrelange Lockerung und der zusätzliche Coronastimulus hat die Märkte viel zu weit getrieben und dann hat man zu spät die Zinswende herbeigeführt. Diese noch nie dagewesene Situation führte zu der unlösbären Aufgabe .Mal sehen wie lange das die Aufwärtshüpfer noch ignorieren können.
      Ähnlich sieht es Nicolai Tangen vom Norwegischen Staatsfonds.
      Video vor einem Monat: – Ein neuer Inflationsschub wird die Märkte belasten.-

      1. „…Diesmal ist alles anders könnte für einmal stimmen…“

        Stimmt, für einmal könnte die Null beim Roulettespiel kommen…könnte…

    2. …ich vermute mal das China und teilweise auch Japan wieder mehr Liquidität ins System führen, und zwar so viel mehr, dass es das Abschmelzen der anderen Zentralbanken ausgleicht und sogar mehr ist…die großen Zentralbanken von China und dem Westen verhalten sich irgendwie diametral gegeneinander…ich vermute, dass es auch dem Wirtschaftskrieg geschuldet ist…da wird es irgendeine Logik dahinter geben…

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