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Fed-Chef Powell der Auslöser Warum steigen Gold und Bitcoin? Inflation und Schulden! Videoausblick

Seit Dezember geht es sowohl für Gold als auch für Bitcoin nach oben – und das ist kein Zufall, denn bei der Pressekonferenz der Dezember-Sitzung der US-Notenbank sprach Fed-Chef Powell erstmals davon, die Zinsen zu senken. Seitdem steigen die Infationserwartungen deutlich an, zuletzt steigt auch die Inflation selbst wieder stärker an, vor allem im Güter-Sektor. Gleichzeitig eskaliert die Verschuldung des US-Staates weiter – in Washington gibt es aber weder bei den US-Republikanern noch bei den US-Demokraten irgendwelche Tendenzen, weniger Schulden zu machen oder sogar die Steuern anzuheben. Das alles kombiniert mit einer Fed, die trotz wieder steigender Inflation die Zinsen senken will – fertig ist der Anstieg von Gold und Bitcoin als eine Art Mißtrauensvotum gegen den Willen der Machthaber, das Ruder herumzureißen..

Hinweise aus Video:

1. Euro Richtung Dollar-Parität? EZB-Fed-Spaltung entfacht Wetten

2. Dax: Korrektur schon beendet – neues Rekordhoch im Anflug?



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18 Kommentare

  1. Ich denke, dass weltweit das Vertrauen soweit in den Dollar gesunken ist, dass kein Land sich mehr sicher sein kann, nicht auf eine Sanktionsliste zu kommen, und auch das Bezahlsystem SWIFT nicht mehr benutzt werden kann.
    Gold ist da das Mittel zur Zahlung, ohne das dabei elektronische Wege benutzt werden müssen.
    Wer jetzt 35 Jahre alt ist, und sich Gedanken darüber macht, wie er etwas für die Rente zur Seite legen kann, was in etwa weiteren 35 Jahren sich im Preis nicht nur nominal erhöht hat, und dann noch etwa weitere 20 Jahre seinen Wert behält, hat nicht viele Möglichkeiten.
    Man sollte auch mal daran denken, dass sich in den 50 und mehr Jahren, grundlegende Dinge auf der Welt und auch in Europa ändern können.
    Ob dann, nachdem die Scharia in Europa eingeführt ist, noch Vermögen frei gehandeln werden kann, möchte ich auch bezweifeln.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. @Helmut: Was noch dazu gehört: Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte: Der Autor dieses Kommentars ist in das angesprochenen Finanzinstrument Gold investiert.

      Nur um die Prognosen richtig einzuordnen…

      1. Hallo Ferdl, ich bin kein Börsenprofi, sondern Rentner, der für seine private Altersrente Gold angespart hat.
        Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    2. „Gold ist das Mittel der Zahlung“. Ich sehe schon wie Helmut was von seinem Goldbarren (den er zur Sicherheit immer mit sich rumträgt) abraspelt, um im Restaurant sein Frühstück zu bezahlen ;-p
      Wer wirklich denkt, dass Gold irgendwann wieder das Mittel der Zahlung wird, der sollte den Blödsinn auch mal ganz zu Ende denken. Das bedeutet nichts anderes als die komplette Enthebelung der Weltwirtschaft und damit auch den kompletten Zusammenbruch der Weltwirtschaft. Wenn das passiert, ist Rendite das kleinste Problem, dann geht es für jeden nur noch um das nackte Überleben und damit ist es völlig sinnfrei sich auf so ein Szenario finanziell auszurichten. Dann sollte man sein Geld eher in einen stabilen Bunker und ganz viel Munition investieren, um sein dann wertloses Blingbling beschützen zu können!

      1. Goldlöckchen, da liegen Sie vollkommen richtig.
        Deshalb habe ich auch die Goldbarren in einem schweizer Zolllager gelagert, wo ich bei Bedarf das Gold grammweise verkaufen kann.
        Aber damit kommt man ja nicht durch eine Krise. Daher habe wir hier für etwa 12 Monate Lebensmittel und Diesel eingelagert.
        Unseren etwa 400 m² Gemüsegarten können wir durch unseren eigenen Tiefbrunnen bewässern und haben 3 Ernten im Jahr.
        Der nächste Nachbar mit etwa 800 Ziegen kann uns mit Fleisch, Milch, und Käse beliefern. Auch den Dünger für den Garten. Und seine uns Hühner mit Eier.
        Wir verfügen über eine Profiwerkstatt, mit der ich als Handwerksmeister und unser Mitarbeiter als Schlosser einiges zusammen bauen können.
        Und eine super Nachbarschaft.
        Das hat uns alles bei Corona schon sehr geholfen, als wir hier während der Ausgangssperren Wochen und Monate am Pool liegen konnten, während die anderen Menschen mit Masken in der Schlange vor den Geschäften standen.
        Mein Großvater hat mit den Goldmünzen, die ihm 1917 sein Vater vererbt hat, 1951 das Haus gekauft, in dem ich 1952 geboren wurde.
        Und dafür wird dann Gold eingesetzt.
        Auch das Land verlassen hat gerade in Deutschland vielen Menschen schon einmal das Leben gerettet, und wer Gold im Ausland hatte war der König. Wenn er es noch geschafft hatte wegzukommen.

        Viele Grüße aus Andalusien
        Helmut

        1. Blöd nur wenn der Ivan den Atomsprengkopf rausholt. Dann ist der ganze schöne Gemüsegarten nicht das verstrahlte Land wert auf dem er steht. Aber schön wenn Sie einen Plan haben, dem Sie folgen können. Struktur ist wichtig, damit man nicht völlig durchdreht ;-)
          Und sie sollten niemandem von dem Gemüsegarten erzählen. Denn wenn die Hungersnot umgeht, hilft wahrscheinlich nicht mal eine große Flinte. Dann hat man die ganzen schönen Vorräte nur für die anderen gehortet, die sich dann einfach bedienen!

          1. Hallo Goldlöckchen.
            Gut gegen einen Atomsprengkopf kann man nichts machen. Und wenn man damit rechnet, dass Putin in Spanien einmarschieren wird, dann sieht es natürlich auch schlecht aus.
            Aber ich denke, jeder versucht sich soweit abzusichern wie es geht. Die einen schließen Lebensversicherungen ab, Feuerversicherungen, Kfz Versicherungen oder Hundeversicherungen. Und die Kosten alle Geld, was praktisch verloren ist.
            Lebensmittel horten, die sowieso irgendwann gegessen werden, kosten im Endeffekt sogar weniger Geld.
            Aber natürlich kann man alles schlecht reden, und wenn man dafür sogar Atombomben oder Putin auch noch herbeiredet, dann habe ich den Eindruck, dass nur eine Begründung gesucht werden soll, warum man selber diese Art von Vorsorge nicht betrieben hat.

          2. Ich handel mehr nach dem Motto: Nimm das Leben nicht so schwer, du kommst hier eh nicht lebend raus ;-)

  2. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Die Märkte gehen weiterhin von fünf Zinssenkungen, auf Sicht der nächsten 12 Monate aus. Drei in diesem Jahr und jeweils eine im Januar und März des nächsten Jahres.

    Gold hat viel nachzuholen, da es im September 11 ,schon bei um die 2000 US- Dollar die Feinunze stand.

    Bitcoin ist eine Sache für sich.

    Im Moment fluten noch die Bank of Japan und Peoples Bank of China die Märkte mit frischer Liquidität.

    Japan ist bekannt, die kennen seit den Abenomics weder Maß noch Mitte und China will das Platzen der Immobilienblase verhindern.

    Bullard wiederholt nur das, was die meisten denken, drei Zinssenkungen in diesem Jahr. Das ist normal, Bullard ist selbst investiert.
    Zum Beispiel sagte er im Herbst 2014 ,als die Märkte zwischenzeitlich kurz einbrachen, man könne ja das Tapering jederzeit beenden und zum QE Programm (von Bernanke initiiert im September 12, um Obama im Amt zu halten) jederzeit zurückkehren, wenn sich die Lage weiter verschlechtert, schon gewannen die Indizes wieder gute 15 Prozent.
    Das Jahr beendete der Dow dann bei um die 18 000 Punkte…Nur um hier ein paar Beispiele zu nennen…Heute stehen wir viel höher..

    Aus dieser Nummer kommen die Notenbanken nicht mehr raus. Nur widerwillig begannen sie überhaupt den Kampf gegen die Inflation, am liebsten hätten die nämlich gar nichts gemacht…

    Guckt man sich die Bilanz, der weltweit führenden Notenbanken an, so ist klar zu erkennen, das die Reduktion, global gesehen, nur minimal ist.

    Ursprünglich war ja beschlossen, die Bilanz wieder auf das Vorkrisenniveau von 07 zu reduzieren, davon ist heute keine Rede mehr….

    Und was die US Verschuldung betritt, so dürfte klar sein, das die bald Richtung der 35 Billionen, alleine bei der Staatsverschuldung geht, die Sekundär- oder implizierte Verschuldung ist nochmals eine ganz andere Größe.

    Und in der EZB…? Da scharren die „Tauben“ schon mit ihren „Hufen „…. Italien, Spanien, Portugal, Griechenland,…die üblichen Verdächtigen…

    Es bleibt also spannend, wichtig für die Märkte wird die FED Sitzung im Juni sein…

    1. Wir sind an einem Punkt angekommen, wo es Gold egal ist, ob die Zinsen steigen oder fallen. Steigen sie, wird es problematisch, fallen sie, wird es ebenfalls problematisch. Notenbanker möchte man nicht mehr sein. Ich habe das Gefühl, dass all diejenigen, die einen deutlichen temporären Rücksetzer bei Gold erwarten, enttäuscht werden könnten. Auf mein Gefühl war aber in den Vergangenheit aber nicht immer Verlass :D

      1. @Amatör

        Notenbanker würde ich gerne sein.
        Täte meinem Depot sicher gut😀.

      2. Der Goldpreis ist langsam so ziemlich am Anschlag. Anleger positionieren sich angesichts der bevorstehenden Zahlen in dieser Woche im scheinbar sicheren Hafen. Sollte sich ergeben, dass der Preisdruck nach oben sich nicht verstärkt, zumindest mal vorübergehend, dann bestehen gute Chancen auf eine Korrektur des Goldpreis. Jetzt noch Long gehen, ist jedenfalls keine Option für mich, ich suche eher nach Short-Einstiegspunkten. Ein paar Wellen in kleineren Zeitfenstern nach unten, konnte ich bereits traden.

        1. Vielleicht kauft der Chinese auch noch alles Gold, das er auftreiben kann, bevor er sich an die friedliche Wiedervereinigung macht. Hat Russland ja bewiesen, dass das hilfreich sein kann, wenn man von den Finanzmärkten abgeschnitten wird. Halte ich zumindest für ein Szenario, das man nicht komplett ausschließen sollte

  3. Mir ist nicht so ganz klar, warum Sie einerseits sagen, dass die Amerikaner alle 100 Tage 1 Billionen neue Schulden machen und gleichzeitig soll die Geldmenge leicht schrumpfen bzw. nicht steigen. Ist das nicht widersprüchlich?

  4. Hi Fugi,

    bei ca. Minute 8 hast du dich wohl versprochen.
    Die Realrenditen steigen aktuell, die Skala links ist invertiert dargestellt.
    Das erstaunliche daher ist aktuell, daß Gold trotz steigender Realrenditen steigt, so ist es korrekt.

    Wenn ich eins an der Börse gelernt habe über die letzten Jahrzehnte: Die besten Moves sind die, die keiner versteht und wirklich erklären kann.

  5. Gold ist in einer Woche ca.4% gestiegen, aber natürlich hat der Supertrader mit Shorts wieder Gewinn gemacht. Wers glaubt ?

  6. @ Goldi, bitte Gold als Zahlmittel in Notfällen nicht vergessen.So sollen sich hohe US- Militärs im Vietnamkrieg mit Goldmünzen aus einer Falle loskgekauft haben, die Finanzspezialisten von Vietcong Soldaten wollten lieber Gold als zerknirschte Dollarscheine.

  7. Hallo Supertrader,
    Gold ist in Euro in diesem Jahr schon um über 15% gestiegen, letztes Jahr um etwa 11%, und seit Januar 2019 um etwa 95%.
    Und alles legal steuerfrei, und wer es so wollte auch anonym.
    Das kann nicht so weitergehen, denn es werden schon in der Politik Stimmen laut, auch die Kursgewinne von Edelmetallen der Kapitalertragssteuer zu unterwerfen.
    Wo sind eigentlich die „Drücker“?

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

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