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Was geht ab im Iran? Mr. Dax Dirk Müller hat da eine Theorie..

Über unser Weltbild und die Situation im Iran. Anmerkungen von „Mr. Dax“ Dirk Müller..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Mit den Menschrechten ist es ja so eine Sache: im Grunde basieren diese Menschenrechte (im Sinne Rechte für das Indviduum) eben auf dem jüdisch-christlichen Weltbild, das das Einzel-Individuum und nicht das Kollektiv in den Mittelpunkt stellt (beginnend mit dem Tötungsverbot, das durch die Ebendbildlichkeit des Individuums gegenüber dem Individual-Gott begründet wird). Das ist etwa in asiatischen Gesellschaften ganz anders – hier ist das Kollektiv der Höchstwert, nicht der einzelne Mensch – weshalb zum Beispiel Chinas Politiker auch meist nur verständnislos mit den Achseln zucken können, wenn westliche Politiker etwa die Abschaffung der Todesstrafe fordern (weil nach dieser Logik ein Individuum ultimativ aus dem Kollektiv entfernt werden muß, wenn es das Kollektiv schwer schädigt).

Nun hat heute die deutsche Bundesregierung angesichts der derzeitgen Lage an die Regierung des Iran appelliert, die Versammlungsfreiheit zu respektieren – sich damit also wieder einmal auf sehr spezifisch westliche Werte berufen, die eben in allen anderen (nicht westlichen) Kulturen so gar nicht vorhanden sind. Der Iran nämlich versteht sich nach offizieller Staatsdoktrin als eine Theokratie – also als eine Gesellschaft, in der faktisch Gott durch die ihn vertretenden Kleriker regiert (angeblich).

Die USA, insbesondere Donald Trump, unterstützen die Protestierer – das könnte also immer „heißer“ werden und zu einer weltpolitischen Konfrontation führen:

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Was aber ist eigentlich der Auslöser für die Proteste im Iran? Dirk Müller, auch bekannt als Mr. Dax, hat da eine Vermutung und glaubt nicht an das übliche Erklärungsmuster, wonach die wirtschaftliche Lage der Auslöser sei:

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Foto: FNDE – Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47204504

20 Kommentare

20 Comments

  1. Avatar

    Trigo

    3. Januar 2018 16:11 at 16:11

    Nein nein…. das ist ein neuer Versuch der „Demokratisierung“.

  2. Avatar

    burberg

    3. Januar 2018 16:54 at 16:54

    Haben die im Iran auch einen Maidan Platz? Wieviel hat der Verteidiger der freien Welt diesesmal investiert?
    In diesem barbarischen Staat gibt es sogar die Todesstrafe. Sowas gibt es in der freien Welt natürlich nicht.
    Falls man keinen Schuldigen findet, ich hätte da einen Vorschlag, wie wäre es mit Putin.
    In Russland wird zwar keine Todesstrafe mehr vollstreckt, aber irgend etwas wird sich doch finden lassen.

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    frank

    3. Januar 2018 17:27 at 17:27

    Next Regime Change mit ungewissem Ausgang. Kann null nachvollziehen dass die hiesigen Medien größtenteils positiv auf die Protest-Meldungen aus dem Iran reagieren. Hat man denn schon vergessen was im Irak in Libyen und Syrien passiert ist? wollen wir noch mehr Flüchtlinge und Terror?

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    asyoulike

    3. Januar 2018 17:37 at 17:37

    Moin, moin,
    sehr gute Einschätzung von Herrn Müller. M.E. ist es Ziel der Plutokraten, (angeführt durch die Wall Street) wieder einen Staat zu stürzen. Wohin werden die zu erwartenden Flüchtlingsströme gehen? BRD, genau, so wird es kommen. Wer nicht nach der Pfeife der Wall Street tanzt, der geht unter.

  5. Avatar

    Mr. Jones

    3. Januar 2018 17:42 at 17:42

    Maidan ist ein schönes Beispiel. Nach den Protesten, wurde am 28 Feb. 2014 in einer Nacht und Nebelaktion vom Flughafen Boryspil, die Goldreserven (42,3 to.) der Ukraine, mit einem nicht registrierten Flugzeug in die USA transportiert. Libyen hatte zur Muammar Gaddafi Zeiten 116,6 to Gold,Irak 89,8 to., sind auch irgendwie verschwunden, kann ja mal passieren. Der Iran verfügt über ca. 500 to. Goldreserven und die haben Oel und Gas und die Central Bank ist noch staatlich. Fuer die Aggressoren eine Win..Win..Win Situation.

  6. Avatar

    Homer say's

    4. Januar 2018 17:36 at 17:36

    Sollte China dort weiterhin seine Passivität aufrecht erhalten wird es zwangsläufig in Zentralasien seine Aktivitäten verstärken müssen. Das würde dann zwangsläufig auf kurz oder lang die derzeitig Russisch Chinesisch Zusammenarbeit beenden und zwangsläufig zu Konflikten führen.
    Ob Penking sich darüber im klaren ist?

  7. Avatar

    Middle East Monitor

    5. Januar 2018 10:18 at 10:18

    So so, der sonst so auf „Qualitätsjournalismus“ bedachte Dirk Müller geht mal zackig davon aus, dass die USA und Israel hinter den Unruhen im Iran stehen. Als Fakt, nicht als Vermutung. Die drängt sich zwar nicht nur Ayatollah Chamenei auf, doch Fakten bedürfen stichhaltiger Quellen. Alles andere wäre journalistisch unsauber. Würde man doch die Maßstäbe bei sich selbst anlegen, die man bei anderen Tag für Tag anmahnt! Gleiches gilt für die offenkundig sehr oberflächliche Kenntnis und sehr geringe Durchdringung der gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Realitäten in der Region, erkennbar u.a. auch an selbstgeschaffenen Begriffen wie „Iranischer Halbmond“. Der insbesondere im Konflikt mit Saudi-Arabien unterliegende Dauerstreit zwischen Sunna und Schia wird gar nicht erst erwähnt. Dass geopolitisch wichtige Player genau diesen seit Jahrzehnten zu ihrem eigenen Nutzen schamlos ausnutzen auch nicht. Ebensowenig die teils grottigen volkswirtschaftlichen Rahmendaten wie etwa eine zweistellige Inflationsrate und eine Armutsquote von rund 40 Prozent im Iran. Ja, es geht in der Tat nicht nur um Eierpreise… Wir sehen eine sehr junge, zutiefst gefrustete Bevölkerung, von der rund drei Viertel erst nach der Revolution von 1979 das Licht der Welt erblickt hat. Viele davon wollen sowohl mit den alten Mullahs als auch mit ihrer gottesstaatlichen Weltfremdheit schlicht nichts mehr zu tun haben. Es fällt also auf fruchtbaren und durchaus temperamentvollen Boden – auch insoweit sollte man die Region kennen, Mr. Dax! -, was Dritte zu ihrem Zusatznutzen missbrauchen. Für ein intensiveres Verständnis der Lage im Iran lohnt es sich außerdem genau anzuschauen, welche Gruppen (anders als noch 2009) sich wo und wie auf den Straßen, in den Institutionen und im Parlament verhalten. Ein prominenter Buchautor sieht doch sonst immer besonders kritisch und intensiv auf die einschlägigen Hintergründe, oder? Vor allem dann, wenn er dies als DAS Thema der Woche herausstellt.

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      Gixxer

      5. Januar 2018 14:22 at 14:22

      Ich würde jetzt nicht unbedingt behaupten, dass es genau so ist, wie Dirk Müller es sieht. Man sollte die Möglichkeit aber in Betracht ziehen. Dass es in anderen Ländern so ablief, ist inzwischen bewiesen.
      Genaueres wird man wissen, wenn man sieht, wie es in Zukunft da weiter geht. Das Trump deshalb inzwischen den UN Sicherheitsrat einschalten will, spricht aber meines Erachtens für die Theorie von Dirk Müller, denn das ähnelt dem Ablauf in anderen Staaten. Aber warten wir es ab.

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        Middle East Monitor

        5. Januar 2018 17:41 at 17:41

        Jo, ausgeschlossen ist das beileibe nicht. Doch wie sieht es mit der klaren Vorfestlegung eines „alternativen Qualitätsjournalisten“ Dirk Müller zu einem Zeitpunkt aus, an dem noch nicht mal ein dichtes (westliches, russisches, arabisches, chinesisches…) Korrespondentennetz vor Ort irgendeinen Durchblick hatte?

        https://www.heise.de/tp/features/Iran-verweist-auf-die-ueblichen-Verdaechtigen-CIA-und-Mossad-3934761.html

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          Gixxer

          5. Januar 2018 19:54 at 19:54

          Wie gesagt: Abwarten.

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            baeuerin

            5. Januar 2018 20:03 at 20:03

            Der Ami braucht zeitnah einen Sieg…denn in Syrien hat er keinen Blumentopf gewonnen…
            Wird Zeit,dass Trump in Hochform kommt!
            Dann ist auch Dirk Mueller kein Thema mehr….

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      Gerd

      5. Januar 2018 14:47 at 14:47

      „…Als Fakt, nicht als Vermutung. “
      Das kam bei mir nicht so rüber, sondern eher so, als hätte er hinter seine jeweiligen Aussagen so etwas wie ein Fragezeichen gesetzt.
      Und diese Fragezeichen vermisse ich bei den auch von ihm oft angeprangerten sog. „Qualitätsmedien“ bei nahezu allen wichtigen Nachrichten und Kommentaren.
      Außer bei der Verkündung der Lottozahlen. Da passt das Ausrufezeichen aber auch ausnahmsweise hin.

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        Middle East Monitor

        5. Januar 2018 15:40 at 15:40

        „Die USA und Israel unterstützen natürlich die Proteste im Iran massiv“, so das wörtliche Transkript des Videos. Wo hören Sie hier ein Fragezeichen? Bitte sauber bleiben! Beide Länder opponieren und intrigieren gegen den Iran übrigens schon seit fast vier Jahrzehnten, nämlich seit dem Sturz des Schah 1979. Das ist alles nix Neues. Frage also: Worin liegt die aktuell neue Qualität? Welche Informationen liegen Herrn Müller vor, die wir (noch) nicht haben? Gibt es diese überhaupt? Und wenn ja, an welchen Quellen und Tatbeständen lassen sich diese festmachen? Was sind die Hintergründe? Vielleicht ein Atomdeal und aufgehobene Sanktionen, welche o.g. Länder – und damit auch Donald Trump – nicht wollen? Komisch, Donald Trump wurde von Mister Dax doch gerne und regelmäßig in den Himmel gehoben bzw. verteidigt (s.u.)… Ist Donald The Great, der sich doch in erster Linie um „America First“ kümmern wollte, jetzt auf einmal doch wieder der Böse? Wo bleibt bitteschön die Stringenz?!

        • Avatar

          Gerd

          5. Januar 2018 16:11 at 16:11

          „…Die USA und Israel unterstützen natürlich die Proteste im Iran massiv“, so das wörtliche Transkript des Videos. Wo hören Sie hier ein Fragezeichen?“
          Muss ich auch keines hören, da Trump angekündigt hat, beizeiten den Protestierenden massive Hilfe zukommen zu lassen, wenn sie doch nur fortfahren würden, endlich „dieses korrupte Regime“ weg zu kriegen.
          Allerdings kam diese Meldung, so ich recht erinnere, aus dem Öffentlich Rechtlichen Dummfunk. Evtl haben die es ja auch mal wieder zurecht gebogen.

        • Avatar

          Wolfgang M.

          5. Januar 2018 16:31 at 16:31

          @Middle East Monitor. Hier zeigt sich wieder ein grundsätzliches Problem unserer medialen Welt. Wenn ein öfters im Fernsehen auftretender „Experte“ auf seinem Spezialgebiet Dinge richtig voraussieht, erhält er durch seine Popularität ruckzuck Guru-Status. Er wird in der Folge über viele gesellschaftliche Themen befragt, auch wenn er jahrzehntelang Kurse auf einem Monitor beobachtet hat und sich nicht mit Geschichte, Politik oder Religion wissenschaftlich auseinandersetzen könnte. Man glaubt einfach, er wisse auch hier Bescheid. Das erinnert mich an die Zeit, als Boris Becker durch seine sportlichen Erfolge Kultstatus erreicht hatte. Zu dieser Zeit wurde er auch zu aktuellen politischen Themen befragt – die Werthaltigkeit solcher Statements kann man sich vorstellen. Ganz anders Journalisten wie Peter Scholl Latour oder Jürgen Todenhöfer, die sich jahrelang vor Ort ein Bild der Situation machen konnten. Also, Schuster bleib bei deinen Leisten oder ganz aktuell in diesem Forum: Bauer bleib auf deinem Acker. Gruß

          • Avatar

            baeuerin

            5. Januar 2018 17:20 at 17:20

            +++ Ganz anders Journalisten wie Peter Scholl Latour oder Jürgen Todenhöfer, die sich jahrelang vor Ort ein Bild der Situation machen konnten.+++
            Der beste Satz,der hier zum Thema passt!!!

          • Avatar

            Middle East Monitor

            5. Januar 2018 17:34 at 17:34

            Jepp, diese Journalisten bzw. Welterklärer setz(t)en Maßstäbe, an denen sich andere nicht ansatzweise messen lassen können. Außerdem gibt Geritt Wustmann auf einer unabhängigen Nachrichtenplattform zu bedenken,…

            https://www.heise.de/tp/features/Liebe-Verschwoerungs-Experten-3934831.html

          • Avatar

            Middle East Monitor

            5. Januar 2018 18:00 at 18:00

            Wie gesagt: Es gab einst Journalisten wie ihn, für die eherne journalistische Grundsätze noch eine Bedeutung hatten. Wie wir ihn in diesen Tagen vermissen!

            https://www.youtube.com/watch?v=5KskOqMUMG8

            https://www.youtube.com/watch?v=ddFUFKJyTQg

  8. Avatar

    Middle East Monitor

    5. Januar 2018 14:23 at 14:23

    P.S.: Dirk Müller gefällt es offenbar nicht, dass sich die Welt derart über diesen armen, verfolgten, von Fake News geplagten Donald Trump echauffiert. Hier am Beispiel des vernünftigen und ausgewogenen Verhältnisses des US-Präsidenten zu den sog. Leitmedien:

    http://www.epochtimes.de/politik/welt/fakten-spielen-keine-rolle-mehr-dirk-mueller-zur-medienhysterie-um-trump-video-a2192449.html

    Keine Gewaltverherrlichung, keine Senkung von Hemmschwellen, gar eine leuchtende Vorbildfunktion für das Land, die Welt und den Umgang mit Pressevertretern (zu denen man als Börsenkommentator schließlich auch selbst gehört? Na dann schauen Sie mal…

    https://www.youtube.com/watch?v=riNU9-FT7xE

    Nun, wie steht es um die Fakten, Herr Müller? Wer setzt sie, wer verdreht sie? Nein, der Buchautor und Fondsmanager, der seine Energie besser in die Performance seines eigenen (nach wie vor im Minus liegenden) Fonds investieren sollte statt über wenig marktrelevante Politikzusammenhänge zu schwadronieren, geht einen bedenklichen bis gefährlichen Pfad, der einem immer weniger gefallen kann…

  9. Avatar

    Behrooz

    16. Januar 2018 07:26 at 07:26

    Nur eins sollte der Herr Müller bei seinem Vergleich bereits “ Arbeitslosigkeit bzw. Prozentzahl“ im Iran und Spanien ,oder Griechenland usw., betrachten!
    Im Iran diese Arbeitslosen beziehen nicht wie in Europa Arbeitslosengeld!. Also dies Vergleich ist meine Meinungs nach schwachsinnig. Diese Meinung vom Herrn Müller, dass die Anstifter diese Proteste von außen „Mächte! “ geleitet wird, ähnelt der Meinung vom totalitären Regim im Iran.

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

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